Jeder, der nicht zur Gänze der westlichen Propaganda hörig ist, konnte es wissen und wusste es: der ukrainische Staat begeht Kriegs-Verbrechen.

Das tut im Übrigen jeder an einem Krieg beteiligte Staat – nur bei der Ukraine wurde es medial so hingestellt, als ob es sich um ein unschuldiges Opfer handle und es dort nur edle Menschen gäbe, die nur edle Taten begehen würden.

Ein Bericht von Amnesty International hat dem ein Ende gemacht: es wurden zwar nur die „geringeren“ Kriegsverbrechen der Ukraine geschildert (da gäbe es sehr viel Derberes zu berichten) – aber das hat schon gereicht, Zweifel an der Ukraine zu säen.

 

Clara Weiss: „Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International veröffentlichte am Donnerstag einen Bericht, demzufolge „ukrainische Streitkräfte die Zivilbevölkerung in Gefahr gebracht haben, indem sie in besiedelten Wohngebieten, u.a. in Schulen und Krankenhäusern, Stützpunkte unterhalten und Waffensysteme eingesetzt haben“.

Die Ergebnisse von Amnesty International decken sich mit früheren Berichten der Vereinten Nationen, die ebenfalls Beweise für den Einsatz von Zivilisten als menschliche Schutzschilde durch das ukrainische Militär enthielten. Diese beiden aktuellen Berichte ergänzen die umfangreich dokumentierten Kriegsverbrechen, die das ukrainische Militär und seine neofaschistischen paramilitärischen Kräfte besonders an russischen Kriegsgefangenen verübt haben.

Der Bericht ist in vorsichtiger Sprache verfasst. Aber er entlarvt auf vernichtende Weise den kriminellen Charakter des imperialistischen Stellvertreterkriegs in der Ukraine, in dem die Zivilbevölkerung nur ein Spielball der imperialistischen Mächte und ihrer Lakaien in der ukrainischen Oligarchie und im Militär ist.

Ein Einwohner der Stadt Bachmut erklärte gegenüber Amnesty International: „Wir dürfen nicht dabei mitreden, was das Militär tut, aber wir zahlen den Preis dafür.“

Der Bericht wurde von Forschern zusammengestellt, die russische Angriffe in den Regionen Charkiw, Donbas und Mikolajiw zwischen April und Juli untersuchten. Die Generalsekretärin von Amnesty International, Agnès Callamard, erklärte dazu: „Wir haben ein Muster dokumentiert: Die ukrainischen Streitkräfte bringen Zivilisten in Gefahr und verstoßen gegen die Gesetze der Kriegsführung, indem sie in dicht besiedelten Gebieten operieren.“

Dieses Muster umfasst die Nutzung von Krankenhäusern als De-facto-Militärbasen, was ein klarer Verstoß gegen das Völkerrecht ist. Amnesty International hat dies für fünf Standorte bestätigt. Im Bericht heißt es: „In zwei Städten lagerten dutzende Soldaten in Krankenhäusern, liefen dort umher und nahmen Mahlzeiten ein. In einer anderen Stadt schossen Soldaten aus der Nähe des Krankenhauses.“

Der Bericht kam auch zu dem Schluss, dass das ukrainische Militär „in Städten und Dörfern in den Regionen Donbas und Mikolajiw routinemäßig Stützpunkte in Schulen errichtet hat“. Die Nutzung von Schulen und Wohngebäuden durch das Militär ist zwar völkerrechtlich nicht völlig verboten, gilt aber nur dann als legitim, wenn die Armee keine anderen Möglichkeiten hat. Darüber hinaus ist das Militär verpflichtet, alles in seiner Macht Stehende zu tun, um zivile Opfer so gering wie möglich zu halten, u.a. durch Evakuierungen und wirkungsvolle Warnungen vor Angriffen, bei denen Zivilisten zu Schaden kommen könnten.

Allerdings fanden die Untersucher Beweise, dass ukrainische Streitkräfte „Angriffe aus den besiedelten Wohngebieten geführt und Stützpunkte in zivilen Gebäuden errichtet hatten“, die in den meisten dokumentierten Fällen kilometerweit von der eigentlichen Front entfernt waren. Laut Amnesty gab es „praktikable Alternativen... die die Zivilbevölkerung nicht gefährdet hätten“. Zudem war der Organisation „nicht bekannt“, dass die Streitkräfte Zivilisten zur Evakuierung benachbarter Gebäude aufgefordert oder sie dabei unterstützt hätten. Das bedeutet, sie haben es unterlassen, alle notwendigen Vorsichtsmaßnahmen zum Schutz der Zivilbevölkerung zu treffen.

In dem Bericht heißt es: „Forscher von Amnesty International fanden an 22 der 29 besuchten Schulen Soldaten vor, die das Gelände für sich nutzten, oder Beweise für aktuelle oder frühere militärische Aktivitäten. Dazu gehören Militärkleidung, Munitionsreste, Militärrationen und Militärfahrzeuge.“

Weiter heißt es: „In einer Stadt östlich von Odessa erlebte Amnesty International, dass ukrainische Soldaten in großem Umfang zivile Bereiche als Unterkünfte von Soldaten und als Sammelräume benutzten. Unter anderem wurden Panzerfahrzeuge in reinen Wohngebieten unter Bäumen abgestellt und zwei Schulen in dicht besiedelten Wohngebieten benutzt. Bei russischen Angriffen in der Nähe der Schulen wurden zwischen April und Ende Juni mehrere Zivilisten getötet und verwundet, darunter am 28. Juni ein Kind und eine ältere Frau, die bei einem Raketenangriff auf ihr Haus getötet wurden.“

Die Reaktion der ukrainischen Regierung auf den Bericht war geradezu hysterisch. Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte in einer Rede an die Nation, der Bericht verwandle das „Opfer“ in den „Aggressor“. Außenminister Dmytro Kuleba wetterte auf Twitter, der Bericht „verzerrt die Realität, stellt den Aggressor und das Opfer zu Unrecht auf die gleiche moralische Stufe und stärkt Russlands Desinformationskampagne“.

Tatsächlich hat Amnesty International Russlands Invasion der Ukraine in dem Bericht verurteilt, jedoch darauf beharrt, dass dies „nicht bedeutet, dass sich das ukrainische Militär nicht an das humanitäre Völkerrecht halten muss“. Der Bericht betont auch, dass die Verstöße des ukrainischen Militärs gegen das Völkerrecht „in keiner Weise Russlands blindwütige Angriffe rechtfertigen“.

Es sollte außerdem erwähnt werden, dass sich die große Mehrheit der bisherigen Berichte der Organisation über den Krieg fast ausschließlich auf die Kriegsverbrechen Russlands konzentriert hat und dass Amnesty International alles andere als ein unparteiischer Beobachter ist. Ihre berüchtigtste Entscheidung war, den rechten russischen Putin-Kritiker und bekennenden Rassisten Alexei Nawalny erneut als „politischen Häftling“ einzustufen, nachdem sie letztes Jahr unter immensen politischen Druck geraten war.

Bezeichnenderweise lehnte die ukrainische Geschäftsstelle der Organisation die Veröffentlichung des Berichts vehement ab. Ihre Leiterin, Oksana Pokaltschuk, erklärte: „Wir haben getan, was wir konnten, um die Veröffentlichung dieses Berichts zu verhindern.“

Dass Amnesty International den Bericht trotz schwerwiegender interner Meinungsverschiedenheiten und immensen politischen Drucks veröffentlicht hat, verdeutlicht die Tatsache, dass die tatsächliche Situation in der Ukraine noch weitaus beunruhigender ist, als es der Bericht vermuten lässt. Ebenfalls erwähnenswert ist, dass der Spiegel, der eine wichtige Rolle in der antirussischen Kriegspropaganda in Europa gespielt hat, am Freitag recht widerwillig zugab, dass seine eigenen Reporter zu ähnlichen Ergebnissen wie Amnesty International gekommen waren. Weiter erklärte er, das Verhalten des ukrainischen Militärs werfe „berechtigte Fragen auf“.

Die hysterische Reaktion der ukrainischen Regierung deutet auf die extreme Nervosität der ukrainischen Oligarchie und ihrer imperialistischen Hintermänner hinsichtlich der politischen Implikationen des Berichts hin. Die Zeugenaussagen von ukrainischen Zivilisten weisen darauf hin, dass im Land große Wut über das Verhalten des Militärs herrscht und der Widerstand gegen den Krieg auch in der Ukraine wächst.

Vor allem entlarvt der Bericht den kriminellen Charakter des Kriegs und versetzt der unablässigen Kriegspropaganda der Medien einen schweren Schlag.

Die Arbeiterklasse in Europa und den USA wird tagein, tagaus mit Meldungen über angebliche russische Kriegsverbrechen bombardiert, während neofaschistische Paramilitärs wie das Asow-Bataillon von Associated Press und der New York Times für ihre „Tapferkeit“ gelobt werden. Das gesamte Kartenhaus dieser imperialistischen Kriegspropaganda basiert auf der Lüge, Russland habe die Ukraine völlig grundlos überfallen, weshalb Moskau für alle Toten und Zerstörungen verantwortlich sei.

Der Bericht von Amnesty International lässt jedoch keinen Zweifel daran, dass – unabhängig von den Kriegsverbrechen, welche die russische Armee fraglos begangen hat – ein erheblicher Teil der mittlerweile über 5.000 zivilen Todesopfer und 7.000 Verwundeten auf das Vorgehen des ukrainischen Militärs zurückgeht.

Zudem muss sich jeder Leser des Berichtes fragen, warum das ukrainische Militär so vorgeht. Wenn irgendetwas Wahres an der Behauptung wäre, in diesem Krieg gehe es um die Verteidigung der „Demokratie“ und der „Rechte“ der ukrainischen Bevölkerung, dürfte ein solches Verhalten entweder nicht möglich sein oder müsste sofort von der ukrainischen Regierung und dem Generalstab verurteilt werden.

In Wirklichkeit sind den USA – die diesen Krieg absichtlich provoziert haben, nachdem sie bereits ein halbes Dutzend Gesellschaften im Nahen Osten und Nordafrika zerstört haben – und der ukrainischen Oligarchie die Millionen zerstörten Leben und die tausenden Toten völlig egal.

Der ukrainische Verteidigungsminister Oleksi Resnikow bezeichnete sein Land vor kurzem in einem seltenen Moment der Wahrheit als „Testgelände“ für westliche Waffenhersteller. Diese haben zweistellige Milliardenprofite an den Nato-Waffenlieferungen an das ukrainische Militär eingefahren.

Das tatsächliche Ziel des von der Nato vorsätzlich provozierten Kriegs ist es, Russland auszubluten. Die Strategie sieht vor, die Ukraine mit hochmodernen Raketen und Waffen zu überschwemmen, um Russland eine militärische Niederlage mit schrecklichen Verlusten beizubringen. Die imperialistischen Mächte hoffen, dass dies eine schwere innenpolitische Krise auslösen werde, die ihre anhaltenden Bestrebungen unterstützt, einen Regimewechsel herbeizuführen.

Aus der Sicht Washingtons und der anderen imperialistischen Mächte ist der Krieg in der Ukraine nur der Startschuss in einem neuen Wettlauf um die Aufspaltung Russlands und Chinas im Rahmen einer Neuaufteilung der Welt. Durch die unablässige antirussische Kriegspropaganda und die Verherrlichung der angeblich heldenhaften Märtyrer der ukrainischen Armee soll die Weltbevölkerung auf einen noch größeren Krieg vorbereitet werden, der zu einer nuklearen Katastrophe führen könnte. Der Bericht von Amnesty International hat dieser bösartigen Propagandakampagne einen schweren Schlag versetzt.“

https://www.wsws.org/de/articles/2022/08/07/dsao-a07.html

 

Nikolai Storoschenko: „Rufen wir uns kurz in Erinnerung, was die Ursache für den Skandal war. Am 4. August wurde auf der Webseite der internationalen Menschenrechtsorganisation Amnesty International ein Bericht veröffentlicht, in dem behauptet wird, dass das Vorgehen der ukrainischen Streitkräfte das Leben von Zivilisten gefährde. Unter anderem ging es um den Einsatz von Waffen in der Nähe von Wohnhäusern, Schulen, Krankenhäusern usw. "Alle Konfliktparteien sollten stets zwischen militärischen und zivilen Objekten unterscheiden und alle möglichen Vorkehrungen treffen, auch bei der Wahl der Waffen, um den Schaden für die Zivilbevölkerung so gering wie möglich zu halten", fordert AI.

Selbstverständlich ist der Bericht für niemanden eine Neuigkeit, der die militärische Operation in der Ukraine mitverfolgt. Die Fotos von ausgebrannten ukrainischen Panzern unter den Gewölben von Hausdurchgängen im Donbass, die zahlreichen Fotos der Stationierung (oder der Lagerung von Waffen) der ukrainischen Streitkräfte in Kindergärten und Schulen – all das haben wir schon oft gesehen. Für das ukrainische Militär ist das Abfeuern von Mörsern aus nächster Nähe zu Wohnhäusern seit 2014 überhaupt keine Sensation mehr.

Der Bericht hat außerdem noch vieles ausgeklammert. Der Beschuss von Donezk durch Kassettenbomben mit PFM-Minen ("Lepestok"), der Beschuss derselben Stadt durch Totschka-U-Raketen, Videos von Hinrichtungen und Folterungen von Gefangenen, der Beschuss von Saporoschje und Dörfern an der Grenze zur Ukraine auf russischem Gebiet. Mit anderen Worten: Der Bericht hätte viel schärfer ausfallen können. Aber angesichts der Tatsache, dass AI in der Vergangenheit wiederholt und auf der Seite der Ukraine mitspielte (z. B. bei der Medienberichterstattung über die Situation rund um das Schauspielhaus in Mariupol), sollte man sich dafür dankbar zeigen …

Es ist kaum möglich, die Verärgerung der ukrainischen Behörden auf einen einzigen Grund zu reduzieren oder gar einen Hauptgrund zu benennen. Vielmehr gibt es mehrere Gründe, die sich gegenseitig verstärken.

Zunächst einmal ist der Skandal identisch mit demjenigen in Syrien vor fünf Jahren. Amnesty International beschuldigte damals die antirussische Koalition unter Führung der USA, "nicht die notwendigen Maßnahmen zum Schutz der Zivilbevölkerung ergriffen" und 774 Zivilisten in Syrien und im Irak getötet zu haben. Daraufhin begannen die USA, wie heute die Ukraine, Vorwürfe zu manchen, AI würde falsche Informationen verwenden, auf denen die Schlussfolgerungen des Berichts beruhten. Die Ukrainer verhalten sich also genau wie ihre Kuratoren. Offenbar in der Hoffnung, dass der Krieg und die hohe Patronage dazu beisteuern, dass alles vergessen wird.

Der zweite Grund einer solch harschen Reaktion ist wohl die Furcht der ukrainischen Behördenleitung, ihren allgemein anerkannten Status als Opfer zu verlieren. Dieser Status garantiert der ukrainischen Regierung heute nicht nur vieles, sondern gleich alles. "Heute unternimmt Russland alle Anstrengungen, um die ukrainischen Streitkräfte (AFU) in den Augen der westlichen Gesellschaften zu diskreditieren und Waffenlieferungen zu unterbinden, indem es sein gesamtes Netzwerk von Einflussagenten einsetzt", schrieb Michail Podoljak, Berater des ukrainischen Präsidenten.

In dieser Publikation verweist er auf eine ganz andere Geschichte – die angeblichen Gerüchte über den Verkauf von Waffen auf dem Schwarzmarkt, die von den USA an die Ukraine geliefert werden. Die Kongressabgeordnete Victoria Spartz versucht tatkräftig, dieses Thema zu erforschen. Der Fernsehsender CBS News meldete sogar, dass nicht mehr als 40 Prozent dieser Lieferungen an die Front gelangen. Verständlicherweise ist die ukrainische Führung an derartigen Untersuchungen überhaupt nicht interessiert, denn das könnte die Lieferung von Waffen gefährden. Und der Amnesty-Bericht ist ein zusätzliches Argument dafür, die Intensität und Qualität der Lieferungen zu verringern.

Doch es geht nicht nur um Waffen. Solange in der Wahrnehmung des Westens ein Konsens darüber besteht, die Ukraine sei eindeutig die geschädigte Partei, wird ihr vieles verziehen. Die westlichen Politiker verschließen einfach die Augen vor vielen Problemen und Unannehmlichkeiten.

Wenn Russland beispielsweise der Angreifer sei, warum suchen viele Ukrainer dort dann Zuflucht? Gemäß den neuesten Daten gibt es bereits 3,2 Millionen solcher Menschen, und nur die Hälfte von ihnen war in den Regionen Donezk und Lugansk ansässig.

Weshalb weigert sich die Ukraine, diejenigen Gebiete, die sie lautstark als ihr Eigentum bezeichnet, mit Lebensmitteln zu versorgen? Warum stoppt man die Zahlung von Gehältern, Renten und Sozialleistungen, friert die Infrastruktur ein und bereitet sich nicht auf die Heizperiode vor?

Welches Recht nimmt Kiew zur Rechtfertigung seines systematischen Terrors gegen die Bevölkerung in unkontrollierten Gebieten in Anspruch? Warum erlaubt es sich den Ärzten und Lehrern zu drohen, nur weil diese ihre Aufgaben erfüllen?

Die Gefahr des Amnesty-Berichts für die ukrainische Führung liegt nicht so sehr in den darin dargelegten Fakten und Beweisen. Die Hauptsache liegt darin, dass all diese Fakten zusammengenommen zu einer offensichtlichen Schlussfolgerung führen: Bei der Durchführung von Feindseligkeiten hat die Ukraine längst alle denkbaren moralischen Gesetze und Grenzen überschritten. Und jeden Tag wird es schwieriger, dies zu leugnen, selbst für diejenigen, die von Anfang an ihre Unterstützung zusprechen. Und diese Opfer-Bezeichnung nicht mehr tragend, riskiert die Ukraine nicht nur den Verlust von Waffenlieferungen, sondern auch den Verlust der allgemeinen Anerkennung als solches. Sie würde ganz oder zumindest weitgehend ihre finanzielle Unterstützung verlieren.

Ganz zu schweigen davon, dass es gegenüber Russland allein dastehen würde. Denn eine Sache ist es, der hilfsbedürftigen Ukraine die Hand zu reichen und die Leiden in die Welt zu schreien. Und eine ganz andere Sache ist es, über die Beihilfe zum Mord an der Zivilbevölkerung zu sprechen, über Verletzung von Gesetzen des Krieges und anderen Dingen. Dies gilt umso mehr, weil nicht das russische Verteidigungsministerium oder RT das zur öffentlichen Kenntnis bringen, sondern eine westliche Menschenrechtsorganisation mit einer langen Geschichte."

https://test.rtde.tech/meinung/146135-amnesty-bericht-entreisst-ukraine-maske/

 

Jens Berger: „Gegen den massiven Widerstand ihrer eigenen ukrainischen Sektion hat die internationale NGO Amnesty International am letzten Donnerstag einen Bericht zu ukrainischen Kriegsverbrechen publiziert. Die Reaktionen darauf kann man nur als pure Hysterie bezeichnen. Die Autorin des Berichts steht mittlerweile als Feindin der Ukraine auf einer schwarzen Liste, während die Chefin der ukrainischen AI-Sektion aus Protest ihren Rücktritt einreichte. Es kann offenbar nicht sein, was nicht sein darf. Der Ukraine-Krieg ist eine schwere Zerreißprobe für westlich orientierte NGOs.

Dass auch die ukrainische Seite Kriegsverbrechen begeht, mag für Menschen, die sich ausschließlich über westliche Medien informieren, vielleicht überraschend sein. Dabei gibt es sowohl von pro-russischer Seite als auch in den wenigen um Neutralität bemühten Medien – wie beispielsweise der Nachrichtenplattform Al Jazeera – immer wieder Meldungen über Kriegsverbrechen ukrainischer Militärs gegenüber russischen Kriegsgefangenen und auch die ukrainische Praxis, Krankenhäuser, Schulen und zivile Wohngebäude als Unterstand und Basis für aktive Kampfhandlungen zu benutzen, ist eigentlich gut dokumentiert. C’est la Guerre; so ist der Krieg. In der Praxis hat das Abschlachten von Menschen nun einmal nicht viel mit der regelbasierten Theorie zu tun. Und das gilt für alle Seiten.

Dies ist eigentlich eine Binse. Doch diese Binse passt nun einmal nicht in die westliche „Erzählung“ von einer als Bastion hoher westlicher Werte stilisierten Ukraine, die sich gegen die „barbarischen Horden Putins“ verteidigt. In dieser Erzählung bombardieren die Russen aus reiner Boshaftigkeit und Niedertracht Krankenhäuser, Schulen und Wohngebäude. Hier der barbarische Täter, dort das hochmoralische, integre Opfer. Diese Erzählung gerät jedoch ins Wanken, wenn ihr nun mit Amnesty International eine westliche NGO, die sonst als Kronzeuge für westliche Erzählungen gebucht ist, im Kern widerspricht. Denn wenn das ukrainische Militär Krankenhäuser, Schulen und zivile Wohngebäude entgegen dem Kriegsvölkerrecht als Stellungen für ihre Kampfhandlungen nutzt, provoziert man natürlich deren Beschuss durch die russische Seite. Und dies ist keine militärstrategische Frage, sondern Teil des Propaganda-Kriegs, der dazu dient, den Westen und seine Bevölkerung immer tiefer in diesen Krieg hineinzuziehen. So verging auch in den letzten Monaten keine Woche ohne eine Meldung in der Tagesschau, dass Russland ein bestimmtes Krankenhaus, eine Schule oder dieses oder jenes Wohngebiet völkerrechtswidrig unter Beschuss genommen habe. Für die Strategen des Westens ist es daher höchst gefährlich, wenn diese Erzählung kippt. Der böse Russe, der gute Ukrainer.

Nur so ist die blanke Hysterie zu verstehen, mit der vor allem ukrainische Offizielle auf den AI-Bericht reagiert haben. Präsident Selenskyj sprach von „Opfer-Täter-Umkehr“, sein Außenminister Kuleba von „russischer Desinformation“ und ein Berater des Präsidenten unterstellte AI gar, ein Propagandainstrument des Kremls zu sein. Auf einer Website, die von einem hochrangigen Mitarbeiter des ukrainischen Außenministeriums betrieben wird und die eine umfangreiche schwarze Liste mit vermeintlichen Kriegsverbrechern führt, ist nun auch der Name von Donatella Rovera aufgeführt, der AI-Mitarbeiterin, die den Ukraine-Bericht erstellt hat. Sie soll russische Propaganda verbreitet, das Recht der Ukraine auf Selbstverteidigung geleugnet und sich so an einem humanitären Verbrechen gegen die Ukraine beteiligt haben. Starker Tobak. Die Chefin der ukrainischen AI-Sektion, die zuvor schriftlich festgestellt hatte, ihre Sektion hätte „alles getan, um die Veröffentlichung dieses Berichts zu verhindern“, ist mittlerweile zurückgetreten. Das Einstehen für Menschenrechte ist offenbar nur dann integer, wenn es einseitig im Interesse des Westens geschieht.

Dabei ist es grotesk, ausgerechnet Amnesty International vorzuwerfen, man sei auf Seiten Russlands. Das Gegenteil ist der Fall. Dieser Bericht ist der erste, der ausnahmsweise auch einmal die Kriegsverbrechen der Ukraine behandelt. Zu den Tötungen und Folterungen russischer Kriegsgefangener hat sich AI beispielsweise bis heute nicht geäußert. Selbst Rovera gibt zu ihrer Verteidigung zu Protokoll, dass sie zuvor „dutzende Berichte über russische Kriegsverbrechen“ erstellt habe, und wundert sich nun über diesen „ziemlich außerordentlichen Akt von Selbst-Zensur“. Das ist freilich schon sehr naiv und zeigt, dass sie die Funktion von Amnesty International für die westliche Propaganda nicht wahrnehmen will oder nicht wahrnehmen kann.

NGOs wie Amnesty International leben von ihren Unterstützern und Spendern. Wer AI fördert, ist meist ein überzeugter Anhänger der Überlegenheit wertewestlicher Vorstellungen. Er will nichts über Kriegsverbrechen und Menschenrechtsverletzungen des Westens hören, sondern eine NGO unterstützen, die belegt, wie schlimm doch die Gegner des Wertewestens sind. In ihrer Öffentlichkeitsarbeit leben NGOs wie Amnesty International davon, dass sie von den westlichen Medien als „neutral“ dargestellt werden können. Natürlich sind sie das nicht. Wenn nun eine als „neutral“ geltende NGO die westlichen Erzählungen untergräbt, ist dies ein GAU. Wenn interne Konflikte bei Amnesty International nahelegen, dass die Organisation sich selbst gar nicht als „neutral“ begreift und sich nur allzu bereitwillig vor den ukrainischen Propaganda-Karren spannen lässt, wäre dies sogar ein Super-GAU.

Im Westen wird man diese Posse daher mit großer Sorge betrachten. Ein abweichender AI-Bericht könnte immer noch verschwiegen, relativiert und im Zweifel als „Beleg“ für Amnesty Internationals „Neutralität“ ins Feld geführt werden. Der hysterische Feldzug der Ukraine gegen Amnesty erschwert dies jedoch. So wird es für den Westen immer schwerer, die eigene Propaganda in Einklang mit den schrillen Tönen aus Kiew zu bringen. Die Bastion hoher westlicher Werte geriete – für diejenigen, die diese Erzählung immer noch glauben – so langsam ins Wanken. Und das ist gut so."

https://www.nachdenkseiten.de/?p=86672

 

Fazit

 

Aus einem früheren Bericht des Wurms zur „Brutkasten-Lüge“:

„Die Darstellung der Jugendlichen hatte eine durchschlagende Wirkung auf die amerikanische Irak-Politik. Präsident Bush erwähnte die Geschichte in wenigen Wochen mindestens zehnmal. Amnesty International veröffentlichte am 19. Dezember 1990, über drei Monate nach dem Auftritt des Mädchens, einen 84-seitigen Bericht über Menschenrechtsverletzungen in Kuwait, der die Brutkastenlüge enthielt. Sie wurde auch noch am 8. Januar 1991 von einem führenden Amnesty-International-Mitarbeiter vor dem Komitee für auswärtige Angelegenheiten wiederholt. Der US-Senat stimmte schließlich am 12. Januar 1991 mit 52:47 Stimmen für eine Intervention im Zweiten Golfkrieg. Das Repräsentantenhaus stimmte mit 250:183 Stimmen für den Krieg.“

https://de.wikipedia.org/wiki/Brutkastenl%C3%BCge

http://www.ansichten-eines-regenwurms.de/190-die-luege-aller-luegen.html

 

Amnesty International ist auf der Seite der westlichen Kriegs-Verbrecher und aufgrund seines guten Rufes ein unverzichtbarer Bestandteil des politisch-medialen Komplexes.

Wenn jetzt leise Kritik an der Ukraine anklingt, kann mensch davon ausgehen, dass dies im Auftrag oder zumindest nach Rücksprache geschehen ist.

Offensichtlich gibt es Tendenzen in der westlichen Welt, die Ukraine oder zumindest deren aktuelle politische Führung fallen zu lassen. Der Bericht von Amnesty International ist dafür ein wesentlicher Schritt, die öffentliche Meinung darauf vorzubereiten.

Es mehren sich die Anzeichen in diese Richtung. Aus einem früheren Beitrag des Wurms:

„Die Abberufung des ukrainischen Botschafters ist für den Wurm ein deutliches Indiz dafür, dass es in der deutschen Elite zwei unterschiedliche Meinungen gibt: ob Andrij Melnyk „weg“ soll oder nicht oder gar, ob die ukrainische Niederlage gegen Russland als sicher angesehen wird oder nicht und Deutschland den „Rückzug“ vorbereiten soll oder nicht.“

http://www.ansichten-eines-regenwurms.de/554-beleidigbar.html

 

 

Ich bin Philanthrop, Demokrat und Atheist. Rupert Regenwurm

 

 

Das Böse verlachen

- Satire, Realsatire, ernst Gemeintes -

 

Lindner Late Night | An der Spitze ist es einsam | Strippenzieher

https://test.rtde.tech/programme/strippenzieher/145292-lindner-late-night-an-spitze/

 

Der Geisterfahrer

https://www.youtube.com/watch?v=XFNX7WQQoPs

 

Heißer Protest-Herbst

https://www.youtube.com/watch?v=0YbLDCgB8Q4

 

Lauterbach und Baerbock: Vierfach

https://www.youtube.com/watch?v=9IzPPKTkIN8

 

Medizinische Angelegenheiten

https://www.youtube.com/watch?v=dMoAcT7HnEo

 

Lauterbach und Paxlovid

https://www.youtube.com/watch?v=n8hARViDMDc

 

Johannes Kahrs und das Bankschließfach

https://www.youtube.com/watch?v=Q_cV65Ylxzs

 

Joe Bidens Kurzzeitgedächtnis

https://www.youtube.com/watch?v=DwHd0j9MLdY

 

Es soll nicht diskriminierend sein…aber ich bin echt lost ! Kali-Yuga Zeitalter ist angebrochen.

https://www.youtube.com/watch?v=2p5kJZaV8N0

 

Sagt JA zur Veränderung

https://www.youtube.com/watch?v=Cey5bGoE4Tg

 

Impfnebenwirkung? Warum nickt Lauterbach sogar auf Pressekonferenzen und in Fernsehinterview ein?

https://www.youtube.com/watch?v=pTOePYDdevs

 

Sommerpause HÄ? NU! / Steimles Aktuelle Kamera / Ausgabe 73

https://www.youtube.com/watch?v=xzxKor9NeYE

 

HallMack Wut-Winter

https://www.frei3.de/post/93ad3fa6-554a-444e-aca6-7c8e83710783

 

HallMack Aktuelle Kamera

https://www.frei3.de/post/d6ae0e84-f539-4329-b064-e6e2c854b2be