Mit dem Regenwurm ist es so eine Sache. Meist nimmt ihn keiner wahr und ernst nehmen tut ihn kaum jemand. Und doch: meist ist er da und oft auch wichtig. Ein eigenes Leben hat er allemal, wenn auch überwiegend unter der Erde - da wühlt und gräbt er sich durch alles durch und kommt mit allem in Kontakt, was es da so gibt im Wurzelbereich und drunterhinaus. Was dahin gerät - und das meiste kommt früher oder später mal da an - betrifft ihn und seine Freunde. Ab und zu kommt Rupert (so der Name des Regenwurms) an die Erdoberfläche, um zu sehen, was die da oben schon wieder alles treiben. Und gibt Kunde davon seinen staunenden Kumpels im Erdreich und jenen über der Erde, die sich für ihn interessieren.

Es gibt Menschen, die kommen mit ihren Ideen bei den Staats-Medien überhaupt nicht gut an. Entweder werden diese totgeschwiegen oder es wird der Versuch unternommen, sie medial hinzurichten.

Letzten Freitag war dies sehr schön zu sehen in der Schweizer Sendung „Arena“. Das Opfer sollte Daniele Ganser sein, der sich aber gut zu wehren wusste. Hier die entscheidenden 15 Minuten:

 

„Im Laufe der vergangenen fünf Jahrzehnte hat sich die Münchner Sicherheitskonferenz (MSC) zum zentralen globalen Forum für die Debatte sicherheitspolitischer Themen entwickelt. Jedes Jahr im Februar kommen über 450 hochrangige Entscheidungsträger aus aller Welt zusammen, um über aktuelle und zukünftige sicherheitspolitische Herausforderungen zu diskutieren. Dazu zählen Staats- und Regierungschefs, Minister, führende Persönlichkeiten aus internationalen und nichtstaatlichen Organisationen sowie hochrangige Vertreter aus Industrie, Medien, Forschung und Zivilgesellschaft.

Zusätzlich zur jährlichen Hauptkonferenz in München veranstaltet die MSC regelmäßig weitere hochkarätige Veranstaltungen zu ausgewählten Themen und Regionen und veröffentlicht den jährlich erscheinenden Munich Security Report. Alle Aktivitäten sind darauf ausgerichtet, bestmögliche Plattformen für einen freimütigen und offenen Meinungs- und Ideenaustausch zu bieten.

Im Jahr 2017 wurde die MSC in einer umfassenden Studie der University of Pennsylvania erneut als beste "Think Tank Conference" der Welt ausgezeichnet.“

https://www.securityconference.de/ueber-uns/ueber-die-msc/

Wer sich über die offizielle Seite der MSC informieren will, ist auf deren Homepage bestens aufgehoben:

https://www.securityconference.de/aktivitaeten/munich-security-conference/msc-2017/

Es lohnt sich, darauf zu achten, was auf der MSC und drum herum gesagt und kommentiert wird. Hier war etwa der Ort, an dem vor drei Jahren Joachim Gauck, Frank-Walter Steinmeier und Ursula von der Leyen eine stärkere militärische Rolle Deutschlands ankündigten.

Und diese Rolle wird immer mehr in Angriff genommen.

„Luftangriffe auf den Großraum der Stadt Dresden unternahmen die Royal Air Force (RAF) und die United States Army Air Forces (USAAF) ab Herbst 1944 im Zweiten Weltkrieg. Historisch bekannt wurden besonders die vier Angriffswellen vom 13. bis 15. Februar 1945. Durch sie starben nach neuesten historischen Untersuchungen entgegen oft behaupteten sechsstelligen Opferzahlen zwischen 22.700 und 25.000 Menschen. Große Teile der Innenstadt und der industriellen und militärischen Infrastruktur Dresdens wurden zerstört.

Diese Angriffe verstärkten erheblich die Kritik an der Luftkriegsführung der Westalliierten seit 1942, besonders an der britischen Area Bombing Directive. Historiker diskutieren bis heute, ob diese Flächenbombardements militärisch notwendig und zweckmäßig waren und ob sie als Kriegsverbrechen zu werten sind.“

https://de.wikipedia.org/wiki/Luftangriffe_auf_Dresden

Dresden steht wie keine andere Stadt für Bomben-Terror. Selbst heute, 72 Jahre danach, sorgt dieser Bomben-Terror mehr denn je für Kontroversen wg. der Deutung des Geschehens und des Umgangs mit der Trauer.

So schön kann nur ein Priester reden: „Wir denken eben nicht gerne daran, dass es heute in unserer Mitte wieder Kriegsversehrte geben kann. Menschen, die ihren Einsatz für Deutschland mit ihrer seelischen oder körperlichen Gesundheit gezahlt haben. Und noch viel weniger gerne denken wir daran, dass es wieder deutsche Gefallene gibt. Das ist für unsere glückssüchtige Gesellschaft schwer zu ertragen.“

Ab der 23. Minute:

 

 

Für einen Wurm schwer zu ertragen ist, dass unsere Gesellschaft so glückssüchtig ist, dass sie Joachim Gauck für diese Worte nicht verprügelt hat.

Positiv wiederum ist, dass Joachim Gauck in seiner Funktion als Bundespräsident nicht länger zu ertragen ist. Neuer Präsident wird Frank-Walter Steinmeier. Der hat zwar etwas mehr Kreide gefressen, steht aber im Grunde für die gleichen Inhalte: weiterer Sozialabbau, weitere Kriegshetze.

Die Partei Die Linke hat als Bundespräsidenten-Kandidat Christoph Butterwegge aufgestellt. Auch, wenn er keine Chance hat, tatsächlich gewählt zu werden, ist er eine sehr gute Wahl: wie kaum ein anderer steht Christoph Butterwegge für soziale Gerechtigkeit in diesem Lande.

Ist es in diesem Lande möglich, eine Politik für das Volk zu machen? Bei einer demokratisch legitimierten rot-rot-grünen Regierung?

Wer sich noch Illusionen gemacht haben sollte, wurde durch den erzwungenen Rücktritt des Berliner Baustaatssekretärs Andrej Holm eines Besseren belehrt: nein, es ist nicht möglich.

Wer eine Politik für die Mehrheit des Volkes machen will, muss mit massivem Widerstand finsterer Kräfte rechnen. Es wird nach möglichen Schwachpunkten gesucht und in diesen gnadenlos rumgebohrt. Es ging nicht im Entferntesten um die „Stasi-Vergangenheit“ von Andrej Holm. Wenn es diesen Punkt nicht gegeben hätte, hätten diese finsteren Kräfte irgend etwas konstruiert, dies ausgeschlachtet und an die niederen Instinkte der dafür Empfänglichen appelliert.