Mit dem Regenwurm ist es so eine Sache. Meist nimmt ihn keiner wahr und ernst nehmen tut ihn kaum jemand. Und doch: meist ist er da und oft auch wichtig. Ein eigenes Leben hat er allemal, wenn auch überwiegend unter der Erde - da wühlt und gräbt er sich durch alles durch und kommt mit allem in Kontakt, was es da so gibt im Wurzelbereich und drunterhinaus. Was dahin gerät - und das meiste kommt früher oder später mal da an - betrifft ihn und seine Freunde. Ab und zu kommt Rupert (so der Name des Regenwurms) an die Erdoberfläche, um zu sehen, was die da oben schon wieder alles treiben. Und gibt Kunde davon seinen staunenden Kumpels im Erdreich und jenen über der Erde, die sich für ihn interessieren.
Aus gesundheitlichen Gründen gibt Sahra Wagenknecht die Führung bei „Aufstehen“ auf und tritt bei den Wahlen zum Fraktions-Vorstand der Linken im Herbst nicht mehr an.
Wesentlich zu ihrer Entscheidung (und zu den gesundheitlichen Problemen) dürften massive Anfeindungen aus der eigenen Partei beigetragen haben.
„Sahra Wagenknecht erklärt zu Beginn des Pressestatements, dass sie aus gesundheitlichen Gründen bei den nächsten turnusmäßigen Wahlen des Fraktionsvorstandes nicht mehr wieder als Fraktionsvorsitzende kandidieren werde. Gleichzeitig bedeute dies nicht, dass sie sich aus der Politik zurückzieht. Sie bleibt weiterhin gemeinsam mit Dietmar Bartsch Fraktionsvorsitzende, bis ein neuer Fraktionsvorstand gewählt wird.“
Zur Zeit läuft in den Kinos der Film „Vice - Der zweite Mann“ über Dick Cheney, unter George W. Bush Vize-Präsident der USA.
Der Film kann sich nicht entscheiden, ob er eine Satire oder Dokumentation sein will. Er schneidet einige wichtige Punkte an, aber eher nebenbei, so dass am Ende des Films die meisten Zuschauer diese Punkte schon wieder vergessen haben. Nichtsdestotrotz handelt es sich um einen wichtigen Film.
Wer schon in mehreren Städten der USA war, dem wird aufgefallen sein, dass im Gegensatz zu europäischen Städten die Innenstädte teilweise verödet sind und es kaum öffentlichen Personen-Nahverkehr gibt. Es handelt sich um Auto-gerechte Städte. Zudem ist oft das Eisenbahn-Netz zwischen den Städten schlecht ausgebaut.
Das liegt nicht am „US-Gen“, sondern es handelt sich um gezielte Manipulationen der Autokonzerne und deren Umfeld.
Vor 45 Jahren erschien in den USA der Snell-Report. Er zeigt sehr deutlich auf, dass so gut wie keine Entscheidungen im Interesse des Gemeinwohls getroffen werden, sondern zugunsten jener Gruppierungen, die die beste Lobby-Arbeit betreiben. Selbst wenn das sehr zum Nachteil der Allgemeinheit geschieht.
Das war das Gedicht „Eisner“ von Kurt Tucholsky über den ersten Ministerpräsidenten des Freistaats Bayern Kurt Eisner, der vor 100 Jahren ermordet wurde.
Wie sieht die Ideologie dieses Staates und seiner großen Parteien aus?
Parlamentarische Demokratie, bei der jeder Erwachsene eine gleichwertige Stimme hat.
Bei anderer Meinung ist die Mehrheits-Meinung zu respektieren.
Rechts-Sicherheit.
Soziale Gerechtigkeit.
Sowohl national als auch international.
Anti-Kommunismus.
Ein großer Redner im Parlament, zutiefst redlicher Mensch, leidenschaftlich für die Belange aller Menschen sich einsetzend, Kosmopolit und Anti-Kommunist – solch einen Menschen gibt es: Ludwig Simon, der vor 200 Jahren geboren wurde.
Wie kein zweiter verkörpert er das, was aus dem heutigen Deutschland geworden ist, hat dafür gekämpft, ist dafür ins Exil gegangen. Der Dank: kaum einer interessiert sich heute noch für ihn.