Mit dem Regenwurm ist es so eine Sache. Meist nimmt ihn keiner wahr und ernst nehmen tut ihn kaum jemand. Und doch: meist ist er da und oft auch wichtig. Ein eigenes Leben hat er allemal, wenn auch überwiegend unter der Erde - da wühlt und gräbt er sich durch alles durch und kommt mit allem in Kontakt, was es da so gibt im Wurzelbereich und drunterhinaus. Was dahin gerät - und das meiste kommt früher oder später mal da an - betrifft ihn und seine Freunde. Ab und zu kommt Rupert (so der Name des Regenwurms) an die Erdoberfläche, um zu sehen, was die da oben schon wieder alles treiben. Und gibt Kunde davon seinen staunenden Kumpels im Erdreich und jenen über der Erde, die sich für ihn interessieren.

Polizei-Auto jagt Jugendlichen durch Park in Hamburg – wegen Verstoß gegen Corona-Regeln

https://www.youtube.com/watch?v=kqZS0jdWK9Q

 

Über Auswüchse polizeilicher Maßnahmen gegenüber Menschen, die für die Grundrechte eintreten, hatte der Wurm bereits an anderer Stelle berichtet, siehe http://www.ansichten-eines-regenwurms.de/441-ihr-koennt-mich-alle-am-arsch-lecken.html und http://www.ansichten-eines-regenwurms.de/464-realitaets-verweigerer.html , doch nun artet es aus.

Die Maßstäbe sind sehr aus dem Gleichgewicht geraten: während die Polizei zumindest Kriminelle mehr oder weniger in Ruhe lässt, werden harmlose Bürger wg. geringfügiger (und sehr fragwürdiger) Ordnungs-Delikte gnadenlos verfolgt. Angefangen damit, dass Kinder das Spielen im Freien verboten wird, „illegale Kindergeburtstage“ und Skatrunden aufgelöst werden (da aus mehr als 2 Haushalten) oder das Tempo beim Kaffee trinken oder Apfel essen kontrolliert wird.

Mal davon abgesehen, dass die Polizei die eigene Bevölkerung schikaniert, ist es nicht gut, dass das bisherige positive Image der Polizei bei der Bevölkerung zunehmend in ihr Gegenteil verkehrt wird.

Unabhängig davon, ob die Polizisten von der Politik genötigt werden, sich so zu verhalten oder diese sich im Machtrausch befinden und so anderen Menschen ihren Willen aufzwingen können.

 

https://www.youtube.com/watch?v=N2zcsmrVIDQ

Letzte Woche kam auf arte die Dokumentation „Forschung, Fake und faule Tricks“, in der es darum geht, wie beauftragte Wissenschaftler dafür sorgen, dass eine bestimmte Meinung bestimmend bzw. diskreditiert wird.

Aus dem Begleittext zur Sendung: „Ob Asbest, CO2-Emissionen, 5G oder Corona: Im immer hitzigeren Ringen um die Wahrheit kommt der Wissenschaft die fragwürdige Rolle des Meinungsmachers zu, und dazu wird sie nach Belieben beeinflusst, manipuliert und untergraben. Die Reportage zeigt anhand mehrerer großer Umwelt- und Gesundheitsskandale die Strategien zur Instrumentalisierung der Wissenschaft.

Warum dauerte es Jahrzehnte, bis Tabak offiziell als gesundheitsschädlich eingestuft wurde? Warum glauben viele Leute noch immer, der Klimawandel sei nicht menschengemacht? Warum wollen wir nicht wahrhaben, dass Pestizide für das Bienensterben verantwortlich sind, obwohl dies durch zahlreiche Studien hinreichend belegt wurde? Nie war die wissenschaftliche Erkenntnis so groß, nie haben sich mehr Kontroversen an ihr entzündet. Warum werden wissenschaftliche Fakten immer wieder angezweifelt?

Dass die Industrie der Öffentlichkeit Erkenntnisse vorenthält, die ihren Profit schmälern könnten, wundert niemanden mehr; ebenso wenig, dass sie die öffentliche Debatte bewusst fehlsteuert, um politische Entscheidungen zu verzögern. Aber welche ausgefeilten Strategien sie einsetzt, um die Wissenschaft für ihre Zwecke zu missbrauchen, war bislang nicht bekannt. In immer mehr Organisationen werden gezielt wissenschaftliche Fakten angezweifelt, um den Fortschritt in sensiblen Bereichen zu behindern.

Interdisziplinäre Forscher haben sich mit der bewussten Produktion von Nichtwissen befasst und legen die dahinterliegenden Mechanismen offen. Am Beispiel spektakulärer Gesellschaftsskandale entlarven Agnotologen die Methoden der Wissensbehinderung: Es werden "Nebelkerzen" geworfen, Datenreihen frisiert und Versuchsprotokolle gefälscht. Dabei zeigt sich jedoch auch, wie unbewusste Denk- und Verhaltensmuster die Menschen veranlassen, die Unwissenheit zuweilen dem Erkenntnisgewinn vorzuziehen. Die Dokumentation klärt wissenschaftlich und unparteiisch über ein Räderwerk auf, an dem alle mitdrehen.“

https://www.youtube.com/watch?v=N2zcsmrVIDQ

 

Diese Woche lief die 3-teilige Dokumentation „Der Aufstieg der Murdoch-Dynastie“ auf arte.

Und machte deutlich, dass es so etwas wie „Demokratie“ nur dem Namen nach gibt: nicht die Wähler haben Regierungen unterstützt oder zum Sturz gebracht, an Kriegen mitgewirkt, den Brexit oder Donald Trump ermöglicht, sondern Menschen wie Rupert Murdoch, denen einflussreiche Medien gehören. Und die die Menschen dazu gebracht haben, das zu tun und das zu wählen, was sie wollen.

 

https://www.youtube.com/watch?v=6MQilDqX52M

 

https://www.youtube.com/watch?v=VgT3h0opGYM

 

Die Maßnahmen-Kritiker, die fälschlicherweise alle der Organisation der „Querdenker“ zugerechnet werden, werden kriminalisiert, als „Spinner“ dargestellt und sie werden durch geschmacklose Witze der Lächerlichkeit preisgegeben.

So wie durch Jan Böhmermann mit dem WDR- Kinderchor, der „Tatort“-Parodie des „Browser Ballett“ oder der Berliner Plakat-Aktion unter dem Motto „Querdenker müssen sterben!“

Wg. der gerade aufgeheizten Situation, in der „Querdenker“ als Sündenböcke benutzt werden, ist der Gedanke zum Mordaufruf nicht abwegig, zumal klar erkennbar Attila Hildmann abgebildet ist (der nicht zur Organisation der „Querdenker“ gehört).

 

Das gab es noch nie: Eine Netz-Community bildet sich, um Hedgefonds-Managern den Kampf anzusagen. Über Reddit und Discord trafen sich zuletzt Millionen User, um gemeinsam Aktien des Unternehmens GameStop zu kaufen, da große Hedgefonds der WallStreet​ auf fallende Kurse gewettet hatten. Durch Leerverkäufe wollten diese lange schon in der Kritik stehenden Investmentfonds schnell viel Geld verdienen, doch der Schwarm aus Gamern, Hobby- und Kleinaktionären machte ihnen einen Strich durch die Rechnung. Konservative und liberale Wirtschaftsjournalisten reagierten empört, von Börsenmanipulation war die Rede. Der Kurs fiel tatsächlich nicht, sondern erklomm stündlich neue Höhen. Am 28. Januar war die GameStop-Aktie kurzzeitig mehr als 400 Dollar wert – wenige Tage zuvor lag sie noch bei unter 15 Dollar. Die Trading-App Robinhood, über die viele Transaktionen erfolgten, schob aber diesem Aktivismus einen Riegel vor, indem sie es plötzlich verbot, noch weitere Aktien des Unternehmens zu kaufen. Was hat dies alles zu bedeuten? Erleben wir derzeit eine demokratische Revolution an der Wall Street? Und wer profitiert wirklich von diesen Aktionen, die immerhin auch Elon Musk unterstützt? Mehr dazu von Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt in einer neuen Folge von „Wohlstand für Alle“.“

 

https://www.youtube.com/watch?v=IXVIzYbPYus&t=1s

 

Wolfgang Fellner dazu im Gespräch mit Rudolf Brenner:

https://www.youtube.com/watch?v=Mz4VPfn4t9E