Mit dem Regenwurm ist es so eine Sache. Meist nimmt ihn keiner wahr und ernst nehmen tut ihn kaum jemand. Und doch: meist ist er da und oft auch wichtig. Ein eigenes Leben hat er allemal, wenn auch überwiegend unter der Erde - da wühlt und gräbt er sich durch alles durch und kommt mit allem in Kontakt, was es da so gibt im Wurzelbereich und drunterhinaus. Was dahin gerät - und das meiste kommt früher oder später mal da an - betrifft ihn und seine Freunde. Ab und zu kommt Rupert (so der Name des Regenwurms) an die Erdoberfläche, um zu sehen, was die da oben schon wieder alles treiben. Und gibt Kunde davon seinen staunenden Kumpels im Erdreich und jenen über der Erde, die sich für ihn interessieren.

Letzten Sonntag kam es in der Schweiz zu Volksabstimmungen. Zur Disposition stand unter anderem das Bedingungslose Grundeinkommen. Der Vorteil von solchen Volksabstimmungen ist, dass diejenigen, die abstimmen, sich zumindest kurz mit der jeweiligen Thematik auseinandersetzen müssen. Siehe auch http://www.ansichten-eines-regenwurms.de/97-hassobjekt-schweiz.html

Trotzdem die Einführung des Bedingungslosen Grundeinkommens (BGE) deutlich abgelehnt wurde, wissen jetzt viele Schweizer, worum es sich handelt. Im Gegensatz zu anderen Nationalitäten – da geistern Vorstellungen herum, die nicht immer der Realität entsprechen.

Es handelt sich weder um ein Schlaraffenland für Müßiggänger noch um einen Schaden für den Staat oder die Wirtschaft – im Gegenteil: zum größten Teil wird für das BGE vom intelligenteren Teil der Wirtschaft Werbung gemacht. Den humanitären Aspekt kann mensch entweder als Kollateral-Nutzen ansehen oder als bewusstes Konzept, das Effizienz- und Fairnessüberlegungen dauerhaft miteinander versöhnt.

Zumindest für die Vermeidung von explosiven internen Auseinandersetzungen wird das BGE so ziemlich die letzte Chance sein. Rational spricht nichts dagegen – da die Menschen entgegen ihrer Selbst-Einschätzung aber höchst irrational sind, kann es sich der Wurm kaum vorstellen, dass das BGE jemals in einem größeren Industriestaat eingeführt wird.

Als Einstieg in die Materie lohnt sich der Dokumentarfilm der Initiatoren der Schweizer Volksabstimmung, Daniel Häni und Enno Schmidt, aus dem Jahr 2011:

 

 

Wir befinden uns im Jahre 2016 unserer Zeitrechnung. Die ganze westliche Welt ist von den Großkapitalisten und ihren Helfern besetzt ... Die ganze westliche Welt? Nein! Ein von unbeugsamen Galliern bevölkertes Land hört nicht auf, den Unterdrückern Widerstand zu leisten.

Aktuell ist der Versuch im Gange, die in Jahrzehnten erfochtenen Rechte zu schleifen und die Gallier endgültig zu unterjochen, so wie alle anderen Völker des Imperiums schon unterjocht wurden. Doch die Gallier sind unbeugsam. Sie lassen sich nicht alles nehmen. Auch nicht von ihren eigenen Häuptlingen.

Der Verteidigungskampf der Gallier ist eine der letzten Hoffnungen der von den Mächten der Finsternis unterdrückten Völker.

„Der Deutsche Bauernverband (DBV) hat die Ursache für den Verfall beim Milchpreis beim Namen genannt: Ursache der Entwicklung seien starke Einbrüche bei der Nachfrage. „Der Stein, der das alles ins Rollen gebracht hat, war das Russland-Embargo“, sagte BV-Generalsekretär Bernhard Krüsken der Nachrichtenagentur Reuters. Nach dem Inkrafttreten der Sanktionen war der Milchpreis bereits von 40 Cent auf 28 Cent gefallen. Der russische Markt war für die deutschen Bauern immer wichtig gewesen. Durch die Sanktionen ist der russische Markt faktisch über Nacht weggefallen. Je länger die Sanktionen aufrechtbleiben, werde sich die Lage tendenziell eher verschlechtern: Der Milchpreis liege derzeit im Schnitt bei 23 Cent pro Liter, steuere aber auf 20 Cent pro Liter zu, sagte Krüsken. „Bei den Preisen, die wir im Moment haben, sind alle Betriebe hochgradig defizitär.“

Verschärft wird die Lage durch eine „konjunkturelle Schwäche“ „im internationalen Bereich – Südost-Asien, in vielen Schwellenländern.“ Betroffen sei der Markt für transportfähige Milchprodukte wie Magermilchpulver und Butter. Zudem hätten einige Länder ihre Milch-Produktion erhöht.

Nun müssen die Steuerzahler den Preis für die Russland-Politik der Bundesregierung bezahlen. Es seien Direkthilfen in einer Größenordnung von 60 bis 100 Millionen Euro im Gespräch, hieß es am Dienstag im Landwirtschaftsministerium laut Reuters …

Zuletzt war aus den deutschen Bundesländern und EU-Staaten die Forderung erhoben worden, die Russland-Sanktionen zu beenden. Denn auch andere Branchen leiden massiv unter den Sanktionen. Es ist zu erwarten, dass sie bei Fortdauer der Maßnahmen bald bei der Bundesregierung vorstellig werden, um vom Steuerzahler Entschädigungen zu verlangen.“

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2016/05/18/bauern-erzuernt-russland-sanktionen-haben-milchpreis-verfall-ausgeloest/

Es wurde in letzter Zeit einiges an Unfug erzählt und einige Nebelkerzen wurden gezündet. Nichtsdestotrotz sind es genau diese Gründe, weshalb der Milchpreis stark gefallen ist:

1. Der russische Markt ist komplett weggefallen durch die Sanktionen der EU gegenüber Russland bzw. die Gegen-Sanktionen der russischen Seite gegenüber der EU

2. Die konjunkturelle Schwäche in asiatischen Schwellenländern führt zu geringeren Abnahmen

Was noch dazu kommt, ist der Wegfall der Milchquote der EU zum 31.03.2015. Seitdem müssen keine Strafen mehr an die EU bezahlt werden, wenn mehr Milch bzw. mehr Milchprodukte produziert werden.

Mit der Folge, dass auf dieses Datum hin ordentlich investiert wurde, um mehr produzieren zu können. Innerhalb eines Jahres stieg so die Milcherzeugung in Europa um 3,8% bzw. 6 Millionen Tonnen:

http://www.agrarheute.com/wissen/quotenende-soviel-mehr-milch-produzieren-eu-laender

Das Interesse des Wurms am „Eurovision Song Contest“ hält sich in Grenzen, zumal er sich schon im letzten Jahr ausführlich damit beschäftigen musste. Zu einem sehr großen Teil könnte er seinen Beitrag wiederholen; zumindest wird er Teile daraus zitieren.

http://www.ansichten-eines-regenwurms.de/167-eine-million-stimmen-und-jede-menge-idioten.html

Die Show hat er sich gar nicht erst angesehen und erst mittendrin bei der Stimmverteilung nachgeguckt, was da so passiert: Australien weit vorne, Russland weit abgeschlagen, Deutschland bildet kurz hinter Polen das Schlusslicht. Ja, das war’s und so ging der Wurm schlafen bzw. verkroch sich in sein Erdreich.

Große Überraschung am nächsten Morgen: Sieger wurde die Ukraine, Russland belegte in der Publikums-Wertung den 1. Platz, Polen den 3. Platz und Deutschland blieb nach wie vor Letzter.

Ursprünglich sollte die Veranstaltung der Europäischen Rundfunkunion die nationalen Eigenheiten der europäischen Länder zeigen. Mittlerweile kann jeder mitmachen, der mitmachen will (Australien ist kein typisch europäisches Land), trotz aller Fähnchen-Schwenkerei wurden die Lieder alle mit einer Ausnahme entweder ganz oder teilweise auf Englisch gesungen. Die Ausnahme war der österreichische Beitrag, der auf Französisch gesungen wurde – einer Sprache, die dort nicht landestypisch ist. Von der Musik, von Aussehen, Kleidung und Auftreten her war meistens nicht ersichtlich, woher die Auftretenden kamen. Von den Texten her zumeist auch nicht – das übliche Trallala.

Die Krone aufgesetzt hat dem Ganzen das Abstimmungs-Verhalten der nationalen Jurys. Damit hat sich der Eurovision Song Contest endgültig als Farce erwiesen.

„Ein 84-jähriger Autofahrer ist im baden-württembergischen Bad Säckingen in eine größere Menschengruppe gerast. Der Unfall ereignete sich vor einem Straßencafé im Zentrum. Eine 63 Jahre alte Frau starb noch an der Unfallstelle, ein Mann erlag später im Krankenhaus seinen Verletzungen. Insgesamt seien 13 Menschen in Krankenhäuser gebracht worden, sagte ein Sprecher der Polizei. Auch der 84-Jährige sei in Behandlung.

Laut Polizei war ein Fahrfehler des Mannes der Grund für den Unfall. Der 84-Jährige habe statt zu bremsen stark beschleunigt und mehrere Tische auf der Terrasse des Cafés in der belebten Innenstadt umgefahren, sagte ein Sprecher.“

http://www.spiegel.de/panorama/justiz/bad-saeckingen-autofahrer-rast-in-strassencafe-zwei-tote-a-1091232.html

Gerne erinnert der Wurm in dem Zusammenhang an einen ähnlich tragischen Unfall in Bretten aus dem Jahr 2013:

„Wie die Karlsruher Polizei auf PZ-Anfrage berichtet, kann ein technischer Mangel am Fahrzeug als Unfallursache ausgeschlossen werden. „Das Unfallfahrzeug hat nach Einschätzung des Gutachters einwandfrei funktioniert“, sagt Ralf Minet, Pressesprecher der Polizei Karlsruhe. Es handele sich, wie vermutet, um einen Renault mit Automatikgetriebe. Das Fahrzeug sei behindertengerecht umgebaut, der 88-Jährige ist schwerbehindert.

Auch sind in den vergangenen Tagen insgesamt sechs Zeugen des tragischen Unfalls ausfindig gemacht und vernommen worden. Der Unfallverursacher selbst schweigt nach wie vor zu den dramatischen Geschehnissen auf dem Parkplatz. Er war am vergangenen Montagnachmittag rückwärts aus einer Parklücke gefahren und hatte dabei die 34 Jahre alte Frau erfasst. Sie konnte sich wieder aufrichten, als er ein zweites Mal zurück setzte. Dadurch wurde die Frau zwischen zwei Autos eingeklemmt und starb später im Krankenhaus. Ihre zweijährige Tochter wurde lebensgefährlich verletzt, der Säugling erlitt nur leichte Verletzungen.“

http://www.pz-news.de/region_artikel,-Tragischer-Unfall-in-Bretten-Auto-war-technisch-in-Ordnung-_arid,449061.html

Unabhängig von diesen beiden tragischen Unfällen fahren jede Menge Menschen Auto, die dazu geistig gar nicht mehr in der Lage wären. Und bringen damit Menschenleben in Gefahr. Justiz und Verwaltung haben kaum Möglichkeiten, solche Menschen aus dem Verkehr zu ziehen. Die Politik weigert sich, irgend etwas dagegen zu tun. Und trägt damit zumindest eine Mitschuld an jedem Toten und Verletzten, der völlig unnötig zum Opfer wird.