https://www.youtube.com/watch?v=vCKV8O7rwno
„Über diesen Film spricht die Welt: „Naza“ ist ein nur 80 Minuten langer, dichter, intensiver Dokumentarfilm von Yuval Abraham und Rachel Szor. Ihnen gelang es, 24 Mitglieder des israelischen Militärs und Nachrichtendienstes zu interviewen, die am aktuellen verbrecherischen Krieg gegen Gaza beteiligt sind. Es sind erschreckende Äußerungen, die wir hören: „Wie in einem Videospiel“ verlaufe das Targeting, „Spaß“ habe es gemacht, und die Kollateralschäden hat man billigend in Kauf genommen, mehr noch: einige Interviewte lassen keinen Zweifel daran, dass es darum ging, viele zivile Opfer zu produzieren. Es geht jedoch um mehr als eine reine Dokumentation der Äußerungen, die gewählte Ästhetik zeigt eine Gesellschaft, die dem Prinzip „Neben uns die Sintflut“ folgt. Dabei zweigen sich von „Naza“ drei filmische Wege ab: Einer führt zu Claude Lanzmans „Shoah“, der zweite zu Jonathan Glazers „The Zone of Interest“ und der dritte zu einem mit Helen Mirren besetzten Film über Drohneneinsätze. Im DeepDive geht es um diese vier Filme und um eine Ästhetik, die uns nicht wegschauen lässt. Mehr dazu von Wolfgang M. Schmitt im DeepDive der Filmanalyse+.“
https://www.youtube.com/watch?v=BqnwIwI2qi4
Stimmen zum Film
Yossi Bartal: „Die israelischen Filmemacher Yuval Abraham und Rachel Szor standen 25 Minuten auf der Bühne des Filmfestivals in Venedig, sichtlich unbehaglich und peinlich berührt, während das Publikum sie letzten Donnerstag mit Beifall feierte. Ihr Dokufilm „Naza“ – das hebräische Militärkürzel für „Kollateralschaden“ – wurde in Zusammenarbeit mit der britischen Tageszeitung The Guardian produziert. Er zeigt Interviews mit israelischen Soldaten, vor allem aus Einheiten des Militärnachrichtendiensts, die ihre Sicht auf die Systeme und Logiken hinter der KI-basierten Tötungsmaschinerie der israelischen Luftwaffe in Gaza erklären.
Nachts, auf einem Dach in Tel Aviv, sieht man nur die Silhouetten der 24 Interviewpartner. Mit verzerrten Stimmen erzählten sie – teilweise sogar stolz –, wie sie massenhaft Ziele im Gazastreifen ausmachten. Dabei war die Quote an „Kollateralschäden“ so hoch, dass sie geeignet war, breite Teile der palästinensischen Bevölkerung und ihre Lebensgrundlage zu vernichten.
Wie die Israelis Abraham und Szor in einem Artikel für „+972 Mag“ erklärten, brauche man ihren Film nicht, um zu verstehen, was Israel in Gaza angerichtet hat. Jeder, der „den Bewohnern Gazas zugehört oder israelische Führungspersonen einfach beim Wort genommen hätte“, hätte erkennen müssen, dass die „massenhafte Tötung palästinensischer Zivilisten in Gaza kein tragisches Nebenprodukt“ war, sondern Teil einer genozidalen Kriegsführung.
Dennoch wollen sie die Seite der Schreibtischtäter sprechen lassen. Denn solche Aussagen, schreiben sie, machen es schwerer, die Verbrechen Israels zu leugnen – „eine Leugnung, die es ermöglicht, dass diese Verbrechen bis heute fortgesetzt werden“.
Und anscheinend ist ihnen das auch gelungen. Sogar die Süddeutsche Zeitung betitelte die Rezension des Films mit „Wir töten diese Kinder absichtlich“. Auch andere Medien, die bis heute die zahlreichen Recherchen von Abraham zu israelischer Kriegstechnologie nicht zur Kenntnis genommen haben, wurden durch die filmische Fokussierung auf israelische Zeugenaussagen endlich eines Besseren belehrt.
Noch wichtiger: Der Film, und vor allem die aggressiven Reaktionen darauf haben das Thema auch in die israelische Öffentlichkeit gebracht. Wie die israelische Webseite Ynet berichtet, will das Außenministerium eine globale PR-Kampagne gegen den Film starten, besonders in den sozialen Medien.
Rechte israelische Aktivisten griffen den Film, ohne ihn gesehen zu haben, als judenfeindliches Machwerk an. Der Oppositionspolitiker und Netanjahu-Gegner Naftali Bennett nannte ihn „eine entsetzliche Ritualmordlegende gegen unsere Söhne und Töchter“.
Der Kulturminister Miki Zohar sprach indessen vom „glühenden Selbsthass der Filmemacher, die bereit sind, ihrem Vaterland zu schaden, um von den Antisemiten der Welt Applaus zu bekommen“. Am Montag bat er offiziell das Innenministerium, die Entziehung der Staatsbürgerschaft der beiden Israelis zu prüfen, da ihre Aktivitäten eine „Unterstützung des Feindes im Krieg“ darstellten.
Mit dieser Forderung nach einer Ausbürgerung wird klar, wie die Repression gegen propalästinensische Stimmen im Ausland – vor allem durch die Instrumentalisierung des Antisemitismusbegriffs – wie ein Bumerang nach Israel zurückfliegt und in die Hände nationalistischer Politiker fällt.
Denn es war zuerst die Ampelkoalition mit Habeck und Scholz in Deutschland, die mit dem neuen Einbürgerungsgesetz eine Ausbürgerung an ablehnende Einstellungen zum Staat Israel koppelte. Diese Meinungen rückte die Koalition in die Nähe von Antisemitismus und brachte damit beides zusammen.
Auch im Kulturbereich spielt Deutschland mit Absagen von Veranstaltungen, Filmvorführungen oder mit dem Entzug von Förderungen israelkritischer Künstler eine Vorreiterrolle, so etwa bei der aktuellen Kampagne gegen die Literaturwissenschaftlerin Maha El Hissy als Jurorin des Deutschen Buchpreises.
Die deutsche Antisemitismusdebatte erklärt regelmäßig sogar jüdische Israelis zu Judenfeinden. Noch weiß man nicht, ob der Film auch in israelischen und deutschen Kinos zu sehen sein wird. Als die Berliner Yorck-Kinogruppe Abrahams letzten mit dem Oscar gekrönten Film „No Other Land“ zeigte, blendete das Unternehmen ein Statement vor dem wachsenden Antisemitismus „in unserer Stadt“ ein. Die Aktion war weder mit dem Filmteam noch mit dem deutschen Filmverleih abgesprochen.“
https://taz.de/Kontroverse-um-Doku-Naza/!6212982/
Stefan Steinberg: „Naza, ein Dokumentarfilm der israelischen Regisseure Yuval Abraham und Rachel Szor, erhielt bei den diesjährigen Internationalen Filmfestspielen in Venedig den Spezialpreis der Jury.
Der Film enthält Interviews mit zwei Dutzend Angehörigen des israelischen Militärs, die die KI-Systeme und Protokolle erläutern, mit denen Israel Zivilisten in Gaza ins Visier nimmt und tötet. Der Filmtitel Naza ist ein zynisches Akronym, das die Israelischen Streitkräfte (IDF) als Kürzel für die zivilen Opfer verwenden, die sie als Folge ihrer terroristischen Bombenangriffe und Mordanschläge erwarten.
Als Naza Anfang letzter Woche in Venedig gezeigt wurde, spendete das Publikum mehr als 24 Minuten Applaus – noch länger als der bisherige Rekord von 22 Minuten Standing Ovation, den Die Stimme von Hind Rajab beim letztjährigen Filmfestival erhalten hatte.
Abraham und Szor sind zwei der vier Regisseure von No Other Land, das 2025 den Oscar als bester Dokumentarfilm erhielt. Er schildert die Bestrebungen der israelischen Regierung, Palästinenser im südlichen Westjordanland aus ihren Häusern zu vertreiben.
Am Samstagabend applaudierte das Publikum bei der Abschlussfeier der Filmfestspiele in Venedig erneut lautstark und lang, als Abraham und Szor ihren Preis entgegennahmen. Abraham erklärte in seiner Ansprache an das Publikum:
Zweifellos ist es für uns nicht leicht, hier zu sein. Ich denke an all die Menschen, die israelischen Politiker, die diesen Film angreifen, die Journalisten, die ihn attackieren, ohne ihn überhaupt gesehen zu haben (...) Tatsache ist, dass in den zehn Tagen seit Beginn dieses Films die Israelis mindestens sechs Kinder getötet haben, ein dreijähriges Mädchen in einer Schule und zwei Schwestern, die zu Hause schliefen.
Die Filmkritik in der Süddeutschen Zeitung trug die Überschrift „Wir töten diese Kinder absichtlich.“
Bei seiner Rede in Venedig erklärte Abraham, das Vorgehen der israelischen Geheimdienste, unterstützt von der Regierung in Tel Aviv, ziele auf die „Entmenschlichung der Palästinenser“ ab. Er verurteilte zudem die Tötung von mehr als 200 Journalisten in Gaza durch Israel und erklärte:
Wir glauben, dass das Leugnen eines Verbrechens dazu führt, dass es begangen wird, und deshalb ist es uns wichtig, dass die Israelis diesen Film sehen.
Das Zionistische Regime reagierte auf die Enthüllung eines Teils seiner massiven und historischen Verbrechen – wie zu erwarten – mit wütender Raserei. Kulturminister Miki Zohar forderte, den israelischen Co-Regisseuren von Naza wegen „Hochverrats“ die israelische Staatsbürgerschaft abzuerkennen.
In den sozialen Medien erklärte Zohar aggressiv, er habe die Behörden aufgefordert, „zu untersuchen, wie das Material beschafft wurde, wer dahintersteckt, und ob im Prozess der Beschaffung oder Veröffentlichung Taten erfolgten, die einer Unterstützung des Feindes im Krieg gleichkommen“.
Benjamin Netanjahu, Itamer Ben-Gvir und andere faschistische Amtsträger machten ähnliche drohende Äußerungen. Der Generalstabschef des israelischen Militärs behauptete, der Film basiere auf „blutigen Verleumungen, bewussten Tatsachenverdrehungen und schwerwiegenden, falschen Anschuldigungen gegen Soldaten und Kommandanten der IDF“. Er drohte mit rechtlichen Schritten.
Naza wurde heimlich bei Nacht auf Dächern von Tel Aviv gedreht und enthält Interviews mit 24 ehemaligen Angehörigen der IDF, darunter Datenanalysten, Drohnenpiloten und Scharfschützen. Zusammen mit weiterem Videomaterial enthüllen ihre Aussagen die Funktionsweise der computergestützten Systeme hinter Israels kalkuliertem Massenmord an palästinensischen Zivilisten in Gaza.
Im Unterschied zu Die Stimme von Hind Rajab, das den grauenhaften Tod eines sechsjährigen Mädchens rekonstruierte, das beim Versuch, aus Gaza-Stadt zu fliehen, durch israelischen Beschuss ums Leben kam, zeichnet sich Naza durch einen sachlichen, emotionslosen Filmstil aus, der sich auf die diversen Schilderungen in den Interviews konzentriert.
Aus Angst um ihre Sicherheit bleiben die Interview-Partner im Schatten. Ihr Aussehen und ihre Stimmen wurden digital verfremdet. Die Kulisse des Dachs bietet einen unheimlichen Blick auf die nächtliche Stadt. Der Kontrast zu den Israelis, die in den beleuchteten Wohnungen darunter essen, fernsehen oder Yoga-Übungen machen, trägt viel zur Wirkung des Films bei. Nur 60 Kilometer entfernt verrichtet die israelische Tötungsmaschinerie ihr mörderisches Werk.
Dem Film zufolge haben die IDF drei Programme entwickelt: das Hauptsystem „Lavender“, das von „The Gospel“ (Habsora) ergänzt wird, und „Where's Daddy?“ Diese Programme helfen bei der Identifizierung von Personen oder Zielen, die angegriffen oder zerstört werden sollen.
Das Programm „Where's Daddy?“ überwacht Telefone und ist darauf ausgerichtet, auf Botschaften wie „Papa ist zu Hause“ zu reagieren. Dies ist das Signal für einen Drohnen- oder Raketenangriff, der eine ganze Familie auslöschen soll – und natürlich alle Besucher und Nachbarn, die zu nahe herankommen.
Die IDF behaupten, der Prozess würde von Menschen kontrolliert, doch das wohl schrecklichste Detail des Films ist, dass die Programme mit einer „zulässigen Fehlerquote“ von 15 Prozent entwickelt wurden. Einer der Interviewten spricht von einer erwarteten Quote von 20 Prozent, und es wird angedeutet, dass die „Fehlerquoten“ noch höher liegen könnten. Jedenfalls kann der menschliche Bediener immer den Computer für „Fehler“ verantwortlich machen, wenn es zu sogenannten „Kollateralschäden“ kommt.
Laut der Interview-Partner können die Schwellenwerte je nach Wichtigkeit des Ziels schwanken, d.h. teilweise wurden bei einem einzigen Angriff bis zu 500 zivile Todesopfer als notwendiger Preis für die Ausschaltung eines Hamas-Führers in Kauf genommen. Die Programme werden nicht nur für gezielte Tötungen benutzt, sondern auch, um im Norden des Gazastreifens ganze Wohnviertel zu zerstören und so eine Rückkehr der Bewohner dauerhaft zu verhindern. Ein ehemaliger Soldat reflektierte über die Fähigkeiten der KI-Programme, Ziele zu finden und zu überwachen, und erklärte: „Man fühlt sich ein bisschen wie Gott.“
Im Verlauf seiner Interviews spricht Abraham den Völkermord in Gaza an. Die Antworten sind indirekt, aber auch vielsagend. Einer der Soldaten erklärt, er habe eine KZ-Gedenkstätte in Polen besucht und halte die Nazis weiterhin für böse – stellt dann aber fest: „Was bin dann ich?“ An dieser Stelle, mitten in den Schilderungen des Grauens in Gaza, fügen die Regisseure Bilder aus der Schweigeminute am Holocaust-Gedenktag in Tel Aviv ein.
Während die im Film gezeigten Programme, wie es heißt, vom israelischen Militär entwickelt wurden, erfordert ihr Betrieb Cloud-Dienstleistungen, Speicherplatz und KI-Tools, die Amazon Web Services (AWS), Google Cloud und Microsoft Azure zur Verfügung stellen. Das bedeutet, dass alle diese US-Unternehmen an Israels Kriegsverbrechen mitschuldig sind.
Israel ist stolz auf die Tötungskapazitäten seines Militärs und versucht ständig, seine Operationen im Ausland auszuweiten. Das israelische Rüstungsunternehmen Elbit Systems kündigte vor kurzem den Bau eines neuen Werks in Sachsen-Anhalt an. In der Landtagswahl vor einer Woche ging die rechtsextreme Alternative für Deutschland (AfD) hier als stärkste Kraft hervor und versucht jetzt, die Macht zu übernehmen.
Der Vorsitzende des AfD-Landesverbands, Ulrich Siegmund, begrüßte den Plan zum Bau der israelischen Waffenfabrik und stellte dabei einen Zusammenhang her zwischen der Produktion von Waffen, der inneren Sicherheit und der faschistischen „Remigration-Politik“ seiner Partei. Der schreckliche Einsatz von KI-Technologie und anderen Formen hochmoderner Waffensysteme durch den israelischen Staat, um einen Völkermord zu erleichtern, hat Konsequenzen, die weit über die Grenzen des Gazastreifens hinausgehen.“
https://www.wsws.org/de/articles/2026/09/15/vyuy-s15.html
Nachtrag: Schnipsel
Natürlich fehlt den etablierten Medien die „Einordnung“; dennoch fehlt ihnen die Klarheit nicht.
Tania Martini: „Das Ausmaß der Zerstörung in Gaza ist obszön. Nicht nur angesichts dieses Ausmaßes muss man von Kriegsverbrechen ausgehen. Das Aushungern der Zivilbevölkerung, vorsätzlicher Mord, rechtswidrige beziehungsweise zwangsweise Vertreibung, unmenschliche Behandlung und Angriffe unter Missachtung der Verhältnismäßigkeit – all das lässt sich mit ziemlicher Sicherheit belegen. Was die vorsätzlichen Angriffe auf zivile Objekte angeht, ist die Beurteilung schwieriger. Israel hat immer wieder bewiesen, wie hochpräzise es geheimdienstliche und militärische Operationen durchführen kann, die zivilen Verluste im Verhältnis zur Zahl der Angriffe waren beispielsweise in Syrien relativ niedrig. Gleichzeitig hat man es bei der Hamas mit einem Gegner zu tun, der, wie vielfach dokumentiert, seine militärische Infrastruktur bewusst in dicht besiedelten zivilen Umgebungen unterhält und damit Kollateralschäden in Kauf nimmt oder gar provoziert. Denn was ist der Hamas schon die eigene Bevölkerung wert, wenn man dafür die internationale Ächtung Israels ein Stück weiter vorantreiben kann. Dass Israel es mit einem solchen Gegner zu tun hat, ist allerdings nicht Teil der Reflexion des Films. Wie überhaupt an keiner Stelle eine Einordnung erfolgt …
Womit man gleich zum nächsten Paradoxon übergehen kann, denn gerade deutet einiges darauf hin, dass Netanjahu den Film eher für sich nutzen kann, als dass er ihm schadet, und die Regierung so ein weiteres Mal politische Gegner als gefährliche Landesverräter stigmatisiert. Wie sehr Teile der Bevölkerung längst in die rechtsradikale Menschenverachtung eines Ben Gvir abgedriftet sind, bewies auch der Mob, darunter Mitarbeiter des Ministers für Nationale Sicherheit, der sich Mitte September vor dem Elternhaus der Ko-Regisseurin Rachel Szor versammelte und dazu aufrief, es niederzubrennen.“
Thomas Abeltshauser: „Skizzen und Aussagen über Verfahrensabläufe zeigen keine Exzesse Einzelner, sondern eine systematische Routine. Der Verzicht auf Bilder getöteter und verletzter Menschen bewahrt den Film vor der Ausbeutung des Grauens. Die kühle Versuchsanordnung macht die bürokratische Dimension des Tötens sichtbar, schafft aber auch Distanz zu jenen, um die es geht.
»NAZA« ist keine ergebnisoffene Untersuchung, sondern eine formal strenge Anklage. Die Anonymität der Quellen ist angesichts möglicher Strafverfolgung nachvollziehbar; ihre Identität, Funktion und Glaubwürdigkeit bleiben für das Publikum jedoch kaum überprüfbar. Selbst Peter Bradshaw hat im britischen »Guardian«, der den Film mitproduzierte, eingewandt, dass dies die Kraft der Zeugenschaft schwäche.“
https://www.epd-film.de/filmkritiken/naza
Jean Shaoul: „Was die angebliche Verleumdung der IDF angeht, so hat der israelische Krieg bisher offiziell mehr als 73.000 palästinensische Todesopfer in Gaza gefordert, von denen 56 Prozent Frauen, Kinder und ältere Männer sind. Doch auch die restlichen 44 Prozent erwachsene Männer lassen sich nicht ohne Weiteres mit Kombattanten gleichsetzen. Laut einer gemeinsamen Untersuchung des Guardian, des +972 Magazine und Local Call beinhaltete eine Datenbank des israelischen Militärs im Mai 2025 8.900 namentlich bekannte Kämpfer der Hamas und des palästinensischen Islamischen Dschihad, die als bestätigt oder wahrscheinlich tot eingestuft wurden – dem standen zu diesem Zeitpunkt rund 53.000 registrierte palästinensische Todesopfer gegenüber. Das würde bedeuten, dass nur 17 Prozent der Toten in der Datenbank als Kombattanten erfasst waren. Dass im Film Angehörige des israelischen Militärs und Geheimdienstes die Zeugen sind, ist politisch besonders verheerend …
Die offizielle Kampagne ging mit Drohungen rechtsextremer Gruppen einher, die zur Gewalt gegen die Regisseure und ihre Familien und die Zerstörung ihrer Häuser aufriefen und „Todesstrafe für Verräter“ skandierten. Im Internet erschien ein Wandbild mit den Gesichtern von Abraham und Szor mit der Aufschrift „Verräter“ und umgeben von Fadenkreuzen. Es löste Hunderte hasserfüllter Kommentare aus, in denen mehrfach zu ihrer Ermordung aufgerufen wurde. Am Mittwoch erklärten der Journalist Haggai Matar, Geschäftsführer von +972, und Sicha Mekomit von Local Call, rechte Aktivisten seien in ihre Büros eingebrochen und hätten die Tat gefilmt …
Mehr als 1.500 Vertreter der Filmbranche haben eine Petition zur Unterstützung der Regisseure unterzeichnet. Darin erklären sie, diese seien einer „Hetz- und Verleumdungskampagne“ ausgesetzt, die einer „faktischen Billigung von Gewalt“ gleichkomme. Der israelische Schauspieler und Drehbuchautor Shlomi Elkabetz erklärte gegenüber dem israelischen Sender N12 über die im Film behandelten Themen: „Dies sind Fragen, die untersucht und nicht totgeschwiegen werden müssen.“
Der israelische Staat geht seit Langem gegen Filme und Vorführungen vor, die das offizielle Narrativ der palästinensischen Geschichte oder des Verhaltens des israelischen Militärs hinterfragen. So wurde versucht, den Film Jenin, Jenin (2002) zu verbieten oder stellenweise zu zensieren, eine Vorführung von Lyd (2023) wurde verhindert, die Macher von 1948: Remember, Remember Not (2023) wurden unter Druck gesetzt, man versuchte, die Vorführung von No Other Land zu verhindern und gegen Vorführungen von From Ground Zero (2024) schritt die Polizei ein.“
https://www.wsws.org/de/articles/2026/09/29/blfs-s29.html
Zum Film „No Other Land“ siehe https://www.ansichten-eines-regenwurms.de/index.php/1415-no-other-land
Ich bin Philanthrop, Demokrat und Atheist. Rupert Regenwurm
Das Böse verlachen
- Satire, Realsatire, ernst Gemeintes -
"Alle Männer sind krank!"
Im neuen Wochenkommentar ziehen wir eine Bilanz dieses Sommers, der heuer so gar nicht nachrichtenarm gewesen ist.
https://www.servustv.com/de/page/AAVDW87FF1UUS1B8D416?cid=55eeddc0-1569-43d1-957d-0985d490475c
Reiner Haseloff (CDU) reagiert auf den AfD-Wahlsieg in Sachsen-Anhalt!
https://www.youtube.com/watch?v=ue7t1yuM5U0
Cansin Köktürk vs. Die Würde des Hauses
https://www.youtube.com/watch?v=DhwKoBWjO8s
Merz: Should I stay or should I go?
https://www.youtube.com/watch?v=ORgQXuRo8Y4
Simone Solga: Endspiel für Merz | Wie lange noch? Und: alle reden nur noch über die AfD | Folge 233
https://www.youtube.com/watch?v=7zIm8bQ-_YE
Vom Osten lernen, heißt siegen lernen | Steimles Aktuelle Kamera #239
https://www.youtube.com/watch?v=YnH56gqAqY0
HallMack Aktuelle Kamera 257 - Haushaltssperre - Planwirtschaft frisst Kommunen
https://www.frei3.de/post/610dfbbd-43ee-4756-b2fc-27dd01add11a
HallMack Aktuelle Kamera 258 - Bundeszwang: Präservativ der wahren Demokratie
https://www.frei3.de/post/0bb61792-5fd2-4757-ba83-ef8e5d499aaf
HallMack Aktuelle Kamera 259 - Haftbefehl trifft Antifaschismus
https://www.frei3.de/post/8f099f07-082c-44b7-8f23-47d9139a9ae8
HallMack Aktuelle Kamera 260 - Meinungsschutzhaft - Merz zensiert, Jugend forscht
https://www.frei3.de/post/b1d7b350-c76b-4ef0-8d94-d4229920cbcd
Merz Skandal : Vorwurf der ethnischen Säuberung !!
https://www.youtube.com/watch?v=kGz09KBblio
Massenflucht in Sachsen-Anhalt ??
https://www.youtube.com/watch?v=_FBlpsn6sf0
Linke Argumente, alter Schwede!
https://www.youtube.com/watch?v=8iywDGGYFnc
Der gefährlichste POC Deutschlands !!
https://www.youtube.com/watch?v=DK1hCZDfFBM
Der Kanzlersturz naht!
https://www.youtube.com/watch?v=6O_LhpPzQQo
Wegwerfkriminelle erobern Deutschland !
https://www.youtube.com/watch?v=n15f2XEf9fk
Seid mutig und wachsam !!
https://www.youtube.com/watch?v=JEbGgG0XTkI