Vor 200 Jahren starb Napoleon Bonaparte. Es gibt kaum eine Person der Weltgeschichte, die dermaßen das Weltgeschehen, speziell jenes in Deutschland, umgestülpt hätte wie er.

Durch seine Kriege kamen Millionen von Menschen zu Tode oder zu Schaden und dennoch kam durch ihn die Moderne nach Europa.

 

Jeder ein Kaiser

 

Was mensch auch immer von Napoleon halten mag – in jedem Dorf gibt es so jemanden, den das Schicksal ganz nach oben spülen kann. Von sich besser Wähnenden zuerst ignoriert, dann verachtet, bis sie ihm schließlich huldigen. Wie bei Napoleon, der es vom korsischen Kleinadligen zum Kaiser von Frankreich und Beherrscher Europas schaffen sollte.

 

Korsika

 

Ein Jahr vor Napoleons Geburt wurde seine Geburts-Insel Korsika von der Republik Genua an Frankreich verkauft – als genuesischer Insel-Bewohner wäre er heute kaum jemandem bekannt.

Aus „Wikipedia“: „Napoleon wurde als Napoleone Buonaparte (korsisch Nabulione) in der Maison Bonaparte in Ajaccio auf der Insel Korsika geboren, die nach einem langen Unabhängigkeitskrieg gegen die Republik Genua von dieser 1768 an Frankreich verkauft worden war. Er war der zweite Sohn von Carlo Buonaparte und Letizia Ramolino, die gemeinsam 13 Kinder hatten, von denen jedoch nur acht die frühen Kindheitsjahre überlebten. Am 21. Juli 1771 wurde Napoleon in der Kathedrale Notre-Dame-de-l’Assomption getauft. Die Familie gehörte dem korsischen Kleinadel an und war seit dem frühen 16. Jahrhundert auf der Insel ansässig. Ihre Wurzeln liegen in der italienischen Toskana.“

https://de.wikipedia.org/wiki/Napoleon_Bonaparte

 

Abhängig von Kleingeistern, Teil 1

 

Stefan Zweig in „Joseph Fouché - Bildnis eines politischen Menschen“:

„Wenige Tage vor dem Losschlagen zum Staatsstreich (natürlich kennt er den Termin) gibt er eine kleine Gesellschaft. Bonaparte, Real und die andern Verschwörer sind eingeladen zu dieser intimen Soirée, und plötzlich, während sie bei Tisch sitzen, bemerken sie, daß ihre ganze Liste komplett ist, daß also der Polizeiminister des Direktoriums die ganze Kamarilla, die gegen das Direktorium konspiriert, wohlgezählt zu sich ins Haus gebeten. Was bedeutet das? Unruhig sehen Bonaparte und die Seinen einander an. Stehen etwa schon Gendarmen vor der Tür, um auf einen Sitz das ganze Nest des Staatsstreiches auszuheben? Vielleicht erinnert sich einer oder der andere aus der Weltgeschichte an die verhängnisvolle Mahlzeit, die Peter der Große den Strelitzen gab, und wo der Henker als Dessert ihre Köpfe servierte. Aber nichts von derlei grausamen Dingen geschieht bei einem Fouché, – im Gegenteil, als zur allgemeinen Überraschung der Mitverschworenen schließlich noch ein Gast eintritt, und zwar (der Spaß ist wirklich diabolisch ersonnen!) gerade jener Präsident Gohier, gegen den sich ihre Verschwörung richtet, da werden sie Zeugen eines erstaunlichen Dialogs. Der Präsident fragt den Polizeiminister nach den neuesten Geschehnissen: »Ach, immer dasselbe«, antwortet, lässig die Lider hebend, ohne irgendeinen Bestimmten anzuschauen, Fouché. »Immer wieder das Gerede von Verschwörungen. Aber ich weiß schon, was ich davon zu halten habe. Wenn es wirklich eine gibt, so hätten wir den Beweis bald auf dem Revolutionsplatz.«

Diese zarte Andeutung auf die Guillotine fährt den erschrockenen Verschwörern wie ein kaltes Messer über den Rücken. Sie wissen nicht: Spaßt er mit ihnen, spaßt er mit jenem? Narrt er sie oder den Präsidenten des Direktoriums? Sie wissen es nicht, und wahrscheinlich weiß es Fouché selber nicht, denn er genießt nur immer eins auf Erden: die Lust an der Zwiefalt, den brennenden Reiz und die prickelnde Gefahr des Doppelspiels.“

https://www.projekt-gutenberg.org/zweig/fouche/chap005.html

Wenn Polizei-Minister Joseph Fouché das getan hätte, was seine Aufgabe gewesen wäre: Napoleon wäre wg. Hochverrat verhaftet worden und lebendig nicht mehr aufgetaucht.

Nix mit Staatsstreich, nix mit Kaisertum.

 

Abhängig von Kleingeistern, Teil 2

 

Stefan Zweig in „Sternstunden der Menschheit“, Kapitel „Die Weltminute von Waterloo“:

„Das Schicksal drängt zu den Gewaltigen und Gewalttätigen. Jahrelang macht es sich knechtisch gehorsam einem einzelnen hörig: Cäsar, Alexander, Napoleon; denn es liebt den elementaren Menschen, der ihm selber ähnlich wird, dem unfaßbaren Element.

Manchmal aber, ganz selten in allen Zeiten, wirft es in sonderbarer Laune irgendeinem Gleichgültigen sich hin. Manchmal – und dies sind die erstaunlichsten Augenblicke der Weltgeschichte – fällt der Faden des Fatums für eine zuckende Minute in eines ganz Nichtigen Hand. Immer sind dann solche Menschen mehr erschreckt als beglückt von dem Sturm der Verantwortung, der sie in heroisches Weltspiel mengt, und fast immer lassen sie das zugeworfene Schicksal zitternd aus den Händen. Selten nur reißt einer die Gelegenheit mächtig empor und sich selber mit ihr. Denn bloß eine Sekunde lang gibt sich das Große hin an den Geringen; wer sie versäumt, den begnadet sie nie mehr ein zweites Mal …

Den Befehl dieser Verfolgungsarmee übergibt er dem Marschall Grouchy. Grouchy: ein mittlerer Mann, brav, aufrecht, wacker, verläßlich, ein Reiterführer, oftmals bewährt, aber ein Reiterführer und nicht mehr. Kein heißer, mitreißender Kavallerieberserker wie Murat, kein Stratege wie Saint-Cyr und Berthier, kein Held wie Ney. Kein kriegerischer Küraß schmückt seine Brust, kein Mythus umrankt seine Gestalt, keine sichtbare Eigenheit gibt ihm Ruhm und Stellung in der heroischen Welt der Napoleonischen Legende: nur sein Unglück, nur sein Mißgeschick hat ihn berühmt gemacht. Zwanzig Jahre hat er gekämpft in allen Schlachten, von Spanien bis Rußland, von Holland bis Italien, langsam ist er die Staffel bis zur Marschallswürde aufgestiegen, nicht unverdient, aber ohne sonderliche Tat. Die Kugeln der Österreicher, die Sonne Ägyptens, die Dolche der Araber, der Frost Rußlands haben ihm die Vorgänger weggeräumt, Desaix bei Marengo, Kleber in Kairo, Lannes bei Wagram: den Weg zur obersten Würde, er hat ihn nicht erstürmt, sondern er ist ihm freigeschossen worden durch zwanzig Jahre Krieg.

Daß er in Grouchy keinen Heros hat und keinen Strategen, nur einen verläßlichen, treuen, braven, nüchternen Mann, weiß Napoleon wohl. Aber die Hälfte seiner Marschälle liegt unter der Erde, die andern sind verdrossen auf ihren Gütern geblieben, müde des unablässigen Biwaks. So ist er genötigt, einem mittleren Mann entscheidende Tat zu vertrauen.

Am 17. Juni, um elf Uhr vormittags, einen Tag nach dem Siege bei Ligny, einen Tag vor Waterloo, übergibt Napoleon dem Marschall Grouchy zum erstenmal ein selbständiges Kommando. Für einen Augenblick, für einen Tag tritt der bescheidene Grouchy aus der militärischen Hierarchie in die Weltgeschichte. Für einen Augenblick nur, aber für welch einen Augenblick! Napoleons Befehle sind klar. Während er selbst auf die Engländer losgeht, soll Grouchy mit einem Drittel der Armee die preußische Armee verfolgen. Ein einfacher Auftrag anscheinend dies, gerade und unverkennbar, aber doch auch biegsam und zweischneidig wie ein Schwert. Denn gleichzeitig mit jener Verfolgung ist Grouchy geboten, ständig in Verbindung mit der Hauptarmee zu bleiben.

Zögernd übernimmt der Marschall den Befehl. Er ist nicht gewohnt, selbständig zu wirken, seine Besonnenheit ohne Initiative fühlt sich nur sicher, wenn der geniale Blick des Kaisers ihr die Tat zuweist. Außerdem spürt er im Rücken die Unzufriedenheit seiner Generäle, vielleicht auch, vielleicht, den dunklen Flügelschlag des Schicksals. Nur die Nähe des Hauptquartiers beruhigt ihn: denn bloß drei Stunden Eilmarsch trennen seine Armee von der kaiserlichen. Im strömenden Regen nimmt Grouchy Abschied. Langsam rücken im schwammigen, lehmigen Grund seine Soldaten den Preußen nach, oder in die Richtung zumindest, in der sie Blücher und die Seinen vermuten …

Von elf bis ein Uhr stürmen die französischen Regimenter die Höhen, nehmen Dörfer und Stellungen, werden wieder verjagt, stürmen wieder empor. Schon bedecken zehntausend Tote die lehmigen, nassen Hügel des leeren Landes, und noch nichts ist erreicht als Erschöpfung hüben und drüben. Beide Heere sind ermüdet, beide Feldherren beunruhigt. Beide wissen, daß dem der Sieg gehört, der zuerst Verstärkung empfängt, Wellington von Blücher, Napoleon von Grouchy. Immer wieder greift Napoleon nervös zum Teleskop, immer neue Ordonnanzen jagt er hinüber; kommt sein Marschall rechtzeitig heran, so leuchtet über Frankreich noch einmal die Sonne von Austerlitz.

Grouchy, der unbewußt Napoleons Schicksal in Händen hält, ist indessen befehlsgemäß am 17. Juni abends aufgebrochen und folgt in der vorgeschriebenen Richtung den Preußen. Der Regen hat aufgehört. Sorglos wie in Friedensland schlendern die jungen Kompanien dahin, die gestern zum erstenmal Pulver geschmeckt haben: noch immer zeigt sich nicht der Feind, noch immer ist keine Spur zu finden von der geschlagenen preußischen Armee …

Eine Sekunde überlegt Grouchy, und diese eine Sekunde formt sein eigenes Schicksal, das Napoleons und das der Welt. Sie entscheidet, diese Sekunde im Bauernhaus von Walhaim, über das ganze neunzehnte Jahrhundert, und sie hängt an den Lippen – Unsterblichkeit – eines recht braven, recht banalen Menschen, sie liegt flach und offen in den Händen, die nervös die verhängnisvolle Ordre des Kaisers zwischen den Fingern knittern. Könnte Grouchy jetzt Mut fassen, kühn sein, ungehorsam der Ordre aus Glauben an sich und das sichtliche Zeichen, so wäre Frankreich gerettet. Aber der subalterne Mensch gehorcht immer dem Vorgeschriebenen und nie dem Anruf des Schicksals.“

https://www.projekt-gutenberg.org/zweig/sternstu/chap006.html

Kurzum: es hätte auch ganz anders kommen können und Napoleon wäre wieder unumschränkter Herrscher Europas gewesen.

Wie „groß“ ein Mensch auch immer sein mag – er ist immer von „kleinen“ Menschen abhängig.

Napoleon selbst war schicksalsgläubig und fühlte sich zu Hohem berufen. Eine Zeit lang hat es sogar danach ausgesehen. Bis zu dem Zeitpunkt, als ihn das Schicksal auslachte.

 

Vollender und Beender der Französischen Revolution

 

Bernt Engelmann in seinem Buch „Wir Untertanen – ein deutsches Geschichtsbuch“: „Das französische Volk, das sich seine Rechte blutig erkämpft hatte, behielt davon soviel, wie es sich nicht mehr nehmen ließ, auch nicht von dem Diktator, der nun seine Herrschaft antrat. Das deutsche Volk aber mußte erfahren, daß die Freiheit niemandem je als Geschenk zuteil wird, sondern daß man sie sich selbst entschlossen und gewaltsam nehmen und dann mit Zähnen und Klauen verteidigen muß – wenn man nicht weiter in Knechtschaft leben will.“

Aus „Wikipedia“: „Gewissermaßen als Regierungsprogramm gab Bonaparte die Parole aus: „Bürger! Die Revolution ist zu den Grundsätzen zurückgekehrt, von denen sie ausging; sie ist zu Ende.“ Dies entsprach dem Wunsch vor allem der bürgerlichen Schichten. Sie wollten die Errungenschaften der Revolution, wie die Abschaffung feudaler Privilegien oder die Rechtsgleichheit, zwar bewahrt sehen, verlangten aber auch nach Schutz vor Umtrieben der Radikalen oder Unruhen der Unterschichten. Dem trug der neue Machthaber Rechnung. Die Ordnung in einigen Unruhegebieten wurde wiederhergestellt. In verschiedenen Bereichen ließ Napoleon Reformen durchführen, die teilweise weit über seine Herrschaftszeit hinaus Bestand hatten. Dazu gehören die weitere Zentralisierung der Verwaltung, der Ausbau der Verkehrsinfrastruktur, die Sanierung der Staatsfinanzen, eine Währungsreform, die im Kern bis 1914 Bestand hatte, die Gründung der Banque de France und schließlich 1804 der Erlass des Gesetzbuches Code civil, der als Code Napoléon bekannt ist. Dieser hat bis zum heutigen Tag in vielen Ländern Bedeutung und blieb auch in einigen Teilen Deutschlands bis 1900 in Kraft.“

https://de.wikipedia.org/wiki/Napoleon_Bonaparte

 

Code civil

 

Aus „Wikipedia“: „Der Code civil (Abkürzung CC oder C. civ.) regelt das französische Zivilrecht. Es wurde 1804 von Napoleon Bonaparte eingeführt und bereits in den drei Folgejahren durch ein Zivilprozessbuch (Code de procédure civile) und das Handelsgesetzbuch (Code de commerce) ergänzt. Zwischen 1807 und 1815 und nochmals zwischen 1853 und 1871 unter Napoleon III. wurde es offiziell auch Code Napoléon genannt.

Mit dem Code civil schuf Napoleon ein bedeutendes Gesetzeswerk der Neuzeit. Es beruhte auf dem spätantiken Institutionensystem. Die Rezeption des Code civil, insbesondere während des 19. Jahrhunderts, gilt als Vorgang von weltgeschichtlicher Bedeutung. In Frankreich ist er in wesentlichen Teilen noch heute gültig. Napoleon sah die Gesetzessammlung als sein persönliches Werk an. Der Titel lautete ursprünglich Code civil des Français („Zivilgesetzbuch der Franzosen“). Wie auch die preußische und österreichische Zivilrechtsbücher, gehört das Gesetzeswerk zur sogenannten Naturrechtsgesetzgebung, wie sie durch den Aufklärer Christian Wolff im Vernunftrecht zugeschnitten worden war.

Zusammen mit den 1808 und 1810 erschienenen Strafgesetzbüchern (Code d’instruction criminelle und Code pénal) traten die Cinq codes („fünf Gesetzbücher“) in den von Napoleon besetzten oder zumindest beeinflussten Gebieten in Kraft. Auf der Gesamtkodifikation beruht noch heute ein Großteil der globalen Justizkultur …

Die ersten Entwürfe zu einem Code civil entstanden in Frankreich bereits in den Jahren 1793 bis 1797, während der französischen Revolution. Im Jahr 1800 berief Napoleon eine vierköpfige Kommission unter der Leitung von Jean-Jacques Régis de Cambacérès ein, die eine Rechtsvereinheitlichung schaffen sollte …

In Ablösung des altständischen Rechtspartikularismus sollte dem Franzosen ein vernunftgegründetes allgemeines Recht zur Verfügung stehen. Im modernen Citoyen konnte sich darauf hin das Pathos einer schwer erkämpften Volkssouveränität manifestieren, das Rechtsteilhabe einforderte. Das Gedankengut der Französischen Revolution äußert sich von nun an in Rechtsgrundsätzen wie der Gleichheit aller Männer vor dem Gesetz oder den Freiheitsrechten des männlichen Individuums sowie dem Schutz seines Eigentums. Insbesondere war geistiger Ausdruck dieser Errungenschaften die strikte Trennung von Staat und Kirche. Die Rechte der Frauen andererseits waren explizit stark eingeschränkt …

Binnen weniger Jahre galt er von Lissabon bis Warschau und von Holland bis zur Küste der Adria. Mit der Niederlage Napoleons bei Waterloo wurde seine erfolgreiche Verbreitung keineswegs gebremst: Vor allem in West- und Südeuropa (1865 Rumänien), aber auch in Nord- und Südamerika (1808/1825/1870 Louisiana, 1825 Haiti, 1830 Bolivien, 1845 Dominikanische Republik, 1866 Niederkanada, 1867 Québec, 1869 Argentinien, 1870 Mexiko, 1876 Paraguay) oder Afrika (1875 Ägypten, auch im Maghreb und den ehemaligen französischen Kolonien) orientierten sich die Gesetzbücher am Code civil. Selbst das Land des klassischen römischen Rechts, Italien, orientierte sich mit seinem Codice civile von 1865 am französischen Recht, und auch der 1889 ins Leben gerufene spanische Código Civil lehnte sich daran an. Auch in Kongresspolen, dem Nachfolgestaat des Herzogtums Warschau, blieb der Code civil ungeachtet der Zugehörigkeit zum Russischen Reich, (ab 1826 mit Ausnahme des Personen- und Familienrechts) in Kraft. In der Zweiten Polnischen Republik galt er weiterhin auf dem Territorium des ehemaligen Kongress-Polens. Zwar stellten einige auf revolutionären Wurzeln beruhende Regelungen zugleich auch Schwächen dar: Der gleiche Erbanspruch aller Kinder führte in vielen Gegenden zur Teilung des Grundbesitzes in unrentable Parzellen; Frauen wurden einem männlichen Vormund unterstellt und damit schlechter gestellt als zuvor; die (nun staatlich garantierte) Ehescheidung bevorteilte einseitig den Mann. Dennoch war ein besseres, im Geist der Aufklärung geschriebenes, Gesetzeswerk in Deutschland lange nicht in Sicht – auch das Preußische Allgemeine Landrecht (ALR) war dem Code civil nicht ebenbürtig ...

Erst 1900 wurde der Code civil dort, wo er im Deutschen Reich noch galt, vom Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) abgelöst …

Gemäß den wesentlichen Forderungen der Französischen Revolution (Liberté, Egalité, Fraternité – Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit) – garantierte der Code civil allen männlichen Bürgern:

- Freiheit für jeden

- Gewerbefreiheit und freie Berufswahl

- Abschaffung des Zunftzwangs

- Gleichheit vor dem Gesetz

- Laizismus: vollkommene Trennung zwischen Kirche und Staat

- Schutz des Privateigentums

- Schaffung der juristischen Basis für die Marktwirtschaft

- Aufzeichnung von Geburten und Todesfällen (Personenstandswesen) …

„Mein Ruhm ist nicht, vierzig Schlachten gewonnen zu haben […] Waterloo wird die Erinnerung an so viele Siege auslöschen […] Was aber durch nichts ausgelöscht werden wird, was ewig leben wird, das ist mein Code civil, […]“

– Napoleon Bonaparte: Ausspruch auf St. Helena am 26. September 1816“

https://de.wikipedia.org/wiki/Code_civil

Was in dem Artikel nicht ausdrücklich erwähnt wird, aber zwangsläufig war und welthistorische Auswirkungen hatte: die Abschaffung der Leibeigenschaft und die Gleichberechtigung aller (Männer) vor dem Gesetz – unter anderem auch der Juden.

 

Reformzwang

 

Der Code civil (bzw. Teile davon) und dessen Menschenbild wurde im nicht-französischen Ausland weder aus reiner Herzensgüte noch aus Einsicht eingeführt, sondern weil er eingeführt werden musste. Wie massiv sich der Code civil auswirken konnte und wie sehr militärischer Druck bzw. Niederlagen zur Verbreitung dessen notwendig war, zeigt das Beispiel der Reformen in Preußen.

Aus „Wikipedia“: „Als Preußische Reformen oder Stein-Hardenbergsche Reformen werden die in den Jahren 1807–1815 eingeleiteten Reformen bezeichnet, die die Grundlage für den Wandel Preußens vom absolutistischen Stände- und Agrarstaat zum aufgeklärten National- und Industriestaat schufen.

Der Zusammenbruch Preußens 1806/1807 nach der Schlacht bei Jena und Auerstedt sowie dem Frieden von Tilsit zwang König Friedrich Wilhelm III. zu Reformen, die seine Minister Karl Freiherr vom Stein und Karl August von Hardenberg als „Revolution von oben“ einleiteten. Die erste Säule der Erneuerungen bildete die Befreiung der Bauern, die Gleichstellung der Bürger, die Selbstverwaltung der Städte durch gewählte Volksvertreter, die Neuordnung der Staatsverwaltung durch verantwortliche Fachminister, die Einführung der Gewerbefreiheit und die Gleichberechtigung der Juden. Die zweite Säule umfasste die Bildungsreform, für die Wilhelm von Humboldt verantwortlich war. Er erneuerte das Bildungswesen im Sinne des Humanismus, setzte die allgemeine Schulpflicht durch und gründete die Berliner Universität. Die dritte Säule bildete die Heeresreform, die Gerhard von Scharnhorst, August Neidhardt von Gneisenau und Hermann von Boyen einleiteten. Sie modernisierten die Preußische Armee, schafften die Prügelstrafe für Soldaten ab und führten die allgemeine Wehrpflicht ein.

In der Geschichtswissenschaft werden die Preußischen Reformen insgesamt als erfolgreich bewertet. Sie ermöglichten nicht nur die Befreiungskriege von 1813–1815, sondern auch die Märzrevolution von 1848/1849 …

Die Niederlage von 1806 war nicht nur eine Folge falscher Entscheidungen oder des militärischen Genies Napoleons, sondern hatte auch innerpreußische strukturelle Gründe. Preußen war im 18. Jahrhundert der klassische Staat des aufgeklärten Absolutismus in Deutschland. Ständische und andere partikulare Gewalten wie im Westen und Süden gab es kaum noch. Zur Zeit Friedrichs II. († 1786) war Preußen ein vergleichsweise fortschrittliches und reformorientiertes Land. Insbesondere nach dessen Tod begann das absolutistische System zu erstarren und die Reformen blieben stecken oder waren ambivalent. Das gilt insbesondere für die ausbleibende soziale Modernisierung. Das Allgemeine Landrecht für die Preußischen Staaten von 1794 zielte zwar auf die Bindung von Staat und staatsbürgerlicher Gesellschaft an Gesetz und Recht ab, fixierte aber gleichzeitig die feudale Ordnung insgesamt. Zwar wurde auf den Staatsdomänen die Leibeigenschaft abgeschafft, nicht aber auf den ostelbischen Großgrund- und Adelsgütern.

Die Reformbedürftigkeit des preußischen Staates war für viele Beobachter und hohe Beamte schon vor dem Krieg von 1806 offensichtlich und fand sich auch in Denkschriften Steins und Hardenbergs wieder. Friedrich Wilhelm III. entließ Stein daraufhin im Januar 1807 aus seiner Stellung als Wirtschafts- und Finanzminister. Der völlige Zusammenbruch Preußens infolge der Niederlage gegen Napoleon bei Jena und Auerstedt machte die notwendigen Reformen aber schließlich unvermeidbar. Im Frieden von Tilsit verlor das Land etwa die Hälfte seiner Fläche. Dazu gehörten vor allem die Gebiete westlich der Elbe und die bei den letzten polnischen Teilungen annektierten Territorien. Damit war der altpreußische Staat faktisch untergegangen.

In dieser Situation gewannen die Reformer in der Bürokratie und im Militär die Oberhand über die konservativen und restaurativen Teile der Bürokratie und über den Adel. Einen erheblichen Einfluss übte die idealistische Philosophie in der Nachfolge von Immanuel Kant auf die Hauptakteure aus. Die Ziele der Reformer definierte die Rigaer Denkschrift von 1807. Formuliert wurde diese im Wesentlichen von Barthold Georg Niebuhr, Karl vom Stein zum Altenstein und Theodor von Schön für Hardenberg. Sie konstatierten, dass die Revolution den Franzosen einen ganz neuen Schwung gegeben habe. „Alle schlafenden Kräfte wurden geweckt, das Elende und Schwache, veraltete Vorurteile und Gebrechen wurden zerstört.“ Auch Preußen bleibe nichts anderes übrig, als sich tiefgreifend zu reformieren. Der „Wahn, dass man der Revolution am sichersten durch Festhalten am Alten und durch strenge Verfolgung der durch solche geltend gemachten Grundsätze entgegen streben könne, hat besonders dazu beigetragen, die Revolution zu befördern und derselben eine stets wachsende Ausdehnung zu geben. Die Gewalt dieser Grundsätze ist so groß, sie sind so allgemein anerkannt und verbreitet, dass der Staat, der sie nicht annimmt, entweder seinem Untergange, oder der erzwungenen Annahme derselben, entgegensehen muss; Ja selbst die Raub- und Ehr- und Herrschsucht Napoleons und seiner begünstigten Gehilfen ist dieser Gewalt untergeordnet und wird es gegen ihren Willen bleiben. Es lässt sich auch nicht leugnen, dass unerachtet des eisernen Despotismus, womit er regiert, er dennoch in vielen wesentlichen Dingen jene Grundsätze befolgt, wenigstens ihnen dem Schein nach zu huldigen genötigt ist.“

Daraus folgerten die Autoren: „Also eine Revolution im guten Sinn, gemach hin führend, zu dem großen Zwecke der Veredlung der Menschheit, durch Weisheit der Regierung und nicht durch gewaltsame Impulsion von Innen oder Außen – das ist unser Ziel, unser leitendes Prinzip. Demokratische Grundsätze in einer monarchischen Regierung: diese scheint mir die angemessene Form für den gegenwärtigen Zeit-Geist. Die reine Demokratie müssen wir noch dem Jahre 2440 überlassen, wenn sie anders je für den Menschen gemacht ist.“ Mit Blick auf die Niederlage von 1806 ging auch Friedrich Wilhelm III. davon aus, dass Preußen nur bei grundlegenden Reformen in Staat und Gesellschaft weiter bestehen könne.“

https://de.wikipedia.org/wiki/Preu%C3%9Fische_Reformen

 

Bürger in Uniform

 

Nur wenige Jahre vor Napoleon wurden in Deutschland noch Soldaten „verkauft“: „Landgraf Friedrich II. von Hessen-Kassel unterzeichnete am 15. Januar 1776 mit seinem Schwager, König Georg III. von Großbritannien, sogenannte Subsidienverträge. Gemäß diesen Verträgen verpflichtete sich der hessische Landesfürst, Großbritannien mietweise ein Kontingent Soldaten in einer Gesamttruppenstärke von etwa 12.000 Mann permanent zu überlassen.“

https://de.wikipedia.org/wiki/Soldatenhandel_unter_Landgraf_Friedrich_II._von_Hessen-Kassel

Viele der „verkauften“ Soldaten waren freiwillig in Amerika, viele wurden auf die eine oder andere Art dazu gezwungen. Auf jeden Fall kämpften sie für eine Sache, die nicht die ihre war.

Wozu hingegen eine voll motivierte Truppe, die für sich und ihre Ideale kämpft, fähig ist, zeigt die französische Revolutions-Armee.

Aus „Wikipedia“: „Die Kanonade von Valmy vom 20. September 1792 war eine nicht durchgefochtene Schlacht im Ersten Koalitionskrieg zwischen dem preußischen Kontingent der antifranzösischen Koalition und der französischen Revolutionsarmee. Ein Artillerieduell in der Nähe des Dorfes Valmy brachte den Feldzug der Interventen nach Paris zum Stehen. Nach zehntägigem Zögern traten sie den Rückzug an.

Der Erfolg der Revolutionsarmee beeindruckte die Zeitgenossen tief und wurde zum Mythos, der bis in die Gegenwart andauert …

Am 21. September 1792, einen Tag nach der Kanonade, wurde in Paris der König für abgesetzt erklärt und die Republik proklamiert. Die Nachricht vom „Sieg bei Valmy“ erlangte historische Bedeutung, weil das Stehenbleiben der Preußen als Erfolg des Konvents und damit der Republik erschien. Die Revolutionsarmee, die aus einer Mischung von altgedienten Soldaten und unerfahrenen Freiwilligen bestand, hatte bei Valmy bewiesen, dass sie der weit höher eingeschätzten preußischen Armee erfolgreich Widerstand leisten konnte. So festigte die Nachricht von Valmy die Herrschaft des Konvents in Paris. Die Überhöhung zum Mythos vom Wendepunkt, vom Sieg, hat, wie Crane Brinton 1934 schrieb, „wesentlich dazu beigetragen, Siege hervorzubringen, die keine Mythen waren“.

Napoleon Bonaparte erklärte den Tag von Valmy zum Beginn des französischen Siegeszugs in Europa und stellte ihn in die Tradition seines Kaisertums …

Weltgeschichtlichen Rang verlieh der Kanonade Johann Wolfgang von Goethe, der als Begleiter des Herzogs Karl August von Sachsen-Weimar den Feldzug mitgemacht hatte. Er teilte dreißig Jahre später in seinem autobiografischen Bericht Kampagne in Frankreich mit, er habe am Abend nach der Kanonade von Valmy im Kreis einiger Offiziere den Ausspruch getan:

„Von hier und heute geht eine neue Epoche der Weltgeschichte aus, und ihr könnt sagen, ihr seid dabei gewesen.““

https://de.wikipedia.org/wiki/Kanonade_von_Valmy

Bernt Engelmann: „Auch im preußischen Heer, dessen Reformbedürftigkeit selbst die konservativsten Junker nicht bestreiten konnten, wurden die schlimmsten Züchtigungen abgeschafft oder doch eingeschränkt; zumindest auf dem Papier erkannte man auch Nichtadligen, wenn sie sich ganz besonders tüchtig und hervorragend tapfer gezeigt hatten, das Recht zu, durch die „Gnade“ des Königs Offiziere zu werden. Auch wurde endlich, wie in den anderen deutschen Armeen, jener allen Soldaten tief verhaßte lange Zopf, den die Mannschaften bis dahin hatten tragen müssen, auf Drängen der Reformer abgeschafft.

Diese Beseitigung eines bloßen Symbols waren die Junker noch gerade hinzunehmen bereit. Aber als sich fortschrittliche Offiziere wie der (erst 1804 geadelte) Generalstabschef Georg David von Scharnhorst, der sich als Bauernsohn in hannoverschen Diensten zum Offizier hochgekämpft hatte und erst danach in die preußische Armee eingetreten war, für die allgemeine Wehrpflicht einsetzten, wurde der Widerstand der Junker übermächtig. Der Gedanke, die unterdrückten Bauern und Arbeiter zu bewaffnen und ohne ständige Prügel auszubilden, erfüllte die Junker wie auch den König mit begreiflicher Angst. Auch ein anderer Offizier, der bald Napoleons bedeutendster militärischer Gegenspieler werden sollte, scheiterte zunächst bei dem Versuch, Scharnhorst zu unterstützen und aus der „Militärstrafanstalt“, die das preußische Heer damals war, eine Volksarmee zu machen. Dieser Kommandant, Neidhardt von Gneisenau, hatte die Überlegenheit einer von Begeisterung erfüllten Bürger- und Bauernarmee gegenüber zusammengeprügelten Zwangsrekrutierten in Nordamerika erfahren, wo er dorthin verkaufte deutsche Truppen in den Kampf hatte führen müssen. Und bei der Verteidigung der Feste Kolberg war ihm vor Augen geführt worden, daß eine Bürgerwehr, die ihre eigene Stadt verteidigte, allen gepreßten Soldaten an Kampfbereitschaft überlegen war.“

 

Wissenschaft

 

Auch für die Wissenschaft hatte Napoleon Folgen. Vor allem für die Ägyptologie.

Aus „Wikipedia“: „Als Napoleons Ägyptenfeldzug oder Ägyptische Expedition wird die militärische Unternehmung der Franzosen unter dem Kommando Napoleon Bonapartes in Ägypten in den Jahren von 1798 bis 1801 bezeichnet.

Begleitet wurde Bonaparte und sein Expeditionsheer von der Commission des sciences et des arts, einer Expertengruppe von 167 Wissenschaftlern, Ingenieuren, Künstlern etc.; die meisten von ihnen waren 1798 in Kairo auch Gründungsmitglieder des Institut d’Égypte, einer wissenschaftlichen Einrichtung zur Erforschung Ägyptens. Die Ergebnisse der Expedition wurden in der mehrbändigen Text- und Bildsammlung Description de l’Égypte (dt. Beschreibung Ägyptens) dokumentiert, die den Grundstein für die spätere Ägyptologie legte.

War die Expedition auch letztlich ein militärischer Fehlschlag, führte sie doch zu bedeutenden wissenschaftlichen Entdeckungen, da durch die an der Expedition teilnehmenden Wissenschaftler die altägyptische Kultur weithin bekannt wurde und so ein starkes Interesse an der Frühgeschichte geweckt wurde. Die Resultate dieser Forschungen wurden in der umfangreichen Text- und Bildsammlung „Description de l’Égypte“ veröffentlicht. Bedeutendste einzelne Entdeckung war der Fund des Steins von Rosette am 15. Juli 1799, der letztlich die Entzifferung der altägyptischen Hieroglyphen durch Jean-François Champollion ermöglichte.“

https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%84gyptische_Expedition

 

Nationalismus

 

Eine der Folgen der Französischen Revolution und der anschließenden „Befreiungskriege“ gegen Napoleon war der Nationalismus, der vor allem das gesamte 19. Jahrhundert in Atem hielt.

Das jeweilige Land sollte nicht mehr dem jeweiligen Herrscher „gehören“, sondern der gesamten Nation. Einigungs-Bestrebungen gab es vor allem in Deutschland, Italien und Polen. Unabhängigkeits-Bestrebungen gab es im Vielvölkerstaat der Habsburger; Freiheits-Bestrebungen gegen das Osmanische Reich mit neuen Staaten auf dem Balkan.

 

Flurbereinigung in Deutschland

 

Nicht auszudenken, wie Deutschland heute ohne Napoleon aussähe.

Paula Pfoser: „„Deutschland verdankt ihm seine große Flurbereinigung“, betont Häusler das territoriale Erbe Napoleons. Dem vom Spätmittelalter an bestehenden Heiligen Römischen Reich deutscher Nation versetzten die Napoleonischen Kriege den endgültigen Todesstoß.

Aus mehr als 300 Staatsgebilden, einem, so Häusler, „ungeheuren Fleckerlteppich der Kleinststaaten und Fürstentümer“ wurden 39. Mit dem Königreich Bayern und Württemberg wiesen diese schon damals ähnliche Grenzen wie die heutigen deutschen Bundesländer auf. Wurde zunächst die politische Elite der Erzbistümer und Stadtrepubliken entmachtet, brachte der Wegfall der Zollgrenzen auf längere Sicht ökonomischen Aufschwung.“

https://orf.at/stories/3211305/?utm_source=pocket-newtab-global-de-DE

 

Bernt Engelmann: „Die vielen hundert deutschen Zwergstaaten-Tyrannen, die sich bis dahin hochmütig und mitleidlos in ihr Gottesgnadentum gehüllt hatten, verzichteten jetzt auch auf den äußeren Anschein von Adel und Würde. Es gab keine Erniedrigung, die sie nicht bereitwillig auf sich nahmen, um nur ja ihre Souveränität und damit das Recht, ihre Untertanen zu unterdrücken und auszubeuten, so lange wie möglich zu retten. Sie feilschten und bettelten, winselten und krochen um die Vertreter Frankreichs, schoben ihre kaum mannbaren Töchter den Revolutionsgeneralen, die sie noch ein paar Tage zuvor als Müllkutscher und Bauernlümmel bezeichnet hatten, katzbuckelnd in die Betten und gierten zugleich nach den fetten Abteien und Bistümern, deren „heilige Rechte“ sie eben noch verteidigt hatten und mit denen sie jetzt für ihre Gebietsverluste entschädigt zu werden hofften …

Zugleich verschwanden die meisten deutschen Zwergstaaten von der Landkarte. Die ersten, die ihre Landesherrlichkeit verloren, waren die zahlreichen Erzbischöfe, Bischöfe, Äbte und Pröpste …

In „tiefster Erniedrigung“ befand sich indessen damals nicht das deutsche Volk, sondern allein jene Mafia von kleinen und kleinsten Landesherren und ihr Anführer, der Kaiser des einstigen, schon lange ohnmächtigen und seit geraumer Zeit in völliger Auflösung befindlichen „Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation“. Als im selben Jahr 1806 der letzte Chef dieses in Konkurs gegangenen Konzerns, der Habsburger Franz II., auf Verlangen Napoleons die Kaiserkrone niederlegte, war dies nur noch, wie wenn der Generaldirektor eines gerade zwangsversteigerten Unternehmens auf Drängen der Konkursverwalter auch noch das Messingschild von der Tür seines ausgeräumten Chefbüros endlich entfernt.“

Es gab zahlreiche Gewinner. Etwa das neu geschaffene Königreich Westphalen mit Napoleons Bruder Jérôme Bonaparte als König oder Württemberg, das jetzt ebenfalls Königreich wurde und seine Landesfläche verdreifachte. Baden, das sich jetzt Großherzogtum nennen durfte, konnte seine Fläche gar verfünffachen.

 

Was bleibt?

 

Was mensch auch immer von Napoleon halten mag – ohne ihn sähen Deutschland und die Welt völlig anders aus.

Auf zwei noch heute gültige Folgen möchte der Wurm kurz eingehen:

 

Staatsleistungen

 

Es wird gerne vergessen, dass seit der großen Flurbereinigung die Klerikalen zwar keine offiziellen Landesherren mehr sind, sich seitdem aber von ihren Nachfolgern bezahlen lassen. So werden die deutschen Bischöfe mitsamt ihrem Personal und anderen Sachen wie Erhalt von Gebäuden von den jeweiligen Bundesländern bezahlt.

Aus „Wikipedia“: „Vor allem die evangelischen und katholischen Kirchen in Deutschland erhalten Staatsleistungen. In einigen Bundesländern werden aus Gleichbehandlungsgründen auch Zuschüsse an andere Kirchen/Religionsgesellschaften und Weltanschauungsgemeinschaften gezahlt. In den Haushaltsplänen der Bundesländer für 2021 sind insgesamt etwa 675 Millionen Euro veranschlagt.“

https://de.wikipedia.org/wiki/Staatsleistungen

 

Heute ein König

 

Napoleon hatte seine Familie mit Königs-Titeln und Herrscher-Posten versorgt. Auch Vertraute von ihm kamen nicht zu kurz. Die Nachfolger von einem dieser sind noch heute im Amt:

„Jean-Baptiste Bernadotte stieg in der französischen Revolutionsarmee zum General auf und wurde 1799 kurzzeitig Kriegsminister des Direktoriums. Kaiser Napoleon ernannte ihn 1804 zum Maréchal d’Empire und erhob ihn 1806 zum Fürsten von Pontecorvo.

Mit Zustimmung Napoleons wählte der schwedische Reichstag Bernadotte 1810 zum Kronprinzen von Schweden, den der kinderlose letzte König aus dem Hause Holstein-Gottorp, Karl XIII., adoptieren musste. Nach dessen Ableben im Jahr 1818 wurde Bernadotte als Karl XIV. Johann zum König von Schweden gekrönt, wodurch die Familie Bernadotte die (seit Gustav IV. 1809 ins Exil gegangene) Dynastie Holstein-Gottorp auf dem Thron ablöste.“

https://de.wikipedia.org/wiki/Bernadotte

 

 

Ich bin Philanthrop, Demokrat und Atheist. Rupert Regenwurm

 

 

Das Böse verlachen

- Satire, Realsatire, ernst Gemeintes -

 

1. Mai – Wochenkommentar von Ferdinand Wegscheider

„An Corona ertrunken?“ - Im neuen Wochenkommentar geht es heute um die geplanten Lockerungen und vor allem um die als Erleichterung getarnten Schikanen für nicht geimpfte Bürger.

https://www.servustv.com/videos/aa-26yu5qes12111/

 

#allesdichtmachen #niewiederaufmachen #lockdownfürimmer: Nina Proll

https://www.youtube.com/watch?v=iOzaSPZLZMc

 

Konsens TV – Das Wahrheitsministerium informiert

https://www.youtube.com/watch?v=4OhgXarNdGg

 

Doppelmoral im Bundestag – Notstand verordnen, und selbst auf Regeln pfeifen

https://www.youtube.com/watch?v=cqzSEZ6AOZU

 

Mini-Masken-GAU der Regierung offenbart die ganze Scheinheiligkeit der FFP-2-Masken-Pflicht

https://www.youtube.com/watch?v=_-zceI4mfvo

 

Unglaublich: Intensivpfleger zerlegt Spahns Corona-Politik, vor laufender Kamera neben dem Minister

https://www.youtube.com/watch?v=PSvAyAj2yWc

 

Alant Jost: Pater Theo

https://www.youtube.com/watch?v=23TlwdQzJ0E

 

Testen, testen, testen. #allesdichtmachen - auch Schwimmbäder!

https://www.youtube.com/watch?v=BgdKJMEzmuk

 

Nikolai Binner: Wenn die Maßnahmen tödlicher sind als das Virus

https://www.youtube.com/watch?v=V3gTqnY0ePI

 

DEUTLICHES STATEMENT ZUM IMPFEN VON CASHMO, DEUTSCHRAPPER

https://www.bitchute.com/video/3kNDlJhwHLOB/

 

#IHRSPINNTWOHL - ROBERT FLEISCHER VOM EXOMAGAZINTV

https://www.bitchute.com/video/xAyNLIZNWhwc/

 

COVID-1984 - KURZES INTRO AUS "COVAIDS 1984 AND THE KILL GATES GLOBALIST DICTATORSHIP"

https://www.bitchute.com/video/oUpJJNgDa6RU/

 

DYSTOPIE DEUTSCHLAND - MECKLENBURG-VORPOMMERN: "HEIMREISE ANTRETEN!"

https://www.bitchute.com/video/cqtuw6Yiogt9/

 

Steimles Aktuelle Kamera / Ausgabe 24

https://www.youtube.com/watch?v=PVezwzRw7JI

 

Never Ending Lockdown | Merkel und Spahn haben einen Plan | Strippenzieher

https://www.youtube.com/watch?v=bNTCRX8aBq4

 

HallMack Lage in den Kliniken nicht dramatisch

https://www.frei3.de/article/e5b6241b-c734-4355-b0e6-b4b56e24344a

 

HallMack Verdienstkreuz für Vertuschungs-Kardinal

https://www.frei3.de/article/5765b881-6447-4689-828c-7e2ca9adda5e

 

HallMack Richter-Razzia und kein Geld für Propaganda

https://www.frei3.de/article/4bd7ab4a-743d-460d-876c-c10dd787d04b

 

HallMack Gurgeln "offiziell" nicht wirksam

https://www.frei3.de/article/acc2c0d8-8ab1-48fb-8729-b4f3c41928e3

 

HallMack Mann des Jahres - Ricardo Lange

https://www.frei3.de/article/95e4f0bf-bd8b-4155-83e8-635e577e0106

 

HallMack Freiheit für Pharmagläubige

https://www.frei3.de/article/99a42446-285b-4288-98f3-95a5c6c08c16