Mit dem Regenwurm ist es so eine Sache. Meist nimmt ihn keiner wahr und ernst nehmen tut ihn kaum jemand. Und doch: meist ist er da und oft auch wichtig. Ein eigenes Leben hat er allemal, wenn auch überwiegend unter der Erde - da wühlt und gräbt er sich durch alles durch und kommt mit allem in Kontakt, was es da so gibt im Wurzelbereich und drunterhinaus. Was dahin gerät - und das meiste kommt früher oder später mal da an - betrifft ihn und seine Freunde. Ab und zu kommt Rupert (so der Name des Regenwurms) an die Erdoberfläche, um zu sehen, was die da oben schon wieder alles treiben. Und gibt Kunde davon seinen staunenden Kumpels im Erdreich und jenen über der Erde, die sich für ihn interessieren.

Es konnte nicht mehr länger geleugnet werden und die saudi-arabische Regierung musste zugeben, dass Jamal Khashoggi in ihrem Konsulat in Istanbul ermordet wurde.

Abenteuerlich wird das Ganze dadurch, dass er zerstückelt und in Teilen aus dem Konsulat gebracht worden sein soll.

Dass es sich bei Saudi-Arabien um einen Schurkenstaat handelt, hatte der Wurm bereits mehrfach dargelegt, unter anderem in http://www.ansichten-eines-regenwurms.de/222-1000-peitschenhiebe.html .Ebenso, dass es sich bei jenen Staaten, die vorgeben, um die Menschenrechte besorgt zu sein und gleichzeitig Freunde Saudi-Arabiens sind, um Heuchler handelt.

Dass sich die deutsche Politik einen Dreck um Gesundheit und Wohlergehen ihrer Bürger interessiert, ist beim „Diesel-Kompromiss“ vor zwei Wochen wg. Stickoxiden klar geworden.

Dass sie auch noch Heuchelei betreibt wg. Klimaschutz, sollte auch schon vorher klar gewesen sein. Letzte Woche platzte dann auch noch der Rest-EU der Kragen und verpasste der deutschen Regierung eine schallende Ohrfeige, indem sie deren Weigerung, die Kohlendioxid-Ausstöße zu verringern, nicht mehr mitmachte.

 

 

Seinen Namen kennen nicht viele, aber die Art seiner Werke kennen alle: Victor Vasarely. Eine sehr schöne Ausstellung über ihn hat gerade in Frankfurt begonnen. Die hier gezeigten Bilder stammen aus dieser Ausstellung und wurden von den Ausstellungs-Machern dankenswerterweise dem Wurm zur Verfügung gestellt.

 

 

Nachdem sie bereits vor einem Jahr im Bezahlsender Sky zu sehen war, ist die mit Abstand teuerste deutsche Fernsehserie jetzt auch im frei zugänglichen öffentlich-rechtlichen Fernsehen zu begutachten.

Für den unbedarften Zuschauer, der nicht denken, sich aber gut unterhalten will, ist das eine schöne Sache. Für einen denkenden Wurm stellenweise ein Ärgernis.

 

Die Mafia soll Menschen umgebracht haben. Jahrzehnte lang. Aber das wollte keiner beim Namen genannt haben, da die Mafia eine mächtige Organisation ist und ab und zu auch „Gutes“ tut. Wer es wissen wollte, der wusste es, aber die meisten wollten es nicht wissen.

Nun gibt es seit einigen Jahren immer mehr Gerüchte und sogar Beweise, dass die Mafia doch mordet und deshalb sahen sich die Ober-Mafiosi gezwungen, eine Studie über Mafia-Morde in Auftrag zu geben.

Polizei und Staatsanwaltschaft sollten an der Studie beteiligt sein, wurden von den Mafia-Bossen aber schnell wieder „ausgeladen“.

Die Unter-Bezirke lieferten Material, teilweise nur einen Teil davon, teilweise weigerten sie sich ganz, von der Mafia abhängige und mit ihr verbündete Organisationen wurden gar nicht erst gefragt.

Unter Krokodils-Tränen des erschütterten Ober-Mafioso werden schließlich die Ergebnisse präsentiert und die getöteten Opfer gezeigt. Die Namen der Täter werden nicht genannt. Mit jenen Mördern, die dazu bereit waren, wurden Gespräche geführt, aus denen hervor geht, weshalb sie mordeten. Das schlimmste, was den Mördern passierte, war die frühzeitige Verrentung; meistens wurden sie jedoch in einen anderen Bezirk versetzt, in dem sie weiter töten konnten. Und bei der Mafia waren sie sicher davor, an die staatliche Justiz ausgeliefert zu werden.

Der Ober-Mafioso mit den Krokodils-Tränen sagte, dass er bei dem Wort „Mord“ früher nicht so genau hingehört hätte und oft gar keine Akte darüber angelegt worden wäre. Die ersten Male hätte er sich gar nicht vorstellen können, was da überhaupt passiert sei. Erschüttert seien sie jetzt alle bei der Mafia – aber deswegen würde keiner zurücktreten oder sonstige Konsequenzen ziehen.

So oder so ähnlich muss sich mensch vorstellen, wie es bei der Vorstellung der Studie „Sexueller Missbrauch an Minderjährigen durch katholische Priester, Diakone und männliche Ordensangehörige im Bereich der Deutschen Bischofskonferenz“ zugegangen ist.