https://www.youtube.com/watch?v=witwLcN19sc

 

 

https://www.youtube.com/watch?v=9WbQzaH3Voo

 

https://www.frei3.de/post/77ace518-24e6-4ed6-b608-487a45c330c2

 

Der Oligarch Elon Musk übernimmt das Portal „Twitter“. Es bleibt abzuwarten, wie es damit weiter geht – schlimmer als bisher in Sachen Meinungsfreiheit wird es wohl nicht werden.

„Ich bin zwar anderer Meinung als Sie, aber ich würde mein Leben dafür geben, daß Sie Ihre Meinung frei aussprechen dürfen.“

Wer dem Philosophen Voltaire darin zustimmt, wird sich schwer tun, Gleichgesinnte zu finden. Und wird bitter enttäuscht sein, dass diese Meinung unter Linken immer weniger wird.

Diese werden mehr und mehr von Pseudo-Linken zurückgedrängt, die mit ursprünglich linken Positionen nun wahrlich nichts zu tun haben und stattdessen mit großem Geschrei ihre Meinungs-Diktatur aufgebaut haben.

Dass idealistische Personen mit großem Einfluss der geistigen Freiheit der Menschen helfen, ist nichts Neues (siehe auch http://www.ansichten-eines-regenwurms.de/524-perfektion-in-person.html ) - aber dass derzeit die Hoffnungen fast ausschließlich ausgerechnet auf Oligarchen beruhen, ist schon merkwürdig. Derzeit gibt es kaum gesellschaftlich relevante Kräfte, die den Pseudo-Linken die Stirn bieten könnten.

 

Blick in die nahe Vergangenheit

 

Aus einem früheren Beitrag des Wurms aus dem Oktober 2020: „Demokratie und Meinungsfreiheit – es gibt also doch noch Menschen, die sich dafür einsetzen. Auch der Wurm wehrt sich vehement gegen Spinner aus vor allem dem Bereich der Pseudo-Linken und der Gutmenschen, die sich und nur sich im Besitz der alleinigen Wahrheit sehen. Alles andere muss aus deren Sicht zerstört werden.

Alleine in diesem Jahr beschäftigte sich der Wurm in folgenden Beiträgen mit der Thematik: http://www.ansichten-eines-regenwurms.de/431-polanski.html , http://www.ansichten-eines-regenwurms.de/445-bildersturm.html , http://www.ansichten-eines-regenwurms.de/447-nur-eine-meinung-ist-ok.html

Ein großer Dank geht an Gunnar Kaiser und Milosz Matuschek, den Initiatoren des „Appell für freie Debattenräume“.

http://www.ansichten-eines-regenwurms.de/461-entweder-man-redet-ueber-die-meinungsfreiheit-oder-man-hat-sie.html

 

Januar 2021: „Deutlicher lässt es sich kaum ausdrücken: die großen US-Firmen aus dem Silicon Valley, die wahrscheinlich alle mit Geldern des US-Militärs in ihrer Gründungs-Phase unterstützt (siehe auch http://www.ansichten-eines-regenwurms.de/197-igod.html ) und mit großem Enthusiasmus voran getrieben wurden, zeigen jetzt ihr wahres Gesicht: von „sei nicht bösartig“ zu „tue das Richtige“.

Wobei das „Richtige" durchaus „evil“ sein kann.

Dadurch, dass einem amtierenden Präsidenten der USA, dem angeblich „mächtigsten Mann der Welt“, von einem Moment auf den anderen die wichtigsten sozialen Kanäle gesperrt wurden, zeigen sie, wer die wahren Herren der Welt sind.

Wer nicht selbst das „Richtige“ tut, dem werden jetzt und in Zukunft die sozialen Kanäle zur Gänze abgedreht. Zumindest in Deutschland sind die interessantesten Betreiber von der üblichen Kommunikation abgeschnitten, siehe http://www.ansichten-eines-regenwurms.de/464-realitaets-verweigerer.html

„Für Nawalny ist der Beschluss von Twitter, Trumps Account stillzulegen, "ein inakzeptabler Akt der Zensur". Er sprach von einem "Präzedenzfall", der von den "Feinden der Redefreiheit" ausgenutzt werde.

Der von vielen Medien als "Putins schärfster Kritiker" auserkorene Oppositionelle wies auch darauf hin, dass die Twitter-Löschung nicht im demokratischen Prozess gewählte, sondern unbekannte Personen tätigten. "Die Verbannung von Twitter ist eine Entscheidung von Menschen, die wir nicht kennen, als Ergebnis eines Prozesses, den wir nicht kennen", schrieb er.

Die Begründung, Trump habe gegen die Twitter-Regeln verstoßen, ließ Nawalny nicht gelten. Er schrieb:

"Erzählt mir nicht, er wurde verbannt, weil er gegen Twitter-Regeln verstoßen habe. Ich bekomme hier seit vielen Jahren jeden Tag Todesdrohungen, und Twitter verbannt niemanden (nicht dass ich darum bitten würde)." …

Am Ende seiner langen Twitter-Passage machte Nawalny mehr als deutlich, dass die derzeitige Entwicklung im Umgang mit politischen Gegnern im wichtigsten "Vorposten der Demokratie" USA ihn und seine Bewegung gefährde. Die Schuld dafür sieht er allerdings nicht in den USA, sondern bei autoritären Herrschern und "Feinden der Redefreiheit", die den Fall ausnutzen würden:

"Dieser Präzedenzfall wird ausgenutzt werden von den Feinden der Redefreiheit rund um die Welt. Auch in Russland. Immer, wenn sie jemanden zum Schweigen bringen wollen, werden sie sagen: 'Das ist einfach nur übliche Praxis, selbst Trump wurde von Twitter blockiert'."“

https://de.rt.com/europa/111641-nawalny-sieht-sich-als-moglichen/

Boris Reitschuster: „Was da vor unseren Augen geschieht, ist epochal. Die Zensur in den sozialen Netzwerken ist leider nicht neu. Auch der Staat hat sie dazu gedrängt. Mit dem Einzug des greisen Joe Biden ins Weiße Haus scheinen nun aber buchstäblich alle Hemmungen zu fallen. Hand in Hand mit der Politik regieren die Netzwerke jetzt durch gegen Meinungsfreiheit und Pluralismus. Wer in dieser unheimlichen, verhängnisvollen Allianz wen antreibt, ist schwer zu sagen, aber auch eher zweitrangig. Die Mischung ist hochexplosiv und Gift für jedes freiheitliche System.

Ich muss ganz ehrlich gestehen: Ich habe diese Entwicklung unterschätzt. Ein guter Bekannter, lange Jahre hochrangiger Diplomat und eingefleischter Sozialdemokrat, der die Entwicklungen bei uns so kritisch sieht wie ich, mahnte mich bei vielen Treffen vor den riesigen Gefahren, die durch die Allmacht der Internet-Giganten wie Google, Facebook und Twitter und ihrem Schulterschluss mit den Ideologen an der Macht entstehen. Ich habe das zwar ernst genommen. Aber nicht so ernst, wie es ist. So habe ich etwa meine Cloud, also den Online-Speicher, genutzt, ohne mir größere Gedanken zu machen. Wenn ich nun erlebe, dass ich auf ein Dokument in der Cloud bzw. auf „Google Drive“ nicht mehr zugreifen kann, weil Google entschieden hat, dass es politisch nicht genehm ist, fühle ich mich wie in Orwells 1984.

Der Anwalt Joachim Steinhöfel hat in seiner „Wall of Shame“ die Zensur-Praxis etwa von Facebook dokumentiert. Während einerseits Kommentare schlicht „wegen falscher Meinung“ gelöscht werden, sind hetzerische Gewaltaufrufe für das Netzwerk oft genug „kein Verstoß gegen die Gemeinschaftsstandards“ – wenn sie aus bestimmten Ecken kommen. Insbesondere für antisemitische Gewaltaufrufe scheint das Netzwerk ein Herz zu haben.

Ideologen wie ZDF-Chefredakteur Peter Frey unterstellen Trump einen Staatsstreich. Ich finde: Das, was die Internet-Giganten hier machen, ist weitaus gefährlicher für die Grundlagen der Demokratie und Meinungsfreiheit. Faktisch ist es ein Anschlag auf diese. Man könnte zugespitzt gar von einer Art digitalem Putsch gegen die Meinungsfreiheit sprechen. Es geht inzwischen soweit, dass Google die zensurfreie Twitter- und Facebook-Alternative „Parler“ (bei der ich auch einen Account habe) aus seinem Play-Store entfernt. Die sozialen Netzwerke haben die Maske abgenommen: Die Großen der Branche, die als einzige neben den Drogendealern ihre Kunden „Nutzer“ nennen und Geschäfte mit deren intimsten Daten machen, offenbaren sich jetzt als ideologisch gesteuerte Vormunde eben dieser „Nutzer“.

Ich für meinen Teil will keinen Cloud-Speicher, dessen Betreiber entscheidet, welche Inhalte, die ich dort hochlade, auch politisch genehm sind, und welche ich auch nutzen darf. Ich will keine Video-Plattformen wie YouTube, wo man inzwischen bei umstrittenen Themen jedes Wort auf die Goldwaage legen muss, um nicht gesperrt zu werden (wie es mir bereits passierte und vom Landgericht Berlin als nicht rechtens eingestuft wurde). Ich will keine sozialen Netzwerke, in denen ich Beiträge von meiner Seite wie heute den über Trumps Video nicht mehr einstellen kann, weil eine Sperrung droht. Oder in denen man wie auf Facebook für einen harmlosen Witz gesperrt wird (auch das habe ich erlebt).

Ich bin mir sicher: Längerfristig schneiden sich die Internet-Giganten mit ihrer dreisten Zensur ins eigene Fleisch: Das Primat der Ideologie unterläuft ihr Geschäftsmodell. Wer lässt sich schon gerne freiwillig den Mund verbieten und überwachen? Und genau das wird immer mehr Menschen betreffen. Mein Account bei Parler fristete bisher ein Schattendasein. Jetzt hat er binnen eines Tages fast 2.000 Nutzer. Bei Telegram sind es inzwischen 35.000. Auch bei VK bin ich inzwischen aktiv. Meine Seite lebte am Anfang vor allem von Links auf Facebook und Twitter. Im Dezember kamen gerade noch 19 Prozent der 5,1 Millionen Aufrufe über diese Netzwerke, im Januar bisher nur noch 15 Prozent – bei stark steigender Leserzahl.

Das ist die gute Nachricht: Immer mehr Menschen lassen sich nicht bevormunden und „betreuen“ beim Informieren. Plattformen wie meine sind deshalb auch ohne die sozialen Medien stark aufgestellt. Die schlechte Nachricht: Diese Fluchtbewegungen werden unsere Regierungen zu noch mehr Überwachung veranlassen. Entsprechende Ankündigungen gab es auch schon in Berlin nach den Ereignissen in Washington. Aber auch das wird mittelfristig keinen Erfolg bringen bei der Unterdrückung von Meinungsfreiheit. Die findet immer ihren Weg. So habe ich mir etwa schon letztes Jahr die Adresse reitschuster.info gesichert, um im Zweifelsfall ausweichen zu können von der „.de“-Kennung.

Unsere Regierenden und die großen Konzerne, die im Schulterschluss mit ihnen agieren, erinnern mich etwas an die Sowjetunion. Da dachte man auch, man könne die Probleme lösen, wenn man den Menschen verbietet, über sie zu reden und die entsprechenden Nachrichten unterdrückt. Die Sowjets gingen dabei plump vor. Moderne autoritäre Staaten sind sehr viel effektiver und sanfter. Ein Freund aus dem ehemaligen Jugoslawien sagte mir: „Hätte Stalin das Internet gehabt und Google, er hätte kein GULAG bauen müssen, es wäre sehr viel einfacher gegangen.“

Wir sollten uns zumindest nicht freiwillig einspannen lassen.“

https://reitschuster.de/post/der-digitale-putsch/

http://www.ansichten-eines-regenwurms.de/475-digitale-supermaechte.html

 

Gegenwart

 

Volker Bruch spricht mit Prof. Dr. Michael Meyen über Faktenchecker: „Faktenchecker sind die neue Medienpolizei, die immer dann um sich schießt, wenn doch einmal etwas ans Licht kommt, was der offiziellen Version der Wirklichkeit widerspricht – obwohl die Leitmedien fest im Griff der Politik sind, obwohl der Staat die wichtigsten Quellen finanziert und obwohl man die herrschende Ideologie verinnerlicht haben muss, um in den Redaktionen Karriere zu machen. Faktenchecker versprechen das, wofür einst der Journalismus stand: nichts als die Wahrheit, sauber recherchiert, transparent bis in die letzte Pore. Eine Art Übermedium gewissermaßen, ohne zahlendes Publikum und ohne Werbekunden. Der Geldbedarf und das Label (Fakten! Gecheckt!) haben eine Allianz aus Staaten und Superreichen angelockt, die wissen, dass man nichts ohne öffentliche Legitimation durchsetzen kann, und die deshalb alles tun, um die öffentliche Meinung für sich zu gewinnen. Hinter dem International Fact-Checking Network (IFCN) stand lange vor allem die Stiftung von Ebay-Gründer Pierre Omidyar, die 2020 und 2021 auch das deutsche IFCN-Mitglied Correctiv mit insgesamt knapp einer Million Euro unterstützt hat.

Im Klartext: Faktenchecker sind Propagandamaschinen, die sich als Journalismus verkleiden. Das gilt auch für den Faktenfuchs des Bayerischen Rundfunks oder den Faktenfinder der Tagesschau, die es nur gibt, weil der öffentlich-rechtliche Rundfunk nicht den Pluralismus liefert, für den wir ihn eigentlich bezahlen.“

https://www.allesaufdentisch.tv/faktenchecker.html

 

https://www.youtube.com/watch?v=bJaKy2ZvQGk

 

(siehe auch http://www.ansichten-eines-regenwurms.de/513-alles-auf-den-tisch.html )

 

Wie die Pseudo-Linken so drauf sind, zeigt Boris Reitschuster:

 

https://www.youtube.com/watch?v=TvW3wumm9ZY

 

Leise Hoffnungen für die Zukunft

 

Tobias Riegel: „Elon Musk will Twitter kaufen – angeblich, um die dortige Zensur zu beenden. Das hört sich erstmal gut an: Auch wenn viel Skepsis gegenüber Musks langfristigen Motiven angebracht ist, so kann kurzfristig die Zensur-Situation beim Kurznachrichtendienst nur besser werden. Bedenklich ist, dass solche „Hoffnungen“ heute auf superreichen Individuen liegen, während sich pseudolinke Akteure zu den härtesten Zensoren aufschwingen.

Es läuft aktuell eine Debatte um den Kurznachrichtendienst Twitter, um Zensur und Meinungsfreiheit – und um Elon Musk: Der schwerreiche Unternehmer mit südafrikanischen Wurzeln hat laut Medienberichten vor einigen Tagen angeboten, sämtliche Aktien von Twitter zu übernehmen. Knapp neun Prozent habe er in den vergangenen Wochen bereits erworben, jetzt wolle er insgesamt 43 Milliarden Dollar für das ganze Unternehmen zahlen – laut „FAZ“ ist das ein Drittel mehr als der letzte Börsenkurs. Die Zeitung fragt auch, was „der reichste Mensch der Welt, Gesamtvermögen rund 260 Milliarden Dollar, der einst den Bezahldienst Paypal gründete, dann das Weltraumunternehmen Space X und den Autobauer Tesla groß gemacht hat“, mit einem „kleinen Mittelständler“ wie Twitter wolle.

Hier muss man zustimmen: Twitter ist wohl kein Unternehmen, um damit viel Geld zu verdienen – es ist eher ein Unternehmen, um damit (je nach Lesart) entweder durch selektive Löschungen Propaganda zu betreiben oder den ungehinderten Austausch der Meinungen zu unterstützen.

Elon Musk behauptet von sich, dass er Letzteres stärken möchte, indem er Twitter von den aktuellen Zensur-Praktiken befreit: „Ich glaube, dass es sehr wichtig ist, dass es eine inklusive Arena für freie Meinungsäußerung gibt“, sagte Musk kürzlich laut „Welt“. „Twitter ist ein de facto Marktplatz geworden“, so Musk bei einer Konferenz. Die Menschen müssten „sich frei innerhalb der gesetzlichen Grenzen äußern können“. Er glaube daher, dass der Twitter-Algorithmus öffentlich zugänglich sein müsse, es dürfe keine „Manipulationen hinter den Kulissen – weder durch Algorithmen noch manuell“ – geben. Der Nachrichtendienst sei wichtig für das Funktionieren von Demokratien und die Freiheit vieler Länder. Das Twitter-Management versucht derweil, die Übernahme durch Musk mit einer sogenannten „Giftpille“ zu erschweren.

Musk wiederholte, dass er angeblich keine wirtschaftlichen Interessen an der Firma habe. Das sei kein Weg, um Geld zu verdienen. Aber er sei „überzeugt, dass es für die Zukunft der Zivilisation extrem wichtig ist, eine öffentliche Plattform zu haben, die maximales Vertrauen genießt“. Sollte ihm Twitter gehören, werde im Zweifel zugunsten der Meinungsfreiheit entschieden. Er wolle sehr zurückhaltend mit Löschungen und permanenten Konto-Sperrungen sein.

Es ist wohl vor allem Musks Bekenntnis gegen politisch motivierte Löschungen, das bei zahlreichen Zensoren momentan die Alarmglocken schrillen lässt. In den USA schwanken nun manche großen Medien zwischen einer Verächtlichmachung und einer Dämonisierung der Person Musk, wie etwa Tucker Carlson berichtet. Dieser Link führt zu Fox-News, der Bericht ist entsprechend gefärbt. Auch wird dort die Bedeutung von Musk einerseits und Twitter andererseits überhöht. Interessant sind aber die hier dargestellten Reaktionen der „Gegenseite“.

Zur Person Tucker Carlson ist zu sagen, dass er hin und wieder als klassischer „seltsamer Bettgenosse“ bezeichnet werden kann: also als eine Stimme, die bei vielen Themen meiner Meinung widerspricht, die aber bei bestimmten Aspekten jene Worte findet, die man andernorts schmerzlich vermisst. Die NachDenkSeiten haben dieses Phänomen, das auch bei Corona wichtig war, in diesem Artikel beschrieben. Befeuert wird es durch den Zustand, dass sich auf der einen Seite viele „linke“ Akteure zu Zensoren aufschwingen und auf der anderen Seite einige „konservative“ Akteure die Forderung nach freier Rede als Geschäftsmodell entdeckt haben.

Einige US-Medien „warnen“ vor einer Rückkehr Donald Trumps zu Twitter, sollte Musk erfolgreich sein. Das sagt schon viel aus über die dort gepflegte Definition von Redefreiheit. In dem Artikel „Twitter sperrt Trump: ‚Wendepunkt‘ im ‚Kampf um Kontrolle‘“? haben wir beschrieben, dass Trumps Sperre bei Twitter prinzipiell abzulehnen ist – auch wenn man politisch völlig anderer Meinung ist als der ehemalige US-Präsident. Wenn nun manche Medien bei Musk betonen, „der reichste Mann der Welt“ wolle durch eine „feindliche Übernahme“ nur „noch mehr“ Profit machen und diesen dann in Medienmacht umsetzen, so sind diese Befürchtungen wohl nicht ganz unbegründet – die Aussage ist aber mit viel Heuchelei verbunden: Den medial höchst aktiven Milliardären Jeff Bezos und Mark Zuckerberg wird dieser Vorwurf oft nicht in vergleichbarer Schärfe gemacht.

Die Praxis der Zensur in den „Sozialen Netzwerken“ haben die NachDenkSeiten in zahlreichen Artikeln beschrieben, eine Auswahl findet sich unter diesem Text. Dort wird auch mit dem Mythos aufgeräumt, Zensur sei prinzipiell nur von staatlicher Seite möglich und das, was die privaten Konzerne inhaltlich unterdrücken, sei akzeptabler Ausdruck des „Hausrechts“. Diese Sichtweisen sind längst von der Realität überholt.

Was die Twitter-Führung für anmaßende Auslegungen der freien Meinungsäußerung pflegt, hat Twitter-CEO Parag Agrawal kürzlich deutlich gemacht. Auf die Frage, wie Twitter seine Bemühungen zur Bekämpfung von Fehlinformationen mit dem „Schutz der freien Meinungsäußerung als Grundwert“ und der Achtung des ersten Verfassungszusatzes (Redefreiheit) in Einklang bringen würde, antwortete er, dass das Unternehmen „nicht an den Ersten Verfassungszusatz gebunden“ sei und Inhalte so regulieren werde, „dass sie Dinge widerspiegeln, von denen wir glauben, dass sie zu einer gesünderen öffentlichen Konversation führen.“ Agrawal sagte, das Unternehmen werde sich „weniger darauf konzentrieren, über die Redefreiheit nachzudenken“, weil „Rede im Internet einfach ist. Die meisten Menschen können sprechen. Wo unsere Rolle besonders betont wird, ist, wer gehört werden kann“.

Es ist wie gesagt bedenklich, wenn Hoffnungen auf den unberechenbaren Launen eines „schillernden“ Milliardärs beruhen sollen. Elon Musk als Retter der freien Rede? Das glaube ich erst, wenn ich es erlebe. Es wäre nicht das erste Mal, dass fragwürdige langfristige Motive (etwa Propaganda in eigener Sache) hinter einem kurzfristigen Dienst an der Gesellschaft versteckt werden. Andererseits kann der Zustand von Twitter eigentlich nur besser werden. Auch die FAZ spielt gedanklich vorsichtig mit der Möglichkeit, Musk könnte durch seinen Schritt „der demokratischen Debatte in den sozialen Medien neues Leben einhauchen“. Folgendem Fazit der Zeitung schließe ich mich an:

„Zumindest wäre es spannend, Musk beim Versuch zuzugucken.“

https://www.nachdenkseiten.de/?p=83049

 

Boris Reitschuster: „„Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben“, mahnte mich meine Großmutter regelmäßig, wenn ich mich über oder auf irgendetwas besonders stark freute. Doch soll man sich die Freude über gute Nachrichten deswegen ganz verderben lassen? Umso mehr in Zeiten wie diesen, wo es viel zu wenig gute Nachrichten gibt, dafür aber ständig irgendwelche Horror-Meldungen – ich erinnere nur an den Tag, an dem bekannt wurde, dass Karl Lauterbach tatsächlich Bundesgesundheitsminster wird. Wenn man sich sofort richtig ärgern darf über so etwas, dann muss man sich auch sofort richtig freuen dürfen über das, was heute bekannt wurde: „Elon Musk krallt sich Twitter“, so die Überschrift auf Focus Online. Die Tonlage zeigt schon, wie groß der Ärger in den großen Medien über den Deal ist.

Für diesen Ärger haben die Gralshüter der Regierungsmeinung in den mit Steuergeldern subventionierten Redaktionen auch guten Grund. Musk, dem ein guter Draht zu Donald Trump nachgesagt wird (allein das reicht in unseren Medien für die Meist-Beungünstigungsklausel), hat nie einen Hehl aus seiner Kritik an der Einschränkung der Meinungsfreiheit in den sozialen Medien allgemein und bei Twitter im Besonderen gemacht. Musk klagte, das stramm „woke“ Netzwerk Twitter untergrabe die Meinungsfreiheit, und kritisiert die teilweise völlig willkürliche, aber ideologisch immer stramm linientreue Löschpraxis des Unternehmens.

Der Multimilliardär gab denn auch am 4. April bekannt, dass er rund neun Prozent der Twitter-Aktien halte. Und bot allen Aktionären 54,20 Dollar pro Aktie an. Die stramm ideologische Unternehmensführung um Vorstandschef Parag Agrawal kündigte Widerstand an. Es war klar, dass der Woke-Ideologe und Glaubenskrieger auf dem Chefsessel und Musk keine besten Freunde mehr werden. Für Agrawal war eindeutig die richtige „Haltung“ wichtiger als Meinungsfreiheit. Musk verglich ihn dafür mit Sowjet-Diktator Josef Stalin. Der Vorstand wehrte sich gegen den Übernahme-Versuch. Doch offenbar erfolglos.

Musk will nun den Twitter-Algorithmus zu einer „Open Source“ machen, so dass ihn jedermann einsehen und auch damit arbeiten kann. Die bisherige Löschpraxis wegen angeblicher „Falschinformationen“ – der Vorwand für Zensur – würde wohl der Vergangenheit angehören. Auch die Möglichkeit, dass Nutzer Tweets endlich bearbeiten können, was bisher nicht möglich ist, wird diskutiert.

Schon allein die Ankündigung von Musks Plänen hatte zu einem Aufschrei in der pseudolinken Blase in Politik und Medien gesorgt, die bisher die Lufthoheit über dem Netzwerk hatten. Es ging sogar so weit, dass man Musk vorschrieb, er komme als Diktator zu Twitter. Das wäre der erste Diktator in der Menschheitsgeschichte, der sich den Kampf für mehr Meinungsfreiheit auf die Fahnen geschrieben hat. Die Panik bei den Lifestyle-Linken in den USA und rotgrünlila in Deutschland ist so groß, weil sie fürchten, dass andere Meinungen, die nicht „woke“ genug sind, jetzt nicht mehr benachteiligt werden bei Twitter. Am Ende könnte gar noch echter Pluralismus und Meinungsfreiheit einziehen – für viele Ideologen der GAU – der größte anzunehmende Unfall.

Nun bleibt zu hoffen, dass er seine Ankündigungen wahr macht. Ein erster Schritt wäre die Rücknahme des Twitter-Banns von Ex-Präsident Donald Trump. Dessen Ausschluss aus dem Netzwerk – als noch amtierender Präsident  – war ein beispielloser Anschlag auf die Meinungsfreiheit. Im Internet melden sich inzwischen Skeptiker zu Wort, ob Musk sich durchsetzen kann. Das Portal „Warroom“ schreibt: „Jüngste Äußerungen von Twitter-Mitarbeitern online und in den Medien haben deutlich gemacht, dass sie keine Lust haben, die Kultur innerhalb des Unternehmens zu ändern, und bald werden wir alle schnell erkennen, dass es einen großen Unterschied zwischen der Kontrolle von Twitter und der Kontrolle der Twitter-Richtlinien gibt.“

Weiter schreibt das Portal: „Musks einfache Vision für Twitter – dass es sich wieder zu einer Plattform entwickeln sollte, auf der freie Meinungsäußerung herrscht und die Benutzer ihre Meinung frei äußern und Informationen austauschen können – ist nur in dem Sinne extrem, dass so viele Menschen innerhalb und außerhalb von Twitter radikal dagegen sind. Die Kultur von Twitter ist eindeutig so in die linke Politik verstrickt, dass der Gedanke an eine Rückkehr zu den Prinzipien der Redefreiheit – also dass auch Konservative auf der Plattform frei sprechen dürfen – zu einer Kernschmelze geführt hat.“

https://reitschuster.de/post/nimmt-twitter-jetzt-die-ideologie-brille-ab/

 

 

Ich bin Philanthrop, Demokrat und Atheist. Rupert Regenwurm

 

 

Das Böse verlachen

- Satire, Realsatire, ernst Gemeintes -

 

Teenage Dirtbag | Kann diese Jugend unser Land aufräumen? | Strippenzieher

https://www.rtde.site/programme/strippenzieher/136224-teenage-dirtbag-kann-jugend-unser/

 

Lambrecht bei der Arbeit

https://www.youtube.com/watch?v=e-_oWB67nMc

 

Oh wie praktisch

https://www.youtube.com/watch?v=7cYE0hZb9l4

 

#ichhabemitgemacht

https://www.youtube.com/watch?v=qiPeefdbDZQ

 

JULIAN REICHELT - DIE WAHRHEIT ÜBER DIE HOHEN BENZINPREISE - DIE GRÜNEN FREUEN SICH DARÜBER

https://www.bitchute.com/video/ihAhylbD7KDm/

 

OWN NOSSING BE HAPPY - KLAUS SCHWAB DEEP HELL REMIX

https://www.bitchute.com/video/SBxXqJ6kP4NW/

 

MSNBC: IT'S OUR JOB TO CONTROL WHAT YOU THINK/ES IST UNSER JOB ZU KONTROLLIEREN WAS SIE DENKEN

https://www.bitchute.com/video/nMsoP2k6R6Yu/

 

Oster-Sendung / Steimles Aktuelle Kamera / 64 Ausgabe

https://www.youtube.com/watch?v=LchaZpxkz18

 

HallMack Aktion Klabautermann

https://www.frei3.de/post/fea11e5b-f516-4839-b593-f33e4857362b

 

HallMack Die Gedanken sind frei (Musikvideo)

https://www.frei3.de/post/d03f5011-bac2-465d-b7fd-54de1a5ee1b7

 

HallMack Apokalypse in China

https://www.frei3.de/post/a858a7ad-0a2c-48be-a365-c94f934844ca