„Für die große Zahl seiner Leser im In- und Ausland, für seine Freunde und Kollegen ist es nahezu unvorstellbar: Udo Ulfkottes Stimme ist für immer verstummt. Wenige Tage vor seinem 57. Geburtstag erlag der engagierte Journalist und Autor am 13. Januar 2017 einem Herzversagen. Die Menschen, die ihn kannten und schätzten, traf diese Nachricht wie ein Schock. Mit seinem plötzlichen Tod verlieren alle, die eine Alternative zum politischen und publizistischen Mainstream suchten, einen unerschrockenen, mutigen Protagonisten. Der Kopp Verlag verliert einen seiner erfolgreichsten Bestsellerautoren und ich persönlich einen guten Freund.

Der promovierte Politikwissenschaftler arbeitete viele Jahre im Auslandsressort der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Er bereiste über 60 Staaten. Durch seine zahllosen Aufenthalte im Nahen und Mittleren Osten galt er als vorzüglicher Kenner der Situation in den islamischen Regionen. Im Gegensatz zu den meisten seiner Kritiker, die seine Arbeit zu diskreditieren suchten, kannte Udo Ulfkotte den Islam und viele islamische Staaten sehr genau. Schon in einem frühen Stadium warnte der Journalist und Buchautor vor einer Islamisierung Deutschlands und Europas. Vieles von dem, wovor er in seinen bereits vor vielen Jahren erschienenen Büchern warnte, ist heute Realität.

Udo Ulfkotte veröffentlichte seine Bücher in einigen der renommiertesten Verlage Deutschlands, in den letzten Jahren ausschließlich im Kopp Verlag. Nahezu alle seine Werke wurden Bestseller. Zu seinen größten Erfolgen zählte das 2014 erschienene Buch »Gekaufte Journalisten«, das über ein Jahr lang auf der Spiegel-Bestseller-Liste stand und in mehrere Sprachen übersetzt wurde.

Doch war Udo Ulfkotte nicht nur als Buchautor und Journalist angesehen. Wegen seiner klaren Sprache und weil er nie ein Blatt vor den Mund nahm, wurde er in zahlreiche TV-Talkshows und zu Vorträgen eingeladen. Zu seinen letzten großen Auftritten gehörte seine viel beachtete Rede auf dem ersten großen KOPP-Kongress in Stuttgart im Herbst 2016. Überdies war Ulfkotte seit vielen Jahren Chefredakteur des Informationsdienstes Kopp Exklusiv.

Obwohl es mit seiner Gesundheit schon seit einiger Zeit nicht mehr zum besten stand, ließ sich Udo Ulfkotte davon ebenso wenig bremsen, wie von den oft mehr als unfairen Angriffen seiner Gegner. Engagiert wie immer veröffentlichte er in den letzten Monaten noch Bücher, verfasste Zeitungsbeiträge und gab Interviews für in- und ausländische Medien. Beinahe bis in die letzten Minuten seines Lebens saß Udo Ulfkotte an seinem Schreibtisch und arbeitete. Viele Projekte und Ideen wollte er noch verwirklichen. Doch dann wurde er jäh aus dem Leben gerissen. Oder, um Friedrich von Schiller zu zitieren:

»Rasch tritt der Tod den Menschen an, es ist ihm keine Frist gegeben; es stürzt ihn mitten aus der Bahn, es reißt ihn fort vom vollen Leben«.

Der Kopp Verlag, seine Freunde und Kollegen werden Udo Ulfkotte ein ehrendes Andenken bewahren. Wir verneigen uns vor dem Toten.“

http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/deutschland/jochen-kopp/in-memoriam-dr-udo-ulfkotte-196-2-17-.html

So die Abschiedsworte von Udo Ulfkottes Verleger Jochen Kopp.

 

Eva Herman: „Wer sich die Berichterstattung der Mainstreamer über Udos Ableben durchliest, die Nachrufe über den »umstrittenen«, »rechtspopulistischen« Journalisten Udo Ulfkotte sieht, den muss Übelkeit befallen. Nicht einmal jetzt sind sie in der Lage, mit ihrer elenden und armseligen Stänkerei aufzuhören …

Nachtrag: Soeben sehe ich, dass es tatsächlich Mainstream-Journalistinnen (von Spiegel und ARD) gibt, die sich über den Tod Udo Ulfkottes lustig machen. Es gibt kaum etwas Widerlicheres!“

http://www.eva-herman.net/abschied-von-udo/

Udo Ulfkotte wurde geliebt und gehasst wie kaum ein anderer Journalist. Beides zu Unrecht.

 

Zum Kopp-Verlag

 

Udo Ulfkotte war in den letzten Jahren hauptsächlich für den Kopp-Verlag aktiv. Das Positive an diesem Verlag ist, dass er Außenseiter-Meinungen unterschiedlichster Richtungen eine Chance gibt. Mit der Folge, dass sehr viel Wirres und Unausgegorenes gedruckt wird, aber auch einige wertvolle Sachen, die es ohne diesen Verlag nicht gäbe.

Wenn ein Mensch Vorurteile gegenüber dem Kopp-Verlag hat, möge er die haben. Aber er sollte keine Rückschlüsse auf die Qualität einzelner Bücher haben.

 

Gekaufte Journalisten

 

Mensch sollte sich das Gespräch mit Ken Jebsen über das Buch „Gekaufte Journalisten“ ansehen. Selbst dann, wenn nicht alles stimmen mag, werden doch einige Muster über die gekauften Journalisten sichtbar:

 

 

Bei Albrecht Müller kann mensch davon ausgehen, dass er objektiv und sachkundig ist. Hier sein Kommentar zum Buch:

„Ulfkottes „Gekaufte Journalisten“ – ein spannender Titel und ein enttäuschendes Buch

Trotz gewisser Vorbehalte gegen den Kopp-Verlag und gegen den Autor Udo Ulfkotte bin ich mit positiven Erwartungen an die Lektüre dieses Buches gegangen. Diese freundlichen Erwartungen haben damit zu tun, dass mir die Lektüre und Besprechung dieses Buches von einem vertrauenswürdigen Wissenschaftler empfohlen wurde. Es hatte noch mehr damit zu tun, dass der Titel des Buches der Realität der Meinungsbildung in unserem Land in einem beachtenswerten aber immer wieder bestrittenen Maße entspricht – unbeschadet der Tatsache, dass sehr viele Journalisten ihren Beruf frei von solchen Machenschaften ausüben. Weil ich selbst schon vor 45 Jahren Zeuge des Kaufs von Journalisten geworden bin, warte ich seit jenem Jahr 1969 darauf, dass Ross und Reiter genannt werden. Ulfkotte nennt leider kaum neue Rösser und neue Reiter. Und er widerspricht sich in den Diagnosen seines Buches so massiv, dass man fragen muss, was ihn beim Schreiben dieses Buches geritten hat …

Wer in der öffentlichen Debatte davon spricht, auch einzelne Medienschaffende seien käuflich und beteiligten sich an der politischen Korruption, wird meist als Verschwörungstheoretiker abgetan. So geschieht es auch mir, obwohl ich wie erwähnt schon 1969 mit zwei Fällen gekauften Journalismus befasst war, darunter mit der Information, dass ein Agenturjournalist mit 600.000 DM für die Public Relations Arbeit für eine Partei über einen Zeitraum von rund neun Monaten honoriert wurde.

Da dies eine harte und verlässliche Information war und ich seitdem immer wieder Zeuge für die Beteiligung von einzelnen Journalisten an gezielter und strategisch geplanter Meinungsmache wurde, musste ich immer wieder lachen, wenn diese Erfahrung als Hirngespinst abgetan wurde. Die Information über die Zahlung des genannten hohen Betrags war zwar verlässlich und hart, aber es fehlten die justitiablen Belege. Deshalb konnte ich mit diesem und anderen Vorgängen nicht in die Öffentlichkeit gehen. Den Namen des Agentur-Journalisten kann ich bis heute nicht nennen. Umso mehr war ich gespannt darauf, ob der Autor Udo Ulfkotte das wagt.

Er tut es spärlich. Der Autor beschreibt, wie sehr er selbst in die Machenschaften des gekauften Journalismus einbezogen war. Wir erfahren einiges Interessante über die Kommunikationsstrategien der NATO und der Geheimdienste. Wir erfahren einiges Interessante über die inneren Verhältnisse bei der FAZ, wo der Autor lange tätig war, und über die Union und die Adenauer Stiftung.

Im Vorwort schreibt der Autor:

„Der Verlust der Meinungsvielfalt, das Einheitsprodukt und die immer extremere Einseitigkeit kann nur verstehen, wer weiß, wie die Informationsströme im Hintergrund kanalisiert werden. Das lichtscheue Netzwerk von Medien, Lobbyisten und Politik war bislang gut getarnt. In den folgenden Kapiteln identifizieren wir es und fragen: Wer wird da von wem beeinflusst? Und vor allem: Wer schmiert wen wofür? … Begeben wir uns auf eine spannende detektivische Spurensuche.“

Das ist eine der typischen mitunter sehr großmäuligen Ankündigungen des Autors – es gibt sie ständig und lästig werdend im Text. Im konkreten Fall kommt dann vor allem das, was wir seit Monaten aus den Untersuchungen des Medienwissenschaftlers Uwe Krüger, aus den Nachdenkseiten, aus der „Anstalt“ des ZDF und von relativ vielen früheren einzelnen Beschreibungen der Käuflichkeit und der politischen Korruption von Journalisten kennen. Diese Spurensuche ist von anderen gemacht worden und nicht vom Autor Ulfkotte. Auf seinen Seiten 170 und 171 druckt er die Tabelle ab, die wir von Uwe Krüger kennen, und die Sie auf den NachDenkSeiten am 21. März 2014 schon studieren und auswerten konnten.

Auf den Seiten 188-192 des Buchs von Ulfkotte finden Sie die Namen von einschlägig in den USA-nahen Netzwerken Tätigen – von Baring, Berger und Brok bis Richard von Weizsäcker und Klaus Wowereit. Sie sind in der Atlantikbrücke, im Aspen-Institut, in der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik, im German Marshal Fund und anderen ähnlichen Institutionen und Fonds tätig. Aber „wer wen schmiert“ erfahren wir vom Autor in Bezug auf die meisten der genannten Personen nicht.

Dennoch, das sei anerkannt: Udo Ulfkotte beschert uns ein Kompendium von interessanten Informationen zu Kommunikationskampagnen der NATO, der USA, der verschiedenen Geheimdienste, reicher Leute wie Soros und der erwähnten Netzwerke der Alpha-Journalisten Joffe (Die Zeit), Frankenberger (FAZ), Kornelius (Süddeutsche Zeitung) und anderer mehr.

Meist linksgestrickte Redaktionen?

Autor Ulfkotte beschreibt in seinem Buch, auch auf der Basis vorher schon vorliegender Ergebnisse wie jenen von Uwe Krüger, wie die Herrschenden, die so genannten Alpha-Journalisten das Meinungsbild der Republik bestimmen. Er zeichnet dabei ein Bild, das wir mit unserer fast elfjährigen Arbeit für die Nachdenkseiten auch immer wieder skizziert haben: dass die großen Interessen über weite Strecken auch die politischen Entscheidungen dadurch bestimmen, dass sie die Meinung bestimmen. Eine diesem Befund entsprechende Hauptaussage meines Buches „Meinungsmache“ lautet:

„Wer über viel Geld und/oder publizistische Macht verfügt, kann die politischen Entscheidungen massiv beeinflussen.“

Das erklärt auch, warum die gescheiterten Neoliberalen dennoch weiterhin die politischen Entscheidungen in der westlichen Welt bestimmen und warum sie immer mehr zu militärischen Aktionen schreiten – in der Sprache Ulfkottes – weil sie Journalisten kaufen. Die in den Medien Herrschenden sind die Rechtskonservativen, die Medienkonzerne in Verbindung mit der Finanzwirtschaft und konservativen bzw. neokonservativen Ideologen. Die Etablierten, die da oben, haben das Heft der Meinungsmache in der Hand – so der zwingende Eindruck über rund 240 Seiten. Und dann kommt auf Seite 248 ein richtiger Hammer:

„Wie erwähnt, leiden die meisten Zeitungen in Deutschland unter sinkenden Auflagen. Das hängt nicht allein mit dem Bedeutungszugewinn der elektronischen Medien, sondern auch mit dem gewachsenen Selbstbewusstsein der Leserschaft zusammen. Die wollen sich den politisch-korrekten Einheitsbrei der zumeist linksgestrickten Redaktionen nicht länger bieten lassen und kündigen immer zahlreicher ihre Abonnements.“

Wenn der Autor Ulfkotte wirklich meint, das Problem der demokratischen Willensbildung und Meinungsbildung sei, dass die Redaktionen „zumeist linksgestrickt“ sind, dann hat er vom Zustand der Medien in Deutschland nichts begriffen. Dann weiß er auch nicht, wer kauft und wer gekauft wird. Offenbar ist der Journalist Ulfkotte nicht vom Saulus zum Paulus geworden, wie in dem Buch vermittelt werden soll. Er hängt in uralten Analysen und Erkenntnissen. Das wird eine Seite vorher sichtbar, auf Seite 247. Dort greift der Autor auf eine alte und von Kennern als eine von Unionskreisen bestimmte Untersuchung des Kommunikationswissenschaftlers Mathias Kepplinger zurück. Kepplinger hatte ermittelt, 34 % der Journalisten stünden den Grünen nahe, weitere 25 % der SPD, also stünden etwa 60 % der deutschen Journalisten links.

Ulfkotte hat von der Wirklichkeit des deutschen Journalismus offenbar nichts mitbekommen. Er hat die Propaganda der Adenauerstiftung, der Union und der Konservativen verinnerlicht, wonach es überall in Deutschland „Rotfunk“ gäbe. Das war das Schlagwort, das von seinen Freunden von der Union vornehmlich zur Charakterisierung des WDR gebraucht wurde. Dass das so nie stimmte, sondern immer eine Propagandaformel war – diese Einsicht kann man offensichtlich von einem Jünger von Union und Adenauerstiftung nicht erwarten, auch wenn er heute Paulus heißt. Vom Autor eines Buches über „Gekaufte Journalisten“ müsste man aber erwarten können, dass er zumindest die Verschiebungen nach rechts bzw. zum Unpolitischen und Unterhaltenden wahrnimmt.

Als Fußnote bei diesem Kapitel bleibt noch anzumerken: Ulfkotte plappert auch die in Springer- und anderen konservativen Medien verbreitete These nach, die SPD habe einen hochwirksamen Medienkonzern zusammengeschweißt und nutze diesen nicht nur als Investment, sondern auch parteipolitisch, also zur Beeinflussung der Wählerinnen und Wähler. Er nennt auf Seite 243 ausdrücklich die Sächsische Zeitung, an der die SPD über die DDVG im Jahr 2002 40 % der Anteile hielt. Im Jahr 2004 erreichte die SPD in Sachsen 9,8 %. Ihr Medienkonzern war somit höchst wirksam. – Was für einen Stuss schreibt dieser Autor zusammen!

Das ist alles abgeschrieben. Man muss deshalb messerscharf schließen, dass Udo Ulfkotte das Musterbeispiel an gekauftem Formalismus nicht nur war sondern auch ist.

Übrigens: Autor, Lektor und Verlag machen sich über ihre Leserinnen und Leser lustig. Diese armen Menschen müssen nämlich auf Seite 248 lesen, dass die Medien mehrheitlich links gestrickt seien, also unter dem Einfluss der kleinen Leute stünden, so muss man das wohl verstehen, um dann wenig später, konkret eine Seite später in einem neuen Kapitel zu lesen, dass Paul Sehte, der frühere FAZ Herausgeber recht gehabt habe, wenn er behauptete, die Freiheit der Presse im Westen sei die Freiheit von 200 reichen Leuten, ihre Meinung zu publizieren; es seien heute nur noch 4 oder 5 Leute, zitiert der Autor seinen angeblichen Freund Peter Scholl-Latour. Und diese vier oder fünf Leute sind linksgestrickt oder so dämlich, dass sie nicht merken, dass ihre Redaktionen linksgestrickt sind.

Es gibt in der Zeit der journalistischen Tätigkeit des Autors Ulfkotte eine Fülle von praktisch erfahrbarer Käuflichkeit von Journalisten. Ich will einige Fälle nennen:

- In der zweiten Hälfte der Neunzigerjahre gab es einen vielfach beschriebenen Aktienboom. Unternehmen gingen an die Börse, zum Beispiel die Deutsche Telekom. Dafür wurde auf vielen Kanälen geworben. Diese Werbung, zum Beispiel durch den Schauspieler Krug, war begleitet von redaktionellen Storys. Jeder kritische Beobachter musste damals schon annehmen, dass diese Geschichten nicht ohne Beeinflussung durch die Werbeabteilungen der betreffenden Unternehmen oder durch PR Agenturen zustande kamen. Wer wurde wie geschmiert? Dieser Frage nachzugehen wäre verdienstvoll gewesen für ein Buch das „Gekaufte Journalisten“ heißt.

- Es wurde uns damals erzählt, wir hätten es mit einer Neuen Ökonomie zu tun, von New Economy wurde schwadroniert. So genannte Startups wurden in den Himmel gehoben. Vor ihren Füßen fiel der Sachverständigenrat zur Begutachtung der Gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in seinem Gutachten vom November 2000 in den Staub. Wer hat sich diese Kampagne ausgedacht? Welche Journalisten wurden dafür mit welchen Mitteln ausgestattet und geschmiert?

- Die Deutsche Bundesbank hat einen gut ausgestatteten Etat für Werbung und Öffentlichkeitsarbeit. Gleichzeitig hat die Deutsche Bundesbank trotz großer Fehlleistungen wie ihren hohen Diskonterhöhungen einen ausgezeichneten Ruf. Wer wurde von den Öffentlichkeitsarbeitern der Deutschen Bundesbank beziehungsweise von PR Agenturen gekauft? Darüber hätte ich in einem Buch, das „Gekaufte Journalisten“ heißt, gerne etwas erfahren. Der Autor hätte leicht Anhaltspunkte und sogar Hinweise auf Namen finden können. Von der Deutschen Bundesbank erhielt ich als Bezieher ihres Monatsberichtes zusätzlich noch regelmäßig Ausdrucke von Presseartikeln, die mit der Politik der Bundesbank, also der Geld- und Zinspolitik, zu tun hatten. Es ist bekannt, dass der Wiederabdruck dieser Artikel sehr gut honoriert wurde. Es ist auch bekannt, dass man besondere Beziehungen haben musste, um in diesen gut bezahlten Wiederabdruckszirkel aufgenommen zu werden. Autor Ulfkotte hätte also schon sehr konkrete Hinweise gehabt, um der Verkäuflichkeit dieser Personen nachzugehen.

- Im Vorfeld des Bundestagswahlkampfes 1998 begann eine intensive und lange anhaltende Kampagne zum demographischen Wandel und zur angeblichen Notwendigkeit, die solidarische Altersvorsorge der Gesetzlichen Rente durch Privatvorsorge zu ergänzen. Die Versicherungswirtschaft und die Banken suchten ein neues Geschäftsfeld. Ihre Politik- und Öffentlichkeitsarbeitsstrategen hatten sich ausgedacht, als Grundlage und Katalysator dieses politischen Wechsels eine Kampagne zum sterbenden und vergreisenden Volk und insgesamt zum demographischen Wandel und der daraus angeblich für die Gesetzliche Rente folgenden Schwierigkeiten zu starten.

Die Kampagne der Finanzwirtschaft wurde vor den Bundestagswahlen von 1998 von einer Fülle von schwarz-grünen großen Anzeigen in den Printmedien unterstützt. Später kamen Artikel und Sendungen in den kommerziellen und öffentlich-rechtlichen Medien hinzu. Ganze Themen-Wochen wurden mit Medienbeiträgen über den demographischen Wandel und zur privaten Altersvorsorge gefüllt. Institute wie das Deutsche Institut für Altersvorsorge DIA wurden aktiv. Andere Institute schalteten sich in die Kampagne ein und wurden mit Gutachten beauftragt. So zum Beispiel das so genannte Berlin-Institut. Dieses veröffentlichte Mitte März 2006 ein dramatisches Gutachten. Unmittelbar danach hatte der Südwestfunk schon eine Sendung von einer vollen Stunde zu diesem Gutachten arrangiert. Das war eine deutlich erkennbare doppelbödige PR-Aktion. Wir haben in den Nachdenkseiten davon berichtet und ich habe praktisch zeitgleich in meinem Buch „Machtwahn“ diesen Vorgang beschrieben. Es ist einer von Hunderten von Fällen, bei denen für jeden einigermaßen kritischen Beobachter klar wurde, dass hier Journalisten reihenweise gekauft worden waren. Deshalb hätte man erwarten können, dass in einem Buch mit dem Titel „Gekaufte Journalisten“ auf diese gravierenden, unsere Gesellschaft und die soziale Sicherheit viele Menschen beschädigenden Vorgänge eingegangen worden wäre.

Statt sich mit diesen Fällen offenbarer politischer Korruption zu beschäftigen, hat sich der Autor mit voller Energie einem wirklich lächerlichen Fall gewidmet. Es geht dabei um die publizistische und werbliche Begleitung der Einführung des Euro. Dem Autor schmeckt der Euro nicht. Er wollte bei der DM bleiben. Das ist sein gutes Recht. Aber die publizistische Begleitung der Einführung des Euro und die dafür von der Bundesregierung und der Europäischen Union betriebene Öffentlichkeitsarbeit als einen Vorgang darzustellen, der in die Rubrik Gekaufte Journalisten gehört, ist schon sehr dreist. Wegen dieser Kampagne über Sabine Christiansen, Ulrich Wickert und auch noch über Helmut Schmidt herzufallen, ist ziemlich abwegig.

Wenn sich der Autor Ulfkotte den Kampagnen der Sabine Christiansen hätte nähern wollen, dann hätte er besser andere Beispiele als die Einführung des Euro hergenommen. Zum Beispiel könnte man und müsste man fragen, was Sabine Christiansen zum Aufbau des hessischen Wahlverlierers von 1999, Hans Eichel, zum Sparkommissar der Bundesrepublik Deutschland beigetragen hat. Hätte der Autor zu diesem Thema recherchiert, dann wäre er relativ schnell fündig geworden. Er hätte zum Beispiel feststellen können, dass der Bundesfinanzminister Hans Eichel und die Fernsehmoderatorin Sabine Christiansen den gleichen PR Agenten beschäftigten. Statt solchen Verflechtungen von Publizistik und Politik nachzugehen, reitet der Autor sein Steckenpferd: die Gegnerschaft zum Euro.

Zusammenfassend: Autor Ulfkotte schildert einige interessante Fälle von Käuflichkeit von Publizisten. Diese gründen vor allem auf eigener Erfahrung. Diese Passagen sind lesenswert. Er berichtet dann weiter über Vorgänge und Netzwerke, die schon seit längerem bekannt sind, die man also nicht seinen Recherchen und seinen Analysen zuschreiben kann. Ansonsten ist das Buch voll von Widersprüchen der skizzierten Art und von sonderbaren Bewertungen und Urteilen. Das Buch dient leider der Irreführung. Schade, denn die Themenstellung des Buches und der Titel sind sehr aktuell. Nicht erst jetzt, schon seit vielen Jahren.“

http://www.nachdenkseiten.de/?p=23539

 

Einwanderung

 

Eva Herman: „Udo hatte vor Jahrzehnten angefangen, zu warnen: vor der Islamisierung Deutschlands und Europas. Denn Udo kannte den Islam gut. Nicht nur, dass er als FAZ-Journalist viele Jahre in arabischen Ländern gearbeitet hatte, nein, für eine Zeitlang war Udo Ulfkotte selbst zum Islam konvertiert. Er kannte die Religion gut. So gut, dass ihm klar war, wie schwierig diese mit dem Christentum kooperieren kann. Immer wieder verwies er auf die verschiedenen Koran-Suren, woraus deutlich wird, dass ein Nebeneinander, oder gar ein Miteinander schon deswegen nicht möglich ist, weil der Islam eine Zusammenarbeit mit anderen Religionen nicht vorsieht.

Stets wiederholte Udo Ulfkotte, dass nicht den islamischen Zuwanderern sein Vorwurf gelte, sondern unserem politischen System, welches schon vor Jahrzehnten die Grenzen weit geöffnet und damit die Gefahren von Parallelgesellschaften vorsätzlich in Kauf genommen hatte. Ich selber erlebte, wie Udo in Not geratenen Migranten half. Einmal rief er mich an und bat mich, mich mit um eine in Deutschland lebende Frau aus der muslimischen Welt zu kümmern, die innerhalb ihrer Familie schwer unter Druck geraten war. Solche Menschen wandten sich nicht selten an Udo, da sie wussten, wie gut er sich in ihren Gesetzen auskannte.“

http://www.eva-herman.net/abschied-von-udo/

Wer sich ein eigenes Bild über Udo Ulfkottes Positionen machen möchte, wird hier auf seine Kosten kommen:

Rede bei PEGIDA im Januar 2015 in Dresden:

 

 

Bei Maischberger im Jahr 2010:

 

 

2011 bei der Burschenschaft Normannia-Nibelungen in Bielefeld:

 

 

 

Das Negative zuerst:

- das Problem liegt nicht beim Islam an sich. Da macht es sich Udo Ulfkotte zu einfach und spielt den Islam-Hassern und Rassisten in die Hände – obwohl er selbst nicht rassistisch ist

- mit dem sehr niedrigen Intelligenz-Quotienten von Roma-Kindern zu hantieren, ist keine gute Idee. Selbst wenn das so stimmt, hat der Quotient mit Sicherheit keine genetischen Gründe – hat aber viel mit Bildung zu tun

Das Positive:

- das, was er sagt, das meint er auch

- Udo Ulfkotte spricht die Probleme überhaupt mal an und macht auf die Konsequenzen aufmerksam, wenn das so weiter geht und nicht gegengesteuert wird (mit „gegensteuern“ sind auch solche Sachen wie Bildungs- oder Sozialpolitik gemeint)

Zum Islam in Europa und zur Einwanderungspolitik hat der Wurm bereits mehrere Beiträge veröffentlicht. Unter anderem diese:

http://www.ansichten-eines-regenwurms.de/131-islam-in-europa.html

http://www.ansichten-eines-regenwurms.de/186-kater-vor-der-tuer.html

http://www.ansichten-eines-regenwurms.de/235-die-wiedergeburt-des-bassam-tibi.html

 

Drauf los

 

Was es einem Wurm schwer macht, für Udo Ulfkotte zu sein, war seine Unseriosität. Dazu möchte er Stefan Niggemeier zitieren: „Der ehemalige FAZ-Redakteur Udo Ulfkotte behauptet, dass Pressefreiheit in Deutschland nur eine Illusion ist. Sein „Enthüllungsbuch“ über angebliche Medien-Manipulationen verkauft sich bestens, ist aber selbst voller Übertreibungen, Verdrehungen und Unwahrheiten.“

https://krautreporter.de/46--die-wahrheit-uber-die-lugen-der-journalisten

Stefan Niggemeier ist wohl der profilierteste Kritiker von Udo Ulfkotte und nimmt ihn einige Male auseinander. Unabhängig von den politischen Schlussfolgerungen mögen die Ulfkotte-Fans lesen, was Stefan Niggemeier zu dessen Methoden zu schreiben hat:

https://www.google.de/?gws_rd=ssl#q=udo+ulfkotte+stefan+niggemeier&*

Es gibt zwei Möglichkeiten, an die Dinge ran zu gehen:

1) Das Ergebnis orientiert sich an den Fakten. 10 + 20 = x. In diesem Falle ist x 30. Also der Versuch, objektiv zu sein und seine Meinung dahingehend zu bilden, wie die Dinge tatsächlich sind. Egal, ob einem die Zahl 30 sympathisch ist oder nicht.

2) Das Ergebnis steht von vornherein fest. Es lautet 25. Vollkommen egal, wie die zwei zu addierenden Zahlen lauten. Was nicht passt, wird passend gemacht.

Nach dem 2. Muster agiert die überwiegende Anzahl der Menschen. Mal mehr, mal weniger. Von kleineren Dingen, die zurecht gebogen werden bis hin zu Lebenslügen.

Auch Udo Ulfkotte gehörte zu dieser Sorte von Mensch.

Wer sorgte jetzt dafür, dass er eine doch recht prominente Position erreichen konnte? Aus „Wikipedia“:

„Im Oktober 1986 wurde er Mitglied der politischen Redaktion der FAZ, wo er bis 2003 dem Ressort Außenpolitik angehörte und sich besonders mit Afrika, den arabischen Staaten und den Vereinten Nationen befasste …

Bereits während seines Studiums war er Mitarbeiter der CDU-nahen Konrad-Adenauer-Stiftung und gehörte von 1999 bis 2003 dem Planungsstab der Stiftung an. Er galt als Spezialist für Sicherheitsmanagement und Wirtschaftsspionage. Ulfkotte war von 1999 bis 2007 Lehrbeauftragter für Sicherheitsmanagement im Fachbereich Betriebswirtschaft an der Leuphana Universität Lüneburg und unterrichtete Konkurrenzbeobachtung in den USA. Von Juni 2005 bis Juni 2006 war er Chefkorrespondent des Personality-Magazins Park Avenue des Hamburger Verlags Gruner + Jahr. Seine Artikel erschienen unter anderen in den Zeitschriften Capital, Cicero, Junge Freiheit und über die Nachrichtenagentur ddp. Ulfkotte war in mehreren Talkshows und im Presseclub zu Gast.“

https://de.wikipedia.org/wiki/Udo_Ulfkotte

Aha, unseriöse Menschen sind also 17 Jahre lang politische Redakteure bei der FAZ, gehören 4 Jahre lang dem Planungsstab der Konrad-Adenauer-Stiftung an, sind Chefkorrespondent eines Magazins von Gruner + Jahr, schreiben unter anderem für Capital, Cicero und die ddp, sind mehrfach Gast in Talkshows und im Presseclub. Ein deutliches Zeichen, wie seriös es dort zugeht.

 

Zum Schluss

 

Udo Ulfkotte stellte die richtigen Fragen.

Seine Antworten waren nicht immer richtig, beruhten oft auf nicht seriös geprüften Meldungen, gingen aber oft zumindest in die richtige Richtung.

Nichtsdestotrotz: Er hatte den Mut, mit seiner Meinung an die Öffentlichkeit zu gehen, die Medien-Schaffenden scharf anzugehen, hatte die besten Absichten und konnte zu manchen Punkten aufklärerisch wirken.

Nicht auszudenken, was hätte passieren können, wenn Udo Ulfkotte richtig seriös und richtig gut gewesen wäre.

Nicht auszudenken, was passiert, wenn jemand kommt, der ähnliche Gedanken hat wie Udo Ulfkotte, der richtig seriös und richtig „gut“ ist.

Es aber vielleicht nicht ganz so gut meint.

Hier noch zwei Links:

http://info.kopp-verlag.de/autor.html?id=10

http://ulfkotte.de/index.html

 

 

 

Dada

 

In der Verwaltung des slowenischen Ortes Sezana haben sich offensichtlich Dadaisten eingeschlichen.

Für den Winterdienst verwendeten sie Salz aus der lokalen Schinken-Herstellung. Das nach Schinken roch und an dem kleine Schinkenreste hingen. Mit der Folge, dass die Hunde „völlig ausgeflippt“ sind.

http://www.stern.de/panorama/weltgeschehen/slowenien--hunde-sind-verrueckt-nach-schinken-streusalz-auf-den-strassen-7288150.html

Diese Dadaisten lassen sich aber immer wieder etwas Neues einfallen!

 

 

 

Die größten Dadaisten befassen sich mit Religion. Dadaist kann einen noch so großen Blödsinn vom Stapel lassen – die Menschen glauben es. Und er kann ihnen einreden, völlig Blödsinniges oder Schadhaftes zu tun – die Menschen tun es. Bis dahin, sich selbst oder ihren Kindern Teile des Körpers abschneiden zu lassen.

 

 

Die meisten dieser Dadaisten erwecken nach außen hin den Eindruck, völlig ernste bis finstere Gesellen zu sein. Innerlich sieht das jedoch anders aus. Die häufigste Todesursache lautet: zu Tode gelacht.

Ganz sicher zu Tode gelacht hat sich jener Dadaist, der die famose Idee hatte, den Menschen einzureden, dass sie unter den Reliquien-Schreinen von „Heiligen“ durchkrabbeln sollten. Und das nicht nur einmal, sondern mindestens 3x hintereinander.

 

 

Die Aufnahmen entstanden in der Klosterkirche von Bistrita und gehören zu folgendem Reisebericht: http://www.edwin-grub-media.de/reiseberichte/europa/rumaenien/oltenien/mitten-in-der-walachei-oltenien.html