Mit dem Regenwurm ist es so eine Sache. Meist nimmt ihn keiner wahr und ernst nehmen tut ihn kaum jemand. Und doch: meist ist er da und oft auch wichtig. Ein eigenes Leben hat er allemal, wenn auch überwiegend unter der Erde - da wühlt und gräbt er sich durch alles durch und kommt mit allem in Kontakt, was es da so gibt im Wurzelbereich und drunterhinaus. Was dahin gerät - und das meiste kommt früher oder später mal da an - betrifft ihn und seine Freunde. Ab und zu kommt Rupert (so der Name des Regenwurms) an die Erdoberfläche, um zu sehen, was die da oben schon wieder alles treiben. Und gibt Kunde davon seinen staunenden Kumpels im Erdreich und jenen über der Erde, die sich für ihn interessieren.

Die Fußball-WM ist vorbei.

Was bleibt? Neben allem anderen sticht vor allem ein Thema heraus: Identität.

Die Urteile im NSU-Prozess sind gefallen. Was der politisch-mediale Komplex dazu zu sagen hat, ist albern, weshalb der Wurm sich mit dessen Thesen erst gar nicht auseinandersetzt.

Tatsache ist: mit staatlichem Wissen wurden Morde an unbescholtenen Mitbürgern begangen. Und staatlicherseits wurde alles getan, um Spuren zu verwischen. Sowohl was die Morde betrifft als auch die drei sehr merkwürdigen Todesfälle, die Zeugen betreffen, die kurz davor waren, auszusagen. Spuren wurden auch danach in den Behörden verwischt, die mit dem NSU zu tun hatten.

 

Zur Zeit läuft in den Kinos der Film „Vom Ende einer Geschichte“. Der ist gut und schön, hat aber vor allem den Vorteil, auf das gleichnamige Buch von Julian Barnes aufmerksam zu machen. So unscheinbar es daherkommt, behandelt es doch Grundprobleme der Menschen so gekonnt wie kaum ein zweites Buch:

- sich-schön-reden bzw. verdrängen von Ereignissen

- mangelnde Kommunikation

- mangelnde Bereitschaft zur Übernahme von Verantwortung

Julian Barnes trifft diese Punkte dermaßen genau, dass der Wurm näher auf sie eingehen möchte.

Hanna Decker: „Die Meldung sorgte für Empörung: Versandhändler Amazon soll gigantische Mengen an Waren vernichten – obwohl sie eigentlich noch zu gebrauchen wären. So berichteten es „Frontal 21“ und die „Wirtschaftswoche“ am Dienstagabend. Waren im Wert von mehreren zehntausend Euro habe sie jeden Tag zerstören müssen, sagt eine Mitarbeiterin. Nicht nur Kleidung, sondern auch Waschmaschinen, Kühlschränke, Rasenmäher. Manchmal mit kleinen Macken, aber grundsätzlich neuwertig.

Amazon bestreitet nicht, dass Produkte vernichtet werden. Für den Versandhändler scheint die Entsorgung zumindest in einigen Fällen die günstigste Lösung zu sein …“

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/diginomics/amazon-und-die-retouren-wie-machen-es-otto-und-zalando-15638099.html

Sollte die empörte Bevölkerung tatsächlich nicht wissen, dass viel für den Müll produziert wird, so trägt sie doch einen großen Teil der Schuld an dieser Praxis.

 

„Können Sie mich hören?

Es war großartig, in dieser Zeit gelebt zu haben und Forschung in der theoretischen Physik zu betreiben.

Unser Bild vom Universum hat sich in den letzten 50 Jahren sehr verändert, und ich bin froh, dazu einen kleinen Beitrag geleistet zu haben.

Dass wir Menschen, eine Ansammlung kleiner Partikel der Natur, es geschafft haben, so viel von den Gesetzen zu verstehen, denen wir und unser Universum unterworfen sind, ist ein großer Erfolg.

Ich möchte meine Aufregung und Begeisterung für dieses Streben teilen.

Bitte erinnern Sie sich daran, zu den Sternen zu blicken, und nicht auf Ihre Füße. Versuchen Sie, einen Sinn in dem zu erkennen, was Sie sehen und fragen Sie sich, was das Universum existieren lässt.

Bleiben Sie neugierig!

Und auch, wenn das Leben manchmal schwierig erscheint – es gibt immer etwas zu tun, um es zum Gelingen zu bringen.

Das Wichtigste ist, dass Sie nicht aufgeben.

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.“

 

Aus „Wikipedia“: „Stephen Hawking starb am 14. März 2018 im Alter von 76 Jahren in seinem Haus in Cambridge. Am 31. März fand in der Kirche St. Mary the Great im Zentrum von Cambridge eine private Trauerfeier mit etwa 500 Gästen statt, zu der in erster Linie Familienmitglieder, Freunde und Kollegen eingeladen wurden. Eine große Menschenmenge wohnte vor der Kirche dem Gottesdienst bei. Sechs Kollegen Hawkings vom Gonville and Caius College trugen den Sarg in die Kirche, die Glocke schlug für jedes Lebensjahr Hawkings einmal. Nach der Trauerfeier wurde Hawkings Leichnam zur Einäscherung gebracht.

Am 15. Juni 2018 wurde die Asche Hawkings im Rahmen eines Gedenkgottesdienstes in der Westminster Abbey in London beigesetzt. Sein Grab liegt zwischen den Gräbern Sir Isaac Newtons und Charles Darwins. Mit seiner Beisetzung in der Westminster Abbey erhielt Hawking "die höchste Ehre, die einem berühmten Wissenschaftler auf der Insel zuteil werden kann". 25.000 Briten hatten sich zuvor an einer Lotterie beteiligt, mit deren Hilfe die 1.000 Besucherplätze in der Westminster Abbey vergeben wurden. Die letzten Naturwissenschaftler, die vor Hawking mit einer Beisetzung in der Westminster Abbey geehrt wurden, waren 1937 Ernest Rutherford und 1940 Joseph John Thomson gewesen.“

https://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_Hawking