Mit dem Regenwurm ist es so eine Sache. Meist nimmt ihn keiner wahr und ernst nehmen tut ihn kaum jemand. Und doch: meist ist er da und oft auch wichtig. Ein eigenes Leben hat er allemal, wenn auch überwiegend unter der Erde - da wühlt und gräbt er sich durch alles durch und kommt mit allem in Kontakt, was es da so gibt im Wurzelbereich und drunterhinaus. Was dahin gerät - und das meiste kommt früher oder später mal da an - betrifft ihn und seine Freunde. Ab und zu kommt Rupert (so der Name des Regenwurms) an die Erdoberfläche, um zu sehen, was die da oben schon wieder alles treiben. Und gibt Kunde davon seinen staunenden Kumpels im Erdreich und jenen über der Erde, die sich für ihn interessieren.

Eine Situation, die wohl jeder kennt: Mensch denkt, er sei im Recht und die Führung des Unternehmens redet und macht Blödsinn.

Im Falle des Hans-Georg Maaßen war das so. Mit der Deckung seiner unmittelbaren Vorgesetzten im Bundesinnenministerium hat er das über die Unternehmens-Führung, vor allem der Bundeskanzlerin Angela Merkel verbreitet, was zu einer ernsten Regierungskrise geführt hat.

Kaum war die erste Aufregung vorbei, machte er noch einmal deutlich, dass die eigene Regierung lügt.

Hans-Georg Maaßen hat schon einiges an Unfug verzapft, aber da hat er mal Recht.

Nichtsdestotrotz gibt es auf der Welt keinen Arbeitgeber, der es sich auf die Dauer gefallen lassen kann, von seinen eigenen Mitarbeitern bloßgestellt zu werden. Hans-Georg Maaßen sei der „einstweilige“ Ruhestand gegönnt.

Jair Messias Bolsonaro wurde zum neuen brasilianischen Staatspräsidenten gewählt. Der Messias scheint dermaßen daneben zu sein, dass sich automatisch die Frage stellt, warum er gewählt wurde.

Die Antwort ist einfach: gemäßigte Linke und gemäßigte Rechte sind nicht glaubwürdig, haben an der Regierung keine gute Figur gemacht, so dass die hinter dem Messias stehenden Kräfte lieber gleich einen radikalen Rechten an die Spitze brachten, um ihre Interessen durchzusetzen.

Gleichzeitig wurde mit des Messias‘ Wahl deutlich, dass weltweit die gemäßigten religiösen Kräfte im Niedergang begriffen und die Fundamentalisten auf dem Vormarsch sind.

Weitere Länder werden folgen.

Es konnte nicht mehr länger geleugnet werden und die saudi-arabische Regierung musste zugeben, dass Jamal Khashoggi in ihrem Konsulat in Istanbul ermordet wurde.

Abenteuerlich wird das Ganze dadurch, dass er zerstückelt und in Teilen aus dem Konsulat gebracht worden sein soll.

Dass es sich bei Saudi-Arabien um einen Schurkenstaat handelt, hatte der Wurm bereits mehrfach dargelegt, unter anderem in http://www.ansichten-eines-regenwurms.de/222-1000-peitschenhiebe.html .Ebenso, dass es sich bei jenen Staaten, die vorgeben, um die Menschenrechte besorgt zu sein und gleichzeitig Freunde Saudi-Arabiens sind, um Heuchler handelt.

Dass sich die deutsche Politik einen Dreck um Gesundheit und Wohlergehen ihrer Bürger interessiert, ist beim „Diesel-Kompromiss“ vor zwei Wochen wg. Stickoxiden klar geworden.

Dass sie auch noch Heuchelei betreibt wg. Klimaschutz, sollte auch schon vorher klar gewesen sein. Letzte Woche platzte dann auch noch der Rest-EU der Kragen und verpasste der deutschen Regierung eine schallende Ohrfeige, indem sie deren Weigerung, die Kohlendioxid-Ausstöße zu verringern, nicht mehr mitmachte.

 

 

Seinen Namen kennen nicht viele, aber die Art seiner Werke kennen alle: Victor Vasarely. Eine sehr schöne Ausstellung über ihn hat gerade in Frankfurt begonnen. Die hier gezeigten Bilder stammen aus dieser Ausstellung und wurden von den Ausstellungs-Machern dankenswerterweise dem Wurm zur Verfügung gestellt.