Elmar Brok

 

„BILD“ in der Rubrik „Gewinner“ vom 19.06.2015:

"Wer auf europäischer Ebene in der Politik etwas bewegen will, braucht ihn: Elmar Brok (69). Der Westfale ist DER Strippenzieher im Europäischen Parlament. Seit 1980 ist der CDU-Außenpolitiker dort Abgeordneter. Seit 17. Juni ist er jetzt offiziell der dienstälteste Abgeordnete. BILD meint: Power-Broker.“

Unter dem Titel „Brüssels heimlicher Strippenzieher in Kiew“ schreibt die „BILD“ am 30.01.2014:

„Der EU-Außenpolitiker Elmar Brok (69) ist zum heimlichen Strippenzieher in der Ukraine-Krise geworden, diskutiert am Maidan mit den Demonstranten und in den Hinterzimmern von Kiew mit den Mächtigen …

Mehrfach in diesen Tagen ist Brok mit Oppositionspolitiker Vitali Klitschko verabredet. Sie diskutieren immer wieder die Lage, wie die ukrainische Opposition auf die Provokationen des Präsidenten reagieren sollte.“

http://www.bild.de/politik/ausland/ukraine/elmar-brok-bruessels-heimlicher-strippenzieher-in-kiew-34471264.bild.html

Vitali Klitschko und seine Partei „Udar“ erhalten nicht nur moralische Unterstützung von Elmar Brok, sondern werden von CDU und EVP finanziert:

„Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Gruppe der konservativen Parteien in der EU (EVP) wollen den ukrainischen Politiker und Profiboxer Vitali Klitschko durch gemeinsame Auftritte in der Öffentlichkeit stärken. Ziel ist nach SPIEGEL-Informationen, ihn zum Oppositionsführer und Gegenkandidaten zu Präsident Wiktor Janukowitsch aufzubauen …

Parallel erhält Klitschkos Partei Udar logistische Unterstützung von der EVP und der Konrad-Adenauer-Stiftung der CDU, unter anderem durch Schulungen für Udar-Parlamentarier und deren Mitarbeiter.“

http://www.spiegel.de/politik/ausland/ukraine-merkel-will-klitschko-zum-praesidenten-aufbauen-a-937853.html

Nicht nur Vitali Klitschko und seine Partei wurden vom Westen vor und während des Umsturzes in der Ukraine unterstützt, sondern auch der spätere Regierungschef Arsenij Jazenjuk. Dessen Stiftung „Open Ukraine Foundation“ hat als Partner unter anderem die NATO, die US-Regierung, die polnische Regierung, Banken und politische Stiftungen, die man als „Russlandhasser“ bezeichnen kann. Dies alles vor dem Regime-Wechsel in der Ukraine.

http://alles-schallundrauch.blogspot.de/2014/03/die-arsenij-jazenjuk-stiftung-ist.html

Anders ausgedrückt: Arsenij Jazenjuk und Vitali Klitschko wurden vom Westen finanziert, um dort einen Regime-Wechsel zu inszenieren. Da ging es nicht, wie es in den Staatsmedien verkauft wurde, um „Demokratie und Freiheit“.

Der Blog „Hinter der Fichte“ zu „Die Lügen des Elmar Brok“ in der Ukraine-Krise:

http://hinter-der-fichte.blogspot.de/2014/11/ardukraine-lugen-vom-brok-zum-gartner.html

„Lobbypedia“ zu Elmar Brok:

„Elmar Broks frühere Tätigkeit für Bertelsmann steht unter schwerem Verdacht mit seinen parlamentarischen Aufgaben zu kollidieren. In der vergangenen Legislaturperiode 2009-2014 war Brok noch als Berater für Bertelsman tätig. Ihm wurden dafür zwischen 5000€ und 10.000€ monatlich von Bertelsmann überwiesen. Zuvor als Angestellter von Bertelsmann erhielt er bis 2011 zusätzlich zu seinen Diäten als MdEP ein geschätztes Einkommen von 200.000 Euro pro Jahr von Bertelsmann. Das Angestelltenverhältnis von Brok bei Bertelsmann endete aufgrund des Erreichens des Renteneintrittalters …

Frage des manager-magazin an Verfassungs-Rechtler Hans Herbert von Arnim:

„Sie beobachten den Lobbyismus von Berufs wegen schon seit Jahrzehnten. Welches war der krasseste Fall, den Sie erlebt haben?“

Antwort:

„Krass sind all jene Fälle, wo Abgeordnete sich noch während der Ausübung ihres Mandats in den Dienst von Unternehmen stellen. Wie zum Beispiel der CDU-Europaabgeordnete Elmar Brok, der zugleich Cheflobbyist des Bertelsmann-Konzerns ist.“

https://lobbypedia.de/wiki/Elmar_Brok

 

Generalbundesanwalt Harald Range

 

„Als sich Range Ende 2013 coram publico verhaspelte, er habe keine Anhaltspunkte, dass die „Nasa“ den deutschen Telefon- und Internetverkehr überwache, juxte nicht nur die „heute-show“. Diese Woche geriet der Fortgang der NSA-Ermittlungen oder Doch-nicht-Ermittlungen dann zum definitiven PR-GAU des Generals …

Und auf die Frage, wieso alles ein halbes Jahr gebraucht habe, sagte er: „So schnell geht das nicht mit der Einleitung eines Verfahrens.“ Gauner möchte man sein, in dieser Generalbundesanwaltsrepublik.“

http://www.taz.de/!5040557/

„Generalbundesanwalt Harald Range hat die Ermittlungen wegen des Verdachts der Ausforschung des Handys der Bundeskanzlerin eingestellt. Das teilte die Bundesanwaltschaft mit. Der Vorwurf, amerikanische Nachrichtendienste hätten das Handy abgehört, lasse sich mit den Mitteln des Strafprozessrechts nicht gerichtsfest beweisen, heißt es in der Erklärung der Anwaltschaft in Karlsruhe …

Im Oktober 2013 war ein Dokument aufgetaucht, das in der Öffentlichkeit als Beleg für das Abhören des Mobiltelefons von Angela Merkel angesehen wurde. Es habe sich laut Generalbundesanwaltschaft aber um eine Abschrift eines NSA-Dokuments gehandelt. "Das Dokument im Original zu beschaffen, ist nicht gelungen." Deshalb sei es nicht gelungen, einen Beweis dafür zu finden, dass das Handy der Kanzlerin tatsächlich abgehört wurde.“

http://www.zeit.de/politik/deutschland/2015-06/nsa-affaere-handy-ueberwachung-angela-merkel-ermittlungen-eingestellt

Experten vermuten Russland hinter Hackerangriff (ohne irgend welche Beweise zu haben):

http://www.deutschlandfunk.de/bundestagsnetzwerk-experten-vermuten-russland-hinter.1818.de.html?dram:article_id=322395

Bei Hacker-Angriffen oder sonstigen Untaten wird meistens der „Böse des Jahres“ beschuldigt oder solche Staaten dafür verantwortlich gemacht, bei denen Wert darauf gelegt wird, ihnen auf Dauer ein schlechtes Image zu verschaffen. „Befreundete“ Länder werden offiziell nie verdächtigt.

 

Sigmar Gabriel und Griechenland

 

„Wer den Griechen jetzt die Solidarität verweigert, riskiert ein Abgleiten des Landes in chaotische oder längst überwunden geglaubte autoritäre Strukturen“, hat der SPD-Vorsitzende gesagt. Allerdings nicht jetzt, sondern schon im Jahr 2012. Jetzt sagt er, Europa und Deutschland würden sich nicht erpressen lassen – „und wir werden nicht die überzogenen Wahlversprechen einer zum Teil kommunistischen Regierung durch die deutschen Arbeitnehmer und ihre Familien bezahlen lassen.“

http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/sigmar-gabriel-aendert-meinung-zu-griechenlands-schuldenkrise-13648436.html

Zu Zeiten der PASOK haben sich weder Sigmar Gabriel noch seine Vorgänger gegen die Politik der griechischen Sozialisten gestellt, die dafür sorgten, dass die Unternehmen und die Reichen weniger bzw. gar keine Steuern zahlen mussten und der Staat entsprechend weniger Einnahmen hatte. Warum auch – das ist auch die Politik der SPD.

ntv: „Nicht faule Griechen, sondern superreiche Clans haben Griechenland mit Korruption in die Pleite getrieben. Trotzdem büßt die Mittelschicht für die Krise: Reeder, Tycoons und Medienmogule schaffen ihre Milliarden bis heute ungestört beiseite.“

http://www.n-tv.de/wirtschaft/Wie-die-Superreichen-Griechenland-pluendern-article14633001.html

Offener Brief der Jusos Bayern an Sigmar Gabriel:

„Lieber Sigmar, in der Tat: Es reicht! Es reicht ganz Europa der deutsche Chauvinismus und die süffisante Überheblichkeit, mit der du und andere VertreterInnen der deutschen Regierung gegenüber Griechenland und anderen krisengebeutelten Staaten auftreten! Es reicht den Menschen in Griechenland die aufgezwungene Sparpolitik der Troika, die jede eigenständige wirtschaftliche Entwicklung verhindert! Es reicht jedem Menschen mit einem Fünkchen internationaler Solidarität im Herzen die ewig gleiche Nummer, bei der die RentnerInnen in Deutschland gegen die RentnerInnen in Griechenland ausgespielt werden, während fröhlich die finanziellen Interessen deutscher Banken in der „Schuldenkrise“ gerettet werden.

Und es reicht uns Jusos dein blanker Populismus, mit dem du dich vor den Karren der Griechenlandhetze aus dem Haus Springer spannen lässt. Wir erwarten mehr von einem Vorsitzenden der SPD, als unreflektiert Stammtischparolen zu wiederholen und im trübbraunen Wasser zu fischen. Wir erwarten von dir als sozialdemokratischem Wirtschaftsminister, dass du Menschen Ängste vor der Krise nimmst und rechtspopulistische Kurzschlüsse enttarnst, anstatt mit ihnen zu spielen. Und wir erwarten, dass du auch die eigene Krisenpolitik kritisch hinterfragst, anstatt einfach die Schuld auf die neue griechische Regierung zu schieben.

Lieber Sigmar, die Sozialdemokratie ist eine internationalistische Bewegung, die Solidarität mit Menschen großschreibt. Das heißt für uns, dem Populismus, der Panikmache und dem nationalen Chauvinismus den Kampf anzusagen. Es wäre schön, wenn auch du dich diesen Werten verpflichtet fühltest und in Zukunft auf derart plumpe Debattenbeiträge verzichten könntest. Uns jedenfalls reicht es schon lange – und zwar mit solchen Aussagen von dir!“

http://jusos-bayern.de/meldungen/offener-brief-der-jusos-bayern-an-sigmar-gabriel/

Internationale Solidarität zeigte der österreichische Bundeskanzler Werner Faymann:

„Und tatsächlich bezeugte Faymann in Athen insbesondere seine Solidarität zum griechischen Volk. Der SPÖ-Politiker zeigte sich keineswegs von den Griechen genervt, wie seine SPD Parteikollegen aus Deutschland. Der Kanzler kann vielmehr nicht nachvollziehen, wieso die im Vergleich zu den Lebenshaltungskosten ohnehin kargen Renten der Pensionäre Griechenlands weiter gekürzt werden sollen, wie es EU, EZB und IWF verlangen.

Faymann verwies in seiner Stellungnahme vor der Presse darauf hin, dass ein Gang in einen griechischen Supermarkt ausreichen müsste, um zu erkennen, dass ein Überleben mit 300 Euro Niedrigrenten nicht möglich ist. Schließlich seien die Pensionäre eine Gesellschaftsschicht, die nicht mehr mit aktiver Teilnahme am Arbeitsmarkt zum eigenen Überleben beitragen könne.

Der Kanzler hatte zudem ein griechisches Krankenhaus besucht und zeigte sich erschüttert darüber, dass die dortigen Patienten für die Verfehlungen anderer zur Kasse gebeten werden. Er betonte, dass die dort darbenden Kranken keine wesentliche individuelle Schuld an der griechischen Staatspleite hätten.

Umso mehr zeigte er Unverständnis für die ständige, rezessive Austeritätspolitk, welche seitens der Kreditgeber von den Griechen verlangt wird. Stattdessen könne, so Fayman, nur eine Wachstumspolitik aus der Krise heraus führen.

Statt der von der nun "Institutionen" genannten Kreditgebertroika geforderten Maßnahmen könnten, wie auch Alexis Tsipras es vorschlägt, eine Korruptionsbekämpfung, Reorganisation des öffentlichen Dienstes und weitere ähnliche Maßnahmen dem Land Einsparungen, aber auch eine Gesundung bescheren, meinte der Kanzler.“

http://www.heise.de/tp/news/Athen-Solidaritaetsvisite-aus-Wien-2715245.html

Deutsche werden gegen Griechen mit der Behauptung aufgehetzt, dass diese mit 56 Jahren in Rente gingen, Deutsche jedoch erst mit 64 Jahren. Diejenigen Medien-Vertreter, die dies wiederholt behaupten, lügen oder sie sind dumm. Oder beides:

„Medienkritiker wie Stefan Niggemeier und "Bildblog" haben ebenso wie "Tagesspiegel" oder Deutschlandfunk darauf hingewiesen, dass die von "Bild" und Co. zitierte griechische Statistik selbst das angebliche durchschnittliche Renteneintrittsalter von 56 Jahren widerlegt: Die Zahl bezieht sich dort ausschließlich auf Beschäftigte im öffentlichen Dienst. Gleichzeitig liegt das Renteneintrittsalter in Deutschland nur für diejenigen bei durchschnittlich 64 Jahren, die aus Altersgründen in Rente gehen - alle anderen, etwa Erwerbsunfähige, zählen nicht dazu.

Laut der Industrieländerorganisation OECD lag das tatsächliche durchschnittliche Renteneintrittsalter in Griechenland über alle Eintrittsgründe und Berufsgruppen hinweg im Jahr 2011 bei 61,4 Jahren.

Ebenfalls 61,4 Jahre betrug nach Angaben der Deutschen Rentenversicherung im Jahr 2013 das tatsächliche durchschnittliche Renteneintrittsalter in Deutschland.

Selbst im Detail liegt das durchschnittliche Ruhestandsalter in Griechenland und Deutschland nahe zusammen, etwa im öffentlichen Dienst: Laut dem aktuellen Versorgungsbericht der Bundesregierung gingen Beamte bei Bahn oder Post 2010 im Schnitt mit 58 beziehungsweise 55 Jahren in Pension.

Dass Griechen im Schnitt im gleichen Alter in Rente gehen wie Deutsche, überrascht. Denn die fehlende Sozialhilfe beeinflusst auch die Statistik: In Griechenland gehen viele ältere Arbeitslose deshalb in Frührente - und drücken damit den Altersschnitt des Renteneintritts. In Deutschland bekommen Menschen in vergleichbarer Situation Hartz IV, bis sie in der Regel mit 63 in Rente gehen.

Auch der Anteil der Ruheständler an der Gesamtbevölkerung liegt in Deutschland und Griechenland nicht weit auseinander. In Griechenland entsprechen die 2,65 Millionen Rentner 24,3 Prozent der Bevölkerung. In Deutschland gibt es 19,4 Millionen Rentner und 1,6 Millionen Pensionäre - zusammengenommen ein Anteil von 26,0 Prozent. Zählt man die 740.000 über 55-jährigen Hartz-IV-Bezieher hinzu (die in Griechenland Rente beantragen müssten), erhöht sich der Anteil auf 26,9 Prozent.“

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/griechenland-was-rentner-im-vergleich-zu-deutschland-wirklich-kriegen-a-1039256.html

Passend zur Griechen-Hetze ein Bibel-Spruch:

„Es hat einer von ihnen gesagt, ihr eigener Prophet: «Die Kreter sind immer Lügner, böse Tiere, faule Bäuche!» Dieses Zeugnis ist wahr; aus diesem Grunde weise sie scharf zurecht, damit sie gesund seien im Glauben und nicht auf jüdische Legenden und Gebote von Menschen achten, welche sich von der Wahrheit abwenden …  Sie sind verabscheuungswürdig und ungehorsam und zu jedem guten Werke untüchtig.“   Brief an Titus 1; 12-16

http://www.bibel-online.net/buch/schlachter_1951/titus/1/#1

 

Syrien

 

„Appell an Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Abgeordneten und Fraktionen im Deutschen Bundestag und im Europäischen Parlament:

Beenden Sie das Aushungern des syrischen Volkes!

Schluss mit dem Embargo, damit Syrien Frieden bekommt.

Seit über vier Jahren führen die USA mit ihren Verbündeten verdeckt Krieg gegen Syrien: sie beliefern islamistische Gruppen mit modernsten Waffen und lassen sie von Militärberatern in Lagern in der Türkei und Jordanien für den blutigen Einsatz in Syrien ausbilden. Das wahabitische Regime in Saudi Arabien und die Golfmonarchien stellen ähnlich wie in den 70er und 80er Jahren in Afghanistan Milliarden Dollar für die Rekrutierung und Bewaffnung von ISIS und Al Nusra zur Verfügung.

DIE VERANTWORTUNG DER BUNDESREGIERUNG UND DER EU

An diesem schmutzigen Krieg gegen Syrien beteiligen sich EU und Bundesregierung. Seit 2011 haben sie ein Embargo gegen Syrien verhängt. Erklärtes Ziel dieses Embargos ist es, die Wirtschaft Syriens zum Erliegen zu bringen und seine Bevölkerung zum Aufstand gegen die eigene Regierung zu treiben. Gemeinsam mit den USA und den Herrschern Saudi -Arabiens und der Golfmonarchien haben EU und Bundesregierung

+ die Auslandsguthaben dieses Landes „eingefroren“ und

+ die Importe aus Syrien, besonders von Rohöl, verboten. Jeder Geldverkehr wurde unterbunden, um den Land seine Einnahmen zum Einkauf der Güter zu entziehen, die es für seine Bevölkerung und Wirtschaft benötigt. Selbst Überweisungen syrischer Gastarbeiter an ihre Verwandten sind nicht mehr möglich.

+ Exporte nach Syrien, insbesondere von Treibstoff, Heizöl sowie von Technologie und Ausrüstung zur Förderung und Raffination von Erdöl bzw. Verflüssigung von Erdgas und für Kraftwerke zur Stromgewinnung, wurden untersagt. Ohne Treibstoff und Strom aber kommen Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion, Handwerk, Industrie zum Erliegen.

Zynisch fragte die Tagesschau bereits am 14. Februar 2012: „Wie lange hält Assads Wirtschaft das durch?“ und fuhr triumphierend fort: „Jetzt geht es Syriens Wirtschaft schlecht. 30 Prozent der Menschen lebten schon vor dem Volksaufstand von nicht viel mehr als einem Euro am Tag. Die Inflation galoppiert. Lebensmittel sind doppelt so teuer, Diesel und Importe knapp. Strom wird selbst in Damaskus drei Stunden abgeschaltet, anderswo länger.“ Heute, drei Jahre später, ist das Sozialprodukt Syriens um 60% eingebrochen, die Arbeitslosenquote von knapp 15% auf 58% hochgeschnellt. 64,7% der Syrer leben in extremer Armut und können sich selbst die notwendigsten Lebensmittel nicht mehr kaufen. In dieser verzweifelten Situation gedeihen Gewalt, Fanatismus, Kriminalität, können Terrororganisationen wie ISIS und Al Nusra leicht rekrutieren.

EIN VOLK GEZIELT AUSZUHUNGERN, IST EIN VERBRECHEN

Das Embargo gegen das Entwicklungsland Syrien ist eine unmenschliche Form der Kriegsführung. Sie richtet sich gegen die Zivilbevölkerung. Mehr als eine Millionen Menschen, darunter über 500.000 Kinder mussten in den 90er Jahren infolge des Embargos im Irak sterben. Soll das jetzt übertroffen werden ? Das Embargo gegen Syrien wirkt wie ein Brandbeschleuniger. Es heizt die blutigen Kämpfe in diesem Land an. 220.000 Tote, fast eine Million Verletzter und Verstümmelter, über zehn Millionen Menschen auf der Flucht - reicht das immer noch nicht?

Wir fordern Sie, Frau Bundeskanzlerin, die Abgeordneten und Fraktionen im Bundestag und Europaparlament auf, umgehend tätig zu werden:

+ Das Embargo gegen Syrien ist aufzuheben, damit sich die Wirtschaft des Landes wieder erholen und eine weitere Verelendung dieses Volkes verhindert werden kann.

+ Dem Land ist großzügig humanitäre und Wiederaufbauhilfe zu gewähren

+ Die diplomatischen Beziehungen mit Syrien sind wieder herzustellen. Seine Souveränität ist zu respektieren.

Es ist höchste Zeit, dass Bundesregierung und EU in diesem Konflikt eine Rolle als Vermittler übernehmen und ihren Beitrag zur Wiederherstellung des Friedens in Syrien und der Region leisten;

Das Embargo weiter aufrecht zu halten, heißt, sich an einem Völkermord mitschuldig zu machen!“

http://www.nachdenkseiten.de/upload/pdf/150608_Appell_Beenden-Sie-das-Aushungern.pdf

Hier ist die Liste der Erstunterzeichner …

http://www.nachdenkseiten.de/upload/pdf/150608_Erstunterzeichner_Embargo_aufheben_Syrien.pdf

… und hier besteht die Möglichkeit, selbst zu unterzeichnen:

http://www.freundschaft-mit-valjevo.de/wordpress/

Jürgen Todenhöfer:

„Liebe Freunde, laut US-Geheimdienst DIA wusste die Regierung Obama spätestens seit August 2012, dass Al Qaida (AQI, ISI, IS) und andere Extremisten den Aufstand in Syrien anführten. Dadurch sei „die Chance der Schaffung eines ‚Salafisten-Hoheits-Gebiets‘ in Ost-Syrien“ entstanden. Das sei genau das, was der Westen und seine Verbündeten am Golf ‚wollten‘, um das syrische Regime vom schiitischen Irak und Iran abzuschneiden. „Der ISI könne dadurch zusammen mit anderen Terror-Organisationen im Irak und Syrien einen ‚islamischen Staat‘ ausrufen.“

Wumm!! Der detaillierte und schonungslose Geheim-Bericht der Defence Intelligence Agency (DIA) wurde vor einer Woche auf Anordnung eines US-Gerichts veröffentlicht. Er war seinerzeit auch dem Nationalen Sicherheitsrat vorgelegt worden. Dessen Vorsitzender heißt Barack Obama. Er wird regelmäßig über die Erkenntnisse der Geheimdienste informiert.

Der Inhalt des Geheimdokuments verschlägt einem die Sprache. Ein Friedens-Nobelpreisträger als Terror-Pate! Der Westen an der Seite des internationalen Terrorismus! Als wissentlicher Förderer des internationalen Terrorismus! Des ISI! Das ist die bittere Realität.

Das Dokument ist eine Sensation und ein politischer Skandal. Ein terroristisches Watergate. Obama und der Westen wussten früh, wer in Syrien wirklich kämpft und welche weltweite terroristische Gefahr aus ihrer Politik erwuchs. Während sie der Welt das übliche Märchen erzählten, sie kämpften für Freiheit, Demokratie und Menschenrechte, unterstützten sie gezielt terroristische Organisationen.

Ein salafistischer Terrorstaat in Ost-Syrien war ihnen nicht nur egal. Sie ‚wollten‘ ihn. Sie nahmen zusätzlich bewusst in Kauf, dass der ISI einen islamistischen Terrorstaat gründen konnte, der Teile des Irak umfasste. Der DIA-Bericht ist in diesem Punkt unmissverständlich.

Deshalb planen die USA zur Zeit auch nicht, den ‚Islamischen Staat‘ völlig auszuschalten. Selbst wenn sie wüssten wie. Sie brauchen den IS noch. Iran würde ihnen sonst zu stark. So kämpfen sie mit angezogener Handbremse.

Wetten, dass die westlichen Politiker und die Mainstream-Medien alles tun werden, um diese Perversion der offiziellen westlichen Anti-Terrorpolitik herunterzuspielen oder totzuschweigen? Die DIA-Analyse ist der Offenbarungseid einer abenteuerlichen und leider auch kriminellen Strategie. Obama und der Westen als vom US-Geheimdienst überführte Terrorpaten – das ist schwer zu verdauen.“

http://juergentodenhoefer.de/us-geheimdienst-deckt-auf-der-westen-wollte-einen-islamistischen-terrorstaat/

Zuvor schon hatten die USA die islamistische Terror-Organisation al Qaida mit-gegründet. Bilder zeigen den damaligen US-Sicherheitsberater Zbigniew Brzezinski mit Osama bin Laden:

https://www.google.de/search?q=brzezinski+osama+bin+laden&biw=1280&bih=676&source=lnms&tbm=isch&sa=X&ei=XjGMVZJ5ybaxAb_SgLAH&sqi=2&ved=0CAYQ_AUoAQ