Tolerant zu sein ist gut und schön. Sich für die Menschenrechte einzusetzen: gut und schön. Zeichen zu setzen und Werbung dafür zu machen: gut und schön.

Was die westlichen Moraliban derzeit veranstalten, hat aber eher mit Intoleranz und Verkommenheit zu tun.

Deutlich zu sehen bei der gerade stattfindenden Fußball-EM und da vor allem unter dem Zeichen des Regenbogens.

 

Der einsetzende Aktionismus richtet sich in erster Linie gegen ein kürzlich erlassenes Gesetz des ungarischen Parlaments. Worum geht es da?

 

Joanne K. Rowling zu Geschlechtsumwandlungen

 

Joanne K. Rowling wäre überrascht zu erfahren, dass der Wurm sie in der aktuellen Debatte um die angeblich homophobe ungarische Regierung zitiert – es zeigt aber recht deutlich, worum es überhaupt geht: „Selbsthass, Essstörungen und andere Qualen, die junge Transmänner in ihrem Heranwachsen als biologische Mädchen beschrieben, hätte sie selbst auch erlebt, bekennt Joanne K. Rowling. Und womöglich hätte sie mit einem heutigen Umfeld vor 30 Jahren durchaus ebenfalls „davon überzeugt werden können, der Sohn meines Vaters zu werden, den er, wie er offen zugab, auch lieber gehabt hätte“. Dann aber habe sie ihre „otherness“, ihre persönliche, nicht ins vorgegebene gesellschaftliche Muster passende Eigenart im Schreiben gefunden.“

Anders ausgedrückt: junge, sich in der Entwicklung befindliche Menschen wissen oft selbst nicht, was sie wollen, lassen sich etwas aufschwatzen und verrennen sich gerne in etwas. – Hauptsächlich darum geht es im neuen ungarischen Gesetz: junge Menschen sollen sich selbst finden und nicht von außen, etwa durch Werbung, beeinflusst werden.

Petra Kohse im Jahr 2020: „Es begann vor gut zwei Jahren und zwar mit einem Versehen, wie Rowling in einem am Mittwoch auf ihrer Website veröffentlichten Essay darlegt. Damals recherchierte sie für den Charakter der weiblichen Hauptfigur einer Krimiserie zur Frage der Geschlechteridentität auch in den sozialen Medien. Und dabei klickte sie wohl einmal bei einem Kommentar, mit dem sie sich später näher beschäftigen wollte, auf den „Like“-Button, statt wie beabsichtigt einen Screenshot auszulösen.

Ein Zustrom von Beschimpfung begann, wie sie schreibt, der anschwoll, als sie sich Ende 2019 mit Maya Forstater solidarisierte, einer Steuerexpertin, die ihren Job verloren hatte, weil sie die Meinung vertrat, dass das biologische Geschlecht qua Erklärung nicht zu ändern sei. Damit hatte Forstater, die auch Teil eines Think Tanks gewesen war, gegen das Vorhaben der britischen Regierung protestiert, Menschen ihr Geschlecht selbst erklären zu lassen. Rowling postete damals, am 19.12.2019, auf Twitter: „Zieht euch an, wie es euch gefällt. Nennt euch, wie ihr wollt. Schlaft mit jedem Erwachsenen, der damit einverstanden ist und euch will. Lebt euer liebstes Leben in Frieden und Sicherheit. Aber müssen Frauen, die sagen, dass das Geschlecht unveränderbar ist, aus ihren Jobs getrieben werden?“

Diesen Tweet zitiert Rowling in ihrem Essay nicht. Es gibt ihn auch nicht mehr, den Account hat die Autorin gelöscht, nachdem er von Hass-Zuschriften geflutet worden war. In einem BBC-Bericht von damals ist der kurze Text aber noch dokumentiert, und er nimmt den Kern der Auseinandersetzung, wie Rowling ihn jetzt ausführlich darstellt, prägnant vorweg: In der Vehemenz, mit der Transgender-Aktivisten ihre eigene Sache politisch vorantreiben, sieht Joanne K. Rowling ein Einfallstor für eine neue und besonders heftige Form von Frauenfeindlichkeit. Sie schreibt auf ihrer Website: Wenn jeder Mann, der sagt, er fühle sich als Frau, die Toiletten und Umkleideräume von Frauen betreten dürfe, dann könne man die Türen auch gleich allen Männern öffnen, die hineinwollten.

An ihrer intensiven Beschäftigung mit dem Thema und ihrem persönlichen Austausch mit Transpersonen lässt Rowling keinen Zweifel. Sie erinnert in diesem Zusammenhang an ihre Stiftungen, die Mädchen und Frauen in Not unterstützen, an ihre Kinderhilfe und ihr Engagement für die Multiple-Sklerose-Forschung, weil diese Krankheit eine Geschlechtsspezifik aufweise. Auch ihre Solidarität mit allen, deren Rechte unterdrückt würden, beteuert die ehemalige Lehrerin und dreifache Mutter mehrfach.

Aber in einer Zeit, in der Transidentitäts-Aktivisten im Internet einen enormen „Echoraum“ geschaffen hätten (ein Bezug auf eine umstrittene Studie der US-amerikanischen Ärztin Lisa Littman von 2018), während Frauenfeindlichkeit und Homophobie gleichzeitig blühten, dürfe, so Rowling, Geschlechtsänderung nicht als der leichtere Weg erscheinen. Dabei erwähnt sie Studien, die zeigten, dass sich 60 bis 90 Prozent der Fälle von Störungen der jugendlichen Geschlechteridentität gewissermaßen herauswachsen würden. Und beruft sich auch auf Simone de Beauvoir, die Unsicherheiten über die eigene Geschlechtsidentität bei jungen Frauen als „vollkommen natürlich“ beschreibe.

Selbsthass, Essstörungen und andere Qualen, die junge Transmänner in ihrem Heranwachsen als biologische Mädchen beschrieben, hätte sie selbst auch erlebt, bekennt Joanne K. Rowling. Und womöglich hätte sie mit einem heutigen Umfeld vor 30 Jahren durchaus ebenfalls „davon überzeugt werden können, der Sohn meines Vaters zu werden, den er, wie er offen zugab, auch lieber gehabt hätte“. Dann aber habe sie ihre „otherness“, ihre persönliche, nicht ins vorgegebene gesellschaftliche Muster passende Eigenart im Schreiben gefunden.“

https://www.berliner-zeitung.de/kultur-vergnuegen/joanne-k-rowling--li.87024

 

Ungarns neues Gesetz

 

Thomas Pany: „Die EU-Kommission droht Ungarn erneut mit der Kürzung von EU-Zahlungen. Anlass ist diesmal ein Gesetz, das die "Darstellung von Homosexualität sowie Geschlechtsumwandlungen in Büchern, Filmen oder Anzeigen unter Jugendschutz stellt", wie es der FAZ-Südosteuropa-Korrespondent Michael Martens zurückhaltend formuliert:

Eine "Abweichung von der Identität des Geburtsgeschlechts" sowie Darstellungen von Geschlechtsumwandlungen oder Homosexualität dürfen in Ungarn demnach künftig weder "gefördert" noch gezeigt werden, sofern die entsprechenden Inhalte Minderjährigen zugänglich sein könnten.

Das Gesetz war am Dienstag mehrheitlich vom Parlament verabschiedet worden. Es entfachte empörte Reaktionen im Land und international. Der Grund dafür tritt in anderen Darstellungen klarer hervor. So nähert sich der Österreich-Korrespondent der taz, Ralf Leonhard, der politischen Brisanz prägnant in einem Satz:

"Im Aufklärungsunterricht in den Schulen darf künftig nicht mehr erwähnt werden, dass es etwas anderes als heterosexuelle Partnerschaften geben kann."

Es geht um Erziehung. Konkret läuft das Gesetz darauf hinaus, dass im Fernsehen vor 22 Uhr keine Filme mehr gesendet werden dürfen, "in denen z. B. Schwulsein positiv thematisiert wird", wie Leonhard präzisiert. Außerdem würden Bücher, Filme und andere Medieninhalte zur Sexualität, die sich an Kinder und Jugendliche wenden, verboten, wenn die dargestellte Sexualität von der heterosexuellen abweiche oder wenn es um Möglichkeit einer Geschlechtsumwandlung geht. Laut Reuters beinhaltet dies auch das Verbot des Zeigens generell pornografischer Inhalte an die Adresse von Unter-18-Jährigen …

Die zusätzlichen Paragrafen verhindern u.a., dass Homosexuelle im Unterricht sprechen dürfen, so das ZDF: In Ungarn würden Sozialpsychologen den Sexualkunde-Unterricht leiten - "nicht die Biologielehrer. Diese Psychologen kommen von freien Trägern. In diesem Zusammenhang sprechen zuweilen auch Homosexuelle über sich. Diese freien Träger sollen nun aus den Schulen verbannt werden". Laut Reuters gibt es von der Regierung eine Liste, die bestimmt, wer künftig Sexualerziehung an den Schulen erteilen darf.“

https://www.heise.de/tp/features/Ungarn-Fiedesz-Gesetz-fuer-eine-homophobe-Paedagogik-6072889.html

 

Das Ein oder Andere am neuen Gesetz mag vielleicht etwas überzogen sein – rechtfertigt aber keinesfalls die scharfen Reaktionen im Westen.

Auch hierzulande gäbe es Eltern, die nicht erfreut wären, wenn ihren Kindern in der Schule von Psychologen „freier Träger“ (der Wurm erfindet an dieser Stelle den „Verband zur Förderung von Geschlechts-Umwandlungen“) begeisternd über deren Anliegen erzählt wird mit der Aufforderung, es ihnen gleichzutun.

Dass es sich um ein „homophobes“ Gesetz handelte, ist daneben – die gesamte L-Szene (da sich die Selbstbezeichnung alle naslang ändert, belässt es der Wurm bei der „L-Szene“) kann sich in Ungarn nach wie vor so austoben gleich wie es ihr gefällt.

 

L-freundliches Budapest

 

https://www.youtube.com/watch?v=rWNzFPwEPlc

 

Wer es bisher noch nicht gewusst hat, möge sich bei jemandem aus der L-Szene erkundigen und wird dabei erfahren, dass Budapest kein Geheimtipp mehr ist, sondern seit vielen Jahren quasi zum Pflichtprogramm gehört.

Womit die Stadt auch Werbung macht:

„Homosexualität wird gesellschaftlich immer mehr angenommen, typisch für die Gesellschaftsschicht der Homosexuellen ist, dass sie heutzutage ziemlich offen ist. Die Budapester Gay- und Lesbenparade (LMBT) wird seit 1993 regelmäßig veranstaltet. Mehr als 10 Vergnügungsstätten in Budapest funktionieren als typische Gay- und Lesben Bars, es gibt aber spezielle Saunas, Klubs und sogar Unterkünfte, die vor allem für Homosexuelle errichtet wurden. 2007 wurde die registrierte Lebensgemeinschaft der homosexuellen Leute von der ungarischen Gesetzgebung legitimiert.“

https://www.budapest.com/stadtfuhrer/gay_budapest.de.html

Auf dem angegebenen Link geht’s weiter mit den entsprechenden Adressen und Webseiten der Szene.

„Die schwule Szene ist in Budapest tatsächlich sehr lebendig. Die entsprechenden Lokalitäten brauchen sich keineswegs zu verstecken – und tun das auch nicht. Im populärsten Gay Club der Stadt, dem Alterego, tanzt man an thematisch unterschiedlichen Abenden auf zwei Dancefloors. Jeden Freitag und Samstag gibt es zudem eine Show mit Dragqueens. „Why Not?“, also „Warum nicht?“, ist der Name von gleich zwei nahe beieinander liegenden und zusammengehörigen Lokalitäten. Im Why Not Bistro, einem kleinen, aber feinen Restaurant, gibt es rustikale ungarische Küche im intimen Rahmen, ein paar Meter weiter im Why Not Café & Bar lässt sich der Abend dann fortsetzen.“

https://www.maenner.media/reise/schwul-in-budapest-lgbt/

 

Die Stadt Budapest ist nicht homophob, das Land Ungarn ist nicht homophob, Ungarns Regierung und Parlament sind nicht homophob, das neue Gesetz ist nicht homophob.

Mensch sollte sich von den Schreihälsen nicht aufzwingen lassen, was er zu denken und zu meinen hat.

 

Stadion-Beleuchtung in München

 

„… Tags zuvor hatte die UEFA einen Antrag des Münchner Stadtrats abgelehnt, der mit einer Beleuchtung des Stadions in Regenbogenfarben ein Signal für Vielfalt und selbstbestimmte Lebensformen sexueller Orientierung gefordert hatte. Die UEFA nannte den Vorschlag einen politischen - er müsse deshalb abgelehnt werden …

Reiter berichtete, dass München nun andere Wege finden wolle. "Wir werden uns nicht davon abhalten lassen, ein deutliches Signal nach Ungarn und in die Welt zu senden, dass wir uns davon nicht beeindrucken lassen", sagte Reiter. Vorbehaltlich einer Zustimmung des Stadtrats soll das Rathaus mit Regenbogenflaggen geschmückt werden, außerdem sollen der Olympiaturm und ein Windrad in unmittelbarer Nähe des Stadions in Regenbogenfarben beleuchtet werden.

Das Stadion soll trotzdem bunt strahlen. Der Dachverband des deutschen Christopher Street Days (CSD) wird mit Partnern wie Amnesty International den Fans 11.000 Fahnen zur Verfügung stellen. "Wir als Verband finden es sehr befremdlich, wie die UEFA mit Werten umgeht, die in der Gesellschaft allgemein akzeptiert werden sollten", sagte der Sprecher des Lesben- und Schwulenverbandes (LSVD), Markus Ulrich: "Die UEFA hat die Zeichen der Zeit nicht erkannt - und es ist klar zu erkennen, auf welche Seite sie sich mit ihrer Entscheidung stellt."

Zuvor hatte Reiter in einem Schreiben die UEFA im Namen des Stadtrats zu der Beleuchtung aufgefordert, um "ein Zeichen im Sinne der Weltoffenheit und Toleranz" zu setzen sowie "ein weithin sichtbares Signal für unser gemeinsames Werteverständnis" auszusenden.

Der Münchner Vorstoß richtete sich gegen die Politik der rechtsnationalen Regierung Ungarns unter Ministerpräsident Viktor Orban. Hintergrund des Protestes ist ein Gesetz, das die Informationsrechte von Jugendlichen in Hinblick auf Homosexualität und Transsexualität einschränkt und das erst am vergangenen Dienstag vom ungarischen Parlament gebilligt wurde. Das Gesetz gilt als besonderes Anliegen von Ministerpräsident Orban.

Das nahm die UEFA zum Anlass, den Vorschlag abzulehnen. "Die UEFA ist gemäß ihrer Satzung eine politisch und religiös neutrale Organisation. Angesichts des politischen Kontextes dieses speziellen Antrags - eine Botschaft, die auf eine Entscheidung des ungarischen nationalen Parlaments abzielt - muss die UEFA diesen Antrag ablehnen", hieß es vom Verband.

Die UEFA ergänzte, sie habe "der Stadt München dennoch vorgeschlagen, das Stadion entweder am 28. Juni - dem Christopher Street Liberation Day - oder zwischen dem 3. und 9. Juli, der Christopher Street Day-Woche in München, in den Regenbogenfarben zu beleuchten." Das letzte EM-Spiel in München findet am 2. Juli statt. Diesen Vorschlag nannte Reiter "lächerlich". Das Stadion am Christopher Street Day zu beleuchten, "darauf sind wir schon selber gekommen" …

Als Reaktion auf das Verbot der UEFA wollen Verantwortliche aus der Bundesliga ihre Stadien in Regenbogenfarben leuchten lassen. "Wenn München am Mittwoch nicht darf, dann müssen eben die anderen Stadien im Land Farbe bekennen. Auf jetzt, Kollegen in der Liga", twitterte Vorstandssprecher Axel Hellmann von Eintracht Frankfurt: "Das Waldstadion bleibt bunt!"

Dieselben Vorhaben gibt es auch an anderen Standorten. Andere Bundesligaklubs erklärten sich solidarisch, einige können aus technischen Gründen aber nicht an der Aktion teilnehmen."

https://www.sportschau.de/fussball/uefaeuro2020/uefa-lehnt-regenbogen-farben-in-muenchen-ab-100.html

 

„Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban hat nach Sportschau-Informationen eine Reise zum EM-Spiel zwischen Deutschland und Ungarn am Mittwoch (23.06.2021) abgesagt. Auch die Deutsche Presse-Agentur berichtet zu dem Thema und beruft sich auf eigene Quellen. Offizielle Informationen dazu liegen bislang nicht vor …

Die Stadt München will auf die Ablehnung mit alternativen Aktionen reagieren. Statt des Stadions werden andere Wahrzeichen der Stadt beleuchtet, so beispielsweise der Olympiaturm. Auch das Rathaus wird bunt beflaggt sein.

Zudem wäre Ministerpräsident Orban, wenn er denn gekommen wäre, in der Arena mit einem Meer von Regenbogenflaggen begrüßt worden. Die Initiatoren des Christopher Street Days (CSD) sowie weitere Organisationen haben im Vorfeld des Spiels angekündigt, gemeinsam rund 11.000 Fähnchen vor dem Stadion zu verteilen.

Der ungarische Regierungschef appellierte nach seiner Absage an die deutsche Politik, das UEFA-Verbot für eine Beleuchtung des Münchner EM-Stadions in Regenbogenfarben zu akzeptieren. "Ob das Münchner Fußballstadion oder ein anderes europäisches Stadion in Regenbogenfarben leuchtet, ist keine staatliche Entscheidung", sagte Orban am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. Auch in Budapest gehören Orban zufolge "die Regenbogenfarben selbstverständlich zum Straßenbild".

https://www.sportschau.de/newsticker/ungarns-ministerpraesident-orban-hat-reise-nach-muenchen-abgesagt100.html

 

„Fahnen vor dem Rathaus, in den Straßen, an den Bahnstationen - und im Stadion: Wenn die Arena selbst schon nicht bunt leuchten darf, tut es halt der Rest“: Bilder der SZ

https://www.sueddeutsche.de/muenchen/em-muenchen-regenbogen-protest-bilder-1.5331027

 

Der Flitzer

 

Ein Aktivist stellte sich beim Abspielen der ungarischen Nationalhymne (!) mit der Regenbogen-Fahne vor den Spielern der ungarischen Nationalmannschaft auf.

Was mensch von diesem Aktivisten auch immer halten mag – die Reaktion des politisch-medialen Komplexes auf diese Aktion zeugt von der aktuellen Verkommenheit westlicher Gesellschaften.

Zwei Beispiele dafür:

„Den Mann, der es beim dritten EM-Spiel der deutschen Nationalmannschaft unerlaubt auf den Rasen schafft, finden wohl höchstens einige ungarische Fans unheimlich. Jene, die sich beim Anblick von Regenbogenfahnen grundsätzlich sorgen.

Anders als der Greenpeace-Aktivist, der bei der ersten Partie im Münchner EM-Stadion vor einer Woche mit seiner missglückten Protestaktion zwei Menschen verletzte, hat dieser Flitzer hier niemandem etwas angetan. Der junge Mann, der ein Deutschlandtrikot trug, legte sich während des Abspielens der ungarischen Nationalhymne vor den Mannschaften auf den Rasen und wurde kurz darauf von Ordnern abgeführt.“

https://www.sueddeutsche.de/muenchen/em-muenchen-regenbogen-protest-bilder-1.5331027

 

Malin Schneider-Pluppins: „Aktuell sind sie überall zu sehen: Regenbogen-Flaggen als Zeichen der Solidarität mit der LGBTQ+ Szene. Ob Rathäuser, Zechen oder Sparkassen-Gebäude: Nachdem die UEFA im letzten Gruppenspiel der EM verboten hatte, dass die Münchner Allianz Arena beim Spiel Deutschland-Ungarn in Regenbogenfarben strahlt, leuchtete das ganze Land in diesen Farben und vielerorts schwenkten Menschen Regenbogen-Flaggen.

Doch in Erinnerung blieb vor allem einer, einer aus NRW: Finn-Luca, der Flitzer aus Frechen bei Köln.

Mit seiner Aktion vor dem EM-Spiel in München begeisterte der Schüler aus NRW nahezu ganz Deutschland: In sozialen Netzwerken und auch ganz real im Stadion applaudierten die Menschen dem mutigen jungen Mann zu, als er mit Regenbogenflagge „bewaffnet“ über das Spielfeld flitzte.

Doch wer ist der Typ, der Viktor Orban mit dieser beherzten Aktion mokierte und ganz nebenbei eine recht empfindliche Strafe riskierte? Wie RTL.de berichtet, ist der 18-jährige Gesamtschüler ein meinungsstarker junger Mann, der sich gern mit politischen Themen auseinandersetzt. Bereits zwei Mal soll er den Wettbewerb „Jugend debattiert“ gewonnen haben.

Meinungsstärke bewies der junge Mann auch am Mittwoch (23. Juni) vor dem EM-Spiel. Ausgerechnet als die ungarische Nationalhymne gespielt wird, stürmte Finn-Luca mit seiner Regenbogenflagge los. Er lief, von den Spielern selbst zunächst unbemerkt, an den aufgereihten Fußballern vorbei und positionierte sich direkt vor ihnen. Erst dann fingen Ordner den Flitzer aus NRW ein.

Wie auch die vielen anderen Proteste, die auf das Verbot der UEFA folgten, wollte der Frechener offenbar deutlich zeigen, dass das umstrittene Gesetz zum Verbot von LGBTQ-Inhalten von Ungarns Ministerpräsident Orban – welches vom ungarischen Parlament gebilligt wurde – für ihn so nicht in Ordnung ist. Das Gesetz schränkt die Informationsrechte von Jugendlichen im Hinblick auf Homosexualität und Transsexualität stark ein.

Doch auch wenn der 18-Jährige aus NRW mit seiner Botschaft gegen Homophobie für die „gute Sache“ flitzen ging, bleibt er von einer Strafe offenbar nicht verschont. Während Manuel Neuer, der bei der EM mit einer Kapitänsbinde in Regenbogenfarben auf dem Spielfeld stand, von einer Strafe verschont bleiben wird, könnte Finn-Luca eine hohe Geldstrafe erwarten.

Doch darauf bleibt der mutige Flitzer vermutlich nicht sitzen. Wie T-Online berichtet, haben Fans auf der Spendenplattform GoFundMe bereits eine Aktion gestartet, um Spenden für die zu erwartende Strafe ihres „Lieblingsflitzers“ zu sammeln.

„Nach dieser großartigen Aktion des Regenbogenflitzers beim Deutschland-Spiel erwartet ihn eine Geldstrafe von bisher unklarer Höhe. Wir bitten jede Person, die es sich leisten kann, um eine kleine Spende, damit der junge Mann die Kosten nicht alleine tragen muss“, heißt es dazu auf der Spenden-Seite. Insgesamt wurden bisher 5.426 Euro gesammelt (Stand 25. Juni) – vermutlich genug, um die Strafe des jungen NRWlers zu zahlen.“

https://www.ruhr24.de/nrw/em-2021-deutschland-ungarn-regenbogen-flitzer-nrw-spiel-vorrunde-strafe-spende-homophobie-90825650.html

 

Auf die Knie!

 

Der Kapitän der „Mannschaft“, Manuel Neuer, hatte bei allen EM-Spielen der „Mannschaft“, die für den DFB auftritt, die Kapitäns-Binde in Regenbogen-Farben getragen.

„Manuel Neuer: Mit dieser Armbinde setzt er ein wichtiges Zeichen“: https://promistarsnews.com/stars/manuel-neuer-mit-dieser-armbinde-setzt-er-ein-wichtiges-zeichen/

Es sollte noch toller kommen.

Chaled Nahar: „Unmittelbar vor dem Anpfiff des Achtelfinalspiels zwischen England und Deutschland haben die Spieler beider Teams gekniet und ein Zeichen gegen Rassismus gesetzt.

Die Spieler beider Mannschaften und auch das Schiedsrichterteam gingen auf die Knie, die Fans beider Teams reagierten überwiegend mit Applaus. Auch Bundestrainer Joachim Löw kniete sich hin. Die Geste ist weltweit ein Symbol des Protests gegen Rassismus geworden.

Deutschlands Kapitän Manuel Neuer hatte zuvor verkündet, dass sich die deutsche Mannschaft den Engländern bei der Geste anschließen werde, die bislang bei jedem ihrer Spiele des Turniers vor dem Anpfiff gekniet hatte. "Wir stehen für Toleranz. Es war für uns keine Frage. Wir ziehen da sofort mit", sagte Neuer …

Bei der EM wurden weitere Spieler für die Geste ausgepfiffen, so die belgische Mannschaft in Russland. Das Argument der Gegner der Geste: Das Niederknien sei eine politische Geste, die im Fußball verboten ist.

Für die UEFA als Ausrichterin der EURO 2020 fällt die Geste jedoch nicht in diese Kategorie. "Die UEFA tritt mit null Toleranz gegen Rassismus ein", teilte die UEFA zu Beginn des Turniers auf Anfrage der Sportschau mit. "Jeder Spieler, der eine Gleichstellung von Menschen fordert, indem er sich niederkniet, hat die Erlaubnis dazu. Wir fordern die Fans auf, Respekt für Teams und Spieler zu zeigen, die auf die Knie gehen."

Die englische Mannschaft schloss sich zugleich einer Aktion des DFB für Toleranz und Vielfalt an. Englands Kapitän Harry Kane führte seine Mannschaft wie auch Manuel Neuer mit einer Binde in Regenbogenfarben auf den Platz.“

https://www.sportschau.de/fussball/uefaeuro2020/fussball-uefa-euro-em-deutschland-und-england-knien-gegen-rassismus-100.html

 

Für einfache Gemüter mag das Niederknien vor dem Spiel ja noch ein Zeichen gegen Rassismus sein.

Eingeführt wurde diese Geste von US-Polizisten als Bitte um Vergebung gegenüber „Black Lives Matter“-Demonstranten.

Also einer Bewegung, deren Demonstrationen des Öfteren in Gewalt ausarteten, die eigenmächtig gegen jegliches Gesetz und jeden demokratischen Willen Denkmäler zerstört (siehe http://www.ansichten-eines-regenwurms.de/444-black-lives-matter.html und http://www.ansichten-eines-regenwurms.de/445-bildersturm.html ) und nicht gerade als homophil bekannt ist.

Wenn Niederknien keine politische Aussage haben soll – was bitte dann?

Diese Meinung hat nicht nur der Wurm – vor allem in osteuropäischen Ländern vertreten offizielle und inoffizielle Menschen diese Ansicht, etwa durch Ausbuhen von sich niederknienden Mannschaften. Auch und gerade bei der momentan stattfindenden Fußball-EM.

Chaled Nahar: „…Ungarns Verband MLSZ positioniert sich am deutlichsten gegen das Hinknien. "Die Regeln von UEFA und FIFA erlauben keine Politik auf dem Spielfeld und im Stadion. Der MLSZ akzeptiert das nicht nur, sondern stimmt dem auch zu. Die Nationalmannschaft wird ihre Verurteilung jeglicher Form von Hass nicht durch Knien vor den Spielen zum Ausdruck bringen", hieß es in einer Mitteilung.

In Ungarn kam es kürzlich zum Konflikt, als kniende irische Spieler in einem Testspiel vor der EM vom Publikum niedergebuht wurden. Irlands Trainer Stephen Kenny nannte das "unverständlich", das Bild Ungarns sei "beschädigt". Ungarns rechts-nationalistischer Ministerpräsident Viktor Orban sagte daraufhin: "Wenn du zu Gast bist in einem Land, dann provoziere nicht die Einheimischen." Die Geste der Iren sei eine "unhöfliche Provokation" gewesen. "Mit dieser Niederknierei sympathisiere ich in keiner Weise. Derlei gehört nicht auf die Sportplätze."

https://www.tagesschau.de/sport/sportschau/sportschau-story-41787.html

Siehe auch https://de.rt.com/europa/118958-ungarn-orban-kritisiert-kniefall-black-lives-matter-bewegung/

 

Zum Schluss

 

Der heutzutagige Gutmensch bestimmt, wer Jude ist und wer nicht (um ein bekanntes Göring-Zitat abzuwandeln).

Wenn deren Schutzbefohlene feindlich oder gewalttätig gegenüber „Schwächeren“ (etwa Frauen oder L-Menschen) sind, dann muss mensch Verständnis dafür haben, weil das ja in deren Kultur liegt.

Das gilt aber nicht gegenüber Ländern und Menschen, die zwar wehrhaft sind, aber dennoch wirtschaftlich und sozial leicht unter denen der „westlichen Wertegemeinschaft“ stehen.

Dazu gehören die osteuropäischen Länder samt deren Einwohnern, die für die Gutmenschen offensichtlich zu „Untermenschen“ zählen. Auf die wird dann mit aller zur Verfügung stehenden Gewalt draufgehauen. Nach dem Motto „Am deutschen (bzw. „westlichen“) Wesen soll die Welt genesen“.

Die eigenen Werte zählen unbedingt und diese müssen anderen aufgezwungen werden. Und müssen notfalls in deren eigenem Land provoziert werden wie beim Spiel der Iren in Ungarn. Entweder war es den irischen Spielern und Funktionären bekannt, dass sie mit ihrer Aktion die ungarischen Zuschauer provozieren oder es hat sie nicht interessiert. – Das Eine ist nicht besser als das Andere.

Im Falle des neuen ungarischen Gesetzes wg. nichts und wieder nichts – keinem einzigen L-Menschen geht es dadurch in irgend einer Form schlechter, keiner wird dadurch diskriminiert.

Die aktuelle Verkommenheit westlicher Gesellschaften zeigt sich in der Provokation gegenüber Ungarn, exakt zum EM-Spiel der „Mannschaft“ des DFB gegen Ungarn in München das Stadion unbedingt in Regenbogen-Farben beleuchten zu müssen.

Was wäre passiert, wenn Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban tatsächlich wie geplant zum Spiel nach München gekommen wäre? Er hätte einen Großteil der offiziellen Stadt bis hin zu Polizeiwagen in Regenbogen-Farben gesehen, wäre im Stadion von tausenden Regenbogen-Fahnen „begrüßt“ und ausgebuht worden und wäre als Gipfel der Geschmacklosigkeit noch dem bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder über den Weg gelaufen, der meinte, eine Gesichtsmaske in Regenbogen-Farben tragen zu müssen.

Die Welt zu Gast bei Feinden.

Der Gipfel der Unverfrorenheit war jedoch die allgemeine Begeisterung, die dem Flitzer entgegenschlug, als er während dem Abspielen der ungarischen National-Hymne sich vor den ungarischen Spielern mit der Regenbogen-Fahne aufbaute. Eine viel größere Respektlosigkeit ist kaum vorstellbar.

Denjenigen, die sonst so gerne, so schnell, so sehr beleidigt sind, die für jedwede Narretei immer so viel Verständnis aufbringen, so sehr solidarisch sind, geht es zutiefst am Arsch vorbei, was in dieser Situation die ungarischen Spieler oder ungarischen Zuschauer empfinden oder jene Zuschauer aus aller Welt denken, denen es zutiefst fremd ist, was da gerade passiert.

Das ist die aktuelle westliche Gesellschaft, das ist die aktuelle deutsche Gesellschaft.

Eine Besserung erwartet sich der Wurm nicht. Zumindest nicht von den Gutmenschen.

 

 

Ich bin Philanthrop, Demokrat und Atheist. Rupert Regenwurm

 

 

Das Böse verlachen

- Satire, Realsatire, ernst Gemeintes -

 

26. Juni – Wochenkommentar von Ferdinand Wegscheider

„Höchststrafe für Impf-Verweigerer! “- Im neuen Wochenkommentar geht es heute einmal mehr um die heilsbringende Impfung für alle, insbesondere für unsere Kinder! Wir machen einen Blick hinter die Kulissen des Impf-Syndikats und enthüllen, wie man dort die bösen Impf-verweigerer in die Knie zwingen will.

https://www.servustv.com/videos/aa-27advzpbd2111/

 

Die gute alte Nazi Keule!!

https://www.youtube.com/watch?v=3ZnV1JOrz84

 

IMMER, IMMER, IMMER - 01.08.2021 - Intermezzo des Tages #16 - Alien's Best Friend - ABBA-Cover

https://www.youtube.com/watch?v=gAklryY2qtA

 

MAGNETISMUS-MIX

https://www.bitchute.com/video/VLN0hzql71LK/

 

#allesdichtmachen #niewiederaufmachen #lockdownfürimmer: Jeana Paraschiva

https://www.youtube.com/watch?v=ZYojFQZo94I

 

Steimles Aktuelle Kamera / Ausgabe 32

https://www.youtube.com/watch?v=dXvnsdistIY

 

Gewinn die Impfung | Gameshow für die Spritze danach | Strippenzieher

https://www.youtube.com/watch?v=g_89H1wKsnc

 

Rima-Spalter mit Marco Rima: Früher war alles besser

https://www.youtube.com/watch?v=TdTLirNE93E

 

HallMack Zehntausende Impfabsagen

https://www.frei3.de/article/e052543a-a5d3-4938-b7d6-2589392a0718

 

HallMack Viele WDR-Mitarbeiter sind Impfverweigerer

https://www.frei3.de/article/e7105a22-237f-4251-a69c-a05ce1a2ed5a

 

HallMack Würzburg - Eine mögliche Erklärung

https://www.frei3.de/article/3d78ddaa-4f7c-40b2-88a9-2be646f20b9f

 

HallMack Baerbock schon wieder erwischt

https://www.frei3.de/article/d9b47a71-c138-4549-9793-23527c90d54f