Mit dem Regenwurm ist es so eine Sache. Meist nimmt ihn keiner wahr und ernst nehmen tut ihn kaum jemand. Und doch: meist ist er da und oft auch wichtig. Ein eigenes Leben hat er allemal, wenn auch überwiegend unter der Erde - da wühlt und gräbt er sich durch alles durch und kommt mit allem in Kontakt, was es da so gibt im Wurzelbereich und drunterhinaus. Was dahin gerät - und das meiste kommt früher oder später mal da an - betrifft ihn und seine Freunde. Ab und zu kommt Rupert (so der Name des Regenwurms) an die Erdoberfläche, um zu sehen, was die da oben schon wieder alles treiben. Und gibt Kunde davon seinen staunenden Kumpels im Erdreich und jenen über der Erde, die sich für ihn interessieren.

Gisa Bodenstein: „Mit Spannung war die Vorstellung eines weiteren Missbrauchsgutachtens erwartet worden, diesmal für das Erzbistum München und Freising. Die "Bilanz des Schreckens": 497 Opfer, 65 tatsächliche oder mutmaßliche Täter; in 42 Fällen wird gegen amtierende Würdenträger ermittelt. Bei der gestrigen Vorstellung fanden die Vertreter der beauftragten Kanzlei deutliche Worte.“

https://hpd.de/artikel/muenchner-missbrauchsgutachten-stellt-fehlverhalten-ratzinger-und-marx-fest-20051

 

Hamed Abdel-Samad: „Wann steht der Ex-Papst eigentlich vor Gericht?

Als Kardinal Joseph Ratzinger im Jahr 2005 zum Papst gewählt wurde, titelte die Bild-Zeitung "Wir sind Papst". Viele in Deutschland identifizierten sich mit Benedikt XVI. und fühlten sich stolz, als er zum Papst ernannt wurde. Wo sind all diese Menschen heute und wo ist ihr Stolz? Warum titelt Bild heute nicht "Wir sind Kinderschänder"?

Der höchste Würdenträger der Kirche wusste jahrelang von Vergewaltigungen und Missbrauchsfällen in seinem Bistum. Er schwieg nicht nur über Fälle vor und während seiner Amtszeit in München, sondern vertuschte das Geschehen und verhinderte eine Aufklärung. Wie nennt man das? Komplizenschaft? Mittäterschaft?“

https://hpd.de/artikel/wann-steht-ex-papst-eigentlich-gericht-20053

 

Das Gutachten ist für Außenstehende relativ uninteressant – aber die Tatsache, dass es veröffentlicht wurde, bedeutet einen Wendepunkt der Geschichte.

 

https://www.youtube.com/watch?v=FQAeEtDCKyI

 

Wenn mensch das Rationale im ganzen Corona-Unfug suchen müsste, gäbe es nur eine Lösung: es handelt sich um ein soziologisches Experiment, wie weit es mit den Menschen getrieben werden kann, bis sie sich zu wehren beginnen.

Quasi über Nacht wird bundesweit der Genesenen-Status von 6 auf 3 Monate verringert und Baden-Württemberg ändert zum Nachteil für die Bürger die Kriterien für seine „Alarmstufen“.

Wer glaubt, dümmer geht es nimmer, wird immer wieder eines Besseren belehrt.

Mensch kann noch so sehr gegen Gesetze und Verordnungen sein, mag sie für Blödsinn halten – aber sie gelten. Wenn aber die eigene Regierung in völliger Willkür diese von einem Moment zum anderen ändert, weil es ihr gerade so passt, dann ist überhaupt keine Verlässlichkeit gegeben – nicht einmal mehr im Negativen.

 

Vor 80 Jahren fand die „Wannsee-Konferenz“ statt. Dort wurde nichts Neues geschaffen, dort wurde nichts Spektakuläres erzeugt – aber sie hat das, was ohnehin schon im Gange war und von vielen Stellen „praktiziert“ wurde, bürokratisch an einer Stelle zusammengefasst: die Tötung von Millionen von Menschen.

Und es stellt sich die Frage: was hat die Bevölkerung gewusst, wie hat sie darauf reagiert?

 

Die Montagsspaziergänge vom 10. Januar 2022 – ein Überblick

https://www.youtube.com/watch?v=x16oBGFWIB8

 

Letztes Wochenende: „Allein in Hamburg zogen nach Angaben der Polizei rund 14.000 Menschen durch die Innenstadt, Teilnehmer sprachen von bis zu 20.000. „Frieden, Freiheit, Demokratie“ oder „Wir sind die rote Linie“ skandierten einige. Zu größeren Zwischenfällen kam es nicht. Der Hamburger Verfassungsschutz schätzte die Demonstration größtenteils als „noch nicht extremistisch“ ein.

In Frankfurt am Main zählte die Polizei bis zu 8.000 Menschen bei einer angemeldeten Veranstaltung unter dem Motto „Rhein-Main steht auf“. In Düsseldorf waren es – ebenso wie in Freiburg bis zu 6.000 Menschen. An einer Kundgebung in Magdeburg beteiligten sich 5.000 Menschen …“

https://reitschuster.de/post/zunehmender-verdruss-erneut-zehntausende-auf-den-strassen/

 

Letzten Montag: „Rekordbeteiligung bei den Montagsspaziergängen - Protestbewegung wird immer größer

Mit 1.568 auf den Telegramkanälen gemeldeten Spaziergängen und Demonstrationen beteiligten sich hierzulande an diesem Montag so viele Orte wie nie zuvor an den Montagsdemonstrationen. Vor einer Woche waren es noch rund 1.500. Besonders bemerkenswert: Immer mehr Geimpfte mischen sich unter die Maßnahmen-Kritiker.“

https://reitschuster.de/post/rekordbeteiligung-bei-den-montagsspaziergaengen/

 

Um welche Dimensionen es geht, kann mensch erahnen, wenn Landesinnenminister Thomas Strobl sagt, dass in Baden-Württemberg am 03.01.2022 ca. 50.000 Teilnehmer auf den Straßen waren.

https://www.zeit.de/news/2022-01/04/spaziergaenge-gegen-corona-politik-rund-50000-teilnehmer

 

Mensch rechne diese (wohl untertriebene) Zahl auf ganz Deutschland hoch. Und diese Woche waren es noch mal mehr.

 

Troja!

Welcher junge Mensch hat nicht dem Geschehen um den Trojanischen Krieg mitgefiebert, welcher träumt nicht davon, selbst auf den Überresten Trojas zu stehen? – Auch, wenn es weitaus bedeutendere, weitaus besser erhaltene Überreste der antiken Welt zu sehen gibt (entweder vor Ort oder in den bedeutendsten Museen der Welt, dem British Museum in London oder dem Louvre in Paris, auch dem Pergamon-Museum in Berlin), so ist es selbst für einen Wurm ein Gefühl der Erhabenheit, selbst auf den Mauern Trojas zu stehen und die Geschichte auf sich wirken zu lassen.

Derjenige, der dies ermöglichte, der Troja ausgegraben hat, Heinrich Schliemann, wurde vor 200 Jahren geboren.