Journalistisch unlauter

„Ein konservativer Unternehmer aus Mecklenburg-Vorpommern hat sich in der ARD-Skandalshow „Die 100“ eingeschleust. Bei NIUS Live erzählt Tobias Berodt über seien Erlebnisse bei der krassesten Propaganda-Sendung des Jahres.

Was ursprünglich als „repräsentatives Abbild der deutschen Gesellschaft“ angekündigt wurde, entpuppte sich als eine Mischung aus linker Propaganda, peinlichen Inszenierungen und Momenten, die selbst hartgesottene Zuschauer sprachlos zurückließen. 

Tobias Berodt war mittendrin, hat alles hautnah miterlebt und erzählt jetzt erstmals ausführlich, wie er durch das Casting rutschte, wie er im Studio plötzlich allein gegen einen Saal voller Buhrufe stand und warum er trotzdem beim Thema Migration klare Kante zeigte.

Bei NIUS Live sprachen NIUS-Chefredakteur Julian Reichelt und die stellv. NIUS-Chefredakteurin Pauline Voss mit Moderator Alex Purrucker über das Thema.“

 

https://www.youtube.com/watch?v=9BijMoFbu3s

 

„Werden wir gut regiert?“ Wie dem auch sei – die ARD-Sendung „Die 100 - Was Deutschland bewegt“ zu diesem Thema war nicht nur gewohnt manipulativ, sondern auch unfassbar schlecht.

 

„Die 100“

 

„Die Idee hinter der Sendung

„Die 100“ ist eine Show, in der Deine Meinung gefragt ist! Es geht um eine kontroverse Frage zu einem gesellschaftlich relevanten Problem. Zwei Journalisten tragen Pro- und Contra Argumente zu der Frage vor. Anschaulich und unterhaltsam. Einhundert Menschen beziehen dazu Stellung. Mit ihren Füßen. Nach jedem Argument. Eine Seite des Studios steht für „Pro“, die andere Seite für „Contra“. Welche Argumente überzeugen, welche nicht? Wer ändert seine Meinung im Laufe der Sendung und wer nicht?

 

Diskussion und Debatte

Es geht um Diskussion und Debatte. Darum, einander zuzuhören und die Position des oder der jeweils anderen kennenzulernen und zu verstehen.

Aber es wird in der Sendung nicht nur geredet - wir erleben verschiedene Perspektiven und eine Vielfalt an Argumenten! Mit Sturmgewehr, Flüchtlingsboot und Süßigkeiten. Schau gerne in die Sendungen rein, die wir schon gemacht haben. Wir würden uns freuen, wenn Du Lust hast teilzunehmen. Es geht um Argumente und Fakten, vor allem aber um Eure Meinung und Eure Geschichten!“

https://story.ndr.de/die100/index.html

 

Bei Zusammenschnitten der Sendung wähnt mensch, den Tiefpunkt des Fernsehens gesehen zu haben.

Wer sich jedoch die ganze Sendung ansieht, wird seine Meinung leicht revidieren: Unter anderem wird ausgelost, welcher Präsentator die „Pro“- und welcher die „Contra“-Meinung vertreten muss. Im Vergleich zu den aufgebauschten „Pro“-Argumenten wirken die „Contra“-Argumente sehr zurückhaltend, aber immerhin kommen welche vor. Auch dürfen Menschen aus dem Publikum etwas sagen wie der eingangs erwähnte Tobias Berodt.

Mensch erkennt die überwiegende Anzahl von Gut-Menschen im Publikum und erkennt den Wert der Kamera-Führung: die Anwesenden müssen vorher gut studiert worden sein, denn passend zur Situation wurde immer ein lustiger, nachdenklicher, erboster oder empörter Gesichts-Ausdruck eingeblendet.

Kurzum: eine manipulative und qualitativ miserable Sendung, die sich das Privat-Fernsehen wohl nicht mal in den wildesten Zeiten zu zeigen getraut hätte – aber nicht DER absolute Tiefpunkt.

Mensch möge sich sein eigenes Urteil bilden: 

 

„"Die 100 – Was Deutschland bewegt" behandelt in dieser Ausgabe die Frage: Werden wir gut regiert? Machen Merz, Union und SPD einen guten Job? In der unterhaltsamen Debattenshow "Die 100" mit Ingo Zamperoni stellen sich einhundert Menschen aus ganz Deutschland dieser Grundfrage. Sie hören Argumente, bringen eigene Erfahrungen ein und stimmen auf einem großen Spielfeld ab. So wird sichtbar, ob und warum sich Meinungen im Laufe der Sendung verändern. Es geht um spannende Argumente und Fakten zu dem, was die Regierung geleistet oder verbockt hat.

Die Journalisten Anna Planken und Till Nassif präsentieren sechs Argumente zu den Bereichen Wirtschaft, Migration und politischer Stil.“

 

 

https://www.youtube.com/watch?v=tAOgcMBMHaU

 

Kritiken zur Sendung

 

Sophie-Marie Schulz: „Einhundert Menschen stehen in einem grell ausgeleuchteten Studio. Auf ihren Köpfen thronen Deutschland-Hüte, um den Hals tragen sie Deutschland-Hawaii-Ketten, in der Hand wird eine Deutschland-Fahne geschwenkt. Am Rand steht Bundeskanzler Friedrich Merz als Pappfigur mit schwarz-rot-goldener Blumengirlande. Daneben Moderatorin Anna Planken, die eine „Deutschland-Party“ ausruft. Es erklingen Stadion-Gesänge, Maskottchen „Schlandi“ reißt die Hände in die Luft und die frohe Botschaft, Deutschland habe „allen Grund zu feiern“, wird verkündet.

Was passiert hier? Testet das Privatfernsehen ein neues Krawallformat, weil „Promis unter Palmen“ nicht mehr zieht? Leider nein. Dieses Spektakel ist offiziell keine Trash-Show, sondern eine ARD-Sendung, tatsächlich aber ein weiterer Beleg, dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk längst zur Karikatur seiner selbst verkommen ist.

„Die 100: Was Deutschland bewegt“ will zeigen, wie gut wir regiert werden. So zumindest kündigte es die ARD an. Herausgekommen ist ein Format, das wirkt, als hätten sich eine Social-Media-Abteilung, eine Eventagentur und die PR-Agentur der Bundesregierung in einem Studio eingeschlossen und ausbaldowert, wie sich aus der Krise dieses Landes eine Motto-Party machen lässt.

Während Moderatorin Anna Planken mit Maskottchen und bunten Grafiken belegt, wie großartig Wirtschaft, Wohlstand und Investitionspakete angeblich sind, dürfen hundert Bürger im Hintergrund Statisten spielen und Fähnchen schwenken. Der erste Moment der einstündigen Sendung, in der einem einmal wieder der Gedanke durch den Kopf geht, den eigenen Fernseher nun endlich aus dem Fenster zu werfen.

Besonders grotesk wurde es, als Anna Planken sich in ein Hochbett setzte und verkündete, die Bundesregierung habe in puncto Migration „geliefert“. Die Flüchtlingszahlen seien stark zurückgegangen, deshalb brauche man diese Betten, die in Flüchtlingsheimen stehen, eigentlich gar nicht mehr. Weniger Menschen, die kommen, bedeute „weniger Stress an Schulen, weniger Stress auf dem Wohnungsmarkt“, so die Moderatorin.

Nicht nur die Kulisse ist absurd, sondern auch die Darstellungsform, die politisch hochkomplexe Entwicklungen auf zwei Sätze schrumpft. Denn selbst wenn die Zahl der Neuankünfte sinkt, es kommen noch immer Hunderttausende. Und die Menschen, die bereits hier sind, bleiben sowieso.

Integration hört nicht auf, nur weil eine ARD-Moderatorin im Hochbett sitzt und verkündet, dass die Durchführung von Grenzkontrollen tatsächlich zu geringeren Flüchtlingszahlen führt. Diese Verknappung der Realität ist vor allem eines: journalistisch unlauter.

Der Tiefpunkt des Abends: ein „Hautfarben-Check.“ Moderator Till Nassif hält einer Frau und einem schwarzen Mann eine Farbskala vor das Gesicht, die zwischen „OK“ und „NICHT OK“ unterscheidet. Angeblich als ironische Referenz auf Internetkritik. Doch Ironie funktioniert nur, wenn man weiß, was man tut. Die ARD wusste es nicht und reproduziert rassistische Stereotype, verkauft diese als pädagogisches Experiment und garniert sie mit Betroffenheitsmiene.

Diese Sendung ist nicht nur peinlich, propagandistisch und unangenehm. Sie belegt ein für alle Mal, dass der ÖRR gar nicht mehr zu verheimlichen versucht, wie sehr er die Bürger dieses Landes verhöhnt.

Während draußen, in der realen Welt, über steigende Lebenshaltungskosten, machtlose Migrationspolitik und überlastete Schulen diskutiert wird, feiert das Erste im Studio eine Deutschland-Party mit Schaumstoff-Hüten und nennt das dann Debattenkultur.

Mit das Schlimmste daran ist, dass „Die 100“ keine einmalige Vollkatastrophe ist. Das Format hat sich über Monate hinweg einen Ruf erarbeitet, bei dem man nicht mehr genau sagen kann, ob die Verantwortlichen die Grenzen des guten Geschmacks testen oder die Geduld ihres Publikums.

Bereits in früheren Folgen kam es zu Situationen, die die Glaubwürdigkeit des Formats massiv beschädigten: etwa als am Ende einer Debatte ausgerechnet ein Teilnehmer das Schlusswort sprach, der sich später als erfahrener TV-Statist entpuppte. Ein Zufall, wie der Sender erklärte. Und doch ein Zufall, der schwer wog, weil er die Grundidee des Formats – echte Menschen, echte Reaktionen – unterlief.

Solche Vorfälle wären Warnsignale genug gewesen. Doch statt daraus Konsequenzen zu ziehen, wurde die Inszenierungsschraube weiter angezogen. Nach dem Laiendarsteller-Skandal hätte „Die 100“ jeden Anlass gehabt, einen Gang runterzufahren, stattdessen hat die ARD beschlossen, noch eine Schippe Künstlichkeit draufzulegen.

Dabei entsteht ein irritierender Eindruck, der sich kaum noch wegdiskutieren lässt: Es beschleicht einen das Gefühl, der öffentlich-rechtliche Rundfunk teste gerade systematisch aus, wie viel Misstrauen er noch verkraftet, bevor die Gebührenzahler des Rundfunkbeitrags endgültig die Schnauze voll haben.“

https://www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/die-100-selbst-bei-der-volksverdummung-gibt-sich-die-ard-keine-muehe-mehr-li.10009347

 

Birgitta Stauber: „Die Idee ist im Prinzip richtig gut: 100 zufällig ausgewählte Bürgerinnen und Bürger diskutieren auf einer Bühne live über ein kontroverses Thema, moderiert von Tagesthemen-Anchorman Ingo Zamperoni. Den Debattenstoff liefern die bekannten TV-Gesichter Anna Planken und Till Nassif. Die Bürger auf der Bühne können auf Lichtfeldern hin und her springen, je nachdem wo sie mit ihrer Haltung stehen. Und wer zu Wort kommt, kann vor laufender Kamera so richtig seine Meinung raushauen. Mit dem Format „Die 100 – was Deutschland bewegt“ will der WDR in Kooperation mit dem NDR Bürgernähe zeigen.

An diesem Montag dürften die Einschaltquoten besonders hoch gewesen sein, schließlich lief die Sendung direkt nach der Bürgerfragerunde „Arena“ mit Bundeskanzler Friedrich Merz. Und der wird gleich als Witzfigur aus Pappe ausgestellt, garniert mit lockiger Deutschland-Perücke. Doch das war nicht die einzige Albernheit, die sich die Macher der Sendung ausgedacht hatten, damit die Zuschauer nicht die Aufmerksamkeit verlieren. Deutschland-Maskottchen Schlandi läuft durch die Sendung, Anna Planken verkauft positive Nachrichten („wir sind die drittgrößte Volkswirtschaft“), und sogar das 500-Milliarden-Schuldenpaket, garniert als „Sondervermögen“, bekommt eine La-Ola-Welle, für die sich die 100 Bürger Deutschland-Girlanden umhängen und das Fähnchen schwenken.

Doch dann kommt das Thema „Stadtbild“. Die Debatte, die den ganzen Herbst den politischen Betrieb dominierte, ausgelöst von Friedrich Merz, der sein Unbehagen über herumlungernde Migranten ohne Aufenthaltsrecht und Arbeit zunächst diffus thematisiert hatte mit dem Halbsatz: „Und dann ist da noch dieses Stadtbild.“

An diesen Halbsatz klammert sich Moderator Till Nassif, der die Aufgabe hat, Argumente für schlechtes Regieren populär darzustellen. Schließlich hebt er eine Farbkarte hoch, die sogenannte Skin Color Chart aus der US-Serie „Family Guy“. Bei der betreffenden Szene hält ein Grenzbeamter an einer Schranke eine Karte mit Hautfarbtönen vor das Gesicht eines Passanten. Ist er weiß genug, um zu passieren? Hellere Hauttöne sind mit „OKAY“ beschriftet, dunklere mit „NOT OKAY“. Die Karte wurde zum Social-Media-Meme: Es verbreitet sich seit 2014 im Netz, als satirischer Kommentar, um mit Humor und Satire Rassismus zu kommentieren.

Der Moderator läuft mit dem Nachbau dieser Karte durch die Menge auf der Bühne. Er hält sich selbst die Karte ans eigene Gesicht, sagt, hoffentlich sei er nicht zu stark geschminkt worden. Dann macht er den Test bei einer weißen Frau aus der Babyboomer-Generation. „Ich würde wohl bestehen“, sagt sie und windet sich sichtlich. Offenbar ist ihr die Frage peinlich.

Schließlich fischt Nassif den einzigen Schwarzen unter den 100 Bürgerinnen und Bürgern heraus. „Sie haben sich so ein wenig weggedreht“, sagt er. Aus dem Bürgerforum kommt Gelächter. Till Nassif leuchtet ihm mit der Taschenlampe direkt ins Gesicht, hält die Farbkarte daneben. „Ich denke, ich würde nicht bestehen“, sagt der junge Mann. „Wie fühlt sich das an?,“ fragt Nassif. Er habe sich schon damit abgefunden, „es ist Normalität geworden, sag ich mal. Aber es wird in letzter Zeit irgendwie schlimmer.“

Unangenehmer kann ein Auftritt im TV zur besten Sendezeit kaum sein. Nassif gibt dann auch zu: „Zweifelsohne ist das wahnsinnig zugespitzt, was wir hier gemacht haben“. Aber genau das habe Merz bei vielen Menschen ausgelöst. Zum Beweis spielt er einen Lungenfacharzt mit türkischen Wurzeln ein, der sich von der Stadtbild-Debatte angesprochen fühlt.

Mit dem Ziel, mit simpler Rhetorik maximal zu unterhalten, sind die Macher der Sendung in die Satire-Falle getappt. Denn wie Ironie funktioniert auch Satire selten außerhalb einer klaren Kennzeichnung. Die Karte hätte vielleicht bei Jan Böhmermann funktioniert, bei dem es völlig okay ist, wenn das Lachen im Halse stecken bleibt. Oder in der „heute show“.

In einer politischen Debattensendung geht Satire, vor allem in dieser plumpen Form, nach hinten los. Es verstärkt Rassismus und die damit verbundenen Stereotypen. Opfer ist der einzige Schwarze im Bürgerforum, der – reduziert auf seine Hautfarbe – vorgeführt wird.

Man mag ja von Merz‘ Stadtbild-Äußerung halten, was man will. Bestimmt war es auch nicht geschickt. Aber hier stellt sich die Frage, was den Machern der Sendung durch den Kopf ging. Vielleicht sollten sie sich mal außerhalb des Internets bewegen, denn die Mehrheit der ARD-Zuschauer kennt derartige Memes wohl kaum.

Ingo Zamperoni übrigens fragt im Abspann noch mal, wie die Farbkarte ankam. Offenbar war auch ihm die Aktion nicht geheuer. Aber da hört ihm schon keiner mehr zu.“

https://www.abendblatt.de/politik/article410660965/die-100-in-der-ard-satire-experiment-endet-im-fremdscham-moment.html

 

Ralf Schuler: „Es gibt Augenblicke, da weiß man gar nicht mehr, wohin man flüchten könnte! „Die 100 – Was Deutschland bewegt“ in der ARD war und ist in der Mediathek noch immer einer. Das DDR-Jubel-Fernsehen ist plötzlich wieder da, und man sitzt gelähmt vor Fassungslosigkeit vor dem Bildschirm und kann sich nicht erklären, wie ohne Stasi-Druck und Politbüro-Propaganda in einem freien Land so eine Sendung die Hürden zur Ausstrahlung überhaupt nehmen kann.

Moderatorin Anna Planken muss selbst wissen, wie man schmerzfrei eine mit albernen Schwarz-Rot-Gold-Hüten und Fähnchen ausgestattete Kleinstmenge zum Jubeln über die Regierung anfeuert. „Bedenke, dass dir am jüngsten Tag alle deine Filme wieder vorgeführt werden“, hat Charlie Chaplin einmal gesagt. Mit dieser Sendung dürfte es sehr eng werden am jüngsten Tag.

Wenn Journalisten sich bemühen, Jubel für die eigene Regierung zu inszenieren, sind Land und Journalismus nicht mehr zu retten. Ein putziger Adler namens „Schlandi“ feuert das Studio-Publikum an, und Anna Planken feiert Deutschland als drittgrößte Volkswirtschaft, freut sich darüber, dass wir bei den Patenten weltweit auf Platz fünf liegen und nennt als Beispiel ausgerechnet die Biontech-Gründer und ihren Corona-Impfstoff.

Der eigentliche Hirn-Infarkt folgt erst noch: Die ESA plant (!) irgendwelche Kleinraketen, um Elon Musk Konkurrenz zu machen, obwohl dieser längst wiederverwertbare Raketen baut und ein Vielfaches an Satelliten zu deutlich niedrigeren Preisen ins All schießt. Das Ganze gipfelt in einer Jubel-Arie für die marode Infrastruktur in Deutschland, die Kanzler Friedrich Merz (CDU) mit seinem 500-Milliarden-Euro-„Investitionspaket“ wieder in Schuss bringen will. La Ola für Mega-Schulden, La Ola für ein verfallenes Land, das seine Brücken und seine Bundeswehr auf den Hund kommen ließ und jetzt auf Kosten der Steuerzahler reparieren will.

Und die Jubel-Perser im Studio johlen auch noch, dass ihre Kinder Zins und Tilgung zahlen dürfen und Kanzler Merz von der Moderatorin als „Macher“ gefeiert wird, der ja zunächst noch etwas fremdelte mit der Verschuldung, aber jetzt mit vollen Händen das Geld ausgibt. Die gleichen Parteien, die es verbockt haben, bekommen bestellten Jubel von gebührenfinanzierten Animateuren, die auch noch das Blaue vom Himmel herunter lügen.

Es kann einem doch keiner erzählen, dass Anna Planken nicht weiß, dass der Rechnungshof die falsche, nicht-investive Verwendung der Mittel rügt, dass die Wachstumsaussichten alles andere als rosig sind und erst kürzlich das Who-is-Who der deutschen Ökonomen zum Stopp des Rentenpakets aufgerufen haben. Und dass die Beliebtheits- und Vertrauenswerte des Kanzlers die schlechtesten überhaupt sind, wird ihr auch nicht entgangen sein. Wie viel Schmerzensgeld kann man eigentlich bekommen für so eine Selbstverleugnung?

Das 500-Milliarden-Paket ist eine Tragödie für das Land, weil es versucht, die kaputten Straßen der Vergangenheit zu reparieren, anstatt in neue Wertschöpfung für die Zukunft zu investieren. Die ARD müsste sich für diesen Humbug öffentlich entschuldigen. Keine noch so böse Polarisierung oder Spaltung der Gesellschaft rechtfertigt solches Kreml-Kim-TV. Dass offenbar Macher und Verantwortliche nicht mal mehr ein Sensorium für solche Entgleisungen haben, ist nur noch erschütternd.

Wenn man denn etwas Gutes an diesem Schmierenstück finden will, dann, dass solch penetranter Propaganda-Beschuss niemals funktioniert, sondern regelmäßig nach hinten losgeht. Ein Tiefpunkt des öffentlich-rechtlichen Rundfunks bleibt es in jedem Falle.“

https://www.nius.de/kommentar/news/jubel-show-fuer-den-kanzler-wie-ard-moderatorin-anna-planken-deutschland-blamierte/bd4da0f2-bfb1-4478-9dd8-8cabf8275e48

 

Alexander Kissler: „Einen neuen Höhepunkt an Zwangsgebühren-Verschwendung markiert die politische ARD-Show „Die 100“. Moderatorin Anna Planken gab die Einpeitscherin auf Regierungslinie. Für solche Formate wie mittlerweile das gesamte öffentlich-rechtliche Rundfunksystem gilt: Das verdient keine Zwangsgebühren. Das verdient Schmerzensgeld.

Der größte Selbstbetrug von ARD, ZDF und Deutschlandradio ist die Behauptung, sie wären notwendig für die Demokratie. Wie schlecht müsste es um ein Volk bestellt sein, das ohne pädagogische Anleitung nicht herrschen könnte! Demokratie meint ja genau das: Volksherrschaft.

Angekündigt war „Die 100 – was Deutschland bewegt“ zum Thema „Werden wir gut regiert?“ 100 Menschen sollten in der ARD abstimmen. Zu sehen bekamen wir: 100 Gründe, die ARD abzuschaffen. Denn was ist von einer angeblichen Demokratiestütze zu halten, die das Studiovolk wie kleine Kinder behandelt und es mit „Schlandi“ konfrontiert?

„Schlandi“ ist ein Mensch im Trikot der Fußballnationalmannschaft und mit Adlermaske. Er hopst herum. Neben ihm steht Kanzler Merz als Pappkamerad, umhüllt von einer schwarz-rot-goldenen Federboa.

Wir lernen: Wenn linke Journalisten an Deutschland denken, denken sie an die Fußballnationalmannschaft. Und wenn sie ein Publikum haben wollen mit Deutschlandfahnen, spielen sie eine Stadionhymne ein und animieren zu La Ola. Dümmer geht’s nimmer. Was bitte schön soll nach Schlandi kommen? Klarer Fall: die nächste Zumutung.

Angeblich sagen zwei von drei Deutschen, „dass alles gut läuft“. So waren Anna Plankens Worte. Wohlgemerkt: dass alles gut läuft beim „Wohlstand“. Wie kann das sein? Das Leben wird teurer, die Insolvenzen boomen, die Abgabenlast steigt. Und da sollen zwei Drittel der Meinung sein, „dass alles gut läuft“? Ich befürchte, Anna Planken will uns eine Bärin aufbinden.

Damit war der Niveaulimbo nicht beendet. Natürlich muss die Regierung über den grünen Klee gelobt werden – das 500-Milliarden-Euro-Schuldenpaket ist doch eine tolle Sache, liebe Kinder!

Was Anna Planken Investitionspaket nennt, ist ein Schuldenpaket. Es soll die Wirtschaft ankurbeln. Mehr als eine Hoffnung ist es nicht. Außer Klingbeil, Merz und Planken teilt diese Hoffnung kaum jemand. Das Institut der deutschen Wirtschaft hat errechnet: Vom Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität wird jeder zweite Euro zweckentfremdet.

Anna Planken käute die Propaganda der Regierung wieder. Ob sie daran glaubt, wissen wir nicht; ihr soll die Position zugelost worden sein. Doch eine Journalistin, die fremde Überzeugungen darstellt, gehört ins Laienspiel.

Ihr Konterpart hatte es leichter. Till Nassif kritisierte Merz aus linker Warte, wenn er dem Kanzler dessen „Stadtbild“-Aussage vorhielt.

Till Nassif sorgte für den tiefsten Tiefpunkt: In scheinbarer Ironie führte er einen „Hautfarben-Check“ bei zwei Teilnehmern durch. Auf irgendeine schiefe Weise sollte der Resonanzraum der „Stadtbild“-Debatte aufgerufen werden. Ein dunkelhäutiger Deutscher musste es büßen. Auf dessen Gesicht leuchtete Nassif mit einer Taschenlampe; an dessen Wange hielt er einen Farbstreifen.

„Wahnsinnig zugespitzt“? Nein, Herr Nassif. Der „Hautfarben-Check“ war wie das ganze ARD-Spektakel wahnsinnig blöd, gesichert herablassend und garantiert sinnlos. Niemand würde für einen solchen Bockmist freiwillig auch nur einen Cent zahlen. Niemand darf künftig dazu gezwungen werden. Dieser öffentlich-rechtliche Rundfunk hat seine Existenzberechtigung verspielt."

https://www.nius.de/kommentar/news/der-zwangsgebuehrenfunk-von-ard-und-zdf-hat-keine-daseinsberechtigung-mehr/515011c9-42e4-4d53-babf-2a9c0072330e

 

 

Ich bin Philanthrop, Demokrat und Atheist. Rupert Regenwurm

 

 

Das Böse verlachen

- Satire, Realsatire, ernst Gemeintes -

 

Wochenkommentar von Ferdinand Wegscheider | 06.12.

"Jetzt wird's absurd!" - Im neuen Wochenkommentar liegt der Schwerpunkt diesmal auf positiven und heiteren Nachrichten, um die Stimmung in der Bevölkerung ein wenig aufzuhellen! Ob Urlaub mit den Taliban, infantile Videos aus Deutschland, oder die neuesten Schauermärchen zum Klimawandel.

https://www.servustv.com/aktuelles/v/aatphvsf43eg2ip11lhm/

 

Jan Philipp "Der Unterbrecher" Burgard: WELT-Interview mit Alice Weidel

https://www.youtube.com/watch?v=pwvtRy21azc

 

Simone Solga: Kanzler für Dorftrottel | Folge 194

https://www.youtube.com/watch?v=iKXMlc8ngKY

 

Glaube Liebe Hoffnung / Steimles Aktuelle Kamera / Ausgabe 211

https://www.youtube.com/watch?v=GezcMyDWQ54

 

Hasstalavista - Serdar reagiert auf Ampelclowns

https://www.youtube.com/watch?v=lfBPVotO-xI

 

Hasstalavista - Serdar reagiert nicht auf Buyxxx

https://www.youtube.com/watch?v=RvaqZ9PbgRA

 

Hasstalavista- Serdar reagiert auf Staatspropaganda

https://www.youtube.com/watch?v=xo_Iao7NGhY

 

HallMack  Aktuelle Kamera 176 - Bärbel Bas Trauerspiel

https://www.frei3.de/post/35909e32-11c0-444d-9443-a4a77379ed13

 

Hart & Klartex ... kuscheln ist vorbei !!#ansage

https://www.youtube.com/watch?v=iJjFPbw-C9c

 

Frau Dr. Weidel ein Rechtsextremer Verdachtsfall ?? #kriminalstatistik #bka

https://www.youtube.com/watch?v=g1aMaoxNVY4

 

Ein Interview, das Mut macht ! #absurdistan #zeitreise #cotona

https://www.youtube.com/watch?v=2jaU7U6UQ4s

 

EU Staaten verfallen sagt Trump !! #migration #sicherheit #meinungsfreiheit

https://www.youtube.com/watch?v=i9H-otXgaS8