Mit dem Regenwurm ist es so eine Sache. Meist nimmt ihn keiner wahr und ernst nehmen tut ihn kaum jemand. Und doch: meist ist er da und oft auch wichtig. Ein eigenes Leben hat er allemal, wenn auch überwiegend unter der Erde - da wühlt und gräbt er sich durch alles durch und kommt mit allem in Kontakt, was es da so gibt im Wurzelbereich und drunterhinaus. Was dahin gerät - und das meiste kommt früher oder später mal da an - betrifft ihn und seine Freunde. Ab und zu kommt Rupert (so der Name des Regenwurms) an die Erdoberfläche, um zu sehen, was die da oben schon wieder alles treiben. Und gibt Kunde davon seinen staunenden Kumpels im Erdreich und jenen über der Erde, die sich für ihn interessieren.

Vor 200 Jahren wurde Karl Marx in Trier geboren.

Für viele eine Hass-Figur – aber nicht für den Wurm. Es wäre bitter notwendig, dass er in der heutigen Zeit da wäre.

Um die Menschen für sich einzunehmen, ist die Wortwahl wichtig. So gibt es keinen „Kriegs“-Minister mehr, sondern weltweit nur noch „Verteidigungs“-Minister.

Nicht viel anders sieht es mit dem „Psychisch-Kranken-Hilfe-Gesetz“ aus, dessen Neufassung in Bayern der „Hilfe“ psychisch Kranker dienen soll. Nur, dass die so Geholfenen über das neue Gesetz entsetzt sind.

Mensch stelle sich vor, er richtet sich nach allen Gesetzen, die es im Lande gibt.

Dann stelle sich mensch vor, dass der Staat mit der Mafia einen Pakt geschlossen hat, wonach die Mafia nach dem Staat der größte Arbeitgeber des Landes ist und in manchen Bereichen oder Regionen ein Monopol auf seine Produkte oder Angebote hat.

Gleichzeitigt gelten für diese Mafia eigene Regeln, die es ihr erlauben, ihren Angestellten (von denen viele gezwungen sind, bei ihr zu arbeiten) vorzuschreiben, welche Religion sie haben, wie sie ihr Privatleben zu gestalten haben, welche Partner sie haben bzw. heiraten dürfen, ob und welche politischen Meinungen sie öffentlich vertreten dürfen. Für ihre Rechte eintreten (streiken) dürfen sie auch nicht.

Was würde mensch von solch einer Mafia halten und von solch einem Staat, der dies geschehen lässt?

Ich welchen Ländern und zu welchen Zeiten würde mensch solch ein Gebaren vermuten?

Mensch braucht nicht weit zu gehen. Dies sind nämlich die Zustände, wie sie in diesem unserem Lande in der Gegenwart herrschen. Der Staat hat den Großkirchen Rechte als Arbeitgeber eingeräumt, die weit hinter das Grundgesetz und die Menschenrechte fallen.

Und die noch lange in diesem rückschrittlichen Land so weiter gehen würden, wenn nicht der Europäische Gerichtshof diese Woche ein Urteil gesprochen hätte, das die schlimmsten Auswüchse bereinigen wird.

„… Das ist die Situation, in der ein gut gestylter NATO-Strichjunge; ich wiederhole das noch mal: ein gut gestylter NATO-Strichjunge Heiko Maas meint, jede Rechtmäßigkeit und das Grundgesetz mit Füßen treten zu müssen.“

So die Worte des Linken-Politikers Dieter Dehm bei einer Rede über den Außenminister Heiko Maas.

In der 6. Minute:

 

Vor 200 Jahren wurde Friedrich Wilhelm Heinrich Raiffeisen geboren, der zu den Gründern der genossenschaftlichen Bewegung in Deutschland gehört.

Mittlerweile gibt es weltweit über 800 Millionen Genossenschafts-Mitglieder; davon über 20 Millionen in Deutschland.

Die Gemeinwohl-Ökonomie greift den genossenschaftlichen Gedanken auf und entwickelt ihn zu einem ganzheitlichen Konzept, dem der Wurm wünscht, dass es großen Erfolg hat.