Mit dem Regenwurm ist es so eine Sache. Meist nimmt ihn keiner wahr und ernst nehmen tut ihn kaum jemand. Und doch: meist ist er da und oft auch wichtig. Ein eigenes Leben hat er allemal, wenn auch überwiegend unter der Erde - da wühlt und gräbt er sich durch alles durch und kommt mit allem in Kontakt, was es da so gibt im Wurzelbereich und drunterhinaus. Was dahin gerät - und das meiste kommt früher oder später mal da an - betrifft ihn und seine Freunde. Ab und zu kommt Rupert (so der Name des Regenwurms) an die Erdoberfläche, um zu sehen, was die da oben schon wieder alles treiben. Und gibt Kunde davon seinen staunenden Kumpels im Erdreich und jenen über der Erde, die sich für ihn interessieren.

Der deutsche Kulturbetrieb ist am Ende. Finis.

Mit der Streichung des Buches „Finis Germania“ des letztes Jahr verstorbenen Rolf Peter Sieferle von der „Spiegel“-Bestseller-Liste war der Höhepunkt erreicht und der letzte Nachweis erbracht, welche Hohlköpfe zumindest im deutschen Literatur-Betrieb tonangebend sind.

„Wertende Begriffe

- „Miserabel“

- „Subterrestrisch“

- „Nicht ungefährlich“

- „Antisemitisch“

- „Verschwörungstheoretisch“

- „Paranoid“

- „Zwanghaft“

- „Rechtsextrem“

- „Ekelhaft“

- „Ahistorisch“

- „Dürftig“

- „Geistige Abstellkammer“

Kritiker über „Finis Germania“ (Platz 12)“

https://www.michael-klonovsky.de/acta-diurna/item/611-20-juli-2017

Michael Klonovsky hat dankenswerterweise die Bestseller-Liste des „Stern“ abgebildet mit den aufgeführten „wertenden Begriffen“.

Was ist das für ein furchtbares Buch?

„Dort wo man Bücher verbrennt, verbrennt man am Ende auch Menschen.“  Heinrich Heine

Wenn Eroberer sich ein Land untertan machen, gehört zu den ersten Dingen, die sie tun, die eigene Kultur als Maßstab aller Dinge festzulegen und die Kultur des eroberten Landes schlecht zu reden bzw. ganz zu vernichten.

Nicht viel anders erging es mit der Kultur der DDR, die von den neuen Machthabern mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln schlechtgeredet und vernichtet wurde.

Peter Sodann leistete dem von Anfang an Widerstand, indem er vor allem Bücher vor dem Untergang rettete. Ohne staatliche Unterstützung gründete er schließlich vor 10 Jahren einen privaten Verein und 2012 öffnete dann die Peter-Sodann-Bibliothek in Staucha.

„"Die Anzahl der Personen mit einem liquiden Vermögen von über einer Million Euro ist in Hamburg gewachsen", sagt Dirk Wehmhöner, Leiter Private Banking Hamburg beim Bankhaus Berenberg. Statistiken zufolge ist die Hansestadt mit rund 42.000 Millionären bezogen auf die Einwohnerzahl spitze in Deutschland, laut einer Untersuchung der Schweizer Großbank UBS weist Hamburg sogar 18 Milliardäre auf.“

http://www.abendblatt.de/wirtschaft/article132561648/42-000-Millionaere-und-18-Milliardaere-leben-in-Hamburg.html

Wer meint, es in Hamburg anlässlich des G20-Gipfels unbedingt krachen lassen und gegenüber „den Kapitalisten“ kriminell sein zu müssen, findet gerade in Hamburg ein reiches Betätigungs-Feld.

Womit Hamburg jedoch in die Geschichte eingeht, ist Randale von „Linken“ in einem eher linken, nicht so reichen Viertel. Die Folge: selbst diejenigen, die kein Problem mit Gewalt gegen Reiche gehabt hätten, sind jetzt aufgebracht und die deutsche Linke ist diskreditiert.

Handelt es sich bei den Randalierern um dumme Linke? Um Kriminelle? Um eine Aktion des deutschen Sicherheits-Apparats? Der Wurm tippt mal auf alles zusammen.

Die Antwort auf die Fragen „wem nutzt es?“ und „wer hat dazu angestachelt?“ weisen jedoch in eine bestimmte Richtung.

Marieluise Beck wurde 65 Jahre alt. Wie kaum eine andere symbolisiert sie die Hoffnungen, die in sie selbst und in die Partei der Grünen gesetzt wurde und deren moralischen Verfall.

Am allerersten Tag der Grünen im Bundestag überreichte sie dem frisch gewählten Kanzler Helmut Kohl einen verdorrten Tannenzweig als Symbol für das Waldsterben.

Heute unterstützt sie offen militante Faschisten in der Ukraine und betreibt Kriegshetze gegen Russland.

Das gibt es auch nicht oft im deutschen Fernsehen: eine Dokumentation wird in Auftrag gegeben, aber später wg. schwerer Mängel nicht gezeigt.

Daraufhin wird eine mediale Kampagne entfacht, die BILD-Zeitung stellt illegalerweise für 24 Stunden den Film online und der WDR sieht sich gezwungen, „Auserwählt und ausgegrenzt – Der Hass auf Juden in Europa“ doch noch zu zeigen. Bis zum 21.06.2018 ist die Dokumentation noch in der Mediathek zu sehen:

http://mediathek.daserste.de/Reportage-Dokumentation/Auserw%C3%A4hlt-und-ausgegrenzt-Der-Hass-au/Video?bcastId=799280&documentId=43708284

Hinterher gab’s die sehenswerte Diskussions-Runde bei „Maischberger“ (ab der 20. Minute):

http://www.ardmediathek.de/tv/Maischberger/Israelhetze-und-Judenhass-Gibt-es-einen/Das-Erste/Video?bcastId=311210&documentId=43710046

Der Film war tatsächlich extrem daneben. Kaveh Ahangar bringt das folgendermaßen auf den Punkt: „Das ist ungefähr so, wie wenn ein Film zum Verhältnis zwischen TürkInnen und KurdInnen für das öffentlich-rechtliche Fernsehen in Auftrag gegeben, aber letztendlich ein Loblied auf Erdogan und die AKP eingereicht werden würde.“

https://kenfm.de/die-einseitige-doku-auserwaehlt-und-ausgegrenzt-der-hass-auf-juden-in-europa/