Volker Bruch:

https://www.youtube.com/watch?v=sOCi3B9wJ5U

 

Es hat sehr lange gedauert, bis sich namhafte Künstler zu den unguten Corona-Maßnahmen äußern, aber nun ist sie da: die Aktion #allesdichtmachen #niewiederaufmachen #lockdownfürimmer

 

Jan Josef Liefers:

https://www.youtube.com/watch?v=Ux_j8ALQiQY

 

Die Aktion

 

„#allesdichtmachen

#niewiederaufmachen

#lockdownfürimmer

Die Aktion #allesdichtmachen hat Wellen geschlagen. Es wurde bewußt entschieden, die Videos nicht mit einem “Statement” zu flankieren, denn dann hätten alle nur über das Statement geredet. Aber das heißt nicht, dass wir nichts zu sagen hätten. Wir leugnen auch nicht Corona oder stellen in Abrede, daß von der Krankheit Gefahr ausgeht und Menschen daran sterben.

Vielmehr geht es uns um die Corona-Politik, ihre Kommunikation und den öffentlichen Diskurs, der gerade geführt wird. Wir üben Kritik mit den Mitteln von Satire und Ironie. Wenn man uns dafür auf massivste Art und Weise beschimpft und bedroht, ist das ein Zeichen, dass hier etwas ins Ungleichgewicht geraten ist.

Wir lassen uns auch nicht in eine Ecke stellen mit Rechten, Verschwörungstheoretikern und Reichsbürgern. Auch die AfD steht für alles, was wir ablehnen. Wenn man sich nicht traut, Selbstverständlichkeiten anzumahnen, weil man Applaus von der falschen Seite fürchtet, dann zeigt das allenfalls, daß der Diskurs in eine Schieflage geraten ist.

Nicht alle in dieser Gruppe sind Gegner eines wie auch immer gearteten Lockdowns. Einige schon. Aber darum geht es nicht. Wir behaupten auch nicht, es besser zu wissen und auch nicht, dass alle Maßnahmen falsch sind. Es geht nicht um Viren, Zahlen oder Kurven. Es geht um die Art, wie Staat und Bürger interagieren, und um die Frage, in was für einer Gesellschaft wir leben wollen. Es geht darum, daß Kritik am Lockdown ein legitimer Standpunkt ist, der sich mit Argumenten und Fakten untermauern läßt. Es geht um den Blick auf die Schäden, die die Corona-Maßnahmen auf vielerlei Art anrichten. Es geht darum, daß Kinder und Jugendliche um einen wichtigen Teil ihres Lebens betrogen werden. Es geht darum, über den eigenen Tellerrand zu schauen. Es geht um eine Rhetorik von „Wir” und „Gemeinsamkeit”, die schon deswegen falsch ist, weil offensichtlich nicht “wir alle” da “gemeinsam” drinstecken, sondern in sehr unterschiedlichem Maße: Die Schere von Arm und Reich geht immer weiter auf. Es geht am Ende auch um den bekannten Slogan: Leave no one behind.

Wir sind bei all jenen, die zwischen die Fronten geraten sind. Den Verängstigten, den Verunsicherten und Eingeschüchterten und jenen, die verstummt sind. Uns geht es darum, endlich offen, respektvoll und auf Augenhöhe miteinander zu reden.

Dies ist kein offizielles Statement von sämtlichen Teilnehmer:innen der Aktion. Die Gruppe hat keinen „Kopf“ und keine gemeinsame Stimme. Das Projekt ist kollektiv entstanden, die Gruppe ist divers, die Meinungen gehen auch hier auseinander. Wir halten das aus und pflegen zivilisierten Umgang. Jeder kann in der Öffentlichkeit sprechen, jedoch immer nur für sich. Einige aus der Gruppe sind erschrocken über den Shitstorm und haben sich auf dieses Statement geeinigt. Andere ziehen es vor zu schweigen. Beides ist legitim und in Ordnung.

Übrigens: Wenn Videos von dieser Seite verschwinden, dann heißt das nicht zwingend, dass die jeweiligen Leute sich distanzieren. Es kann genausogut bedeuten, dass jemand sich einfach nicht in der Lage sieht, diesen Shitstorm auszuhalten, oder seine Familie schützen will.“

https://allesdichtmachen.de/

 

Zur YouTube-Seite: https://www.youtube.com/channel/UC3_dHQpx8O9JT2LW1U2Beuw/videos

 

Befürworter

 

Boris Reitschuster: „Kommen die Null-Covid-Stimmung und der Trend, noch härtere Maßnahmen gegen das Virus zu fordern, jetzt ins Wanken? Zumindest in den Medien und in der Regierung schien die Liebe zum harten Kurs vorherrschend. Doch nun machen Schauspieler dagegen mobil – auf eine Art und Weise, die besonders wirksam ist: Mit bissigem Humor. Auf der Internetseite allesdichtmachen.de überziehen viele bekannte Schauspieler aus der Bundesrepublik die aktuelle, harte Corona-Politik mit heftigem Spott. Und der ist die gefährlichste Waffe gegen Regierungen, die erstarrt sind. Es sind prominente Namen: Jan Josef Liefers, Miriam Stein, Merit Becker, Heike Makatsch, Ulrich Tukur, Nadja Uhl sowie Ulrike Folkerts und viele andere. Das Motto der vielen kurzen Spots der Prominenten ist schon an der Überschrift der Seite auszumachen: Neben „#allesdichtmachen“ heißt es da „#niewiederaufmachen“ sowie „#lockdownfürimmer“.

Miriam Stein sagt etwa: „Ich finde, wir testen viel zu wenig, es kann nicht angehen, dass Menschen denken, sie seien gesund, nur weil sie keine Symptome haben. Ich bin dafür, dass wir alle Altersgruppen, auch Kleinkinder, und Säuglinge, und ungeborene Kinder testen! Jeden zweiten Tag zum PCR-Test, und zwar nur gegen Vorlage eines negativen Tests! Alle Modellrechnungen sagen, dann hätten wir innerhalb von Tagen eine Inzidenz von null! Seien Sie solidarisch! Mit dem PCR-Test!“

Jan Josef Liefers gibt sich nachdenklich: „Danke an alle Medien unseres Landes, die mit Haltung seit über einem Jahr dafür sorgen, dass der Alarm bleibt, wo er hingehört: nämlich ganz, ganz oben. Und die dafür sorgen, dass kein unnötiger Disput uns ablenken kann von der Zustimmung zu den sinnvollen und immer angemessenen Maßnahmen unserer Regierung. Verantwortungslosen, menschenverachtenden Experten und Wissenschaftlern, die zu anderen Schlüssen kommen als die beratenden Experten unserer Regierung, und die sich mit Professuren an weltberühmten Universitäten und Nobelpreisen schmücken, ich möchte sagen, tarnen, dürfen wir keine Bühne geben! Schließlich wissen nur ganz wenige Spezialisten, was wirklich gut für uns ist! In letzter Zeit habe ich aber den Eindruck, dass einige Zeitungen beginnen, überwunden geglaubte Vorstellungen von kritischem Journalismus wieder aufleben zu lassen. Dagegen müssen wir uns wehren! Das dürfen wir nicht zulassen! Wir sollten einfach nur allem zustimmen und tun, was man uns sagt! Nur so kommen wir gut durch die Pandemie. Bleiben Sie gesund! Verzweifeln Sie ruhig! Aber zweifeln Sie nicht.“

Diese gemeinsame Aktion könnte bahnbrechend sein und dazu beitragen, die Stimmung in Deutschland kippen zu lassen – weg vom Corona-Totalitarismus hin zu einem pragmatischen, undogmatischen Umgang mit dem Virus. Wer den forderte, musste bisher Angst haben, als „Verschwörungstheoretiker“ oder „Schwurbler“ diffamiert zu werden. Das Bekenntnis der Prominenten ist ein ebenso mutiger wie sehr wichtiger Schritt dagegen.

Interessant ist, wie die großen Medien mit der Aktion umgehen. Am Donnerstagabend konnte ich auf den großen Portalen, die ich besuchte, nicht eine einzige Meldung dazu im oberen Bereich der Seite finden. Auch bei einer schnellen Google-News-Suche wurde ich nicht fündig. Wie ist so ein kollektives Wegsehen zu erklären? Verstehen alle synchron, dass so etwas nicht gewünscht ist? Freiwillige Gleichtaktung? Ich bin sehr gespannt, wie lange das Ignorieren funktioniert – es ist eine Gratwanderung, denn damit verspielen die großen Medien noch mehr Vertrauen. Interessant, wie sie reagieren werden – wohl mit Meldungen unter „ferner liefen“. Möglicherweise aber auch mit massiven Attacken auf die Schauspieler. Aber je mehr Menschen man als „Covidioten“ diffamiert, umso mehr verliert diese Taktik an Wirksamkeit.

PS: Gegen Mitternacht war die Aktion Aufmacher auf bild.de – also der oberste Artikel dort. Die Bild war aber auch bisher schon dadurch aufgefallen, kritischer gegen die Regierung zu sein als viele andere große Medien. Ob und wie diese nachziehen werden?“

https://reitschuster.de/post/jetzt-machen-auch-schauspieler-gegen-die-corona-massnahmen-mobil/

 

Jens Berger: „Lange hat es gedauert, doch endlich haben mehr als 50 namhafte deutsche Schauspieler ihr Schweigen beendet und beziehen offen kritisch Stellung zu den Corona-Maßnahmen. Und zwar keinesfalls „nur“ aus der Perspektive des Kulturbetriebs, sondern in einem grandiosen Rundumschlag aus kurzen Videoclips, die bitter-ironisch persiflieren, was alles schiefläuft.

Chapeau! Wie kaum anders zu erwarten, haben sie damit in ein Wespennest gestochen. Die Lockdown-Fraktion in den Medien schäumt vor Wut und sparte bereits wenige Stunden nach Veröffentlichung der Clips nicht mit Nazi-Vergleichen und Schlägen tief unter der Gürtellinie. „Saublöde Populisten“ seien diese „Schwurbler“, die „Wirres raunen“, „Unrat verbreiten“ und „rechtsradikale Propaganda verbreiten“. Frei nach Lenin – sag mir, wer Dich kritisiert, und ich sage Dir, was Du richtig gemacht hast“.

Im Februar fragte Tobias Riegel auf den NachDenkSeiten, wo denn die kritischen Künstler hin seien und beklagte die „Ignoranz der sozialen Fragen durch Teile des Kulturbetriebs“. Und erst in dieser Woche legte der Kollege noch einmal nach und beklagte einmal mehr das „dröhnende Schweigen der Zivilgesellschaft“. Riegel wurde erhört. Die 53 Videoclips, die im Rahmen der Kampagne „#allesdichtmachen #niewiederaufmachen #lockdownirrtümer“ gestern veröffentlicht wurden, können durchaus als – wenn auch zu späte – Ehrenrettung der deutschen Kulturschaffenden durchgehen.

Anmerkung: Die Kampagnenseite allesdichtmachen.de ist zur Zeit nicht erreichbar – wahrscheinlich hält der Server der Nachfrage nicht stand. Die Videos sind jedoch auch direkt über die YouTube-Playlist der Kampagne erreichbar – zumindest noch.

Mit ein wenig Optimismus hätte man ja zumindest erwartet, dass sich endlich einmal namhafte Vertreter des Kulturbetriebs zur prekären Situation der Kultur geäußert hätten, die im nun mehr als ein Jahr andauernden Ausnahmezustand vollends unter die Räder gekommen ist. Doch #allesdichtmachen beschränkt sich zum Glück nicht auf die eigene Branche, sondern greift in den einzelnen Clips ein sehr breites Themenfeld auf – Themen, die seit Beginn des Ausnahmezustands auch immer wieder von den NachDenkSeiten kritisch beleuchtet wurden.

So thematisiert der Clip des Schauspielers Volker Bruch beispielweise das Klima der Angst, das gezielt von Politik und Medien geschürt wird.

„Ich will wieder mehr Angst haben. Denn ohne Angst habe ich Angst. Deshalb appelliere ich an unsere Regierung: Macht uns mehr Angst. Die Menschen im Land brauchen diese Angst jetzt. Liebe Regierung, lasst uns in dieser Lage nicht allein. Es ist jetzt so wichtig, dass wir alle genug Angst haben. Bleiben Sie gesund.“ – so Bruch.

Alle Clips vereint das Stilmittel der Ironie und Überspitzung. Konzipiert sind sie im Stil der „Aufklärungsvideos“ der Bundesregierung. Die Schauspieler machen sich Sorgen und appellieren an den Zuschauer, die Maßnahmen der Bundesregierung zu befolgen – überzogen, mit ironischer Überspitzung; eine Groteske, die den Zuschauer erkennen lässt, wie grotesk die Maßnahmen und wie absurd die zur Zeit vorherrschenden Narrative doch eigentlich sind.

Dem Thema „Angst“ nimmt sich auch der Schauspieler Richy Müller an, der sich ein „Zwei-Tüten-Atmungs-System“ ausgedacht hat, um sich vor der Infektion zu schützen. Wenn jeder sein System anwendet, so Müller, hätten wir schon längst keinen Lockdown mehr. Ähnlichkeiten zu vergleichbar absurden Ratschlägen aus der Realität sind natürlich beabsichtigt.

Mitten ins Fadenkreuz der Leitartikler begibt sich Jan Josef Liefers, der es doch tatsächlich wagt, den Haltungsjournalismus aufs Korn zu nehmen

„Danke an alle Medien unseres Landes, die seit über einem Jahr unermüdlich dafür sorgen, dass der Alarm genau da bleibt, wo er hingehört: nämlich ganz, ganz oben, und dafür sorgen, dass kein unnötiger, kritischer Disput uns ablenken kann von der Zustimmung zu den sinnvollen und immer angemessenen Maßnahmen unserer Regierung. In letzter Zeit habe ich das Gefühl, dass einige Zeitungen damit beginnen, alte, überwunden geglaubte Vorstellungen von kritischem Journalismus wieder aufleben zu lassen. Dagegen müssen wir uns wehren. Das dürfen wir nicht zulassen. Wir sollten einfach nur allem zustimmen und tun, was man uns sagt. Nur so kommen wir gut durch die Pandemie.“

Es war zu erwarten, dass die getroffenen Hunde nicht nur bellen, sondern sich sogleich bitterböse geifernd in Liefers´ Waden verbeißen würden. Seine Argumentation sei „wirklich nur noch einen Steinwurf von gleichgeschalteter Lügenpresse entfernt“, so Thomas Lückerath, Gründer und Chefredakteur des in der Branche sehr einflussreichen Medienmagazins DWDL.de. Sebastian Leber vom Tagesspiegel findet dieses Statement „so schäbig, dass es weh tut“. Und Imre Grimm vom Redaktionsnetzwerk Deutschland sekundiert, Liefers „ventiliere die uralte Mär von den gleichgeschalteten Medien“. Getroffene Hunde müssen wohl so bellen. Aber weiter im Inhalt.

Das Alleinlassen der Eltern bei der Erziehung thematisiert Felix Klare in seinem Spot und bittet die zuschauenden Eltern, doch bitte ihre Kinder „zu Disziplin und Hygiene zu erziehen“ und die Corona-Maßnahmen der Bundesregierung zu unterstützen.

Cem Ali Gültekin präsentiert seinen „Beitrag im Kampf gegen die Pandemie“. Er testet die Kinder in seiner Nachbarschaft auf Corona. “Manche bekommen davon einen Würgereiz und müssen sich übergeben“ – aber da kümmerten sich ja dann die Eltern drum.

Ein „tolle Idee“ hat auch die Schauspielerin Kathrin Osterode. Sie hat sich eine „Inzidenzregelung“ ausgedacht, mit der sie den Kindern Freiheiten je nach aktuellem Inzidenzwert gewährt. Na klar, die Kinder, das sind wir.

Nina Gummich macht sich in ihrem Spot für „Meinungsfreiheit“ stark und hat sich „Stück für Stück von ihrer eigenen Meinung befreit“, da eine eigene Meinung „krass unsolidarisch sei“, „zu mehr Infizierten führe“ und „das gesamte Umfeld nur verunsichere“. Und „für die Karriere [sei] es auch besser, keine eigene Meinung zu haben“.

Das sieht auch Werner Eng so und freut sich darüber, dass er in der Pandemie „keinen eigenen Kopf mehr haben [müsse]“ und er der Wahrheit vertrauen könne, die durch die Maßnahmen der Bundesregierung bestimmt wird.

Die Frage der Grundrechte schneidet Tina Marina Aigner an, die ein „großer Fan von unserem Grundgesetz“ ist, die aber natürlich von „Inzidenzwerten, schlimmen Nachrichten aus anderen Ländern und Kurven“ abhängig seien, „die irgendwo schnell in die Höhe gehen“.

Miriam Stein macht sich Sorgen, dass zu wenig getestet wird. „Es könne ja nicht angehen, dass Menschen denken, sie seien gesund, nur weil sie keine Symptome haben“. Man solle alle zwei Tage zum PCR-Test gezwungen werden – aber nur gegen Vorlage eines negativen PCR-Tests. Treffer. Versenkt!

Ulrich Tukur fordert „unsere erhabene Regierung“ auf, doch bitte jede „menschliche Wirkungsstätte zu schließen“ – auch Lebensmittelläden und Supermärkte. Denn „sind wir auch am Leibe und nicht nur in der Seele alle mausetot, entziehen wir auch dem Virus – samt seiner hinterhältigen Mutanten-Bagage – die Lebensgrundlage“.

An der neuen Normalität erfreut sich Meret Becker, die gar nicht verstehen kann, wie sie auch vor Corona „so lange mit den ganzen Viren leben konnte“. „Überall Viren!“. Doch das sei ja jetzt vorbei. „Unser Leben ist so viel schöner geworden“, so Becker.

In den ersten Reaktionen auf Twitter wurde den Schauspielern natürlich sofort unterstellt, als „Privilegierte“ hätten sie ja leicht Reden. Doch genau dieses Argument greift nicht, macht beispielsweise der Clip von Nadine Dubois doch klar, dass es hier gerade um soziale Unterschiede geht. Dubios freut sich, „zu Hause zu bleiben, schließlich könne sie sich das ja leisten“. Es gäbe ja Menschen, die dafür sorgen, dass sie Pizza, Strom und Wasser bekommt. Sie fände es jedoch nicht gut, „dass diese Menschen dann am Wochenende aus ihren kleinen dunklen Wohnungen rausgehen und sich in den Park setzen“. Dann würde sie von ihrer Dachterrasse aus davon Fotos machen und sich auf Twitter darüber beschweren, wie „schrecklich egoistisch“ diese Menschen doch sind. Bravo!

Thorsten Merten macht sich Sorgen, dass Menschen, die in kleinen Wohnungen leben, so egoistisch seien und keinen Abstand halten. „Warum können diese Menschen nicht einfach auch in große Wohnungen, Häuser oder Villen ziehen, um Abstand zu halten“.

Diese Treffer mitten ins Herz der selbstgerechten „Lockdown-Elite“ saßen. In den Reaktionen rückten die üblichen Verdächtigen, von Böhmermann bis Niggemeier, die Schauspieler natürlich sofort in die rechte Ecke.

Den Vogel schoss diesmal der Financial-Times-Redakteur und Twitter-Vielschreiber Olaf Storbeck ab, der sich bemüßigt fühlte, die Kampagne gleich mit einem Bild von Joseph Göbbels in das „rechte Licht“ zu rücken.

Hätten sie sich doch nur alle Clips angeschaut. Genau diese Reaktion war natürlich – so traurig es ist – zu erwarten und wurde von den Schauspielern bereits im Vorfeld antizipiert. So bekennt Markus Gläser, dass ihm Haltung wichtig sei und er nicht in der „rechten Ecke“ stehen wolle und sich fortan Filmsets in runden Räumen wünsche, so dass man ihn nicht in die rechte Ecke stellen könne.

Das gleiche Thema liegt Jens Wawrczeck auf dem Herzen, der Angst vor Beifall von der falschen Seite habe, was aber als Schauspieler gar nicht so einfach sei, da von der Bühne aus die rechte Seite ja von den Rängen aus gesehen die linke Seite sei.

Um dieses Problem bereits im Vorfeld zu umgehen, distanziert sich Schauspieler Hanns Zischler gleich von allen – von den „Schwurblern“ über die „Corona-Politik“, dem „Robert Koch-Institut“, von „dieser Aktion“ bis hin zu „allen seinen Mitmenschen“ und „sich selbst“. So muss es heute wohl sein.

Es ist zu hoffen, dass diese Aktion ein Auslöser für einen breiten Protest in der Bevölkerung sein wird. Das Hyperventilieren der Leitartikler zeigt bereits, für wie “gefährlich” man die Wortmeldungen hält. Mit Recht. Schließlich sind diese Künstler auch vielen Bürgern bekannt, die nicht so intensiv in der Debatte stecken, und sich gerne trauen würden, auch mal den Mund aufzumachen, sich jedoch vom publizierten übergroßen Konsens in Sachen Corona einschüchtern lassen. Diesen Konsens gibt es freilich nicht und so gebührt den 53 Schauspielern großer Dank, dass sie diese simple Wahrheit einem größeren Publikum überbringen. Danke dafür. Möge dieses Beispiel Schule machen. Zu viele haben schon zu lange geschwiegen.

Update 10:30: Nun fordert mit Garrelt Duin der erste Politiker ein Berufsverbot im Öffentlich Rechtlichen Rundfunk für die Schauspieler, die sich engagiert haben. Besonders pikant ist in diesem Zusammenhang, dass Duin Mitglied des WDR-Rundfunkrats ist. Man stelle sich nur einmal vor, wie groß die Aufregung wäre, wenn in Russland ein Politiker und Medienfunktionär eine solche Forderung kundtun würde.“

https://www.nachdenkseiten.de/?p=71825

 

Raphael Bonelli:

https://www.youtube.com/watch?v=H-W2wL7Dsqc

 

Scheiss-Sturm

 

Christian Euler: „Es war Balsam für die Seelen vieler Bundesbürger, welche die Corona-Politik der Regierung Merkel hinterfragen. Endlich bekamen sie prominente Unterstützung. Rund 50 der bekanntesten deutschen Schauspieler und Schauspielerinnen, darunter Jan Josef Liefers, Heike Makatsch, Richy Müller und Ulrich Tukur, zeigten klare Kante. In kurzen Videoclips, jede(r) auf seine Weise – geistreich und ausnahmslos ironisch.

Allesdichtmachen.de hieß die Seite, überschrieben mit „allesdichtmachen“, „niewiederaufmachen“ und „lockdownfürimmer“. „Hieß“ – denn die Seite war nur für wenige Stunden erreichbar. Es war nur der Beginn einer massiven Hetzkampagne durch die Medien. Stefan Niggemeier etwa, der bis März 2006 verantwortlicher Medienredakteur der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung war, twitterte: „Bekannte, geschätzte Schauspielerinnen und Schauspieler kämpfen mit ekliger Ironie gegen #Corona-Maßnahmen. Ich kann das gar nicht glauben. Das ist grauenhaft. Nicht nur von der Zielrichtung her, sondern vor allem in der Form.“

Der Journalist und Blogger Enno Park, der durch ein Implantat sein Gehör zurückgewonnen hat, wählt diese – wenig verständnisvollen – Worte: „Heike Makatsch oder Ulrike Folkerts mögen sich ihren Egoismus irgendwie zurechtrationalisieren, aber letztlich verbreiten sie gerade rechtsradikale Propaganda und haben nichts dagegen, wenn andere aufgrund ihres Verhaltens verrecken.“ Dafür bekam Park mehr als 3000 Likes. Kaum verwunderlich, dass auch Jan Böhmermann in den Vergeltungs-Feldzug der Mainstream-Medien einstimmte, indem er gleich die Gegenbewegung „allenichtganzdicht“ ins Leben rief.

„Verunglückte Netz-Kampagne“, titelte der Tagesspiegel – während Focus Online seine Headline so wählte: „Deutsche Schauspiel-Stars starten bizarre Kampagne gegen Medien und Bundesregierung“. „Alle nicht ganz dicht?“, fragt die Süddeutsche Zeitung und bemängelt das fehlende Mitleid „mit den 80.000 Covid-Toten“. Die Liste ließe sich beliebig fortsetzen.

Harsche Kritik gab es auch von Kolleginnen und Kollegen. „Heute bisschen für Kollegen schämen“, postete Christian Ulmen auf Instagram kurz und bündig. Nora Tschirner attestierte den Machern der Clips Handeln aus Langeweile und Zynismus, während Elyas M’Barek schrieb: „Mit Zynismus ist doch keinem geholfen.“

Heike Makatsch hält der Hass-Welle offensichtlich nicht stand und bittet öffentlich um Verzeihung: Sie „wollte nicht rechten Demagogen in die Hände spielen“, entschuldigt sich die beliebte Schauspielerin, „ich erkenne die Gefahr, die von der Corona-Pandemie ausgeht und will niemals das Leid der Opfer und ihrer Angehörigen schmälern und sie womöglich dadurch verletzen. Sollte das geschehen sein, so bitte ich um Verzeihung.“

Auch die TV-Sender zeigen sich in Geberlaune: Der nordrhein-westfälische SPD-Politiker und WDR-Rundfunkrat Garrelt Duin (53) möchte Jan Josef Liefers und Ulrich Tukur künftig nicht mehr als „Tatort“-Kommissare sehen und forderte auf Twitter berufliche Konsequenzen für die beteiligten Schauspieler: „Die zuständigen Gremien müssen die Zusammenarbeit – auch aus Solidarität mit denen, die wirklich unter Corona und den Folgen leiden – schnellstens beenden“, schrieb der Vertreter des staatsfinanzierten öffentlich-rechtlichen Fernsehens und forderte damit faktisches Berufsverbot für Kritik an der Regierung. Er löschte seine Tweets später wieder.

Auch Jan-Josef Liefers distanzierte sich vom rechten Spektrum: „Eine da hinein orakelte, aufkeimende Nähe zu Querdenkern u.ä. weise ich glasklar zurück.“ „Es gebe im aktuellen Spektrum des Bundestages auch keine Partei, der er ferner stehe, als der AfD. „Weil wir gerade dabei sind, das gilt auch für Reichsbürger, Verschwörungstheoretiker, Corona-Ignoranten und Aluhüte. Punkt.“

Statements wie diese klingen wie eine Kopie aus den Mainstream-Medien, die Teilnehmer von Demonstrationen gegen die Corona-Maßnahmen vorzugsweise undifferenziert in die rechte Ecke stellen. Da hilft es auch nichts, dass eben diese Art der Diffamierung in einigen Spots schon vorausschauend karikierend thematisiert wurde: die Reaktion war vorhersehbar und erfolgte prompt. Auch „Querdenker und Corona-Leugner“ hätten die Aktion gefeiert, bestätigt so Focus Online einmal mehr dieses beliebte Framing. Von Publikumslieblingen wie Liefers hätte man sich allerdings mehr Weitblick erhofft.

Verkehrte Welt: Während das Gros der Journalisten heftig gegen die Schauspieler hetzt, die die Corona-Politik der Regierung kritisieren, nimmt diese – entgegen allen Erwartungen – ihrerseits die Kritiker in Schutz. „Ich kann mir gut vorstellen, das Gespräch mit ihnen (den Initiatoren) zu suchen“, sagte Jens Spahn auf der heutigen Bundespressekonferenz. Anders ausgedrückt: Der Gesundheitsminister verteidigt die Kritik an seiner Politik, über welche die Medien herziehen. Sollte dies in einer funktionierenden Medienlandschaft nicht umgekehrt sein?

Während die Seite „allesdichtmachen.de“ offenbar vom Netz gegangen ist, sind 48 Clips noch auf Youtube zu sehen. Machen Sie sich selbst ein Bild!“

https://reitschuster.de/post/nach-kritik-an-corona-politik-hetze-gegen-kritische-schauspieler/

 

Dirk Maxeiner: „Hass und Hetze gegen kritische Schauspieler: Warum seht ihr seit gestern so alt aus? - Eine Selbstentlarvung der Dauer-"Guten"

Gestern ist etwas passiert. Zunächst mal nix Großes. Nur ein paar kleine Videos auf Youtube und andernorts. Na gut, es waren schon mehr als ein paar, nämlich über 50 kleine Kurzfilme. Echt gut gemacht. Verdammt gut getextet. Beneidenswert professionell. Und gesprochen von Schauspielern, die des Abends in jedem deutschen Haushalt als Krimi- oder Spielfilmbesetzung zu Gast sind. Jan Josef Liefers, Meret Becker, Martin Brambach, Richy Müller, Heike Makatsch, Ulrich Tukur, Wotan Wilke Möhring, Nadja Uhl, Ulrike Folkerts und so weiter und so fort. Die Crème de la Crème der deutschen Fernsehabende. Die Glaubwürdigkeit in Person. Jedes Unternehmen in Deutschland würde sich um ein Testimonial von diesen Herrschaften reißen. Zumindest bis gestern Abend.

Da haben sie nämlich was gemacht, was keiner so recht erwartet hat. Sie haben sich auf die subversive Wirkung der Kunst besonnen. Ich erinnere mich noch daran, wie der „Stern“ am 6. Juni 1971 mit einem Cover erschien, darauf 374 prominente Frauen mit der Aussage: „Wir haben abgetrieben.“ Damit hat man damals noch etwas riskiert. Es war ein Skandal. Liefers & Co. haben aber nicht abgetrieben. Sie haben lediglich begonnen, in Sachen Corona selbst zu denken. Das ist heute ein Skandal und zeigt den Unterschied zwischen 1971 und 2021. Was vor 50 Jahren ein Verbrechen war, ist heute selbstverständlich, und was damals selbstverständlich war, ist heute ein Verbrechen. Zumindest ein Gedankenverbrechen.

Die Selbstdenker von gestern (22.04.2021) wussten, was sie taten. Denn sie bedienten sich des Mittels der Satire und Ironie. Beinhart und gekonnt. Vielleicht bewusst, vielleicht aber auch unbewusst, formulierten Sie ihren Einspruch schon so, wie das Künstler zu allen Zeiten in Diktaturen gemacht haben. Wenn Jan Josef Liefers den Medien für ihre verdienstvolle Angstkampagne im Dienste der Gemeinschaft dankt, dann könnte diese Szene auch für „Das Leben der Anderen“ gedreht worden sein: „Verzweifeln Sie ruhig, aber zweifeln Sie nicht.“

Das werden sie ihm nie verzeihen. Sie stehen so nackt da und sie sehen genauso alt und spießig aus. Die Berufsjugendlichen von der Gesinnungspolizei sind gestern Abend um mindestens 20 Jahre gealtert. Das Image unserer hippen Weltretter fiel für einen kleinen Moment zusammen wie ein Soufflé, das bei der Verleihung des Grimme-Preises vom kalten Buffet gekippt ist. Und sie reagieren so pawlowesk wie ein Kaugummi-Automat, in den man 50 Cent einwirft. Im geistigen Spießerbiotop herrscht Großalarm. Die Geschütze, mit denen auf die Störenfriede geschossen wird, sind so überdimensioniert wie die Kanonen der Graf Spee. Von Böhmermann bis Niggemeier klappert das Gebiss ob des „Dammbruchs“.

Es ist zwar bislang nur ein Haarriss, der aber das Zeug hat, zum Dammbruch zu werden. Klar, die Revoluzzer werden jetzt zur Selbstkritik einbestellt und müssen widerrufen, was der eine oder andere auch tun wird oder schon getan hat. Aber es wird nichts nützen. Weder denen, die widerrufen, noch denen, die es fordern. Widerrufen ist nur ein weiterer Akt im Drehbuch des Totalitären und somit ebenfalls Teil dieser Kunst-Installation. Der Zweifel ist aber ein Nagetier und vermehrt sich wie die Mäuse in einem Kornspeicher. Löscht ruhig die Videos, das wird deren ikonographische Rolle nur weiter befördern. Vor dieser Leistung wird sogar das Zentrum für politische Schönheit den Hut ziehen.

Unseren neuen Standup-Denkern von #allesdichtmachen sei jedenfalls gesagt: Never complain, never explain. Ihr habt bei den Claqueuren des Staatsbetriebes so oder so lebenslang verschissen. Es besteht keinerlei Anlass zur Defensive und sie bringt auch nix. Gestern Abend habt ihr dem deutschen Moralbetrieb eine auf die Zwölf gegeben, damit kommen diese Hofschranzen ganz schwer zurecht, weil sie Widerstand nicht gewohnt sind. Und schon gar keinen so intelligenten. Sie hassen euch jetzt, weil ihr ihnen und der Welt vorführt, was für mittelmäßige, humorlose und spießige Alt-Flaschen sie sind. Es ist deshalb nur eine Frage der Zeit, bis sich die hübschesten Mädchen und Kerls hinter euch versammeln. Ihr werdet es noch erleben. Lotta continua!“

https://reitschuster.de/post/hass-und-hetze-gegen-kritische-schauspieler-warum-seht-ihr-seit-gestern-so-alt-aus/

 

„Fall 48: YouTube löscht Kanal von #allesdichtmachen aus seinen Suchergebnissen

“Dank Corona hab ich gelernt zu schweigen” sagt eine Schauspielerin in ihrem Video für die Aktion #allesdichtmachen, die Ende April 2021 in der Bundesrepublik für enorme Resonanz sorgt. Und über 10 Millionen Videoaufrufe innerhalb von 48 Stunden auf dem erst wenige Tage alten YouTube-Kanal erreichte. Mit Ironie, Witz und Sarkasmus stellen die Schauspieler die Corona-Politik der Bundesregierung in Frage und kritisieren vor allem das hiesige Diskussionsklima. Der nordrhein-westfälische WDR-Rundfunkrat Garrelt Duin (53) forderte zunächst sogar berufliche Konsequenzen für die beteiligten Personen, löschte seinen Tweet dann aber aufgrund der empörten Reaktionen! Berufsverbot, wenn man ein Grundrecht wahrnimmmt? Am 24.04.2021 stellten die Initiatoren fest, dass YouTube den Kanal “allesdichtmachen” aus den Suchergebnissen seiner Plattform entfernt hat. Stattdessen erscheinen dort diverse Berichte über die Aktion, auch solche mit sehr geringen Abrufzahlen.

Der Kanal, der enorme Abrufzahlen hat, wird von YouTube digital ausgeblendet. Dies ist unseres Erachtens rechtswidrig und verletzt die durch Art. 5 GG verbriefte Meinungs-, Presse-, und Informationsfreiheit. Warum soll jemand, der auf YouTube nach #allesdichtmachen sucht, den Kanal nicht finden, die Videos nicht ansehen? Warum wurde diese Funktion, die bei YouTube sonst grundsätzlich zur Verfügung steht, hier deaktiviert?

Der Vorstandsvorsitzenden von YouTube, Frau Susan Wojcicki, wurde vor wenigen Tagen der von YouTube gesponserte „Freedom Expression“-Award verliehen. Diese Auszeichnung, die YouTube erst finanziert und dann sozusagen an sich selber verliehen hat, hat folgenden Zweck: „The Free Expression Awards supports the educational work of the Freedom Forum Institute by recognizing individuals for their courageous acts of free and fearless expression.“ Dies hat auch in dem US-Nachrichtenmagazin „Newsweek“ für Erheiterung gesorgt.

Die Initiatoren haben uns gebeten, gegen die digitale Ausblendung anwaltlich vorzugehen. “Meinungsfreiheit im Netz” übernimmt für #allesdichtmachen Kosten und Risiken der Rechtsverfolgung. YouTube wurde bereits wenige Stunden, nachdem von der digitalen Ausblendung Kenntnis erlangt wurde, mit einer bereits am Montag, 26.04.2021, endenden Frist zur Rückgängigmachung dieses Angriffs auf die Grundrechte und zur Abgabe einer Unterlassungserklärung aufgefordert und abgemahnt. Geschieht dies nicht, muss der Konzern sehr kurzfristig mit der Einleitung gerichtlicher Schritte rechnen.

Diese Attacken auf die Meinungs-, Presse- und Informationsfreiheit sind es, denen wir uns alle, jeder mit seinen Mitteln und seinen Möglichkeiten, in den Weg stellen sollten. Wir danken, wie immer, für Ihre Unterstützung.“

https://meinungsfreiheit.steinhoefel.de/2021/04/24/fall-48-youtube-loescht-allesdichtmachen-aus-seinen-suchergebnissen/

 

Es passierte, was sonst immer bei repressiven Regimen passiert:

Da auch „Beifall von der falschen Seite“ käme, können die Argumente nur schlecht sein.

Angebliche „Opfer“ werden aufgefahren, die angeblich beleidigt und verhöhnt wurden.

Es gibt indirekte und direkte Drohungen in Richtung beruflicher Repressalien.

Die Qualität der Aktion wird als schlecht bezeichnet.

Sozialneid wird geschürt („privilegierte“ Schauspieler).

 

Mit der Folge, dass der aufgehetzte Mob, der dies alles glaubt, empört ist, was bis hin zu Morddrohungen geht.

Für die Nachdenklicheren, die sich bisher nicht um Politik gekümmert hatten, sollte somit klar geworden sein, wie diese Mechanismen funktionieren und ansonsten aufrechte Menschen diffamiert werden.

 

Gerald Grosz bringt es auf den Punkt:

https://www.bitchute.com/video/HCDph3AsRuWr/

 

Reaktionen der Akteure

 

Wie sehr die Schauspieler nach der Aktion unter Druck gesetzt wurden, lässt sich daran ablesen, dass eine zweistellige Anzahl von ihnen ihre Beiträge wieder zurückziehen mussten. Viele blieben dennoch standhaft.

Volker Bruch bereits im März in einem Audio-Interview:

https://1bis19.de/gesellschaft/ich-habe-in-dieser-oeffentlichen-figur-die-ich-auch-bin-irgendwann-nichts-mehr-verloren-wenn-ich-nicht-sagen-darf-was-ich-denke/

 

Schauspieler Jan Josef Liefers zu #allesdichtmachen // 3nach9

https://www.youtube.com/watch?v=GYVY_C1jMP8

Hier gilt wie bei allen anderen Videos: mensch achte auf die positiven und negativen Reaktionen und (sofern nicht gelöscht bzw. deaktiviert) auf die Kommentare - eine überwältigende Mehrheit stellt sich hinter die Künstler. 

 

#ALLESDICHTMACHEN​: So rechtfertigt TV-Regisseur Dietrich Brüggemann das umstrittene Corona-Video

https://www.youtube.com/watch?v=PebsFjx9zxw

 

Boris Reitschuster: „Mit einer bemerkenswerten Erklärung hat sich der Regisseur und Mitinitiator der Initiative #allesdichtmachen Dietrich Brüggemann auf Twitter an die Öffentlichkeit gewandt. „Warum muss unsere ganze Gesellschaft in einer Art Kriegszustand sein?“ Ich denke, damit hat Brüggemann die entscheidende Frage der ganzen aktuellen Situation gestellt. Viele merken nicht (mehr), wie sie gerade auf die Mistgabel des totalitären Denkens treten, das uns immer wieder in den Abgrund gestürzt hat. Ich halte seinen Text für so wichtig, dass ich ihn hier dokumentieren möchte.

„Es hat eingeschlagen. An alle, die jetzt von ‚Verhöhnung‘ schwurbeln: Ich schwurble jetzt auch mal. Ihr verhöhnt die Opfer. Ihr trampelt auf denen herum, die jetzt selbstmordgefährdet sind. Ihr spuckt auf all die, die ihre Existenz verloren haben. Ihr macht euch lustig über das Leid derer, die in ärmeren Schichten und ärmeren Ländern über die Klinge springen, die ihr ihnen hinhaltet. Ihr seid zynisch und menschenverachtend.

Es macht Spaß, so herumzupöbeln, stimmt’s? Wollen wir trotzdem mal damit aufhören? Ja? Gut.

Oder nein, wir können auch noch ein bißchen weitermachen. Euch ist ja immer ‚übel’ und ihr ‚kotzt’ auch gern. Wißt ihr was? Mir ist auch übel. Und zwar wegen euch. Ihr seid ein Teil des Schlimmsten, was die Menschheit hervorgebracht hat: Ihr seid ein Lynchmob. Ganz einfach. So, genug gepöbelt.

Ich könnte jetzt die üblichen Distanzierungsfloskeln von mir geben, aber vorher schlafe ich vor Langeweile ein. Nazis sind Nazis und Selbstverständlichkeiten sind selbstverständlich. Und was auch selbstverständlich sein sollte: Wenn Kritik an Corona-Politik ‚rechts’ ist, dann ist meine linke Hand auch rechts.

Ja klar habe ich Respekt vor allen Ärzten und Pflegern. Ich habe auch Respekt vor all denen im Lande, die im Eimer sind und nicht mehr weiterwissen. Und jetzt möge mir mal einer erklären, warum das eine zwingend das andere erfordert. Und warum unsere ganze Gesellschaft in einer Art Kriegszustand sein muss, in der die gesamte Zivilgesellschaft strammzustehen hat und nichts anderes mehr wichtig ist als der Kampf gegen den einen, maximalen Feind. Und wer fragt, ob dieser Feind wirklich so maximal ist und ob man den vielleicht auch mit anderen, zivilen Mitteln bekämpfen könnte, der ist ein Leugner und Volksfeind und muß an die Laterne gehängt werden.

Ihr merkt gar nicht, was für Reflexen ihr hier nachgebt, aber das ist Teil des Problems. An einer Medienelite, die den immer härteren Lockdown fordert und jeden Kritiker mit Verweis auf volle Intensivstationen zum Abschuss freigibt, gibt es jede Menge zu kritisieren. Und dieser Shitstorm kommentiert sich ohnehin selbst. Hat euch Tod und Sterben jemals interessiert? War es euch bisher egal, dass um euch herum jeden Tag Menschen aus vermeidbaren Gründen gestorben sind? Aber auf einmal gibt es für euch nur noch dieses Thema?

Keins von diesen Videos handelt von der Pandemie. Aber sie ziehen das hohle Pathos durch den Kakao, mit dem wir uns seit einem Jahr konfrontiert sehen. Sie kritisieren die Gnadenlosigkeit, mit der alles, das jetzt den Bach heruntergeht, als zweitrangig abgetan wird. Sie hinterfragen die Geschichten, die eine Gesellschaft sich selbst erzählt. Und wenn diese Gesellschaft (oder die 1%, die auf Twitter sind) dann derart überschäumend reagiert, dann war das Ganze offenbar notwendig. Ende.““

https://reitschuster.de/post/warum-muss-unsere-ganze-gesellschaft-in-eine-art-kriegszustand/

 

Beistand

 

Lotta Doll:

https://www.bitchute.com/video/9foNXl50oiRt/

 

Birgit Kelle:

https://www.bitchute.com/video/6jKOHiyO6zwn/

 

Paul Brandenburg ist maßgeblich an der Initiative „danke-allesdichtmachen“ beteiligt, bei der sich Menschen aus Medizin, Psychiatrie und Pflege bei den Schauspielern bedanken (und nebenbei schildern, wie es tatsächlich bei ihnen zugeht).

 

https://www.youtube.com/watch?v=TyJ_8yjEEAE

 

Mensch achte darauf, was sie sagen und achte auf die Kommentare dazu:

https://www.youtube.com/channel/UCXatcyg3cbvAxQ4FRNJ3ygA/videos

 

Paul Brandenburg im Gespräch mit Gunnar Kaiser:

https://www.youtube.com/watch?v=tNfqrGhJKKk

 

 

Ich bin Philanthrop, Demokrat und Atheist. Rupert Regenwurm

 

 

Das Böse verlachen

- Satire, Realsatire, ernst Gemeintes -

 

24. April – Wochenkommentar von Ferdinand Wegscheider

„Zweifeln Sie nicht!“ - Im neuen Wochenkommentar geht es um eine wunderbare Aktion kritischer Schauspieler, die in satirischen Videobeiträgen mit Ironie, Witz und Sarkasmus die Corona-Maßnahmen hinterfragen und welche Reaktionen es darauf gibt.

https://www.servustv.com/videos/aa-26puurjbh1w11/

 

Michael König #allesdichtmachen

https://www.youtube.com/watch?v=XQLkdUGQ318

 

Bengt Kiene: #allesdichtmachen

https://www.youtube.com/watch?v=qxuTmSBSo1s

 

Tamara Wernli: #allesdichtmachen​ - Was die Aktion entlarvt

https://www.youtube.com/watch?v=8zXEfzSMkYU

 

Die Möhre äußert sich zu #allesdichtmachen

https://www.youtube.com/watch?v=TXzqyVTNHys

 

Steimles Aktuelle Kamera / Ausgabe 23

https://www.youtube.com/watch?v=wzl7dxl75G4