„Luftangriffe auf den Großraum der Stadt Dresden unternahmen die Royal Air Force (RAF) und die United States Army Air Forces (USAAF) ab Herbst 1944 im Zweiten Weltkrieg. Historisch bekannt wurden besonders die vier Angriffswellen vom 13. bis 15. Februar 1945. Durch sie starben nach neuesten historischen Untersuchungen entgegen oft behaupteten sechsstelligen Opferzahlen zwischen 22.700 und 25.000 Menschen. Große Teile der Innenstadt und der industriellen und militärischen Infrastruktur Dresdens wurden zerstört.

Diese Angriffe verstärkten erheblich die Kritik an der Luftkriegsführung der Westalliierten seit 1942, besonders an der britischen Area Bombing Directive. Historiker diskutieren bis heute, ob diese Flächenbombardements militärisch notwendig und zweckmäßig waren und ob sie als Kriegsverbrechen zu werten sind.“

https://de.wikipedia.org/wiki/Luftangriffe_auf_Dresden

Dresden steht wie keine andere Stadt für Bomben-Terror. Selbst heute, 72 Jahre danach, sorgt dieser Bomben-Terror mehr denn je für Kontroversen wg. der Deutung des Geschehens und des Umgangs mit der Trauer.

 

Luftangriff auf Dresden

 

Benedikt Kaiser bietet eine recht gute „Chronik des Bombenkriegs: 13./14./15. Februar 1945 – Die Hölle von Dresden“:

„Die Stadt, die aufgrund ihrer heute wiederhergestellten barocken Pracht von vielen als "Elbflorenz" verehrt wird, hatte 1944 ungefähr 700.000 Einwohner; im Februar 1945 kamen hunderttausende Flüchtlinge aus den bereits überrannten Ostgebieten sowie Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter hinzu. Man geht für den Schicksalsmonat von etwa einer Million Menschen in der sächsischen Metropole aus, deren Rolle als Knotenpunkt der Reichsbahn und als Stadt der Kriegswirtschaft zu diesem Zeitpunkt, weniger als drei Monate vor dem 8. Mai, längst ausgespielt gewesen war.

Ist es ohnehin bemerkens- und bedenkenswert, daß der Luftkrieg gegen Deutschland um so heftiger wurde, je näher die Kapitulation rückte, erscheint die sinnlose Zerstörung Dresdens als besonders grauenhaftes Kapitel des Zweiten Weltkriegs.

Dieses Kapitel hat eine Vorgeschichte, die sich über mehrere Monate hinzog. Im August 1944 schlug Winston Churchill dem US-amerikanischen Präsidenten Roosevelt einen Plan für eine Operation "Donnerschlag" vor. 100.000 Berliner sollten getötet werden. Explizit hieß es, daß die Bombardierung vor allem Wohngebiete treffen müsse – nicht etwa Rüstungsbetriebe. Berlin wurde tatsächlich knapp 300 Mal bombardiert, wobei 50.000 Menschen starben, aber der große Vernichtungsangriff traf nicht die damalige Reichshauptstadt, sondern Dresden.

Die Stadt war bis zu jenen verhängnisvollen Tagen im Februar 1945 nicht nur siebtgrößte Stadt Deutschlands, sondern auch die einzige deutsche Großstadt, die noch nicht von Bomberstaffeln heimgesucht wurde. So mancher ihrer Bewohner glaubte und hoffte, die alliierten Strategen schätzten das Kleinod der Kunst und Architektur und würden es verschonen; tatsächlich fehlte es den westalliierten Luftstreitkräften in den Vorjahren schlichtweg an der notwendigen Reichweite.

Hoffnung war indes die einzige Option, denn zu verteidigen war Dresden längst nicht mehr. Jedwede Luftabwehr war beizeiten für östlich gelegenere Rüstungsanlagen abgezogen worden, die wenig verbliebenen Wehrmachtsverbände an die bedrohlich näherrückende Ostfront geschickt. Statt einer Festung glich Dresden einer vollkommen überfüllten Lazarettstadt. Ob im Großen Garten oder um die Elbufer, auf den Plätzen, in den Straßen und Gassen – überall bevölkerten der Roten Armee Entkommene die Stadt.

Auch nur der kleinsten Gefahr einer Gegenwehr beraubt, hatten es die ersten britischen Flieger am 13. Februar 1945 allzu leicht, in aller Ruhe - und bei wolkenlosem Nachthimmel - die Innenstadt zu markieren und auszuleuchten. Das war gegen 22 Uhr, und nur zehn Minuten später fielen mehr als 2.000 Bomben und Luftminen. Das stufenweise Flächenbombardement war eine ab 1942 sukzessive perfektionierte Technik, Schneisen in Häuserblocks und Siedlungen zu schlagen, um den später folgenden Brandbomben einen freien Weg in die Dachstühle und Wohnungen zu verschaffen. Die erste Angriffswelle, besagte Vorhut, dauerte zwar nur eine Viertelstunde, aber 75 Prozent der historischen Altstadt brannten bereits.

Bergungs- und Löscharbeiten dauerten vielerorts an, jedenfalls dort, wo Einsatzkräfte noch verfügbar waren, als nur drei Stunden später kanadische und britische Bomberpiloten 650.000 Stabbrandbomben abwarfen. Nun wurden auch bisher verschont gebliebene Stadtteile mit Bombenteppichen belegt. Die zahlreichen Einzelfeuer verbanden sich zu einem beispiellosen Feuersturm. Tausende Menschenleben wurden ausgelöscht: das Feuer verschlang sie, Explosionen zerfetzten sie, oder aber sie erstickten in einem der »Folterkeller der Moderne«, wie Ernst Jünger Luftschutzbunker nannte.

Die Flammen loderten am 14. Februar in der ganzen Stadt; nun hätte es von außen konzentrierter Hilfe bedurft. Allein: Nach Briten und Kanadiern griffen nun die US-Amerikaner in tödlicher Routinearbeit ins Geschehen ein. Geschätzte 1.800 Sprengbomben und 136.800 Stabbrandbomben gingen auf die schutzlosen Menschen nieder. Und was heute oft vergessen wird: In den Mittagsstunden des 15. Februar griffen US-Bomber erneut an, trotz der bereits erfolgten Zerstörung, trotz der unzähligen Schwerverletzten und Ermordeten in den Trümmern. Ihre Zahl ist bis heute Gegenstand bisweilen zynisch anmutender Geschichtsfälschung (– als ob die Vernichtung einer von Zivilisten, Flüchtlingen und Gefangenen bewohnten schutzlosen Stadt nicht ungeheuerlich genug wäre). Von 25.000 bis 330.000 Toten ist indes beinahe jede Zahl genannt worden; besonders in den letzten Jahren geht die Tendenz im Zeichen eines ideologisch verfälschten Geschichtsbildes zur massiven Verringerung der Opferzahlen; irgendwann wird man womöglich versuchen, die Zahl 15.000 als "belegt" durchzusetzen.“

https://sezession.de/48399

Peter Haisenko ist über die offizielle deutsche Geschichtsschreibung erbost: „Dresden war Lazarettstadt. International als solche anerkannt. In unserer Geschichtsschreibung wird verheimlicht, dass die Engländer im Herbst 1944 Flugblätter über Dresden abgeworfen haben, auf denen schön gereimt zu lesen stand: “Wir werden Dresden schonen, denn wir werden dort wohnen.” Dieser Beweis für die unglaubliche Perfidie der Briten ist natürlich im Feuersturm verbrannt, aber meine Mutter hat mir davon berichtet. Sie, die die Akademie verlassen musste, weil sie sich weigerte, der “Partei” beizutreten, konnte im Feuersturm der Nacht des 13. Februar nur ihr nacktes Leben und das meiner Schwester und Großmutter retten. Wie kann sich Herr Gauck erdreisten, meiner Mutter die Schuld daran zuzuweisen?

Meine Großmutter hat mir zu oft die grausamen Details geschildert, was Phosphorbomben den Menschen in Dresden angetan haben. Die offizielle deutsche (!) Geschichtsschreibung leugnet den Abwurf von Phosphorbomben durch die Alliierten, obwohl sogar am 13. Februar 2015 ein Opfer genau darüber in den Abendnachrichten der ARD berichtet hat. Wir wissen, dass schon 1945 der Abwurf von Phosphorbomben gegen die Zivilbevölkerung als Kriegsverbrechen geächtet war. Mit der Leugnung werden folglich alliierte Kriegsverbrecher nachträglich freigesprochen. Wieder mit dem Segen des Bundespräsidenten.

Geleugnet wird auch, dass britische Kampfflugzeuge am nächsten Tag Jagd auf zivile Flüchtlinge gemacht haben, die dem Feuersturm entkommen konnten, oftmals kaum bekleidet in der Februarkälte …

Deutsche Verbrechen werden bis heute minutiös aufgearbeitet und 90-jährige vor Gericht gestellt. Das ist wohl richtig so. Aber es kann nicht richtig sein, die Verbrechen anderer Länder gleichzeitig aus der offiziellen Geschichtsschreibung zu löschen …

Es geht mir keinesfalls darum, Verbrechen gegeneinander aufzurechnen. Das wäre ein Rückfall in Blutrache-Mentalität. Aber es ist dem Angedenken der Verwandten und Freunde nicht nur meiner Mutter geschuldet, zumindest zuzugeben, dass es sie gab. Dasselbe gilt für die mindestens 13 Millionen Deutsche, die vom 8. Mai 1945 bis 1949 unter Aufsicht und Oberhoheit der Alliierten ermordet worden sind. Über deren Tod während der Vertreibung und in Lagern der US-Armee wird in deutschen Geschichtsbüchern beharrlich geschwiegen.“

http://www.anderweltonline.com/klartext/klartext-2015/die-dresden-luege-225000-tote-klagen-an/

Was von den Angaben Peter Haisenkos und anderer stimmt oder nicht stimmt, mag dahin gestellt sein. Für die Opfer natürlich tragisch, aber für den Wurm spielt es keine Rolle, wie viele Menschen tatsächlich getötet wurden, ob Phosphorbomben eingesetzt wurden, ob Kampfflugzeuge danach Jagd auf zivile Flüchtlinge gemacht haben (Peter Haisenko zeigt ein Bild seiner Mutter, die genau solch einen Vorfall nach eigenen Erinnerungen später gemalt hat) – es war so schon schrecklich genug.

Der Wurm weiss nicht, was er von folgender „Wikipedia“-Passage halten soll:

„Ein fester, in stereotypen Motiven überlieferter Bestandteil der Nachkriegsliteratur zu Dresden sind Augenzeugenberichte von Phosphorregen und Tieffliegerangriffen auf Flüchtlinge. Historiker haben diese Berichte seit 1977 mehrfach überprüft und festgestellt, dass es Legenden sind, die zum Teil von der NS-Propaganda geschaffen wurden und zum Teil auf Fehldeutungen von Sinneseindrücken beruhen.“

https://de.wikipedia.org/wiki/Luftangriffe_auf_Dresden

Peter Haisenkos Mutter und viele andere sollen „Fehldeutungen von Sinneseindrücken“ gehabt haben?

 

Warum?

 

Aus „Wikipedia“: „Die Rüstungswunder-These geht zurück auf den Index der enorm angestiegenen deutschen Rüstungsproduktion zwischen Anfang 1942, als Albert Speer Rüstungsminister wurde, und Sommer 1944. Das Rüstungswunder fällt in die Phase des Totalen Krieges der Wirtschaft im Dritten Reich.

Danach kam es in dieser Zeit zu einer Verdreifachung der deutschen Rüstungsproduktion, trotz starker alliierter Bombardierungen, denen die deutsche Rüstungsproduktion in dieser Zeit ausgesetzt war.“

https://de.wikipedia.org/wiki/R%C3%BCstungswunder

„Am 28. März 1945 erwog Winston Churchill, den Luftkrieg gegen deutsche Städte einzustellen, und distanzierte sich in einem Telegrammentwurf an General Ismay und die britischen Chiefs of Staff und Chief of the Air Staff von dessen Ausrichtung:

„Der Moment scheint mir gekommen, wo die Frage der Bombardierung deutscher Städte einfach zum Zwecke der Erhöhung des Terrors, auch wenn wir andere Vorwände nennen, überprüft werden sollte. Sonst werden wir die Kontrolle über ein total verwüstetes Land übernehmen. […] Die Zerstörung Dresdens bleibt eine ernste Frage an die alliierte Bombardierungspolitik. […] Ich glaube, es ist nötig, dass wir uns mehr auf militärische Ziele konzentrieren wie Öllager und Kommunikationszentren hinter der unmittelbaren Kampfzone, statt auf reine Akte des Terrors und der mutwilligen Zerstörung, wie beeindruckend diese auch immer sind.““

https://de.wikipedia.org/wiki/Luftangriffe_auf_Dresden

Anders ausgedrückt: Es ging ausdrücklich um „reine Akte des Terrors und der mutwilligen Zerstörung“. Nicht um ein schnelleres Ende des Krieges. Wenn statt des Terrors über der Zivil-Bevölkerung die kriegswichtige deutsche Industrie bombardiert worden wäre, wäre der Krieg wesentlich früher beendet gewesen.

„Wikipedia“ zeigt eine „Liste der Luftangriffe der Alliierten auf das Deutsche Reich (1939–1945)“:

„Diese Liste der Luftangriffe der Alliierten dient der Übersicht über die Bombardierungen der Royal Air Force und der United States Army Air Forces im Deutschen Reich und in den Alpen- und Donau-Reichsgauen während des Zweiten Weltkriegs.“

https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Luftangriffe_der_Alliierten_auf_das_Deutsche_Reich_(1939%E2%80%931945)

Da der Wurm in der Kleinstadt Bruchsal zum ersten Mal aus dem Boden kroch, möchte er zitieren, was dort passierte:

„Beim Luftangriff auf Bruchsal wurde am 1. März 1945 vom 41. Bombergeschwader der 8. US-Luftflotte durchgeführt. Die Stadt Bruchsal wurde dabei weitgehend zerstört.

Das Bombardement begann um 13:53 Uhr aus einer Höhe von 6.500 Metern. Der Angriff dauerte bis 14:35 Uhr. Innerhalb von 42 Minuten wurden über Bruchsal 901 Sprengbomben und 49.500 Stabbrandbomben abgeworfen. Das Zielgebiet des Angriffs auf Bruchsal stellte im Wesentlichen das dichtbesiedelte Stadtzentrum – insbesondere die Altstadt - dar. In diesem Gebiet wurden durch die Druckwellen der Explosionen der Sprengbomben zunächst die Dächer aufgerissen. Danach wurden mehr als 49.500 Stabbrandbomben über dem Stadtgebiet abgeworfen, die nun in die aufgerissenen Dachstühle der Häuser fielen und diese innerhalb kürzester Zeit in Vollbrand versetzten. Die vielen entstandenen Einzelbrände weiteten sich sehr schnell zu einem Flächenbrand aus.

Dem Angriff fielen mehr als 1.000 Menschen zum Opfer. Die Innenstadt wurde hierbei zu rund 90 % zerstört. Auch zahlreiche historische Bauten, darunter das Bruchsaler Schloss, wurden bei dem Angriff zerstört.“

https://de.wikipedia.org/wiki/Luftangriff_auf_Bruchsal

Auch kennt der Wurm heute noch lebende Zeitzeugen, die als Kinder bzw. Jugendliche bei landwirtschaftlicher Tätigkeit auf offenem Feld in der Nähe von Bruchsal Dorf gegen Ende des Krieges von Kampfflugzeugen beschossen wurden. "Fehldeutungen von Sinneseindrücken" hatten diese mit Sicherheit nicht.

Weshalb diese Kriegsverbrechen?

Ein Grund dürfte sein, den deutschen Willen zu brechen. Nach dem 1. Weltkrieg (der nicht auf deutschem Boden geführt wurde), gab es noch starke kriegerische Elemente in Deutschland bis hin zur „Dolchstoß-Legende“. Nach dem Bomben-Terror im eigenen Land zu Ende des 2. Weltkriegs gab es diese nicht mehr.

Sollte es darum gehen, das deutsche Volk zur Revolution anzustacheln, wurde dieser Zweck nicht erfüllt. Es wurde eher das Gegenteil erreicht.

Ein wesentlicher Grund war mit Sicherheit, dem Noch-Verbündeten und zukünftigem Gegner, der Sowjetunion, aufzuzeigen, wozu Briten und US-Amerikaner fähig sind.

Ob nachvollziehbar oder nicht: es handelt sich um Kriegsverbrechen, Terror gegen die Zivil-Bevölkerung, Bösartigkeit. Es gibt keinen Grund, dies zu entschuldigen.

 

Gerechte Strafe?

 

Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert bringt es allen Ernstes fertig, folgende Sätze vom Stapel zu lassen:

„„Es gibt immer noch Versuche, die Geschichte umzudeuten und Dresden in einem Opfermythos dastehen zu lassen“, so der OB. Dann drückt er sich klarer als bisher aus: „Dresden war keine unschuldige Stadt, das wurde wissenschaftlich ausgewertet.““

https://www.sz-online.de/nachrichten/dresden-war-keine-unschuldige-stadt-3603390.html

Wäre es legitim, das Haus eines Dummschwätzers zu bombardieren? Ein ganzes Wohnviertel, in dem dieser eine Dummschwätzer lebt? Eine ganze Stadt?

Aus „Wikipedia“ zum Luftangriff auf Lübeck am 29. März 1942: „Nach den Angaben der Polizei verloren 320 Personen ihr Leben, drei blieben vermisst, 783 wurden verletzt. Mehr als 15.000 Lübecker wurden obdachlos, da 1.468 Gebäude völlig zerstört, 2.180 schwer und 9.103 leicht beschädigt wurden.“

https://de.wikipedia.org/wiki/Luftangriff_auf_L%C3%BCbeck_am_29._M%C3%A4rz_1942

Thomas Mann in einer Radioansprache nach der Bombardierung Lübecks:

„Deutsche Hörer!

Zum ersten Mal jährt sich der Tag der Zerstörung von Coventry durch Görings Flieger, – einer der schauderhaftesten Leistungen, mit denen Hitler-Deutschland die Welt belehrte, was der totale Krieg ist und wie man sich in ihm aufführt. In Spanien fing’s an, wo die Maschinisten des Todes diese nationalistisch erzogene Rasse mit den leeren, entmenschten Gesichtern, sich vorübten für den Krieg.

Welch ein Sport, wo es gar keine Gegenwehr gibt, im Tiefflug in flüchtende Zivilistenmassen hineinzupfeffern, – frisch und fröhlich! Das Gedenken an die Massakers in Polen ist auch unsterblich, – genau das, was man ein Ruhmesblatt nennt. Und Rotterdam, wo in zwanzig Minuten dreißigtausend Menschen den Tod fanden dank einer Bravour, die von moralischem Irresein zu unterscheiden nicht leichtfällt. Der Edle von Ribbentrop verhüllte sein Angesicht und schluchzte: „Das haben wir nicht gewollt!“ Es waren gute Zeiten, wo es nur zu schluchzen gab über das, was man andern zufügte. Die Zeit kommt und ist schon da, wo Deutschland zu schluchzen hat auch über das, was es erleidet, und dieses Rührungsmotiv wird überhandnehmen in dem Maß, wie eine Welt, die von solcher Art Dienst an der Menschheit nichts hatte wissen wollen und nicht darauf vorbereitet war, in ihre Verteidigungsaufgabe hineinwächst und den Lehrling abgibt, der den Meister überflügelt. Hat Deutschland geglaubt, es werde für die Untaten, die sein Vorsprung in der Barbarei ihm gestattete, niemals zu zahlen haben? Es hat kaum zu zahlen begonnen – über dem Kanal und in Rußland. Auch was die Royal Air Force in Köln, Düsseldorf, Essen, Hamburg und andern Städten bis heute zuwege gebracht hat, ist nur ein Anfang. Hitler prahlt, sein Reich sei bereit zu einem zehn-, ja zwanzigjährigen Kriege. Ich nehme an, daß ihr Deutsche euch euer Teil dabei denkt – zum Beispiel, daß in Deutschland nach einem Bruchteil dieser Zeit kein Stein mehr auf dem andern wäre.

Beim jüngsten britischen Raid über Hitlerland hat das alte Lübeck zu leiden gehabt. Das geht mich an, es ist meine Vaterstadt. Die Angriffe galten dem Hafen, den kriegsindustriellen Anlagen, aber es hat Brände gegeben in der Stadt, und lieb ist es mir nicht, zu denken, daß die Marienkirche, das herrliche Renaissance-Rathaus oder das Haus der Schiffer-Gesellschaft sollten Schaden gelitten haben. Aber ich denke an Coventry – und habe nichts einzuwenden gegen die Lehre, daß alles bezahlt werden muß. Es wird mehr Lübecker geben, mehr Hamburger, Kölner und Düsseldorfer, die dagegen auch nichts einzuwenden haben und, wenn sie das Dröhnen der RAF über ihren Köpfen hören, ihr guten Erfolg wünschen.

Sogar könnte es sein, daß mein Sinn für Gerechtigkeit durch dies Bombardement noch auf eine besondere Probe gestellt wäre. Schwedische Blätter melden, und amerikanische fragen mich danach aus, daß das Haus meiner Großeltern, das sogenannte Buddenbrook-Haus in der Mengestraße, bei dem Raid zerstört sein soll. Ich weiß nicht, ob die Nachricht wahr ist. Für viele draußen ist durch meinen Jugendroman der Name Lübecks nun einmal mit dem Gedanken an dies Haus verbunden, und leicht kommt es ihnen in den Sinn, wenn Bomben auf Lübeck fallen. An Ort und Stelle freilich heißt es schon längst nicht mehr das „Buddenbrook-Haus“. Die Nazis, verärgert darüber, daß immer die Fremden noch danach fragten, hatten es umgetauft in „Wullenweber-Haus“. Das dumme Gesindel weiß nicht einmal, daß ein Haus, das den Stempel des achtzehnten Jahrhunderts an seinem Rokoko-Giebel trägt, nicht gut mit dem verwegenen Bürgermeister des sechzehnten etwas zu tun haben kann. Jürgen Wullenweber hat seiner Stadt durch den Krieg mit Dänemark viel Schaden zugefügt, und die Lübecker haben mit ihm getan, was die Deutschen denn doch vielleicht eines Tages mit denen tun werden, die sie in diesen Krieg geführt haben: sie haben ihn hingerichtet. Von den Bewohnern des Hauses, das man, um meinen Namen auszulöschen, nach dem seinen benannt hat, ist zu sagen, daß sie der Stadt immer nur Gutes getan haben, und auf meine Art bin sogar ich noch ihrem Beispiel gefolgt. Auf eigene Art einem Beispiel folgen, das ist Tradition. Das alte Bürgerhaus, von dem man nun sagt, daß es in Trümmern liege, war mir das Symbol der Überlieferung, aus der ich wirkte. Aber solche Trümmer schrecken nicht denjenigen, der nicht nur aus der Sympathie für die Vergangenheit, sondern auch aus der für die Zukunft lebt. Der Untergang eines Zeitalters braucht nicht der Untergang dessen zu sein, der in ihm wurzelt und der ihm entwuchs, indem er es schilderte.

Hitler-Deutschland hat weder Tradition noch Zukunft. Es kann nur zerstören, und Zerstörung wird es erleiden. Möge aus seinem Fall ein Deutschland erstehen, das gedenken und hoffen kann, dem Liebe gegeben ist rückwärts zum Gewesenen und vorwärts in die Zukunft der Menschheit hinaus. So wird es, statt tödlichen Hasses, die Liebe der Völker gewinnen.“

http://cicero.de/berliner-republik/ich-habe-nichts-einzuwenden/36748

Natürlich war es schrecklich, was von Deutschen in deutschem Namen angerichtet wurde. Aber: welch Verkommenheit spricht hier aus dem sonst so vornehmen Bildungs-Bürger! Wenn Thomas Mann „nichts einzuwenden“ hat und sein „Sinn für Gerechtigkeit“ durch die Bombardierung deutscher Städte befriedigt ist, heisst das doch nichts anderes, als dass er sich freut, wenn Menschen aus Lübeck, Bruchsal, Dresden und vielen anderen deutschen Städten getötet, verletzt, obdachlos werden.

Sollte ein Mensch persönlich Schuld auf sich geladen haben, dann gehört er vor ein ordentliches Gericht gestellt, wo geprüft wird, ob die Anschuldigungen tatsächlich stimmen. Der Wurm behauptet jetzt mal, dass der größte Teil der Menschen, die dem Bomben-Terror in Deutschland zum Opfer fielen, sich nichts zuschulden hat kommen lassen und ein halbwegs anständiges Leben geführt hat.

Noch mal: es handelt sich um Kriegsverbrechen, Terror gegen die Zivil-Bevölkerung, Bösartigkeit.

Thomas Mann schreibt über „diese nationalistisch erzogene Rasse mit den leeren, entmenschten Gesichtern“. An der er aber einen nicht geringen Anteil hat. Der Wurm hatte bereits in einem früheren Beitrag aus der Autobiographie von Joachim Fest zitiert:

„Mit Thomas Mann verhielt es sich anders. Nach einigen Tagen, als ich gerade bei der Schilderung von Onkel Gottholds Tod angelangt war, entdeckte er das Buch und fragte, woher ich das hätte. Als ich ihm von Dr. Meyers Vorliebe für Thomas Mann berichtete, erwiderte er unbeeindruckt: Dr. Meyer wisse das nicht - doch komme ihm Thomas Mann nicht ins Haus. Der sei zwar ein bedeutender Schriftsteller, aber ein politisch verantwortungsloser Mensch. Für ihn, fuhr mein Vater fort, habe Thomas Mann mit den „Betrachtungen eines Unpolitischen“ jedes Ansehen verspielt. Gerade weil auch dieses Buch so gut geschrieben sei, habe es mehr für die Entfremdung des Bürgertums von der Republik getan als Hitler. So etwas dürfe man nicht verzeihen. Er forderte mich auf, das Buch umgehend an Dr. Meyer zurückzuschicken, er selber werde ein paar erklärende Zeilen dazulegen.“

http://www.ansichten-eines-regenwurms.de/255-glanz-und-elend-des-buergertums.html

Mensch stelle sich mal vor, er wäre ein Iraker. In zwei Kriegen und durch Embargos musste er mitansehen, wie über eine Million seiner Mitmenschen getötet wurden, viele verletzt, krank, ohne Wohnung, ohne Geld, lebend in einem zerstörten und sehr unsicheren Land.

International begründet und durchgesetzt durch massive Lügen. Siehe auch http://www.ansichten-eines-regenwurms.de/190-die-luege-aller-luegen.html und http://www.ansichten-eines-regenwurms.de/234-massen-moerder.html . Und Deutschland war zumindest am ersten Krieg zumindest indirekt durch Milliarden-Zahlungen beteiligt.

Und dieser eine Iraker hätte die technischen Möglichkeiten, Bomben auf viele westliche Länder zu werfen. Von diesen westlichen Ländern kommt ja sein persönliches Elend und das seines Landes. Was würde Thomas Manns Sinn für Gerechtigkeit dazu sagen, wenn ein heutiger Iraker Lübeck bombardieren würde? Wie viele der potentiellen Opfer hätten persönliche Schuld an der Situation im Irak?

Wg. Lügen und offiziellem Bruch des Völkerrechts (siehe http://www.ansichten-eines-regenwurms.de/88-bruch-des-voelkerrechts.html ) wurde 1999 von deutschen Fliegern Serbien bombardiert.

Hätten Thomas Mann und Konsorten etwas dagegen einzuwenden, wenn ein heutiger Serbe aus seinem Sinn für Gerechtigkeit Lübeck und andere deutsche Städte bombardieren würde?

Hätte jeder Mensch dieser Erde, der ungerecht behandelt wird, das moralische Recht, Menschen zu töten, die er nicht kennt und die ihm persönlich nichts getan haben – die aber Bestandteil jener Gruppe von Menschen sind, die für sein Unglück verantwortlich ist? Ob Nationalität, Hautfarbe, Rasse, Geschlecht, Religion – was auch immer?

Ob eine Stadt, ob ein Land jetzt „schuldig“ ist oder nicht: Nein, nein und nochmals nein! Es gibt keinen Grund, Menschen Leid zuzufügen, die persönlich sich nichts haben zuschulden kommen lassen.

 

Propaganda

 

Über „1984“ von George Orwell:

„"Wer die Vergangenheit kontrolliert, kontrolliert die Zukunft: wer die Gegenwart kontrolliert, kontrolliert die Vergangenheit." (1948, S. 308). Dieser Satz symbolisiert das System, mit dem die Partei die Menschen beherrscht. In 1984 gibt es keine Geschichtsschreibung, keine Dokumente die unverfälscht existieren. Denn in dem Ministerium für Wahrheit sind hunderte Arbeiter tagtäglich damit beschäftigt, die Vergangenheit an die Gegenwart anzupassen. Zeitungsartikel werden umgeschrieben und Bilder verfälscht um die Partei unfehlbar zu machen. Alles, was die Partei sagt, ist und war immer wahr.

An einem Tag kann beispielsweise Ozeanien noch Krieg gegen Ostasien führen, am nächsten führt es Krieg gegen Eurasien. Der Krieg gegen Ostasien hat damit nie stattgefunden, Eurasien war schon immer der Feind.“

http://www.theoriewiki.org/index.php?title=George_Orwell

Aus der „Propagandaschau“:

„Staatliche Propaganda, das sind offene Lügen, unterdrückte Wahrheiten, Heuchelei, Doppelmoral und politisch verzerrte Darstellung von Geschichte und Gegenwart im Sinne der Herrschenden. Für die Staatssender ARD und ZDF ist es Alltagsgeschäft. Ihre gezielte Propaganda entlarvt sich immer dann besonders offensichtlich, wenn es um die Interessen jener westlichen Besatzungsmächte geht, die Westdeutschland 1945 unter Kontrolle genommen haben.

Deren Verbrechen werden nicht nur in den aktuellen globalen Konflikten so weit es geht unterdrückt, auch die Geschichte wird in einem Ausmaß verdreht, verzerrt und geklittert, das der Propaganda der Nazis kaum nachsteht.

Schon das Gedenken der verbrecherischen Atombombenabwürfe der USA auf die japanischen Städte Nagasaki und Hiroshima wurde von der Propaganda des ZDF – ganz im Sinne der Täter – in einen desinformatorischen Nebel gehüllt, indem man in den sogenannten „Nachrichten“ kurzerhand verschwieg, wer denn die Atombomben abgeworfen hat. Das ist so hanebüchen grotesk und entlarvend, dass es schon besonders einfältige Zeitgenossen braucht, um die propagandistische Intention zu leugnen.

Es kann also niemanden verwundern, dass diese nach wie vor besetzten Anstalten auch das Gedenken an ein weiteres Kriegsverbrechen mit Propaganda zu klittern versuchen würden, anstatt die Öffentlichkeit wahrhaftig und seriös zu informieren, wie es ihre „öffentlich-rechtliche“ Aufgabe wäre. Dieses Kriegsverbrechen ist die tagelange Bombardierung der Stadt Dresden kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs. Militärisch vollkommen sinnlos, zehntausende Zivilisten getötet, eine historische Altstadt weitestgehend zerstört. Die Täter sind Briten und Amerikaner (USA und Kanada) und damit der Grund, warum Propagandisten in ARD und ZDF das Verbrechen am eigenen Volk vernebeln oder – schlimmer noch – rechtfertigen.

Das ZDF bedient sich in ähnlicher Weise der gleichen subtilen Manipulation, die man schon zum Jahrestag des Atombomben­-Abwurfs auf Hiroshima verwendet hatte: Man verschweigt schlicht und einfach die Täter! Sowohl in den 19-Uhr-heute-„Nachrichten“, wie auch im späteren heute-journal werden Großbritannien und die USA (geschweige denn Kanada) kein einziges Mal beim Namen genannt. In der gesamten „Berichterstattung“ kommen diese Länder nicht vor.

Um sich nicht komplett lächerlich zu machen, wird in der Anmoderation vernebelnd von den „Alliierten“ gesprochen. Das aber ist gezielte politische Desinformation und Geschichtsfälschung, denn zu der Allianz, auf die hier abgehoben wird, zählten unter anderem auch die Sowjetunion und China, die an diesen Bombardements gar nicht beteiligt waren! Tatsächlich hatte das Bombardement aus britischer Sicht auch das Ziel, den sowjetischen „Alliierten“ als Botschaft der Abschreckung zu zeigen, wozu man militärisch in der Lage ist. Wenn also in der Lügenpresse davon die Rede ist, dass „die Allliierten“ Dresden bombardiert hätten, dann ist das nichts anderes als eine politisch motivierte Lüge und vorsätzliche Geschichtsfälschung.

Nicht besser präsentierte sich die ARD. Dort werden die Täter zwar in tagesschau und tagesthemen annähernd korrekt benannt (Kanada wird verschwiegen und auch in den tagesthemen ist von den „Alliierten“ die Rede), doch man sieht sich in der tagesschau gezwungen, das Verbrechen gegen die Zivilbevölkerung unverhohlen damit zu „rechtfertigen“, dass die dreitägigen Angriffe (vielfach mit Brandbomben) auf Dresden sich gegen einen „wichtigen Verkehrsknotenpunkt und Standort von Rüstungswerken“ richteten, der „als Nazihochburg“ galt.

Thorsten Schröder: „Dresden hat heute an die Zerstörung der Stadt durch Luftangriffe der Alliierten vor 72 Jahren erinnert. Bei Bombardements durch britische und amerikanische Flugzeuge im Februar 1945 wurden laut jüngsten Schätzungen bis zu 25.000 Menschen getötet. Weite Teile der Altstadt wurden wenige Monate vor Ende des Zweiten Weltkrieges zerstört. Dresden war damals wichtiger Verkehrsknotenpunkt, Standort von Rüstungswerken und galt als Nazihochburg.

Kein Wort dazu, dass die Angriffe die militärisch wichtigen, weil industriellen Ziele in den Dresdner Vororten weitestgehend verschonten und auch kein Wort zu einem weiteren Motiv der Täter, das in der deutschen Propaganda weitestgehend unterdrückt wird. Es findet sich in der englischen Wikipedia:

Die Absicht der Angriffe lag darin, den Gegner dort zu treffen, wo er es am stärksten spüren würde. Hinter einer bereits teilweise zusammengebrochenen Front … und nebenbei den Russen bei ihrer Ankunft zu zeigen, was das Bomber Kommando anrichten kann.

Während des Angriffs wurden wichtige industrielle Gebiete in den Vororten, die sich über Kilometer erstreckten, nicht ins Ziel genommen.

Auch die 3sat „Kulturzeit“, eines der schlimmsten Propagandaformate der „Öffentlich-Rechtlichen“, verbreitet am Montag Abend gezielte Falschinformationen. In einem Machwerk von Alexander Glodzinski, das über die in Dresden aufgestellten Skandal-Busse eine geschichts- und realitätsklitternde Brücke nach Aleppo schlagen soll, wird nicht nur die seit Tagen bekannte Wahrheit hinter den von islamistischen Terroristen errichteten Bussen totgeschwiegen, sondern obendrein die Tatsache in Abrede gestellt, dass hinter den Angriffen auf Dresden auch die Absicht der Täter stand, Terror zu verbreiten.

Alexander Glodzinski: „Zu DDR-Zeiten wird der Mythos vom anglo-amerikanischen Bombenterror weiter gepflegt und seit der Wende nutzen Rechtsextreme und Nationale den Gedenktag zum Aufmarsch in Dresden.“

Der „Mythos“ vom Bombenterror? Was Glodzinski hier aus der Welt lügen will, ist eine historische Tatsache, die selbst in britischen Medien nicht geleugnet wird und zu deren Zeuge Winston Churchill persönlich herangezogen werden kann:

Unterstützer von Großbritanniens „Flächenbombardements“ (gegen Zivilisten anstelle von militärischen oder industriellen Zielen) behaupten, dass es ein wichtiger Teil des Krieges war. Churchill schrieb, dass er „absolut verheerende, vernichtende Angriffe durch sehr schwere Bomber dieses Landes auf das Nazi-Heimatland“ wollte. In einem weiteren Brief nannte er es „Terror-Bombing“. Sein Ziel war es, die Deutschen zu demoralisieren, um einen Regimewechsel zu unterstützen. Untersuchungen zeigen, dass die steigenden Obdachlosigkeit und Familientrennungen tatsächlich die zivile Moral drückten, aber es gibt keinen Beweis, dass es jemandem half, Hitlers kalte Hand vom Lenkrad loszueisen.““

https://propagandaschau.wordpress.com/2017/02/15/ard-und-zdf-luegen-propaganda-und-geschichtsklitterung-zum-jahrestag-der-luftangriffe-auf-dresden/

 

Umgang mit der Trauer

 

PeWi schreibt: „Es ist der 13. Februar. Am 13. Februar 1945 verging in einem Feuersturm Dresden. Männer, Frauen, Kinder wurden getötet. Die Anzahl der Toten wird heute noch unterschiedlich angegeben. Es kommt darauf an, wer sie verkündigt und warum.

Dresden. Diese Stadt hat sich besonders gut für einen Feuersturm geeignet, wie die Befehlshaber der anglo-amerikanischen Bomberflotte herausfanden. Dort konnte man maximalen Schaden an der Zivilbevölkerung anrichten.

Hiroshima. 6. August 1945. Nagasaki. 9. August 1945. Auch diese beiden Städte eigneten sich besonders gut für den Atombombenabwurf, um maximalen Schaden an der Zivilbevölkerung anzurichten.

Deutschland und Japan. Beides Weltkriegsauslöser mit millionenfacher Schuld an vielen Völkern. Beides geschah in einer anderen Generation.

Nur, Kriegsverbrechen bleiben Kriegsverbrechen. Rache bleibt Rache.

Es gibt Gesetze, die definieren, wie man mit der Zivilbevölkerung in Kriegen umgehen sollte. Auch wenn ein Aggressor, wie damals Deutschland oder Japan, Kriegsverbrechen verübte, sollte eine Koalition, die wie damals den Krieg beenden wollte, nicht in das gleiche Schema der Kriegsverbrechen verfallen. Damit stellte sie sich auf die gleiche Stufe mit den Faschisten.

Beide Kriegsverbrechen haben den Kriegsverlauf nicht beeinflusst.

Japan und Deutschland.

Japan hat in Hiroshima einen Friedenspark eingerichtet. Japan gedenkt seiner Opfer der Atombombenabwürfe: …

Japan schaut nach vorn, OHNE Schuldzuweisung an die heute Lebenden. Schulklassen pilgern zu den Gedenkstätten im Friedenspark. Gedenken der Opfer dort. Es gibt Vitrinen mit Origami-Kranichen. Jede Schulklasse bringt solche Origamiketten mit. Im Museum wird den Opfern ein Gesicht gegeben. Jedes Jahr wird in Hiroshima am Tag und zur Uhrzeit des Atombombenabwurfs die Friedensglocke geläutet. Die ewige Flamme soll solange brennen, wie es Atombomben auf der Welt gibt. DAS ist Gedenken.

Wie anders in Dresden.

Der OBM von Dresden spricht Dresden schuldig. Die Stadt hätte Schuld auf sich geladen. Es leben aber kaum noch welche aus dieser Generation. Eine Stadt ist IMMER unschuldig. Und die Menschen damals? Am 13. Februar 1945? Waren die Frauen und Kinder schuldig? Waren Flüchtlinge, die in Dresden von überall her Schutz suchten alle Kriegsverbrecher? Alle die den deutschen Opfern dort gedenken, werden als Nazis disqualifiziert. Die Nazis haben der Kollektivschuld gefrönt. Müssen wir dieses faschistische Gedankengut weiterführen? …

Zwei Länder. Zwei, deren Führungsclique Kriege begonnen haben. Eine Erinnerungskultur, die unterschiedlicher nicht sein könnte.

Japans Erinnerungskultur ist vorwärtsgewandt und wendet sich als Friedensbotschaft an die ganze Welt.

Deutschlands Erinnerungskultur ist gestrig und hilft niemanden. Sie zerstört das gesellschaftliche Gefüge in diesem Land.“

http://heut-schon-gedacht.blogspot.de/2017/02/dresden-hiroshima.html

 

Sich selbst hassende Deutsche: Umgang mit der Freude

 

Es mag verständlich sein, wenn es Menschen gibt, die mit deutscher Politik und/oder Gesellschaft ihre Probleme haben bzw. Befürchtungen haben, was da noch alles kommen könnte. Der Wurm hat zu dieser Thematik auch schon mehrfach und deutlich seinen Senf dazu gegeben. Unter anderem hier: http://www.ansichten-eines-regenwurms.de/177-man-spricht-deutsch.html

 

Es ist aber ein Unterschied, auf der einen Seite Kritik zu üben bzw. vor Entwicklungen zu warnen oder auf der anderen Seite sich darüber zu freuen, wenn Menschen getötet werden bzw. diese und ihre Nachfahren zu verhöhnen.

 

Es geht um Menschen, nicht um Deutsche.

 

Benedikt Kaiser: „Während Kritiker der apodiktisch festgelegten 25.000 Bombenopfer (man erinnere sich: bei über 1.000.000 Menschen, die sich während des Feuersturmes in Dresden aufhielten) reflexhaft und künstlich empört des Geschichtsrevisionismus geziehen werden, während die bloße (und ohne weiteres begründbare) Annahme höherer Opferzahlen bereits als unstatthaft und extremistisch diffamiert wird, können zum Teil Bundes- und Landtagsparteien nahestehende Jugendorganisationen in trauter Gemeinschaft mit linken Gewalttätern das Loblied der Massenmörder singen. Das vom bloßen Ressentiment in regelrechten »Selbsthaß« umgeschlagene Empfinden entlädt sich in Dresden und anderswo in Vernichtungsphantasien, deren zutiefst menschenverachtender Slogan »Bomber Harris, do it again!« im Februar 2014 gar zum »Bomber-Gate« der Piratenpartei führte.

Gemeint ist ebenjener Sir Arthur Harris, der im Herbst 1944 die sächsischen Großstädte Chemnitz, Leipzig und Dresden für »unbedingt zerstörungsbedürftig« befand – und sie in der Folge tatsächlich weitgehend zerstören ließ. Daß er sich mit keinem Geringerem als Winston Churchill dabei einig war, beweist nicht zuletzt dessen Forderung (vor dem deutsch-sowjetischen Waffengang und seinen genozidalen Folgen) nach dem »absolut verwüstenden, vernichtenden Angriff gegen das Nazi-Heimatgebiet«. Dieser Wunsch der auch von vielen Konservativen bewunderten Persönlichkeit ging bekanntlich in Erfüllung; zehntausende Menschen  verloren ihr Leben. Alleine auf dem Dresdner Heidefriedhof liegen mindestens 20.000 begraben.“

https://sezession.de/48399

PeWi: „Schuldzuweisungen - ich schrieb es schon einmal - sind kontraproduktiv und zeigen immer rückwärts, aber nie in die Zukunft.

Was macht stattdessen Dresden? Die Antifa schändet den kleinen Opferstein für die vielen Toten.

BILD zeigt ein Bild, wo die Antifa auf die Verhüllung des Opfersteins schreibt: Nationalismus und Geschichtsverklärung verhüten. Dresden du Täter*in.

Das ist Verhöhnung pur. Verhöhnung der Opfer, der Frauen, Kinder, Männer, Flüchtlinge, die verbrannten, erstickten, von einstürzenden Häusern erschlagen wurden. Diese Opfer wurden damit noch einmal getötet - von Deutschen, die sich antifaschistisch nennen.

Noch schlimmer geht es auch. Beim Fußballspiel Dynamo Dresden - St. Pauli wurde die Diffamierung unserer Großeltern noch die Krone aufgesetzt: Schon eure Großeltern haben für Dresden gebrannt.

Herr Maas - bitte handeln! DAS ist Hatespeach! Wie kann ich als Staat tolerieren, dass es Gruppen gibt, die sich dazu noch als antifaschistisch gerieren, die sich offen gegen Deutschland wenden und Andersdenkende offen angreifen und zum Angriff aufrufen. Dagegen gibt es Gesetze. Anwenden! Mein Onkel war während des sog. 3. Reiches im Zuchthaus Brandenburg und im KZ Börgermoor. Er würde im Grab rotieren, wenn er wüsste, wer sich heute antifaschistisch nennt.

Ich frage mich, was das für Kinder sind. Deren Großeltern hätten auch im Flüchtlingstreck in Dresden stecken können. Wären sie dann auch der Meinung, dass ihre Großeltern zurecht verbrannten? Ach ich vergaß, sie wären dann ja nicht auf der Welt.

Wie weit ist es mit Deutschland gekommen. Dass Deutschlandhasser den öffentlichen Diskurs bestimmen können.“

http://heut-schon-gedacht.blogspot.de/2017/02/dresden-hiroshima.html

Gaby Kraal zum bereits erwähnten Fußballspiel Dynamo Dresden - St. Pauli:

„Fußballfans des Abstiegskandidaten und Zweitligisten FC St. Pauli hatten während des gestrigen Sonntags – Bundesligaspiel gegen Dynamo Dresden ein Plakat entrollt, das die hunderttausenden Dresdner Opfer der britischen Bombennacht verhöhnt.

Mit der Banderole „Schon eure Großeltern haben für Dresden gebrannt – gegen den doitschen Opfermythos“ verhöhnen Linksfaschisten und Fans des FC St Pauli, Opfer und Angehörige der vielen Toten, die auf Geheiß des britischen damaligen Premierminister Winston Churchill mit einem geplanten Genozid an der Dresdner Zivilbevölkerung zum Ende des II. Weltkrieges sterben sollten.

Es ist davon auszugehen, dass es unter den 193 Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen keinen vergleichbaren registrierten Staat so wie Deutschland gibt, der es ohne Strafverfolgung zulässt, dass Linksterroristen -und auch Faschisten das eigene Volk und deren Angehörigen verhetzen und verhöhnen, so wie es mit dieser unglaublichen Banderole der Fall ist. Im Gegenteil: Linke, deutschfeindliche Vereine und Gruppen, die auch gewalttätig vorgehen, wie die Antifa, werden staatlich gefördert. Wie mir aus Polizei-Kreisen berichtet wird, ist der FC St. Pauli ein Fußballverein, der seit vielen Jahren linksradikale Gewalttätergruppen wie die Antifa als Fans ihres Vereins im Fußballstadion begrüßt.

Dass es Faschisten-Gruppen und Linksterroristen nicht nur in bis das Fußballstadion schaffen, beweist auch der Fall Julia Schramm. Frau Schramm ist Mitarbeiterin der von Justizminster Heiko Maas geförderten Amadeu Antonio Stiftung, ein mit Steuergeldern finanzierter Verein, der gegen „Hassreden“ vorgehen soll, so der Justizminister. Dass aber diese Stiftung Hass und Hetze verbreitet, so wie es auch die Linksradikalen des FC St. Pauli mit ihren Hassplakaten in das Stadion schafften, so hetzt Frau Schramm gegen das deutsche Volk und verhöhnt mit einer Selbstverständlichkeit Opfer des Krieges, wofür sie in jedem anderen, nur halbwegs gesunden Rechtsstaat, unverzüglich einsitzen müsste.

Ein paar Zitate von Julia Schramm, „wertvollste Mitarbeiterin“ des deutschen Justizministers Heiko Maas:

„Deutschland darf getötet werden“, „Bomber Harris, do it again“ und mehr im Video

(Bomber Harris war in der Dresdner Bombenacht beteiligter Pilot des von Winston Churchill angeordneten Genozids der Dresdner Bevölkerung)

Die Gewalt der Antifa und ihren Symphatisanten ist den Behörden von Polizei und Justiz seit vielen Jahren bekannt, aber kein Grund für die herrschende politische Kaste, diese Gewalttäter und Terroristen vom Verfassungsschutz beobachten zu lassen. Das lässt tief blicken, was für ein politisches System die deutsche Bevölkerung regiert und gleichzeitig verachtet.“

https://schluesselkindblog.wordpress.com/2017/02/13/fc-st-pauli-fans-verhoehnen-300-000-desdner-opfer-des-britischen-bomber-genozid-1945/

Sehr aufschlussreich ist die Dokumentation „Die Deutschen – HASSER“ von Jasinna. Dresden und die Antifa sind nicht das einzige Thema, gehören aber dazu.

 

 

Mensch sollte sich den ganzen Film ansehen, zumindest aber die ersten 17 Minuten. Dort sieht und hört mensch solche Sprüche wie „Deutschland verrecke“, „Bomber Harris do it again“ oder „Alles Gute kommt von oben“. Ein Freuden-Feuerwerk zum 70. Jahrestag der Bombardierung Dresdens ist auch dabei.

Wer solche Anti-Faschisten hat, der braucht keine richtigen Faschisten mehr.

Ab der 76. Minute des Films erfährt mensch auch, dass diese Sorte mit Steuergeldern unterstützt wird.

Was für ein Land! Was für eine „linke“ Szene!

 

 

Dada

 

Unsere kleine Polizei-Station

 

Wir befinden uns im Jahre 2017 unserer Zeitrechnung. Ganz Deutschland ist von Verbrechern besetzt … Ganz Deutschland? Nein! Eine von unbeugsamen Hütern des Gesetzes bewohnte Polizei-Station hört nicht auf, dem Verbrechen Widerstand zu leisten.

Und so ist halt noch vieles in Ordnung in der Region. Denn für Ruhe, Ordnung und Gerechtigkeit sorgt der Polizeiposten Rüppurr.

Kleine und große Spitzbuben, mehr oder weniger Leichtgläubige, Verrückte und Alkoholisierte, mehr oder weniger wilde Tiere treiben hier ihr Unwesen. Der Polizeioberkommissar und Chronist Karl Sauter hält diese Vorkommnisse fest im Buch „Tatort Rüppurr – Karl Sauters Notizen aus dem Polizei-Alltag“ aus dem Jahr 2005, jeweils monatlich im lokalen „Rieberger Bläddle“ und „Monatsspiegel“ und im Internet:

http://www.polizei.rueppurr.de/index.php?action=berichte

http://www.polizei.rueppurr.de/index.php?action=cms&id=1

Von Zeit zu Zeit möchte der Wurm eine dieser Geschichten zitieren. Diesmal geht es um folgenden Fall:

 

Fundsache Schlitten / Fundort Herrenalber Straße

Wir haben den Schlitten, den Schnee müssen Sie selbst besorgen. Der Schlitten kann vom Verlierer beim PHM Straub von unserem Polizeiposten wieder abgeholt werden.

 

Das Leben geht weiter: Ob Freispruch oder Zuchthaus – und auf die Guillotin' hat unser Herr Polizeioberkommissar Karl Sauter eh niemanden geschickt.

Es ist eine liebe Zeit – trotz der Vorkommnisse, menschlich halt. Und darum kommt es immer wieder zu diesen Szenen – beim Polizeiposten Rüppurr.

 

 

 

Wer schon immer all seine Eier beisammen haben wollte – die Dadaisten in Windhoek haben dafür eine Idee.