Mit dem Regenwurm ist es so eine Sache. Meist nimmt ihn keiner wahr und ernst nehmen tut ihn kaum jemand. Und doch: meist ist er da und oft auch wichtig. Ein eigenes Leben hat er allemal, wenn auch überwiegend unter der Erde - da wühlt und gräbt er sich durch alles durch und kommt mit allem in Kontakt, was es da so gibt im Wurzelbereich und drunterhinaus. Was dahin gerät - und das meiste kommt früher oder später mal da an - betrifft ihn und seine Freunde. Ab und zu kommt Rupert (so der Name des Regenwurms) an die Erdoberfläche, um zu sehen, was die da oben schon wieder alles treiben. Und gibt Kunde davon seinen staunenden Kumpels im Erdreich und jenen über der Erde, die sich für ihn interessieren.

Jeder Mensch ist einzigartig und wertvoll. Selbst diejenigen, die von anderen Menschen nicht beachtet werden und wg. ihrer abweichenden Ideen und Meinungen zu Außenseitern gemacht werden und lieber alleine für sich leben wollen.

Und es gibt einen einzigen, ganz besonderen Menschen, der dies allen anderen unmissverständlich klar vor Augen geführt hat: Eberhard Fechner, der vor 25 Jahren gestorben ist.

Er war ein guter Schauspieler, Theater- und Film-Regisseur. Einzigartig jedoch waren seine „Erzähl-Filme“, in denen er Menschen zu Wort kommen lässt, die ihre Geschichte erzählen und so ein Bild von sich und des jeweiligen Themas übermitteln, an das keine noch so gute Dokumentation heran kommt.

Durch diese Filme, die bis auf den heutigen Tag keiner so machen konnte wie er, hat dieses Land Eberhard Fechner unendlich viel zu verdanken. Und er hat auch heute noch viele Fans, zu denen auch der Wurm gehört.

„Welcher große Dichter der Neuzeit wäre in Deutschland so wenig gekannt wie Shelley? Wird seine Weltflüchtigkeit, sein exzentrischer Idealismus auch stets ein Hinderungsgrund sein, daß Shelley irgendwo oder irgendwann populär werde, so ist der Umstand doch betrübend, daß er, Englands größter Lyriker, der ideale Dichterphilosoph, der freigeistigste und kühnste aller Engländer, selbst den hochgebildeten deutschen Leserklassen fast ein Fremder ist. Die Hauptschuld an diesem auffallenden Mangel an Interesse für den großen Dichter trägt jedoch der Umstand, daß unsere Literaturforscher denselben dem Publikum zu wenig vermittelt haben. Shelley ist von diesen in hohem Grade vernachlässigt worden. Es existiert in Deutschland keine einzige größere Arbeit über ihn. Die wenigen Kenner und Verehrer Shelley’s werden jedoch einräumen, daß wir ihm eine Würdigung schuldig sind, und in Denjenigen, die ihn noch nicht kennen, wird eine solche vielleicht den Wunsch erwecken, ihn kennen zu lernen.

In England selbst ist Shelley’s Stellung eine ganz andere. England ist zur Einsicht gekommen, was es an ihm besessen und was es an ihm verbrochen hat, ja, es wird von dem freisinnigeren Publikum vielleicht kein anderer Dichter des Landes derartig gefeiert wie Shelley.“

Helene von Druskowitz schrieb das in ihrem Buch „Percy Bysshe Shelley“ aus dem Jahr 1884. Sehr viel hat sich seitdem nicht geändert. Nichtsdestotrotz ist Percy Bysshe Shelley, der vor 225 Jahren geboren wurde und nach seinem Tod große Auswirkungen auf die europäische Gedankenwelt hatte, aktueller denn je.

Aus „Wikipedia“: „Jeremy Corbyn rezitierte am 27. Juni 2017 in seiner Ansprache beim Glastonbury Festival aus Shelleys Gedicht Mask Of Anarchy:

 

“Rise like Lions after slumber

In unvanquishable number -

Shake your chains to earth like dew

Which in sleep had fallen on you -

Ye are many - they are few.”

 

„Erhebt euch wie Löwen nach dem Schlummer

In unüberwindlicher Zahl -

Schüttelt eure Ketten ab wie Tau,

Der im Schlaf auf euch gefallen ist –

Ihr seid viele – sie sind wenige.“

 

und ermutigte die anwesenden jungen Leute, ihre gemeinsame Macht zu erkennen, durch die sie die Welt verändern könnten."

https://de.wikipedia.org/wiki/Percy_Bysshe_Shelley

Der deutsche Kulturbetrieb ist am Ende. Finis.

Mit der Streichung des Buches „Finis Germania“ des letztes Jahr verstorbenen Rolf Peter Sieferle von der „Spiegel“-Bestseller-Liste war der Höhepunkt erreicht und der letzte Nachweis erbracht, welche Hohlköpfe zumindest im deutschen Literatur-Betrieb tonangebend sind.

„Wertende Begriffe

- „Miserabel“

- „Subterrestrisch“

- „Nicht ungefährlich“

- „Antisemitisch“

- „Verschwörungstheoretisch“

- „Paranoid“

- „Zwanghaft“

- „Rechtsextrem“

- „Ekelhaft“

- „Ahistorisch“

- „Dürftig“

- „Geistige Abstellkammer“

Kritiker über „Finis Germania“ (Platz 12)“

https://www.michael-klonovsky.de/acta-diurna/item/611-20-juli-2017

Michael Klonovsky hat dankenswerterweise die Bestseller-Liste des „Stern“ abgebildet mit den aufgeführten „wertenden Begriffen“.

Was ist das für ein furchtbares Buch?

„Dort wo man Bücher verbrennt, verbrennt man am Ende auch Menschen.“  Heinrich Heine

Wenn Eroberer sich ein Land untertan machen, gehört zu den ersten Dingen, die sie tun, die eigene Kultur als Maßstab aller Dinge festzulegen und die Kultur des eroberten Landes schlecht zu reden bzw. ganz zu vernichten.

Nicht viel anders erging es mit der Kultur der DDR, die von den neuen Machthabern mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln schlechtgeredet und vernichtet wurde.

Peter Sodann leistete dem von Anfang an Widerstand, indem er vor allem Bücher vor dem Untergang rettete. Ohne staatliche Unterstützung gründete er schließlich vor 10 Jahren einen privaten Verein und 2012 öffnete dann die Peter-Sodann-Bibliothek in Staucha.

„"Die Anzahl der Personen mit einem liquiden Vermögen von über einer Million Euro ist in Hamburg gewachsen", sagt Dirk Wehmhöner, Leiter Private Banking Hamburg beim Bankhaus Berenberg. Statistiken zufolge ist die Hansestadt mit rund 42.000 Millionären bezogen auf die Einwohnerzahl spitze in Deutschland, laut einer Untersuchung der Schweizer Großbank UBS weist Hamburg sogar 18 Milliardäre auf.“

http://www.abendblatt.de/wirtschaft/article132561648/42-000-Millionaere-und-18-Milliardaere-leben-in-Hamburg.html

Wer meint, es in Hamburg anlässlich des G20-Gipfels unbedingt krachen lassen und gegenüber „den Kapitalisten“ kriminell sein zu müssen, findet gerade in Hamburg ein reiches Betätigungs-Feld.

Womit Hamburg jedoch in die Geschichte eingeht, ist Randale von „Linken“ in einem eher linken, nicht so reichen Viertel. Die Folge: selbst diejenigen, die kein Problem mit Gewalt gegen Reiche gehabt hätten, sind jetzt aufgebracht und die deutsche Linke ist diskreditiert.

Handelt es sich bei den Randalierern um dumme Linke? Um Kriminelle? Um eine Aktion des deutschen Sicherheits-Apparats? Der Wurm tippt mal auf alles zusammen.

Die Antwort auf die Fragen „wem nutzt es?“ und „wer hat dazu angestachelt?“ weisen jedoch in eine bestimmte Richtung.