Mit dem Regenwurm ist es so eine Sache. Meist nimmt ihn keiner wahr und ernst nehmen tut ihn kaum jemand. Und doch: meist ist er da und oft auch wichtig. Ein eigenes Leben hat er allemal, wenn auch überwiegend unter der Erde - da wühlt und gräbt er sich durch alles durch und kommt mit allem in Kontakt, was es da so gibt im Wurzelbereich und drunterhinaus. Was dahin gerät - und das meiste kommt früher oder später mal da an - betrifft ihn und seine Freunde. Ab und zu kommt Rupert (so der Name des Regenwurms) an die Erdoberfläche, um zu sehen, was die da oben schon wieder alles treiben. Und gibt Kunde davon seinen staunenden Kumpels im Erdreich und jenen über der Erde, die sich für ihn interessieren.

Grußwort von Esther Bejarano zur Veranstaltung „Zur Zeit der Verleumder“:

 

 

„Liebe Freundinnen und Freunde,

meine Wegbegleiter Moshe Zuckermann und Rolf Becker haben in Bezug auf die menschenverachtende Politik der Netanjahu-Regierung Israel ausführlich über den Grund unserer Kritik berichtet.

Was Adolf Hitler und die Nationalsozialisten dem jüdischen Volk angetan haben, Vernichtung von 6 Millionen Menschen, Holocaust, darf nicht die Rechtfertigung Israels für die Diskriminierung des palästinensischen Volkes sein.

Es ist ganz besonders wichtig, dass alle in Deutschland, in denen ein menschliches Herz pocht, endlich erkennen, dass Kritik an der Politik Israels nicht mit Antisemitismus gleichzusetzen ist.

Ich habe nicht das Vernichtungslager Auschwitz, das KZ Ravensbrück und den Todesmarsch überlebt, um von sogenannten „Antideutschen“ und Konsorten als „Antisemitin“ beschimpft zu werden.

Konzentrieren wir uns besser auf den Kampf gegen Pegida, AfD und andere rechtslastige Gruppen, die zerstören wollen, was von unserer Demokratie noch erhalten ist.“

Das entscheidende Ereignis im 2. Weltkrieg war nicht die Landung der Alliierten in der Normandie (wies es medial gerne dargestellt wird), sondern die Schlacht um Stalingrad, die vor 75 Jahren statt fand und mit dem Sieg der Sowjetunion endete.

Gedenk-Feierlichkeiten an kriegerischen Jahrestagen werden gerne als Mahnung an den Frieden genutzt.

Dass kein Vertreter der deutschen Regierung zum Gedenken an 75 Jahre Stalingrad zur Mahnung an den Frieden dabei war sowie die bösartigen Reaktionen aus deutscher Politik und Medien lassen das Schlimmste für die nahe Zukunft befürchten.

Wenn sich ein Mensch mit Technikfolgen-Abschätzung auskennt, dann ist es Armin Grunwald. Diese Woche hat er der „Süddeutschen Zeitung“ ein bemerkenswertes Interview gegeben, aus welchem der Wurm zitieren möchte.

Donald Trump lässt ja schon einiges an Unfug vom Stapel, muss selbst aber jede Menge an Falschmeldungen und Lügen über sich ergehen lassen.

Nun hat er zurückgeschlagen und den „Fake News Award“ vergeben.

Martina Meister: „Catherine Deneuve und andere prominente Französinnen warnen in einem offenen Brief vor einer „puritanischen Säuberungswelle“ als Folge der MeToo-Debatte. Sie fürchten den Verlust sexueller Freiheiten in einem „totalitären Klima“.

„Wir fordern die Freiheit, aufdringlich werden zu dürfen“, unter diesem Titel hat ein Kollektiv französischer Frauen am Dienstag eine Kampfschrift veröffentlicht, in der sie die Folgen der MeToo-Debatte für das Verhältnis der Geschlechter beklagen. Es ist ein empörter Aufschrei gegen ein „totalitäres Klima“ in Sachen Sexualität, der vermutlich nur aus Frankreich kommen konnte, wo die Libertinage erfunden wurde. Wollte man ihn in einem Slogan zusammenfassen, so müsste er vermutlich „Nicht mit mir“ lauten.

Der offene Brief, der am Dienstag in der französischen Tageszeitung „Le Monde“ erschienen ist und den unter anderem die Schauspielerin Catherine Deneuve, die Schriftstellerinnen Catherine Millet und Catherine Robbe-Grillet unterzeichnet haben, hebt die Debatte um sexuelle Aggression auf eine neue Ebene.“

https://www.welt.de/politik/ausland/article172335715/Franzoesinnen-gegen-MeToo-Die-Freiheit-aufdringlich-zu-werden.html

Und auf dieser neuen Ebene befindet sich der Wurm. Es läuft einiges drunter und drüber, aber der Wurm versucht, die Thematik zusammenzufassen.