Mit dem Regenwurm ist es so eine Sache. Meist nimmt ihn keiner wahr und ernst nehmen tut ihn kaum jemand. Und doch: meist ist er da und oft auch wichtig. Ein eigenes Leben hat er allemal, wenn auch überwiegend unter der Erde - da wühlt und gräbt er sich durch alles durch und kommt mit allem in Kontakt, was es da so gibt im Wurzelbereich und drunterhinaus. Was dahin gerät - und das meiste kommt früher oder später mal da an - betrifft ihn und seine Freunde. Ab und zu kommt Rupert (so der Name des Regenwurms) an die Erdoberfläche, um zu sehen, was die da oben schon wieder alles treiben. Und gibt Kunde davon seinen staunenden Kumpels im Erdreich und jenen über der Erde, die sich für ihn interessieren.

Götz Werner wurde dieser Tage 70 Jahre alt.

http://de.wikipedia.org/wiki/G%C3%B6tz_Werner

Wer Götz Werner nicht kennt: Er ist der Gründer vom Drogeriemarkt „dm“. Gut und schön. Auch, wenn er es nicht gerne hören wird: Würde der Welt etwas fehlen, wenn es keinen „dm“ mehr gäbe? Es handelt sich um ein Handelsunternehmen und führt damit Produkte, die es anderswo auch zu kaufen gibt. Also wäre es kein großer Verlust.

Dennoch: mit seiner Drogeriekette und seinem außerbetrieblichen Engagement übt er einen Einfluss auf die Gesellschaft aus, der den meisten gar nicht bewusst ist.

Die Talkshow „Markus Lanz“ vom 16.01.2014 wird in die Geschichte eingehen. Und das ist aus mehreren Gründen für den Wurm interessant mitsamt Bonifaz Breitmaulfrosch, dem Leiter der Arbeitsgruppe MMM (Macht, Medien, Manipulation).

Dabei wäre diese Sendung zum größten Teil nur unter Medien-Interessierten auf Interesse gestoßen, wenn nicht die Zuschauerin Maren Müller eine online-Petition gegen Markus Lanz wg. der Behandlung seines Gastes Sahra Wagenknecht gestartet hätte. Dann sprach sich der Ablauf der Sendung aber sehr schnell rum.

„Nein, das christliche Europa ging im Gegensatz zum Islam den umgekehrten Gang: überall da, wo es sich verbreitete, wurde das Wissen zerstört: Der Mensch sollte glauben – nicht wissen. Da der Wurm seine Leser jetzt aber nicht zu lange aufhalten möchte, wird er sich über diese Geschichte und ihre Überwindung das nächste Mal seine Gedanken machen.“

Dies hat den Schluss zum Wurm „Glauben und Wissen“ eingeleitet anlässlich des Filmes „Der Medicus“, der zur Zeit in den Kinos läuft.

„Wenigstens mit Einem hat Noah Gordon recht: Das christliche Europa war im 11. Jahrhundert in den Gebieten Medizin und Wissenschaft völlig unterbelichtet, während beides in den islamischen Ländern eine Blütezeit erlebte. Da der Wurm weiss, dass er auch den seriösen Lesern nicht zu viel auf einmal zumuten darf, wird er jetzt Schluss machen und sich das nächste Mal darüber seine Gedanken machen“ So lautete der Schluss des letzten „Wurms“ zu „Der Medicus“ und jetzt macht er sich seine Gedanken.

Zur Zeit läuft in den Kinos „Der Medicus“, den sich der Wurm zusammen mit Hans Has angesehen hat.

Nachdem sich Babette Bücherwurm und alle anderen Erdreich-Bewohner geweigert hatten, dieses Buch von Noah Gordon zu lesen, wollte Rupert Regenwurm endlich wissen, was da drinnen steht, warum sich dieses Buch im deutschsprachigen Raum über 6 Millionen mal verkauft hat und warum es in einer ZDF-Show auf Platz 7 der „Lieblingsbücher der Deutschen“ geschafft hat.