Mit dem Regenwurm ist es so eine Sache. Meist nimmt ihn keiner wahr und ernst nehmen tut ihn kaum jemand. Und doch: meist ist er da und oft auch wichtig. Ein eigenes Leben hat er allemal, wenn auch überwiegend unter der Erde - da wühlt und gräbt er sich durch alles durch und kommt mit allem in Kontakt, was es da so gibt im Wurzelbereich und drunterhinaus. Was dahin gerät - und das meiste kommt früher oder später mal da an - betrifft ihn und seine Freunde. Ab und zu kommt Rupert (so der Name des Regenwurms) an die Erdoberfläche, um zu sehen, was die da oben schon wieder alles treiben. Und gibt Kunde davon seinen staunenden Kumpels im Erdreich und jenen über der Erde, die sich für ihn interessieren.

https://www.youtube.com/watch?v=9Fjy_ewUEoo

 

Gerd Müller ist gestorben. Von seiner sportlichen Leistung mal abgesehen, sind vor allem seine Karriere-Enden beim DFB und beim FC Bayern München interessant: im einen Fall wird Geschichts-Fälschung betrieben, im anderen Fall wird dezent geschwiegen.

 

Außenminister Heiko Maas: „Es gibt auch nichts zu beschönigen. Wir alle, die Bundesregierung, die Nachrichtendienste, die internationale Gemeinschaft, wir haben die Lage falsch eingeschätzt. Die Geschwindigkeit, mit der sich die afghanischen Sicherheitskräfte vor den Taliban zurückgezogen haben und kapituliert haben, haben weder wir noch unsere Partner, auch nicht unsere Experten so vorausgesehen.“

Mensch sehe sich die Seher-Kommentare vom heute journal vom 16.08.2021 an:

https://www.youtube.com/watch?v=WUs0FrrOwQc

 

„Die menschlichen und sozialen Kosten des Krieges in Afghanistan sind katastrophal. Nach offiziellen Angaben, die zweifellos stark untertrieben sind, wurden während des Krieges 164.436 Afghanen getötet, zusammen mit 2.448 US-Soldaten, 3.846 US-Militärangehörigen und 1.144 Soldaten aus anderen Nato-Ländern. Hunderttausende von Afghanen und Zehntausende von Nato-Angehörigen wurden verwundet. Die finanziellen Kosten allein für die Vereinigten Staaten werden auf 2 Billionen Dollar geschätzt, die durch Schulden finanziert werden, die weitere 6,5 Billionen Dollar allein an Zinszahlungen kosten werden.“

https://www.wsws.org/de/articles/2021/08/16/per1-a16.html

 

Drama bei den Olympischen Spielen in Tokio:

„Annika Schleu in Tränen aufgelöst, ihr Pferd Saint Boy will nicht auf den Parcours. Der Ritt wird dann für Pferd und Reiterin zur Tortur. Der Medaillentraum der bis dahin Führenden platzt.“

Mensch sehe sich bitte das Video im Link an:

https://tokio.sportschau.de/tokio2020/videos_audios/Moderner-Fuenfkampf-Drama-um-Annika-Schleu-beim-Springreiten,olympia10264.html

 

Von den Absurditäten des „Modernen Fünfkampfs“ und den hasserfüllten Kommentaren der Gutmenschen abgesehen, bleibt nur eine Konsequenz: wenn Menschen laufen, hüpfen, Kunststücke zeigen oder sonst was wollen, dann mögen sie dies tun. Mögen dabei aber bitte die Tiere in Ruhe lassen.

Keine Tiere zu sportlichen oder kommerziellen Zwecken missbrauchen!

 

 

https://www.youtube.com/watch?v=ip_rPOgsBAw&t=0s

 

Mit dem Verbot der „Querdenken“-Demo am 01.08.2021 in Berlin und vor allem der juristischen Bestätigung ist der letzte Funke Hoffnung in den Rechtsstaat zerstoben.

Dies ist jetzt allen kritischen Bürgern bewusst.

Das dezentrale „gemütliche Beisammensein“ zig-Tausender Menschen am Verbotstag zeigt allerdings, dass es in Zukunft immer mehr kleinere, unabhängigere Aktionen geben wird.

 

In der neuen Ausgabe von „Wohlstand für Alle - Literatur“ sprechen Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt über das Buch „Timm Thaler oder das verkaufte Lachen“ von James Krüss:

„1962 erschien der Roman „Timm Thaler oder: Das verkaufte Lachen“. Für James Krüss war es der Durchbruch. Weihnachten 1979 veröffentlichte das ZDF eine gleichnamige Mini-Serie mit Thomas Ohrner in der Titelrolle, die bis heute Kultstatus genießt.

Sowohl das Buch als auch der Film erzählen nicht bloß von einem Jungen, der durch einen tragischen Unfall plötzlich sehr allein in der Welt ist und einen Pakt mit dem Teufel eingeht, sondern beide Werke handeln auch vom Kapitalismus. Allegorisch werden Profitmechanismen offengelegt sowie die Kapitalkonzentration und die Tendenz zum Monopolkapitalismus beschrieben.

„Timm Thaler“ ist dabei, anders als etwa Roald Dahls Kinderbuch „Charlie und die Schokoladenfabrik“, dezidiert kapitalismuskritisch angelegt und redlich bemüht, die Komplexität des Wirtschaftssystems verständlich zu machen. James Krüss hatte für seine Geschichte ein berühmtes Vorbild, dessen Lektüre ebenfalls lohnenswert ist: „Peter Schlehmils wundersame Geschichte“ von Adelbert von Chamisso. Im Mittelpunkt des Kunstmärchens steht ein junger Mann, der seinen Schatten an einen Fremden verkauft und somit zum Ausgestoßenen wird. Auch Chamissos Werk zeugt bereits von einer frühen Globalisierung, wenngleich wir heute alle Sieben-Meilen-Stiefel zu tragen scheinen.“

 

https://www.youtube.com/watch?v=7Ln-NVRI1v0