Mit dem Regenwurm ist es so eine Sache. Meist nimmt ihn keiner wahr und ernst nehmen tut ihn kaum jemand. Und doch: meist ist er da und oft auch wichtig. Ein eigenes Leben hat er allemal, wenn auch überwiegend unter der Erde - da wühlt und gräbt er sich durch alles durch und kommt mit allem in Kontakt, was es da so gibt im Wurzelbereich und drunterhinaus. Was dahin gerät - und das meiste kommt früher oder später mal da an - betrifft ihn und seine Freunde. Ab und zu kommt Rupert (so der Name des Regenwurms) an die Erdoberfläche, um zu sehen, was die da oben schon wieder alles treiben. Und gibt Kunde davon seinen staunenden Kumpels im Erdreich und jenen über der Erde, die sich für ihn interessieren.

Helmut Kohl ist gestorben. Die Einen hatten ihn vergöttert, die Anderen als Hohlkopf, als „Birne“ abgetan. Beides war reichlich daneben.

Was bleibt über ihn zu schreiben?

Ein mittelmäßiger Charakter von keiner hohen Moral (weshalb sich der Großteil der Bevölkerung mit ihm gut identifizieren konnte), einer, der sehr genau wusste, was seine Partei, die CDU in all ihren Facetten wollte und was mit ihr machbar war und einer, der von der Wirtschaft bezahlt wurde und alles für die Wirtschaft machte.

Dramatischer Brand eines Hochhauses in London mit wahrscheinlich mehr als hundert Toten.

Bei den Bewohnern des Gebäudes handelte es sich um eher ärmere Menschen. Hier lässt sich leicht feststellen, dass genau das deren Todesurteil war – in einem Gebäude für reiche Menschen wäre ordentliches Dämm-Material verwendet worden und es hätte die einfachsten Maßnahmen zur Feuer-Vermeidung bzw. Feuer-Eindämmung und Rettung von Menschenleben gegeben.

Neben der lokalen Verwaltung, die die Warnungen wg. Feuergefahr ignoriert hatte, tragen vor allem die britischen Regierungen der letzten Jahrzehnte die Verantwortung mit ihrer Privatisierungs- und Deregulierungswut, die zu massivem Sicherheits-Abbau geführt hat.

An einer politischen Aufarbeitung scheint jedoch kein Interesse zu bestehen.

„Abbau von Bürokratie“ und „schlanker Staat“ mögen teilweise gut und notwendig sein – oft ist das aber auch mit Nachteilen für den einzelnen Bürger versehen. Wie es sich in diesem Fall auf drastische Weise zeigte.

Beim Hochhaus-Brand von London handelt es sich um keine Tragödie – sondern um Mord.

 

Kurz vor den Parlaments-Wahlen kam es in Großbritannien zu zwei Terror-Anschlägen in Manchester und London mit über 30 Toten und weit über hundert Verletzten.

https://de.wikipedia.org/wiki/Terroranschlag_in_Manchester_am_22._Mai_2017

https://de.wikipedia.org/wiki/Terroranschlag_in_London_am_3._Juni_2017

Verantwortlich in beiden Fällen ist die britische Regierung. Entweder ist sie direkt in die Attentate involviert oder sie hat dafür gesorgt, dass die Attentäter zu Killern gegenüber zivilen Opfern wurden.

Die großen Attentate der letzten Jahre in den westlichen Ländern laufen meistens nach demselben Muster ab: die Täter sind Einzeltäter und den Sicherheits- und Geheimdiensten schon vorher als extrem gefährlich bekannt gewesen. Aus unerklärlichen Gründen denen aber durch die Lappen gegangen und hinterher wird eine massive Aufrüstung des Sicherheits-Apparates gefordert.

Das war in diesem Fall auch nicht anders.

Bis zu dem Zeitpunkt, zu dem ein guter Mensch aus dem Sicherheits-Apparat der USA durchgestochen hat, dass die britische Regierung lügt.

„Der ehemalige US-Präsident Barack Obama war im Rahmen des 36. Evangelischen Kirchentages am Donnerstag in Berlin zu Gast und nahm zusammen mit Kanzlerin Angela Merkel an einer Diskussionsrunde vor dem Brandenburger Tor teil. Er stellte sich hinter Merkels Flüchtlingspolitik und lobte ihre "herausragende Arbeit".

Tosender Applaus und lautes Gekreische: So hört es sich an, wenn ein Superstar die Bühne betritt. Oder wenn der ehemalige US-Präsident Barack Obama mittlerweile ergraut, aber immer noch gewohnt locker, vor das Publikum tritt und charmant in die Kameras lächelt.

"Guten Tag", begrüßte Obama am Donnerstag um 11 Uhr die 70.000 Besucher des 36. Evangelischen Kirchentags in Berlin. Dort nahm er zusammen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel an einer Diskussionsrunde vor dem Brandenburger Tor teil, die von der Kirchentagspräsidentin Christina Aus der Au und Heinrich Bedford-Strohm, dem Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche, moderiert wurde. Das Thema: "Engagiert Demokratie gestalten. Zuhause und in der Welt Verantwortung übernehmen."

Eineinhalb Stunden nahm sich der Ex-US-Präsident für die Diskussion vor Publikum und einer anschließenden Fragerunde Zeit. Hoffnungsvoll rief er den Kirchentagsgängern zu: "Wir müssen glauben, dass wir die Welt verändern können, dass wir unter einem gütigen Gott leben."

http://www.focus.de/politik/deutschland/kirchentag-in-berlin-obama-wie-ein-superstar-gefeiert-kann-merkel-von-dem-ruhm-profitieren_id_7178313.html

„Tosender Applaus und lautes Gekreische“ von Christen für einen Massen-Mörder? Genauso wenig das Christentum ein Glaube für die Armen ist, ist es ein Glaube für den Frieden.

Die Wirtschaft, unendlicher Reichtum. Wir schreiben das Jahr 2017. Dies sind die Ergebnisse der Sendung „Die Anstalt“ und deren Faktencheck, die mit ihrer Besatzung seit Jahren unterwegs ist, um der Menschheit zu zeigen, was auf der Erde los ist.

„Die Anstalt“, offiziell eine Kabarett-Sendung, zeigt Fehl-Verhalten und Versagen unter Anderem von Politik und Medien auf. Letzte Woche mit dem Thema "Moderne Zeiten – heutige Arbeitswelt":

 

 

Hier der Faktencheck der Sendung vom 16.05.2017: https://www.zdf.de/assets/faktencheck-mai-102~original?cb=1497551487720