Mit dem Regenwurm ist es so eine Sache. Meist nimmt ihn keiner wahr und ernst nehmen tut ihn kaum jemand. Und doch: meist ist er da und oft auch wichtig. Ein eigenes Leben hat er allemal, wenn auch überwiegend unter der Erde - da wühlt und gräbt er sich durch alles durch und kommt mit allem in Kontakt, was es da so gibt im Wurzelbereich und drunterhinaus. Was dahin gerät - und das meiste kommt früher oder später mal da an - betrifft ihn und seine Freunde. Ab und zu kommt Rupert (so der Name des Regenwurms) an die Erdoberfläche, um zu sehen, was die da oben schon wieder alles treiben. Und gibt Kunde davon seinen staunenden Kumpels im Erdreich und jenen über der Erde, die sich für ihn interessieren.

Nils Melzer, UN-Sonderberichterstatter für Folter:

 

https://www.youtube.com/watch?v=2aPL79lbDbM

 

Bei der Veranstaltung „Medien unter Beschuss“ im Bundestag, die von der Partei Die Linke mit prominenten Vortragenden durchgeführt wurde. Der Wurm wird weiter unten näher auf diese Veranstaltung eingehen.

Es war kein Vertreter anderer Parteien zu Besuch. Eine Schande für diese Parteien, unter anderem für die Grünen, die in ihren Anfangszeiten für Menschenrechte eingetreten sind.

Eine Schande für die westlichen Regierungen, die westlichen Medien und die Gutmenschen, die es einen Dreck interessiert, wie Julian Assange, einer der hervorragendsten Vertreter der Meinungsfreiheit seit Jahren sich nicht aus dem Gebäude bewegen kann, in dem er sich gerade befindet.

 

Für jeden denkenden Menschen war es klar, dass in den Medien Stimmung erzeugt wird gegen diejenigen, die nicht auf westlichem Kurs sind bzw. die als Feindbild dienen sollen. Letzte Woche wurde in gleich drei Fällen klar, wie das vonstatten geht: Syrien, Russland, China.

 

https://www.youtube.com/watch?time_continue=387&v=yRtAf7MOdwg&feature=emb_logo

 

Putsch in Bolivien!

Die deutschen und westlichen Medien erzählen allerhand Unfug über die Geschehnisse in Bolivien.

Bei den Präsidentschaftswahlen am 20. Oktober erzielte Evo Morales ca. 47% der Stimmen und etwas mehr als 10% mehr als der Zweitplatzierte Carlos Mesa. Nach bolivianischem Recht reicht ein Vorsprung von 10%, um keinen 2. Wahlgang durchführen zu müssen.

Ob es sich um einen Wahlbetrug handelt oder nicht – klar ist, dass Evo Morales sehr gute Chancen im 2. Wahlgang gehabt hätte.

Den Putschisten der Organisierten Kriminalität (Evangelikale, Rassisten, Faschisten, Kapitalisten) ging es aber gar nicht um den Ausgang der Wahlen – sie wollten den Putsch zum Zeitpunkt der Wahl mit Gewalt durchführen. Mit Erfolg: die westlichen Medien erzählten die Geschichte von „Rücktritt“ und „Wille des Volkes“, die offensichtlich gelogen ist.

 

Wer einen Deutschen fragt, was „die Deutschen“ besonders gut gemacht hätten, wird mit großer Sicherheit den Mauer-Fall am 9. November 1989 zu hören bekommen. Auch gegenüber Ausländern wird gerne betont, wie „sie“ alles „richtig“ gemacht hätten, vor allem den Mauerfall.

Das Ergebnis war ja eine schöne Sache – aber das Zustandekommen war, je nach Lesart, ein Versehen oder eine Witz-Nummer. Dass das Verhalten von Günter Schabowski auf der legendären Pressekonferenz vor 30 Jahren aber durchaus rational und gewollt gewesen sein könnte, zeigt der Beitrag von Thomas Petersen, den der Wurm zitieren möchte.

Was mit der DDR verloren ging, zeigen die Bücher von Daniela Dahn, aus denen der Wurm zitieren möchte:

„Westwärts und nicht vergessen – Vom Unbehagen in der Einheit“ (1996)

„Demokratischer Abbruch – Von Trümmern und Tabus“ (2005)

„Wehe dem Sieger! – Ohne Osten kein Westen“ (2009)

„Der Schnee von gestern ist die Sintflut von heute: Die Einheit – eine Abrechnung“ (2019)

Der Wurm konzentriert sich im Wesentlichen auf die DDR als solche. Das unverschämte Benehmen gegenüber den ehemaligen DDR-Institutionen, -Bürgern und -Gepflogenheiten und die dazugehörige Propaganda lässt der Wurm erst mal außen vor.

 

„In den USA sind Zehntausende Menschen durch opioidhaltige Schmerzmittel süchtig geworden. Später wechselten sie meist zu Heroin und Fentanyl. 2017 wurde in den USA der nationale Notstand erklärt: In dem Jahr starben dort 47.000 Menschen an Opioiden, umgerechnet 130 pro Tag.

Am 21. Oktober beginnt in Cleveland im Bundesstaat Ohio ein Modell-Zivilprozeß gegen mehrere Pharma-Konzerne und Großhändler, bei dem mehr als 2000 Klagen gebündelt werden. Den Unternehmen wird vorgeworfen, die Suchtgefahr der Schmerzpillen bewusst verschleiert und die Medikamente aus Gewinnstreben aggressiv vermarktet zu haben.

Die klagenden Städte, Gemeinden und Bundesstaaten hoffen auf hohe Entschädigungssummen, um die Krise in den Griff zu bekommen. Laut einer Schätzung der Klägerseite belaufen sich die Folgekosten der Epidemie auf 453 Milliarden Dollar im kommenden Jahrzehnt. Verschiedene Hersteller haben bereits Vergleiche geschlossen, um Gerichtsverfahren zu entgehen.“

https://www.tagesschau.de/ausland/opioid-krise-101.html

Der Auftakt der Gerichts-Welle wg. Opiod und in einem anderen Fall die kurz darauf folgende Anhörung des Boeing-Vorstandschefs Dennis Muilenburg wg. zweier Flugzeug-Abstürze zeigt deutlich, dass die Skrupellosigkeit wg. zusätzlichen Gewinns ohne ein massives Einschreiten des Staates nicht einzudämmen ist. Leider ist dieser auch auf seinen Gewinn bedacht.

Wg. Gewinn-Strebens gehen die Menschen über Leichen.