https://www.youtube.com/watch?v=nCH1MFdy9ko
In Israel gibt es Pläne, palästinensische Gefangene durch Krokodile bewachen zu lassen.
Ein Gericht hat diese Pläne vorerst gestoppt – aus Gründen des Tierwohls.
Erste Pläne 2025
Sabine Brandes im Dezember 2025: „Itamar Ben-Gvir, Israels Minister für Nationale Sicherheit und Vorsitzender der rechtsextremen Partei Otzma Jehudit, sorgt mit einem Vorschlag für »Sicherheitszonen« in Gefängnissen für Kopfschütteln: Wo andere über Gefängnismauern, Kameras und Stacheldraht diskutieren, denkt der umstrittene Politiker über Krokodile nach. Und während sich viele fragen, ob die Idee ernst gemeint ist, legt Ben-Gvir nach und lässt seinen Wunsch nach einem »Kroko-Knast« offenbar schon prüfen.
Es geht um ein Hochsicherheitsgefängnis mit »Sicherheitszonen«, in denen Alligatoren schwimmen sollen. Die Idee ist laut eines Berichts der israelischen Zeitung »Yedioth Ahronoth« während einer Sicherheitsbesprechung mit dem Leiter des israelischen Gefängnisdienstes, Kobi Yaakobi, zur Sprache gekommen und werde nun als mögliche Einrichtung zur Unterbringung von Sicherheitsgefangenen geprüft.
Der vorgeschlagene Standort liegt nahe Hamat Gader, einem Kurort mit heißen Quellen im Norden Israels, der bereits ein kontrolliertes Alligator-Gehege beherbergt. Zwar stieß der Vorschlag nach israelischen Medienangaben bei anwesenden Beamten auf Skepsis, doch der israelische Gefängnisdienst hat eine erste Machbarkeitsstudie eingeleitet, berichtet »Yedioth Ahronoth«.
Inspiriert scheint Ben-Gvirs Vision von einer umstrittenen Einrichtung in den Vereinigten Staaten, die unter dem Namen »Alligator-Alcatraz« bekannt wurde. Die offiziell als »South Florida Detention Facility« bezeichnete Anlage wurde 2025 im Big-Cypress-Nationalpark eröffnet – mit Unterstützung von US-Präsident Donald Trump und Floridas Gouverneur Ron DeSantis. Umgeben von Sumpfgebiet und faktisch »bewacht« durch die natürliche Präsenz von Alligatoren, wurde das Gelände von Befürwortern als besonders ausbruchsicher gepriesen.
Kritiker hingegen verwiesen auf massive Umweltschäden, problematische Haftbedingungen und rechtliche Verstöße. Mehrere Klagen folgten, zeitweise wurde der Betrieb sogar gerichtlich untersagt.
Bei einem Besuch vor Ort erklärte Trump damals: »Viele Leibwächter und viele Polizisten in Form von Alligatoren. Man muss ihnen nicht viel bezahlen. Allerdings würde ich nicht lange durch die Everglades rennen.«
Ben-Gvir ist eins der umstrittensten Mitglieder der aktuellen Regierung in Jerusalem – und das radikalste. Seinen Einfluss baute er in den vergangenen Jahren durch besonders harte Positionen in Sicherheits- und Justizfragen aus. Kritiker bezeichnen ihn als rechtsextrem und verweisen auf seine wiederholten Provokationen, insbesondere gegen Palästinenser, sowie auf Forderungen nach weitreichenden, oftmals rechtlich umstrittenen Maßnahmen im Namen der »nationalen Sicherheit«.“
https://www.juedische-allgemeine.de/israel/medienbericht-ben-gvir-will-kroko-knast/
Juli 2026: Projekt schreitet voran
„Itamar Ben-Gvir, berüchtigter Rechtsaußen der Regierung Netanjahu, ist bekannt für seine ebenso menschenverachtenden wie brutalen Ideen. Aber sie werden oft umgesetzt. Nun scheint auch seine Idee eines israelischen "Alligator-Alcatraz" verwirklicht zu werden.
Israelische Gefängnisse sind berüchtigt; es gibt viele Berichte über systematische Folter. Auch die Berichte der Teilnehmer der Global Sumud Flotilla, die inzwischen bereits zweimal auf offenem Meer von der israelischen Marine entführt wurden, kritisieren unzumutbare Verhältnisse.
Ein besonders berüchtigter Ort ist das Ketziot-Gefängnis in der Negev-Wüste, in dem eine Reihe prominenter Palästinenserführer saßen oder sitzen, wie Marwan Barghouti, in dem aber auch viele Administrativhäftlinge gefangen gehalten werden, die ohne Prozess und Urteil teils jahrelang in Haft bleiben; insgesamt dürften es zwischen zwei- und dreitausend Menschen sein. Auch die Teilnehmer der Flotilla wurden vorübergehend nach Ketziot gebracht.
Das Internationale Rote Kreuz hat seit Jahren keinen Zugang zu diesem Gefängnis, um die Verhältnisse dort zu überprüfen; es gab zwar in diesem Jahr ein Urteil des israelischen Obersten Gerichtshofs, das Israel verpflichtet, diesen Zugang wieder zu gewähren, aber bisher hat die Regierung diesen Beschluss ignoriert.
Im vergangenem Dezember hatte der rechtsextreme Sicherheitsminister Itamar Ben-Gvir, der etwa im Mai dieses Jahres forderte, den Südlibanon "dem Erdboden gleichzumachen", gefordert, das Gefängnis mit einem Wassergraben samt Nilkrokodilen abzusichern. Das Hochsicherheitsgefängnis ist ihm nicht sicher genug. Ben-Gvir war zuletzt international aufgefallen, als er den Beschluss des israelischen Parlaments, nur für Palästinenser die Todesstrafe einzuführen, bejubelte.
Ketziot wollte er zu einem israelischen Gegenstück zu dem "Alligator-Alcatraz" genannten US-Abschiebegefängnis in Florida machen, das in den Everglade-Sümpfen lag und im Juni geschlossen wurde. Ein "Alligator-Alcatraz" in der Wüste.
Bisher war eine Umsetzung seiner Vorstellung aber nicht möglich, da es dafür eine Zuchtgenehmigung für Nilkrokodile bräuchte. Nilkrokodile sind die größte Krokodilart Afrikas und messen erwachsen meist um die drei, in Einzelfällen auch bis zu sechs Meter. Seit 1996 gelten sie nicht mehr als gefährdete Art, auch wenn sie in freier Wildbahn nur noch in Naturschutzgebieten zu finden sind.
Die israelische Umweltministerin Idit Silman hat nun den rechtlichen Status der Nilkrokodile von "Wildtier" auf "gezüchtetes Wildtier" geändert. Damit könnten die Sicherheitsbehörden das Recht erlangen, Nilkrokodile zu züchten und so auch rund um Ketziot auszusetzen.
Allerdings hat sich die israelische Natur- und Parkbehörde bisher ablehnend dazu geäußert. Nicht, weil sie darin einen unmenschlichen Umgang mit den Gefangenen sähe, sondern, weil in der Vergangenheit aus Krokodilfarmen mehrmals Tiere in die Wildnis entkamen, wo sie eine Gefahr für Menschen darstellen könnten.“
https://freedert.online/international/286160-israel-will-gefaengnis-durch-krokodile/
Serena Bilanceri: „Panzerreptilien im Dienst des Staates: Israels Sicherheitsminister Itamar Ben-Gvir will bald Krokodile einsetzen, rund um israelische Gefängnisse, die palästinensische Insassen beherbergen. So sollen eventuelle Fluchtgedanken im Keim erstickt werden.
Das klingt wie ein schlechter Witz. Und könnte indes bald Realität werden. Denn die Ministerin für Umweltschutz Idit Silman hat gerade den Status von Nilkrokodilen in „gezüchtete Wildtiere“ geändert und so den rechtlichen Weg für die Umsetzung des Vorschlags ein Stück weiter geebnet.
Laut Ben-Gvir könnte dies die Kosten senken und die Sicherheit stärken. Das Vorhaben wirft jedoch ethische und rechtliche Fragen. Zum einen haben Krokodilfarmen in Israel in der Vergangenheit immer wieder Probleme verursacht – vor allem durch entlaufene Tiere, die eine Bedrohung für die Einwohner:innen darstellten. Zum anderen kritisierten laut israelischen Medienberichten Beamt:innen der Parkbehörde, Krokodile seien „schutzbedürftige Tiere und nicht Tiere, die uns beschützen sollten“.
Unter dem ethischen Gesichtspunkt erheben Kritiker:innen den Vorwurf, der Plan sei diskriminierend, denn er betrifft lediglich Haftanstalten mit palästinensischen Sicherheitsgefangenen – also denjenigen, die unter Terrorismusverdacht stehen. Auch die Tatsache, dass eventuelle Fliehende lebendig verspeist werden könnten, wirft Fragen nach Menschenrechten und Foltern auf. Naji Abbas von Physicians for Human Rights Israel nannte die Idee „entsetzlich“. Sie zeige aber, dass eines der Ziele von Haftanstalten in Israel sei, Palästinenser:innen zu foltern und zu misshandeln.
Nicht zuletzt ist fraglich, ob die Notwendigkeit einer solchen Abwehr wirklich gegeben ist, da in den letzten fünf Jahren keine Berichte über ausgebüxte Gefangene bekannt sind. Eine entsprechende Anfrage der taz an die israelischen Behörden blieb unbeantwortet.
Bereits vor einigen Monaten haben Vertreter des israelischen Gefängnisdienstes eine Farm in Nordisrael besucht, die Krokodile züchtet. Ein Bild zeigt sie beim Schlendern in den Gehegen, neben den robusten Tieren. Das berüchtigte Ketziot-Gefängnis soll das Projekt testen. Das Modell richtet sich nach dem US-amerikanischen US-Gefängnis „Alligator Alcatraz“ in Florida – das allerdings ein Jahr nach seiner Eröffnung wieder geschlossen wurde.
Am Donnerstag postete der rechtsradikale Sicherheitsminister ein Bild von sich selbst und einem Krokodil an der Leine, mit der Aufschrift: „Denkst du über einen Ausbruch nach, verfluchter Terrorist? Überleg’s dir noch mal“. Es ist nicht das erste Mal, dass Ben-Gvir in seinem Amt für Kontroverse sorgt. Im Mai hatte die harsche Behandlung von Flotilla-Aktivist:innen massive internationale Kritik verursacht. Und am Sonntag soll der Minister laut Medienberichten an einem Marsch von Siedler:innen teilnehmen, die für eine Rückkehr nach Gaza plädieren. Das Militär hat das dortige Gebiet jedoch zur Sperrzone erklärt.
Das Krokodil-Projekt muss indes noch mehrere legale Hürden überwinden, ehe tatsächlich in Gräben neben israelischen Haftanstalten Reptilien schwimmen könnten.“
https://taz.de/Rechtsextreme-Politik-in-Israel/!6197437/
August 2026: Tierwohl hat Vorrang
„… Medienberichten zufolge geschah dies gegen den ausdrücklichen Rat der Rechtsberatung des Umweltministeriums sowie gegen den Widerstand der israelischen Natur- und Parkbehörde. Letztere stellte klar, dass es weltweit keine anerkannte fachliche oder wissenschaftliche Grundlage dafür gebe, Krokodile als Teil eines Gefängnissicherheitssystems einzusetzen. Experten wiesen darüber hinaus auf erhebliche Risiken für Gefängnispersonal, Häftlinge, die Tiere selbst und die Umwelt hin.
Ben-Gvir hält das Projekt für eine wirksame Abschreckungsmaßnahme und verteidigt es entsprechend. Sein Ministerium betonte bereits nach Beginn der Grabungsarbeiten, es handle sich dabei weder um einen Scherz noch um eine bloße Provokation – der Plan sei bis hin zur konkreten Unterbringung und Pflege der Tiere durchdacht worden. Kritiker hingegen sehen darin weniger ein ernsthaftes Sicherheitskonzept als eine politische Inszenierung.
Die Tierschutzorganisation erklärte, Krokodile dürften weder als Waffen noch als Mittel der Bestrafung oder als Kulisse für eine politische Kampagne missbraucht werden. Ben-Gvir reagierte scharf auf die Gerichtsentscheidung und warf der Justiz vor, sich auf die Seite von Terroristen zu stellen.
Ob der bereits ausgehobene Graben tatsächlich jemals mit Krokodilen besetzt wird, hängt nun vom weiteren Verlauf des Gerichtsverfahrens ab."
https://www.kosmo.at/krokodil-gefaengnis-gericht-stoppt-bizarres-sicherheitsprojekt/
Jasmin Steiger: „Ein Graben um ein Hochsicherheitsgefängnis – und darin Nilkrokodile, die Häftlinge von einer Flucht abhalten sollen. Was nach einer ziemlich wilden Filmidee klingt, war in Israel offenbar ernst gemeint. Nun hat ein Gericht das umstrittene Projekt von Sicherheitsminister Itamar Ben-Gvir vorerst gestoppt.
Wie die italienische Zeitung La Stampa berichtet, untersagte das Bezirksgericht Jerusalem Ben-Gvir, Krokodile in das Ketziot-Gefängnis im Süden Israels zu bringen. Zuvor hatte die Tierschutzorganisation «Let the Animals Live» Beschwerde gegen das Vorhaben eingereicht.
Richter Avraham Rubin sah die Bedenken der Tierschützer als ausreichend gewichtig an. Die Vorwürfe über mögliche Schäden für die Krokodile würden «Beachtung verdienen», erklärte er laut La Stampa. Deshalb verbot er vorläufig sowohl die Umsiedlung als auch Vorbereitungen dafür.
Bereits im Dezember 2025 schlug Ben-Gvir vor, Krokodile rund um das Gefängnis einzusetzen. Ketziot liegt in der Negev-Wüste. Dort sitzen unter anderem palästinensische Sicherheitshäftlinge sowie während des Gaza-Kriegs festgenommene Palästinenser.
Die Pläne waren offenbar weit mehr als eine provokante Idee. Laut La Stampa hatten die Arbeiten zum Ausheben des Grabens bereits begonnen. Rund 21 Millionen Schekel – umgerechnet knapp sechs Millionen Euro – waren für das Projekt vorgesehen.
Auch die Versorgung der Tiere und eigene Ruhebereiche waren eingeplant. «Wer dachte, es handle sich um einen PR-Gag, irrte sich», erklärte Ben-Gvirs Büro. Der Gefängnisdienst sei «bestens vorbereitet».
Damit die Nilkrokodile dort überhaupt gehalten werden könnten, hatte Umweltministerin Idit Silman zuvor deren rechtlichen Status geändert: von einer geschützten Art zu einem «gezüchteten Wildtier». Dadurch sollen Sicherheitsbehörden grundsätzlich eine Genehmigung für ihre Haltung erhalten können.
Fachleute äußerten jedoch scharfe Kritik. Die israelische Natur- und Parkbehörde habe laut La Stampa «nirgendwo auf der Welt eine fachliche oder wissenschaftliche Grundlage» dafür gefunden, Krokodile als Sicherheitsmaßnahme einzusetzen.
Experten warnten zudem vor «zahlreichen und vielfältigen Risiken» für Umwelt und Bevölkerung. Auch Gefängnispersonal, Häftlinge und die Krokodile selbst könnten gefährdet werden.
Ben-Gvir reagierte wütend auf den Entscheid. «Wieder einmal, in Zeiten des Krieges, stellt sich die Justiz auf die Seite der Terroristen und behindert wichtige Maßnahmen zur Abschreckung der Gegner Israels», sagte er laut La Stampa.
Dann legte er nach: «Wir wissen, dass die Terroristen Angst vor der Ankunft der Krokodile haben, aber heute ist ihnen das Gericht zu Hilfe gekommen.»
Ob tatsächlich irgendwann Nilkrokodile rund um das Ketziot-Gefängnis schwimmen werden, bleibt damit offen. Bis zur endgültigen Entscheidung des Gerichts müssen die Tiere jedenfalls draußen bleiben.“
Ich bin Philanthrop, Demokrat und Atheist. Rupert Regenwurm
Das Böse verlachen
- Satire, Realsatire, ernst Gemeintes -
Professor Baerbock
https://www.youtube.com/watch?v=8YMohdf637E
Ein Unterschied wie Tag und Nacht - Ulrich Siegmund vs. Sven Schulze
https://www.youtube.com/watch?v=ebrydcEgUhs
Friedrich Merz und die Verlängerung des Ukraine-Kriegs
https://www.youtube.com/watch?v=pj-YEsBdrNs
Simone Solga: CDU komplett im Eimer | Ein CDUler rät zur AfD | Folge 230
https://www.youtube.com/watch?v=DaT4KoBv8n8
HallMack Aktuelle Kamera 248 - Merz verlängert Geheim-Urlaub
https://www.frei3.de/post/9f1d152e-8335-4741-ba27-290f53f328f5
HallMack Aktuelle Kamera 249 - Merz Endlich zurück im Sattel
https://www.frei3.de/post/0d563374-d571-40e4-aafb-446677e74266
HallMack Aktuelle Kamera 250 - Absurde Zuckersteuer
https://www.frei3.de/post/c8fd2bf2-6928-4fad-b1c4-a946b51af60e
Lernt schon mal arabisch
https://www.youtube.com/watch?v=0sJsIdjSFAY
Das ist ein politisches Knockout
https://www.youtube.com/watch?v=uR7hlqLlMSI
Bürger werden gefeuert aber Politiker dürfen bleiben
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Nicht durchdrehen sondern durchatmen
https://www.youtube.com/watch?v=mtWC19CmQok
Die Luft brennt in Schland
https://www.youtube.com/watch?v=nqFkIrQRBpU
Jetzt wird es richtig dreckig
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