„Der ehemalige US-Präsident Barack Obama war im Rahmen des 36. Evangelischen Kirchentages am Donnerstag in Berlin zu Gast und nahm zusammen mit Kanzlerin Angela Merkel an einer Diskussionsrunde vor dem Brandenburger Tor teil. Er stellte sich hinter Merkels Flüchtlingspolitik und lobte ihre "herausragende Arbeit".

Tosender Applaus und lautes Gekreische: So hört es sich an, wenn ein Superstar die Bühne betritt. Oder wenn der ehemalige US-Präsident Barack Obama mittlerweile ergraut, aber immer noch gewohnt locker, vor das Publikum tritt und charmant in die Kameras lächelt.

"Guten Tag", begrüßte Obama am Donnerstag um 11 Uhr die 70.000 Besucher des 36. Evangelischen Kirchentags in Berlin. Dort nahm er zusammen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel an einer Diskussionsrunde vor dem Brandenburger Tor teil, die von der Kirchentagspräsidentin Christina Aus der Au und Heinrich Bedford-Strohm, dem Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche, moderiert wurde. Das Thema: "Engagiert Demokratie gestalten. Zuhause und in der Welt Verantwortung übernehmen."

Eineinhalb Stunden nahm sich der Ex-US-Präsident für die Diskussion vor Publikum und einer anschließenden Fragerunde Zeit. Hoffnungsvoll rief er den Kirchentagsgängern zu: "Wir müssen glauben, dass wir die Welt verändern können, dass wir unter einem gütigen Gott leben."

http://www.focus.de/politik/deutschland/kirchentag-in-berlin-obama-wie-ein-superstar-gefeiert-kann-merkel-von-dem-ruhm-profitieren_id_7178313.html

„Tosender Applaus und lautes Gekreische“ von Christen für einen Massen-Mörder? Genauso wenig das Christentum ein Glaube für die Armen ist, ist es ein Glaube für den Frieden.

Zu Barack Obama hatte sich der Wurm bereits an anderer Stelle ausführlich geäußert:

„Im letzten Amtsjahr des Friedensnobelpreisträgers Barrack Hussein Obama haben die USA 26.171 Bomben auf 7 Staaten abgeworfen, nämlich auf Irak, Syrien, Afghanistan, Pakistan, Jemen, Somalia und Libyen. Das sind 3.027 Bomben und ein Land mehr, nämlich Libyen, als 2015. Diese Zahlen hat nicht irgendeine obskure Webseite veröffentlicht, sondern die regierungsnahe Denkfabrik Council on Foreign Relations (CFR) und die hat die Information wiederum direkt aus dem Pentagon …

Obama ist der erste Präsident der amerikanischen Geschichte, der über zwei volle Amtszeiten hinweg Krieg geführt hat. Hierzu gehören das fortgesetzte Blutvergießen in Afghanistan und im Irak, die Bombardierung Libyens, der sechsjährige Krieg für einen Regimewechsel in Syrien und die Unterstützung für die Zerstörung des Jemen unter Führung Saudi-Arabiens. Aus einer aktuellen Erhebung geht hervor, dass im Jahr 2016 in 138 Ländern bzw. 70 % aller Staaten der Welt Sondereinsatzkräfte der USA aktiv waren.

Die „Kriege des 21. Jahrhunderts“, die unter Bush begannen und unter Obama ausgedehnt wurden, haben mehr als eine Million Menschen das Leben gekostet und Millionen weitere aus ihrer Heimat vertrieben. Die schlimmste Flüchtlingskatastrophe seit dem Zweiten Weltkrieg war die Folge. Mit seinem „Pivot to Asia“, der Strategie gegen China, hat Obama vom Südchinesischen Meer bis hin zu Indien und Pakistan Spannungen geschürt. Zum Zeitpunkt seines Ausscheidens aus dem Amt marschieren Nato-Truppen in Osteuropa auf, während die Medien und die Demokratische Partei antirussische Kriegshysterie schüren.

Als „Drohnenpräsident“ war Obama verantwortlich für den Mord an rund 3.000 Menschen in Pakistan, dem Jemen, Somalia und Libyen. Tausende weitere fielen den unbemannten Flugkörpern im Irak und in Afghanistan zum Opfer.“

http://www.ansichten-eines-regenwurms.de/261-leichen-pflastern-seinen-weg.html

 

Obama Amen

 

Markus Kompa in einer brillanten Satire (sollten Autisten oder Halb-Autisten unter den Lesern des Wurms sein, die Schwierigkeiten haben, Ironie, Sarkasmus oder Satire zu verstehen – Barack Obama hat nichts von alledem gemacht):

„10 Gründe, warum Friedensnobelpreisträger Barack Obama beim Evangelischen Kirchentag der richtige Redner ist

Beim Evangelischen Kirchentag hätten viele einen Auftritt des vormaligen US-Präsidenten George W. Bush vorgezogen, der als Angehöriger der Evangelisch-Methodistischen Kirche und wiedergeborener Christ ein famoser Redner gewesen wäre. Auch Amtsinhaber Donald J. Trump, der in Tradition Martin Luthers "dem Volk aufs Maul geschaut" hatte und dann vielleicht auch einen 30-jährigen Krieg auslöst, wäre im Luther-Jahr ein perfekter Gast gewesen. Demgegenüber war Barack H. Obama nur dritte Wahl, da er 2008 aus der Trinity United Church of Christ in Chicago wegen dortiger Kritik an Hillary Clinton ausgetreten war und US-Kriege nicht mehr als Kreuzzüge bezeichnete.

Dennoch gibt es gute Gründe, den Friedensnobelpreisträger auf einer evangelischen Veranstaltung sprechen zu lassen:

1. Der Kniefall von Saigon

Als Obama bei seinem Staatsbesuch in Saigon einen Kranz für die Millionen von US-Truppen im Vietnamkrieg getöteter Menschen niederlegte, sank der Präsident vor Scham und Ergriffenheit spontan auf die Knie. Mit dieser Geste versöhnte er das Volk, das zu keinem Zeitpunkt an eine Bedrohung der USA auch nur dachte und nicht einmal Kissinger einen Attentäter schickte.

2. Lehren von Bagdad

Nachdem der damalige Private Bradley Manning hunderte Kriegsverbrechen der Besatzungstruppen im Irak aufgedeckt hatte, entließ Obama sämtliche beteiligten Militärs unehrenhaft. Die heutige Brigadegeneralin Chelsea Manning wird in den USA für ihren Mut als Nationalheldin verehrt.

3. Einstellung des Drohnenkriegs

Ebenfalls zu den Altlasten der Bush-Administration gehörte ein Drohnen-Programm, bei dem von der CIA ausgewählte Terrorverdächtige und deren Begleiter aus dem Hinterhalt massakriert wurden. Verfassungsrechtler Obama stellte dieses völkerrechtswidrige Mordprogramm sofort nach Amtsantritt ein, um Hass auf die USA und damit weiteren Terror abzuwenden.

4. Kürzung der Militär-Ausgaben

Nachdem Obama auch in Libyen die Demokratie herbeigebombt hatte, erkannte er, dass der absurd hohe Verteidigungsetat sinnvoller zum Erhalt von Leben als zum Töten eingesetzt werden kann. Zudem bewahrte der Präsident den Westen davor, sich in den Regionalkonflikt in der Ukraine hineinziehen zu lassen.

5. Anerkennung des Internationalen Strafgerichtshofs in Den Haag

Schon 65 Jahre nach Gründung des Internationalen Gerichtshofs in Den Haag ratifizierten die USA ihre Mitgliedschaft und erkannten damit das Völkerstrafrecht auch für sich als verbindlich an. Hierdurch setzte der Westen ein wichtiges Signal, das rücktrittswillige afrikanische Staaten sowie Russland politisch zum Verbleib zwang.

6. Begrenzung der Geheimdienstbefugnisse

Im Rahmen des Abhör-Skandals schloss Obama deutsche Lauschposten wie den Dagger Complex und nahm NSA und CIA an die kurze Leine. Auch seiner Außenministerin Hillary Clinton, die aus ihren Diplomaten Spione gemacht hatte, gab Obama den Laufpass.

7. Verschärfung der US-Waffengesetzte

Obama erkannte die jährlich 30.000 Todesopfer durch Schusswaffengebrauch als drängendes politisches Problem. Dieses gewichtete Obama ähnlich hoch wie die jährlich ca. 50 US-Terroropfer (die überwiegend von weißen Extremisten getötet werden).

8. Jemen-Intervention

Der Stratege im Weißen Haus verhinderte durch politischen Druck auf Saudi-Arabien und Einstellung von Waffenlieferungen einen sich abzeichnenden Krieg im Jemen.

9. Aussöhnung mit Nordkorea

Beim ersten Staatsbesuch eines US-Präsidenten in Pjöngjang entschuldigte sich Obama für die in den 1950er Jahren erfolgte Tötung von 20% der nordkoreanischen Bevölkerung und versicherte, dass Washington an Gründe für künftigen Massenmord heute strengere Kriterien anlege.

10. Schließung von Guantanamo Bay

Wie bereits im Wahlkampf 2008 versprochen, räumte Obama sofort nach Amtsantritt den US-Militärstützpunkt Guantanamo Bay.“

https://www.heise.de/tp/news/Obama-Amen-3719432.html

Aus humanistische Sicht fällt dem Wurm wenig Positives zu Barack Obama ein – aber sehr viel Negatives.

Dennoch: „Tosender Applaus und lautes Gekreische“ von Christen für einen Massen-Mörder.

 

Mit Gott in den Krieg

 

Christen haben bislang so ziemlich jeden Krieg mitgemacht und so ziemlich jeden Krieg gutgeheißen. Während es im nicht-religiösen Bereich noch „illegale Kriege“ gibt, die zumindest verbal verurteilt werden (siehe http://www.ansichten-eines-regenwurms.de/253-illegale-kriege.html ), werden alle von Christen geführten Kriege oder zumindest Unterstützungen von Kriegen oder Bürgerkriegen christlich legitimiert. Es soll halt aus „humanitären“ Gründen getötet werden.

Gerade die drei Präsidenten der USA, die sich am christlichsten gaben, haben am meisten Dreck am Stecken: Jimmy Carter durch die Gründung von al-Qaida, Ronald Reagan, George W. Bush.

Es gibt auch unter Christen große Friedensfreunde, was sehr ehrenhaft ist. Letztendlich sind sie aber nicht viel mehr als eine Art Feigenblatt. Das Christentum steht wie so ziemlich jede andere Religion für Krieg und nicht für Frieden. Das war auch beim Evangelischen Kirchentag zu sehen.

Susan Bonath: „Evangelischer Kirchentag auf Seiten der Imperialisten: Militär, Staat und protestantische Kirchenführer verteidigen Hand in Hand die NATO-Kriege

Beim Evangelischen Kirchentag in Berlin und Wittenberg geht es so politisch wie militärisch zu. Unter dem Deckmantel der »frohen Botschaft« demonstrierte die Kirche vor allem ihre Einheit mit dem politischen Apparat und der Bundeswehr. Von der im Grundgesetz manifestierten »Trennung von Staat und Kirche« war ebenso wenig erkennbar wie vom christlichen Gebot »Du sollst nicht töten«. Gemeinsam rechtfertigten »Thron und Altar« die Kriegseinsätze der NATO.

Zum Auftakt des Kirchentages am Mittwochabend spielte die Big Band der Bundeswehr auf. Tags darauf verteidigte Ex-US-(Kriegs-)Präsident Barack Obama die Drohnenmorde im Zuge seines »War on Terror«. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) neben ihm trat vehement für Massenabschiebungen ins zerstörte, weiterhin kriegsgeschüttelte Afghanistan ein. Am Freitag hielt Militärbischof Sigurd Rink einen Gottesdienst vor ausgewählten Vertretern aus Politik, Bundeswehr und Kirche ab. Ganz vorne mit dabei waren Kriegsministerin Ursula von der Leyen, Innenminister Thomas de Maizière und der SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz. Erstere gebärdete sich höchstselbst als Laienpredigerin vor der elitären Runde.

Das alles erscheint wie eine clevere Werbekampagne zum beiderseitigen Vorteil: Der deutschen Kirche entschwinden nicht nur die Akzeptanz, sondern immer mehr Beitragszahler. Eine Verflechtung mit dem Militär und damit dem Staatsapparat verschafft ihr politisches Gewicht und materielle Vorteile. Der Bundeswehr fehlt es zwar nicht an neofaschistischen Netzwerken in ihren eigenen Reihen, deren Auffliegen die Medien aktuell beklagen, aber an Rekruten und Offizieren. Je enger ihr Verbund mit der Kirche, hofft die Truppe vermutlich, desto mehr wachse ihr moralisches Ansehen in der »Mitte der Gesellschaft«.

Überraschend kommt die öffentlich demonstrierte Kollaboration nicht. Seit Jahrzehnten kümmern sich sowohl die evangelische als auch die Katholische Kirche Deutschlands um Soldaten. Beide betreiben insgesamt je rund 200 Militärpfarrämter in der Bundesrepublik. Die Katholiken sind zudem im Ausland militärseelsorgerisch aktiv, so in Italien, Belgien, Frankreich, Portugal, Spanien, der Türkei und den USA. Kirchenmänner begleiten Truppenteile außerdem zu Kriegseinsätzen. Zum Beispiel ist der evangelische Pfarrer Johannes Waedt in Mali mit dabei, wie der Deutschlandfunk im April berichtete.

»Die Kirche wirkt systemstabilisierend«, sagte der Hamburger Ex-Pastor Christian Arndt am 15. April in einem Interview mit der Tageszeitung »junge Welt«. Im vergangenen Jahr sei Militärbischof Rink etwa in einer Stellungnahme zum Weißbuch der Bundeswehr mit keinem Wort darauf eingegangen, »dass die Bundeswehr in Fortschreibung mit der Verteidigungspolitischen Richtlinien von 1992 zur Abschottung Europas gegen Flüchtlinge eingesetzt wird, zur Sicherung der Energie- und Rohstoffversorgung und der Absatzmärkte – kurz: zur Durchsetzung deutscher Kapitalinteressen«.

»Das, was allen christlichen Werten widerspricht, wird einfach akzeptiert«, mahnte Arndt. Darum sei die Kirche, auch wenn sie so anmute, keineswegs unpolitisch. Im Gegenteil: »Stellungnahmen des leitenden Kirchenpersonals unterscheiden sich oft nicht von denen der politischen Elite.« Die meisten evangelischen Pastoren fühlten sich dem Staatsinteresse verpflichtet, ist Christian Arndt überzeugt.

Dass dies schon lange Tradition ist, untermauerte der 73-jährige mit einem Zitat von Adolf Hitler: »Ob protestantischer Pastor oder katholischer Pfarrer, sie tragen beide gemeinsam im Kriege unendlich bei zum so langen Erhalt unserer Widerstandskraft.« Nach 1945 hätten beide Kirchen den neuen Aufbau Militärseelsorge verschwiegen. Führende Geistliche seien damals Parteigänger der Nazis gewesen, erklärte er. Nach Kriegsende hätten diese »ganz unverfroren in der evangelischen Kirche das Ruder übernommen«. »Aus der großen Menge nenne ich mal Hans Lilje, Otto Dibelius und Hermann Kunst«, personifizierte Arndt seine Vorwürfe. Bis heute würden jene jedoch als »bedeutende Persönlichkeiten des Protestantismus im 20. Jahrhundert« gefeiert. »Das kommt einer Verhöhnung der Opfer des Faschismus gleich«, kritisierte er.

Auch aktuell, betonte der Ex-Pastor, segne die Kirche alle deutschen Kriegseinsätze ab. Unter anderem zum Afghanistaneinsatz habe sie sich mehrfach fürsprechend positioniert, selbst nach dem Massaker bei Kundus. »Es fehlt der Kirche mehrheitlich an jedem Bewusstsein für die weltweit katastrophalen Auswirkungen des Neoliberalismus.« Denn alles werde dem Markt unterworfen, auch biblische Traditionen vom Widerstand gegen menschenverachtende Strukturen.“

https://kenfm.de/einheitsfront-im-deutschen-gottesstaat/

 

Glaube der Oberschicht

 

„"Du hättest keine Macht über mich", erwiderte Jesus, "wenn sie dir nicht von oben gegeben wäre …““ Evangelium nach Johannes  19; 11

http://www.bibel-online.net/buch/neue_evangelistische/johannes/19/#1

Aus einem früheren Beitrag des Wurms: „Auffällig sind die vielen Kontakte von Jesus zur Oberschicht: ein römischer Hauptmann (Matthäus 8; 5-13), „Älteste der Juden“ (Lukas 7; 3-5), ein königlicher Beamter (Johannes 4; 46-53), Joseph von Arimatäa, ein reicher Mann und angesehener Ratsherr (Matthäus 27; 57 und Markus 15; 42-43), der Ratsherr Nikodemus (Johannes 3; 1-2) und überhaupt glaubten "viele Ratsherren" an Jesus (Johannes 12; 42). Ferner ein führender Pharisäer (Lukas 14;1), ein Hausherr, der ein großes Obergemach zur Verfügung stellt (Markus 14; 14-16), der Hohepriester (Johannes 18; 15), viele Zöllner (Matthäus 9; 10 und Lukas 5;29) und der reiche Oberzöllner (Lukas 19; 1-10).

Mit Jesus und seinen Aposteln zogen einige Frauen. Unter anderem „Johanna, die Frau des Chuza, eines Verwalters des Herodes, und Susanna und viele andere, die ihnen mit ihrem Vermögen dienten“ (Lukas 8; 1-3).

Das muss ein ordentliches „Vermögen“ gewesen sein und der „Verwalter der Kasse“ ist namentlich erwähnt. Sein Name: Judas (Johannes 12; 6 und 13; 29).

Passenderweise erzählt Jesus arbeitnehmer-unfreundliche Gleichnisse (Lukas 17; 7-10 und Matthäus 18; 21-35) und sagt solche Sprüche wie „Oder darf ich mit dem Meinen nicht tun, was ich will?“ (Matthäus 20; 15) und das Zinsgleichnis mit dem Ende „Denn jedem, der hat, wird gegeben werden, und er wird Überfluss haben. Wer aber nicht hat, dem wird auch das, was er hat, genommen werden …“ (Matthäus 25; 29-31).

Als eine Frau kostbares Salböl über sein Haupt gießt, kommt sofort Widerspruch, das Öl hätte verkauft und den Armen gegeben werden können. Die Antwort von Jesus lautete: „… Sie hat eine gute Tat an mir getan. Denn Arme habt ihr allezeit bei euch und könnt ihnen Gutes tun, sooft ihr wollt, mich aber habt ihr nicht allezeit …“ (Markus 14; 3-9).

Jeglicher Protz-Bischof kann sich mit diesem Jesus verständigen und das Gleiche sagen. Wenn es eine Figur der Weltgeschichte geben sollte, die sich für soziale Belange einsetzt – Jesus ist es nun wirklich nicht. Selig sind die geistig Armen, die das Gegenteil glauben.“

http://www.ansichten-eines-regenwurms.de/40-flug-lug-und-betrug.html

 

Alle staatliche Gewalt kommt von Gott

 

Entgegen der eigenen Propaganda ist der christliche Glaube ein Glaube der Oberschicht. Es mag die eine oder andere Stelle geben, die den kleinen Menschen anspricht – das ist aber nur deshalb, damit der überhaupt mitmacht. Die im Neuen Testament getätigten Aussagen sind sehr eindeutig:

„Jeder soll in dem Stand bleiben, in dem er berufen wurde. Wenn du Sklave warst, als Gott dich berief, mach dir nichts daraus …“ 1. Brief an die Korinther  7; 20-21

http://www.bibel-online.net/buch/neue_evangelistische/1_korinther/7/#1

„Tut alles ohne Murren und Diskussion, damit euch niemand Vorwürfe machen kann …“ Brief an die Philipper  2; 14-15

http://www.bibel-online.net/buch/neue_evangelistische/philipper/2/#1

„Denn schon als wir bei euch waren, haben wir ausdrücklich gesagt: "Wer nicht arbeiten will, der soll auch nicht essen."“ 2. Brief an die Thessalonicher

http://www.bibel-online.net/buch/neue_evangelistische/2_thessalonicher/3/#1

Jeder soll sich den Trägern der staatlichen Gewalt unterordnen. Denn alle staatliche Gewalt kommt von Gott, und jede Regierung ist von Gott eingesetzt. Wer sich daher der staatlichen Gewalt widersetzt, stellt sich gegen die von Gott eingesetzte Ordnung und wird zu Recht bestraft werden. Denn wer Gutes tut, hat von den Regierenden nichts zu befürchten. Das hat nur der, der Böses tut. Wenn du also nicht in Furcht vor der Regierung leben willst, dann tue Gutes, und du wirst von ihr gelobt werden. Sie steht ja zu deinem Besten im Dienst Gottes. Tust du aber Böses, hast du allen Grund, sie zu fürchten, schließlich ist sie nicht umsonst die Trägerin von Polizei- und Strafgewalt. Auch darin ist sie Gottes Dienerin. Sie zieht den Schuldigen zur Verantwortung und vollstreckt damit Gottes Urteil an denen, die Böses tun. Es ist also notwendig, sich dem Staat unterzuordnen, nicht nur aus Angst vor Strafe, sondern auch wegen des Gewissens. Deshalb zahlt ihr ja auch Steuern, denn die Beamten sind Gottes Diener und haben sich berufsmäßig damit zu befassen. Gebt jedem das, was ihm zusteht: Steuer, dem die Steuer, Zoll, dem der Zoll, Respekt, dem Respekt, und Ehre, dem die Ehre gebührt. Abgesehen davon, dass ihr einander lieben sollt, bleibt keinem etwas schuldig! Wer den anderen liebt, hat das Gesetz erfüllt.“  Brief an die Römer  13; 1-8

http://www.bibel-online.net/buch/neue_evangelistische/roemer/13/#1

Schärfe ihnen ein, sich den staatlichen Autoritäten und den Behörden unterzuordnen. Sie sollen die Gesetze befolgen und zu jedem guten Werk bereit sein.“  Brief an Titus 3; 1

http://www.bibel-online.net/buch/neue_evangelistische/titus/3/

„Hört auf eure Führer in der Gemeinde und fügt euch ihren Weisungen! Es ist ihre Aufgabe, über eure Seelen zu wachen, und sie werden Gott einmal Rechenschaft über ihren Dienst geben müssen. Sorgt also dafür, dass sie ihre Aufgabe mit Freude tun können, anstatt mit Seufzen und Stöhnen, denn das wäre sicher nicht gut für euch.“ Brief an die Hebräer  13; 17

http://www.bibel-online.net/buch/neue_evangelistische/hebraeer/13/#1

„Fügt euch allen von Menschen gesetzten Ordnungen, weil der Herr das so will. Das gilt sowohl dem König gegenüber, der an höchster Stelle steht, als auch seinen Statthaltern. Er hat sie eingesetzt, um Verbrecher zu bestrafen und Menschen, die Gutes tun, zu belohnen.“ 1. Petrusbrief  2; 13-14

http://www.bibel-online.net/buch/neue_evangelistische/1_petrus/2/

„Begegnet allen mit Achtung, liebt die Gemeinschaft mit den Glaubensgeschwistern, fürchtet Gott, ehrt den König!“  1. Petrusbrief  2; 17

http://www.bibel-online.net/buch/neue_evangelistische/1_petrus/2/

 

Bejahung der Sklaverei

 

Aus einem früheren Beitrag des Wurms:

„Paulus

Für gläubige Christen heisst es jetzt tapfer sein:

„Ihr Sklaven, gehorcht euren irdischen Herren mit aller Ehrerbietung und Gewissenhaftigkeit. Dient ihnen mit aufrichtigem Herzen, als würdet ihr dem Messias dienen. Tut es nicht, um gesehen zu werden und euch bei ihnen einzuschmeicheln. Betrachtet euch vielmehr als Sklaven des Messias, die Gottes Willen von Herzen gern tun. Seid euren Herren wohlgesonnen und dient ihnen in der Überzeugung, dass ihr es für den Herrn und nicht für Menschen tut. Ihr wisst doch, dass jeder, der Gutes tut, vom Herrn dafür belohnt wird, egal ob er Sklave ist oder ein freier Mensch. Und ihr Herren, behandelt eure Sklaven im gleichen Sinn. Lasst das Drohen sein! Denkt daran, dass ihr im Himmel einen gemeinsamen Herrn habt, vor dem alle Menschen gleich sind.“ Brief an die Epheser  6; 5-9

http://www.bibel-online.net/buch/neue_evangelistische/epheser/6/#1

Je nach Übersetzung steht statt des Wortes „Sklave“ das Wort „Knecht“ – es ist aber tatsächlich der „Sklave“ gemeint.

„Ihr Sklaven, gehorcht euren irdischen Herren in jeder Hinsicht! Tut es aber nicht nur, wenn ihr gesehen werdet, um euch anzubiedern, sondern gehorcht ihnen bereitwillig, weil ihr Furcht vor dem Herrn im Himmel habt! Bei allem, was ihr tut, arbeitet von Herzen, als würdet ihr dem Herrn dienen und nicht den Menschen! Ihr wisst ja, dass ihr vom Herrn mit dem himmlischen Erbe belohnt werdet. Ihr dient doch Christus, dem Herrn!“ Brief an die Kolosser  3; 22-24

http://www.bibel-online.net/buch/neue_evangelistische/kolosser/3/

„Die Sklaven sollen ihren Herren in allem gehorchen und ihnen gefällig sein. Sie sollen nicht widersprechen und nichts unterschlagen, sondern ihnen treu und zuverlässig dienen, damit sie in allem der Lehre von unserem Gott und Retter Ehre machen.“ Brief an Titus 2; 9-10

http://www.bibel-online.net/buch/neue_evangelistische/titus/2/#1

„Alle, die das Joch der Sklaverei zu tragen haben, sollen ihren Herren uneingeschränkte Achtung entgegenbringen, damit der Name Gottes und die Lehre des Evangeliums nicht in Verruf kommen. Und wer einen gläubigen Herrn hat, soll sich ihm gegenüber nicht weniger respektvoll verhalten, nur weil er sein Bruder ist. Er muss ihm sogar noch besser dienen, denn sein Dienst kommt jemand zugute, der an Christus glaubt und von ihm geliebt wird. Das sollst du lehren und alle in diesem Sinn ermutigen.“  1. Brief an Timotheus 6; 1-2

http://www.bibel-online.net/buch/neue_evangelistische/1_timotheus/6/#1

Nach dem Motto “guter Jesus – böser Paulus” gibt es viele, die Paulus nicht ernst nehmen. Die sollten sich fragen, ob es sich bei der Bibel um Paulus‘ Wort oder um Gottes Wort handelt.

Um letzte Zweifel zu beseitigen, kommen hier die Worte desjenigen, der Jesus am Besten gekannt hat:

Petrus

„Ihr Sklaven in den Häusern! Gehorcht euren Dienstherren mit aller Ehrerbietung, und zwar nicht nur den guten und gerechten, sondern auch den verbogenen. Es ist nämlich eine Freundlichkeit Gottes, wenn jemand Kränkungen erträgt und unschuldig leidet, weil er in seinem Gewissen an Gott gebunden ist. Denn was wäre das für ein Ruhm, wenn ihr wegen einer Verfehlung Misshandlungen ertragt? Wenn ihr aber Gutes tut und dafür leiden müsst, dann ist das eine Gnade von Gott, denn genau dazu seid ihr berufen worden. Auch Christus hat für euch gelitten und euch ein Beispiel gegeben, damit ihr seinen Fußspuren folgt.“ 1. Petrusbrief  2; 18-21

http://www.bibel-online.net/buch/neue_evangelistische/1_petrus/2/

Karlheinz Deschner (siehe http://www.ansichten-eines-regenwurms.de/92-aufklaerung-ist-aergernis.html ) schreibt in „Abermals krähte der Hahn“:

„Erfolgte in den ersten Jahrhunderten insbesondere durch die stoische Lehre von der Gleichheit der Menschen ein leichter Umschwung zugunsten der Sklaven, so trat im 4. Jahrhundert eine rückläufige Bewegung ein.“ Also mit der Machtübernahme der Christen im Römischen Reich.

Weiter: „Das Feudalsystem des Mittelalters, seine Klassenprivilegien, Leibeigenschaft, Sklaverei, das alles galt der Kirche bis in die Neuzeit als gottgegeben und gottgewollt, als ein Widerschein himmlischer Ordnung … Alle Versuche, das Elend der Massen an der Wurzel auszurotten und grundlegende soziale Verbesserungen zu schaffen, sabotiert die Kirche seit der ausgehenden Antike als ein Aufbäumen gegen die gottgegebene Gesellschaftsordnung.“

Karlheinz Deschner zitiert den Theologen Martin Dibelius mit den Worten „Darum waren alle, die eine Verbesserung der Zustände in dieser Welt wünschten, genötigt, gegen das Christentum zu kämpfen.“

http://www.ansichten-eines-regenwurms.de/139-irgendein-mensch-sollte-darum-besorgt-sein-diesem-schrecken-ein-ende-zu-machen.html

 

Bejahen von Krieg und Todesstrafe

 

Aus einem früheren Beitrag des Wurms:

„Denn der christliche Glaube äußert sich in keinster Weise negativ zum Krieg, in dem ja bekanntlich Menschen getötet werden. Das Alte Testament schildert seinen Gott als Kriegsgott und das Neue Testament ist entgegen aller Propaganda alles andere als pazifistisch.

Jesus erzählt kriegerische Gleichnisse (Lukas 14; 31) und als ihn Soldaten fragen, was sie tun sollen, ruft er nicht zur Abkehr vom kriegerischen Beruf auf, sondern, dass sie mit ihrem Sold zufrieden sein sollen (Lukas 3; 14). Er hat bewaffnete Begleiter (Matthäus 26; 51), ruft auf zum Waffenkauf (Lukas 22; 36) und sagt folgende Sätze:

„Ihr sollt nicht wähnen, daß ich gekommen sei, Frieden zu senden auf die Erde. Ich bin nicht gekommen, Frieden zu senden, sondern das Schwert“ (Matthäus 10; 34) oder „Ich bin gekommen, daß ich ein Feuer anzünde auf Erden; was wollte ich lieber, denn es brennete schon!“ (Lukas 12;49)

Solche Sätze sind weder von frühen noch von späten Christen pazifistisch verstanden worden.

Wurm ist es gewohnt, von den Menschen nicht ernst genommen zu werden. Deshalb hier die Stellen, um in aller Ruhe nachzulesen:

http://bibel-online.net/buch/luther_1912/lukas/14/#1

http://bibel-online.net/buch/luther_1912/lukas/3/#1

http://bibel-online.net/buch/luther_1912/lukas/22/#1

http://bibel-online.net/buch/luther_1912/matthaeus/26/#1

http://bibel-online.net/buch/luther_1912/matthaeus/10/#1

http://bibel-online.net/buch/luther_1912/lukas/12/#1

 

Auch gegen die staatliche Todesstrafe gibt es aus christlicher Sicht nichts einzuwenden. Im Gegenteil. Der Wurm hat ein paar Gründe aufgelistet, weshalb Menschen getötet werden müssen. Alle aus den 5 Büchern Mose:

 

Berühren des Berges Sinai

Exodus 19; 12-13 http://bibel-online.net/buch/luther_1912/2_mose/19/#1

 

Arbeiten am Sabbat

Exodus 31; 13-15 http://bibel-online.net/buch/luther_1912/2_mose/31/#1

 

Nicht-Priester, der sich der „Wohnung Gottes“ nähert

Numeri 1; 51 http://bibel-online.net/buch/luther_1912/4_mose/1/#1

 

Tieropfer wird nicht zum „Offenbarungszelt“ gebracht

Levitikus 17: 3-9 http://bibel-online.net/buch/luther_1912/3_mose/17/#1

 

Essen von Gesäuertem

Exodus 12; 19 http://bibel-online.net/buch/luther_1912/2_mose/12/#1

 

„Genießen“ von Fett und Blut

Levitikus 7; 25-27 http://bibel-online.net/buch/luther_1912/3_mose/7/#1

 

Essen von verdorbenem Gemeinschaftsopfer

Levitikus 19; 5-8 http://bibel-online.net/buch/luther_1912/3_mose/19/#1

 

Im Zustand der „Unreinheit“ vom Gemeinschaftsopfer essen …

Levitikus 7; 20-21 http://bibel-online.net/buch/luther_1912/3_mose/7/#1

 

… oder sich den „heiligen Gaben“ nähern …

Levitikus 22; 3 http://bibel-online.net/buch/luther_1912/3_mose/22/#1

 

… oder sich vom „unreinen“ Zustand nicht „entsündigen“ lassen

Numeri 19; 13-20 http://bibel-online.net/buch/luther_1912/4_mose/19/#1

 

„nicht hören“ auf den Priester oder den Richter

Deuteronomium 17; 12 http://bibel-online.net/buch/luther_1912/5_mose/17/#1

 

Verfluchen von Vater oder Mutter + sexuelle Taten aller Art

Levitikus 20 http://bibel-online.net/buch/luther_1912/3_mose/20/#1

 

„Übertreten“ des „Bundes mit Gott“

Deuteronomium 17; 2-7 http://bibel-online.net/buch/luther_1912/5_mose/17/#1

 

„Lästern“ von Gott

Numeri 15; 30-31 http://bibel-online.net/buch/luther_1912/4_mose/15/#1

http://www.ansichten-eines-regenwurms.de/26-die-katholiban-und-das-leben.html

 

Das steht alles im Fundament des christlichen Glaubens, der Bibel. Welche Zeitströmungen es auch immer geben mag – das Wort Gottes ist unveränderlich. Jeder, der dafür ist, andere Menschen aus staatlichen Gründen zu töten, kann sich auf diese Worte berufen.

„Tosender Applaus und lautes Gekreische“ für einen Massen-Mörder kommt nicht von Humanisten.

Humanisten, die gegen Krieg sind, sind keine Christen. Genauso wenig wie Tierschützer Mitglieder der Jagdgesellschaft sind.

 

 

Dada

 

„Wenn alles bleibt, so

wie es ist, kräht bald kein

Hahn mehr auf dem Mist.“

 

„Strotzt der Boden

vor Nitraten, kann das

Wasser arg missraten.“

 

Das waren die Bauernregeln Nr. 9 und 10 aus dem dadaistischen Bundesumwelt-Ministerium.

http://www.sueddeutsche.de/panorama/umweltministerium-streit-um-neue-bauernregeln-des-umweltministeriums-1.3363780

 

 

 

Auf der Krokodilfarm in Otjiwarongo gibt es dadaistische Vögel, die sich einen Spass daraus machen, die am Boden liegenden Krokodile vollzuscheissen.