Das Interesse des Wurms am „Eurovision Song Contest“ hält sich in Grenzen, zumal er sich schon im letzten Jahr ausführlich damit beschäftigen musste. Zu einem sehr großen Teil könnte er seinen Beitrag wiederholen; zumindest wird er Teile daraus zitieren.

http://www.ansichten-eines-regenwurms.de/167-eine-million-stimmen-und-jede-menge-idioten.html

Die Show hat er sich gar nicht erst angesehen und erst mittendrin bei der Stimmverteilung nachgeguckt, was da so passiert: Australien weit vorne, Russland weit abgeschlagen, Deutschland bildet kurz hinter Polen das Schlusslicht. Ja, das war’s und so ging der Wurm schlafen bzw. verkroch sich in sein Erdreich.

Große Überraschung am nächsten Morgen: Sieger wurde die Ukraine, Russland belegte in der Publikums-Wertung den 1. Platz, Polen den 3. Platz und Deutschland blieb nach wie vor Letzter.

Ursprünglich sollte die Veranstaltung der Europäischen Rundfunkunion die nationalen Eigenheiten der europäischen Länder zeigen. Mittlerweile kann jeder mitmachen, der mitmachen will (Australien ist kein typisch europäisches Land), trotz aller Fähnchen-Schwenkerei wurden die Lieder alle mit einer Ausnahme entweder ganz oder teilweise auf Englisch gesungen. Die Ausnahme war der österreichische Beitrag, der auf Französisch gesungen wurde – einer Sprache, die dort nicht landestypisch ist. Von der Musik, von Aussehen, Kleidung und Auftreten her war meistens nicht ersichtlich, woher die Auftretenden kamen. Von den Texten her zumeist auch nicht – das übliche Trallala.

Die Krone aufgesetzt hat dem Ganzen das Abstimmungs-Verhalten der nationalen Jurys. Damit hat sich der Eurovision Song Contest endgültig als Farce erwiesen.

 

Abstimmung

 

Zu früheren Zeiten wurde ausschließlich per Jury abgestimmt. Mit der technischen Möglichkeit, per Telefon abzustimmen (mit dem Vorteil von Millionen-Einnahmen), wurde dieses getan. Mit dem Nachteil, dass sich die Länder bestimmter Ländergruppen (vor allem Ex-Sowjetunion, Ex-Jugoslawien und Skandinavien) gegenseitig hoch bewerteten und Menschen mit Migrations-Hintergrund ihre Heimatländer hoch bewerteten, was etwa der Türkei zugute kam. Sänger aus anderen Ländern hatten damit wesentlich geringere Chancen, weit nach vorne zu kommen.

Insofern macht es durchaus Sinn, eine Jury mitabstimmen zu lassen.

„Am 18. Februar 2016 kündigte die EBU eine Änderung der Punktevergabe an. In diesem Jahr wurden die Punkte der Jurys und der Telefonabstimmung nicht pro Land kombiniert, sondern separat vergeben …

Mit der Wertung des alten Systems der vorherigen Jahre hätte Australien den Wettbewerb gewonnen. Deutschland hätte den vorletzten Platz erreicht.“

https://de.wikipedia.org/wiki/Eurovision_Song_Contest_2016

Abstimmung gegen den russischen Beitrag

Über Geschmack lässt sich streiten und der Wurm will auch gar nicht erst auf die Qualität der einzelnen Lieder eingehen, sondern bevorzugt eine eher mathematische Vorgehensweise.

Vor allem fallen zwei Sachen auf: Polen landet bei den Jurys mit 7 Punkten auf dem vorletzten (25.) Platz und bei den Zuschauern mit 222 Punkten auf dem 3. Platz.

Und der Publikums-Sieger Russland erhält von 20 der 41 stimmenden Jurys jeweils keinen einzigen Punkt. – Das „riecht“ förmlich nach Manipulation.

Aus dem letzten Jahr: „Und wenn sich da abzeichnet, dass ein Lied aus einem bei den Verantwortlichen unbeliebten Land gewinnen könnte – was könnte da getan werden? Jenes Lied entweder totschweigen oder diffamieren und sich hinter den Kulissen auf den Beitrag eines Landes einigen, dem mensch zutraut, das Lied aus dem unbeliebten Land auf einen der hinteren Plätze zu verweisen.

Einige Jurys sprechen sich ab und in den Medien wird der Favorit präsentiert, der quasi eine Dauer-Präsenz im Fernsehen hat, über den nur positiv berichtet wird, über den gesagt wird, dass er der Favorit sei.

Exakt das ist passiert (zumindest liegt der Verdacht sehr nahe): der russische Beitrag sollte nicht siegen und gegen den wurde der schwedische in Stellung gebracht.“

http://www.ansichten-eines-regenwurms.de/167-eine-million-stimmen-und-jede-menge-idioten.html

Zumindest einen Lichtblick gibt es: der russische Beitrag erhielt vom ukrainischen Publikum 12 Punkte, während der ukrainische Beitrag vom russischen Publikum 10 Punkte erhielt.

Abstimmung gegen den deutschen Beitrag

Vor drei Jahren landete der deutsche Beitrag auf Platz 21 (von 26), vor zwei Jahren auf Platz 18 (von 26), im letzten und in diesem Jahr jeweils auf dem letzten Platz. Überragend gut waren die deutschen Beiträge gerade nicht – aber auch nicht so schlecht, dass sie ganz hinten enden mussten. Die Vermutung liegt nahe, dass das schlechte deutsche Abschneiden in den letzten Jahren andere Gründe hat.

Aus dem letzten Jahr: „Deutschland hat null Punkte erhalten. Der Sieg wurde nicht erwartet, aber zumindest ein Platz im Mittelfeld. Trotzdem Lied und Auftritt allgemein als gut empfunden wurden, gab es von 39 abstimmenden Ländern keinen einzigen Punkt.

Matthias Matussek schreibt dazu Folgendes (der Wurm ist sich allerdings nicht sicher, ob er das ernst meint, sich einen Spaß erlaubt oder vorher etwas getrunken hat):

„Kein einziges Pünktchen für Deutschland – dieser Abend war für uns eine große Demütigung. Und das, obwohl wir uns in Europa ständig abmühen …

Ich glaube, an diesem Abend ist die Idee Europa ein für alle mal zu Grabe getragen worden. Da schuften wir uns ab und geben unsere D-Mark her für den Euro und pauken die südlichen Nachbarn raus – und was ist der Dank?“

http://www.welt.de/vermischtes/article141426777/Der-deprimierende-Abend-an-dem-die-Idee-Europa-starb.html

Auf jeden Fall denken viele so.

Seit 1990 wird dieses Volk immer schwerer erträglich. Waren sie (also die im Westen aufgewachsenen Deutschen) vorher noch neugierig auf die Welt und haben auf allgemeine Verständigung gesetzt, erzählen sie nun überall, wie die anderen sich zu verhalten hätten.

Sie selbst haben es nicht „besser“ gemacht, sie haben es überhaupt „richtig“ gemacht. In früheren Zeiten hieß das „Am deutschen Wesen soll die Welt genesen“ …

Wenn Russland mit seinem Beitrag in Deutschland und Europa sehr erfolgreich ist, heisst das, dass die Anti-Russland-Hetze bei vielen nicht wirkt.

Und wenn der deutsche Beitrag trotz eines ordentlichen Auftritts keinen einzigen Punkt erhält, liegt das mit Sicherheit an der Politik. Sprich: Wirtschafts- und Finanzpolitik, die den anderen Ländern so aufgezwungen wird.

Wer Kollegen aus dem Ausland, vor allem aus dem südlichen Europa, hat, möge die mal fragen. Die Antwort wird er schon bekommen.“

http://www.ansichten-eines-regenwurms.de/167-eine-million-stimmen-und-jede-menge-idioten.html

Florian Rötzer zum Thema: „Wie schon letztes Jahr auch, ist vor allem die Haltung gegenüber Deutschland und in Bezug auf Russland auffällig. Deutschland hat sich wirtschaftlich und politisch als Machtzentrum innerhalb Europas positioniert, aber es wird deutlich, dass die Menschen in Ost- und Westeuropa und auch die Jurys aus diesen Ländern wohl eben dies abstrafen. Musikalisch oder in der Präsentation ist es nicht wirklich begründbar, dass die deutsche Kandidatin dieses Mal zwar ein paar Punkte mehr als letztes Jahr erhalten hat, aber wieder auf dem letzten Platz gelandet ist. Letztlich wurde sie von allen anderen Ländern geschnitten. Da muss niemand beleidigt reagieren, vielmehr sollten die deutsche Politik, aber auch die deutsche Wirtschaft und die Medien aufhorchen, dass hier irgendetwas in der europäischen Grundstimmung nicht mehr stimmig ist, dass Deutschland innerhalb Europas zum Paria wird, eben zu einem halben Hegemon, dessen Macht zähneknirschend erduldet wird, aber den man nicht mag und möglichst boykottiert.

Das dürfte im Osten, im Westen, im Süden und im Norden Europas unterschiedliche Gründe haben, denen man nachgehen sollte, wenn man den ESC als einen Seismographen akzeptiert, der eine politische Stimmung ausdrückt, vielleicht sollte man auch sagen: eine nationalistische …

Was Deutschland angeht, ist die Entscheidung eindeutig. Keiner mag es. Mit Jamie-Lee hat es nichts zu tun. Sollte sich die deutsche Politik und die politische Lage in Europa nicht verändern, wäre vielleicht ein guter Rat für das nächste Mal an mögliche Kandidaten, sich nicht stellvertretend zum Sündenbock machen zu lassen. Und Merkel, Schäuble und Gabriel sollten einmal in sich gehen, ob die Austeritätspolitik wirklich das Gelbe vom Ei ist, ob die Flüchtlingspolitik mit allen Schlenkern und jetzt der Huldigung von Erdogans Türkei im Gegensatz zu den Regierungen, die auf Grenzen setzen, optimal ist und ob es nicht an der Zeit wäre, sich gegenüber den USA einmal richtig und eindeutig zu positionieren.“

http://www.heise.de/tp/artikel/48/48252/1.html

Siehe auch unter anderem http://www.ansichten-eines-regenwurms.de/177-man-spricht-deutsch.html

Abstimmung in Deutschland

Wieder der Wurm vom vergangenen Jahr: „Stefan Niggemeier äußert Zweifel an der aserbeidschanischen Jury und schreibt zur deutschen:

„Übrigens gibt es auch bei der deutschen Jury wieder eine erstaunliche Übereinstimmung: Alle Juroren (die sich, wie gesagt, nicht absprechen dürfen) setzten Lettland an die erste Stelle. In vergangenen Jahren haben alle damaligen deutschen Juroren den ersten und den zweiten Platz gleich gewählt.““

http://www.stefan-niggemeier.de/blog/21161/jury-aus-aserbaidschan-beeindruckt-wieder-im-synchronabstimmen/

http://www.ansichten-eines-regenwurms.de/167-eine-million-stimmen-und-jede-menge-idioten.html

„Die Farce, die sich nun beim Finale des ESC am Samstag Abend abspielte, sollte auch dem letzten Einfaltspinsel deutlich machen, dass der ESC für politische Propaganda missbraucht wird …

Bemerkenswert waren auch die Lügen, Doppelmoral und Diffamierungen, mit denen die Dreckspresse von ARD bis Spiegel – wiedermal durchschaubar gleichgeschaltet – Stimmung gegen den sympathischen Russen Lazarev machte. ARD-Moderator Urban, der schon im Semi-Finale gegen Lazarev gestänkert hatte und im Finale nicht einmal den Titel des Liedes richtig ansagen konnte, schwadronierte von einer „eher durchschnittlichen Euro-Hymne", die nur durch die „teuersten Video und Bühnendesigner“ zu einem spektakulären Auftritt gemacht wurde. Den gleichen Unsinn („sein mit viel Animationsaufwand aufgepeppter Simpel-Popsong“) verbreitet auf SPIEGEL ONLINE die Propaganda-Maulhure Felix Bayer. Tatsächlich setzt eine Mehrzahl der Künstler auf visuelle Effekte und Lazarevs Auftritt (Solo, dezent in Schwarz) war verglichen mit anderen – darunter der mangamäßig aufgetakelten Deutschen Jamie Lee – vergleichsweise spartanisch …

Wem diese Farce noch nicht reicht, der muss nur noch einen Blick auf das Voting der deutschen Jury und das der deutschen Bevölkerung werfen, um zu erkennen, was hier läuft. Eine größere Diskrepanz ist kaum denkbar. Während die deutsche Jury Israel (sic!) an die erste Stelle setzte und Russland nicht einen einzigen Punkt zugestand, wählten die deutschen Zuschauer Russlands Sergey Lazarev zu ihrem Favoriten und gaben Israel nicht einen einzigen Punkt – die Maulhuren und Dummschwätzer der transatlantischen Lügenpresse würden Letzteres zweifellos als Antisemitismus brandmarken.“

https://propagandaschau.wordpress.com/2016/05/15/esc-2016-propaganda/

„Dass Sarah Connor, Anna Loos, Namika oder Musiker von „Boss Hoss“ politisch und intellektuell so unverdächtig sind wie die Mainzelmännchen, dürfte also den Ausschlag gegeben haben, gerade solche Figuren in die Jury zu berufen. Um dann noch sicherzustellen, dass keiner dieser rückgratlosen Opportunisten mögliche Sympathien für den Beitrag Russlands in Punkte umwandelt, würde eine kleine Andeutung genügen. Wetten, dass deren Verträge eine Stillschweigeklausel umfassen?“

https://propagandaschau.wordpress.com/2016/05/17/der-esc-2016-das-festival-des-politischen-liedes/

Hierin zeigt sich ein deutliches Abbild der Wirklichkeit: sich selbst hochjubeln, unliebsame andere Beiträge totschweigen oder nieder machen, belanglose Menschen nach oben kommen lassen, die das zum Besten geben, was ihnen von oben gesagt wird, sich einen Dreck drum scheren, was das eigene Volk denkt oder will.

 

Der ukrainische Beitrag

 

Geschichte

„Jamalas Lied „1944“ ist nach eigenen Angaben der Künstlerin eine Verarbeitung ihrer persönlicher Geschichte. 1944, ein Jahr vor dem Sieg über Nazi-Deutschland, fand die Vertreibung der Krimtataren statt. Der Grund für die Deportation der Krim-Tataren liegt in deren Kollaboration mit den Nazis und den dokumentierten Grausamkeiten, die gegen Bewohner der Krim und anderer Teile der Sowjetunion begangen wurden.“

https://publikumskonferenz.de/blog/2016/05/16/der-esc-2016-das-festival-des-politischen-liedes/

„So, wie die Sezession der Krim von den deutschen Lügenmedien als isoliertes Ereignis ohne Vorgeschichte dargestellt wird, um eine vermeintliche Völkerrechtswidrigkeit und „Annexion“ herbeizulügen, so wird auch die Vorgeschichte der Vertreibung der Krim-Tataren gezielt totgeschwiegen. Diese Vertreibung war zweifellos ein Verbrechen, sie wäre aber ohne den deutschen Einmarsch und der Kollaboration von Teilen der Tataren mit den Nazis nicht denkbar.“

https://propagandaschau.wordpress.com/2016/05/15/esc-2016-propaganda/

Gerade im und nach dem 2. Weltkrieg kam es zu Vertreibungen oder Deportationen von Bevölkerungs-Gruppen, die mit dem Gegner zusammen arbeiteten bzw. wo dieses befürchtet wurde. Für die Betroffenen eine tragische Sache und in der Durchführung oft kriminell. Zumindest teilweise von zumindest einigen aus dieser Bevölkerungsgruppe allerdings provoziert.

Hier ein Beispiel von so etwas:

„Die Internierung japanischstämmiger Amerikaner war eine erzwungene Umsiedlung und Internierung von annähernd 120.000 Japanern und japanischstämmigen Amerikanern von der Westküste der Vereinigten Staaten während des Zweiten Weltkriegs. 62 Prozent der Umgesiedelten waren Bürger der Vereinigten Staaten. Während etwa 10.000 in der Lage waren, in einen anderen Teil des Landes ihrer eigenen Wahl umzuziehen, wurde der Rest – schätzungsweise 110.000 Männer, Frauen und Kinder – in hastig aufgebauten Lagern, genannt War Relocation Centers, im Landesinneren umgesiedelt.“

https://de.wikipedia.org/wiki/Internierung_japanischstämmiger_Amerikaner

Aktualität

„Vielleicht steckte hinter dieser Betonung der Familiengeschichte aber auch ein strategischer Gedanke: Natürlich denkt man bei Jamalas Lied heute sofort an die russische Annexion der Krim 2014. Dort gab es erneut Vertreibungen, auch unter den Krimtataren.“

http://www.spiegel.de/kultur/musik/eurovision-song-contest-die-ukraine-und-ihr-trauriges-lied-von-der-krim-a-1092448.html#js-article-comments-box-pager

„Jazenjuk, 2012: „Na und, dass die Krimtataren Moslems sind. Für sie gelten gleiche Gesetze. Sie versuchen, das Volk zu terrorisieren. Sie besetzen Territorien, die ihnen nicht gehören. So etwas hatten wir früher nicht. Wir werden diesen Versuchen des Terrors entschieden entgegentreten“.

Erst seitdem die Krim wieder zu Russland gehört, entwickelten Kiew und die westlichen Bündnispartner ein außergewöhnlich intensives Interesse für das Volk der Krim-Tataren. Natürlich geht es wie immer bei dieser Art der Fürsorge um Demokratie und Menschenrechte. Was kümmert die westlichen Wertebewahrer das Selbstbestimmungsrecht der Völker? Wenn über 50.000 Krim-Tataren feiern, wie am 3. Mai das traditionelle Frühlingsfest „Hidirlez“, finden sich weder besorgte Menschenrechtler und die üblich verdächtigen EU-Politiker vor Ort, noch entsprechende Meldungen in den Nachrichten einschlägiger Medien.“

https://publikumskonferenz.de/blog/2016/05/16/der-esc-2016-das-festival-des-politischen-liedes/

Hier Arsenij Jazenjuk (mit englischen Untertiteln):

 

 

„Dass Jamalas Song weniger auf die Vergangenheit abzielt, sondern viel mehr eine Reaktion auf die Wiedereingliederung der Halbinsel Krim an Russland ist, liegt wohl auf der Hand. Jamala äußerte sich offen, dass ihr Lied auch „2014“ hätte heißen können, doch dann hätte sie am Wettbewerb nicht teilnehmen können.

Wie auch immer, man muss schon ganz schön wirr im Kopf sein, wenn man die Ereignisse die im Jahr 2014 zur „Heimholung“ der Halbinsel Krim führten, mit der Vertreibung der Krim-Tataren, die zweifellos auch eine Vorgeschichte hat, in Verbindung bringt. Und das gilt sowohl für das gesprochene als auch für das gesungene Wort …

Nicht nur der Song, sondern Jamala selbst, ist ein politisches Statement. Ihre öffentlichen Auftritte mit Mustafa Dschemilew, dem Gründer des Medschlis, einer Organisation, die ausschließlich auf anti-russische Tätigkeit eingestellt ist, sind deutliche politische Aussagen. Das Oberste Gericht der Krim hat die Vereinigung „Medschlis des Krimtatarischen Volkes“ als extremistische Organisation eingestuft und ihre Tätigkeit auf russischem Territorium verboten. Dschemilew leugnet den Genozid an den Armeniern, organisierte 2015 die Krim-Blockade, wobei ihm dabei die Nazis von „Asow“ und dem Rechten Sektor halfen, bat die NATO und Erdogan um die See-Blockade der Krim und die Schließung des Bosporus für russische Schiffe.“

https://publikumskonferenz.de/blog/2016/05/16/der-esc-2016-das-festival-des-politischen-liedes/

„Jamalas Siegersong "1944" war offiziell dem Leiden der Krim-Tataren gewidmet, die von Sowjetdiktator Josef Stalin 1944 nach Zentralasien deportiert worden waren. Der Beitrag war aber auch eine kaum verhohlene Anspielung an die jüngere Geschichte der Halbinsel, nämlich an die militärisch durchgesetzte Annexion der Krim durch Russland 2014. So wurde ihr Lied jedenfalls auch in der Ukraine verstanden, das zeigen die Reaktionen auf Jamalas Erfolg.

Refat Tschubarow, ein Anführer der Tataren, pries den ESC-Triumph als "wichtigen Schritt für die Befreiung der Krim". Moskau hat Tschubarow und andere Tatarenfunktionäre mit Einreiseverboten belegt und die Medschlis verboten, das Selbstverwaltungsorgan der Tataren. Mustafa Najem, ukrainischer Abgeordneter der Parlamentsfraktion von Präsident Poroschenko und 2013 einer der Initiatoren des Euromaidan, verkündete, im kommenden Jahr müsste der Song Contest "in der historischen Heimat von Jamala stattfinden, der ukrainischen Krim".

Besonders großer Beliebtheit erfreute sich ein Tweet mit der Forderung, alle Russen sollten sich "von der Krim verpissen. Wir haben dort nächstes Jahr Eurovision und müssen noch nach euch sauber machen".“

http://www.spiegel.de/kultur/musik/esc-siegerin-ukraine-russland-wittert-den-grossen-betrug-a-1092468.html

Hier ein paar Twitter-Nachrichten von Menschen, die der Überlegung wert wären, sie als „Dreckschleudern“ zu bezeichnen:

Katrin Eigendorf: „Es war ein Wagnis, mit einem Song über Vertreibung Krimtataren anzutreten. Der Sieg ein Verdienst für Mut & Rückrat.“ (Katrin Eigendorf meinte wohl „Rückgrat“)

Rebecca Harms: „I am so glad for her & #Crimea. ??? We will soon invite her to #Brussels.”

Golineh Atai: “Jamala: "It's amazing. I was sure that if you talk about truth it really can touch people".

Golineh Atai gehört zu den “Lieblingen” der “Propagandaschau”:

„Über die Situation der Krimtataren log Atai erst einmal frech in die Kamera.

Atai: „Sie sind gerade in den letzten zwei Jahren Opfer von Willkürjustiz und Schikanen und Hausdurchsuchungen gewesen. Zuletzt hat das der Europarat bestätigt. Eine Delegation des Europarates hat die Halbinsel besucht und dies in einem Bericht festgehalten. Die Vertretung … die Volksvertretung der Tataren wurde zuletzt auf der Krim als eine extremistische Organisation eingestuft und Politiker – zuletzt sogar der Vizeminister, ehemalige Vizeministerpräsident der Krim wurden verhaftet. Es gibt auch einzelne Krimtataren, die bis heute verschwunden sind – seit der Annexion der Krim.“

Tatsächlich hat der Bericht des Europarats bestätigt, dass es keine systematische ethnische Verfolgung gibt, sondern eine Repression gegen individuelle Personen …

Dass diese „Repression“ sich gegen jene Individuen richtet, die gewaltsam oder gar terroristisch gegen die Sezession der Krim vorgehen, und sich damit in nichts von der staatlichen „Repression“ in westlichen Staaten gegen gewaltbereite Salafisten oder andere potentielle Terroristen unterscheidet, wird einmal mehr gezielt totgeschwiegen. Wenn extremistische Tataren in Kooperation mit ukrainischen Faschisten Strommasten sprengen oder Lebensmittellieferungen blockieren, dann wird dieser Terror regelmäßig von der deutschen Lügenpresse verharmlost oder gerechtfertigt. Das Verbot des „Medschlis“ begründete Russland mit der Verwicklung von Anführern in eben diese terroristischen Straftaten.“

https://propagandaschau.wordpress.com/2016/05/17/der-esc-2016-das-festival-des-politischen-liedes/

Es ist sehr leicht möglich, dass der Schuss nach hinten los geht. Es werden sich viel mehr Menschen für die Krimtataren interessieren und damit auch für die dunkleren Teile von deren Vergangenheit und Gegenwart. Ebenso wird das Interesse an der Krim und der Ukraine überhaupt und an den ukrainischen Faschisten steigen, die dort Machtpositionen übernommen haben. Und wie die auf den ESC reagieren werden, der zu einem nicht geringen Teil homosexuell ausgerichtet ist.

Nochmals der Wurm vom vorigen Jahr: „Zur Krim hat sich der Wurm an anderer Stelle schon ausführlich geäußert: http://www.ansichten-eines-regenwurms.de/88-bruch-des-voelkerrechts.html

Das geschah zwar nicht gerade nach ukrainischem Recht, aber sehr wohl nach internationalem Recht und damit ist es keine Annexion. Der ganz überwiegende Teil der Bevölkerung der Krim ist heilfroh, dass es so gekommen ist.

Mal davon abgesehen, dass es sich bei der Krim-Bevölkerung überwiegend um Russen handelt - denen ist klar vor Augen, wie es in Odessa zuging (siehe http://www.ansichten-eines-regenwurms.de/156-lauffeuer.html ) und in der Ost-Ukraine zugeht.

Nicht auszudenken, was passiert wäre, wenn die ukrainischen faschistischen Banden vor der Nase der russischen Schwarzmeerflotte in Sewastopol gewalttätig geworden wären.

Und das wäre ausgeartet – jeder soll froh sein, dass die Krim da ist, wo sie eigentlich auch hingehört, nämlich zu Russland.“

http://www.ansichten-eines-regenwurms.de/167-eine-million-stimmen-und-jede-menge-idioten.html

 

Deutscher Vorentscheid: nicht Xavier Naidoo

 

Zum Abbild der Wirklichkeit zählt auch der deutsche Vorentscheid zum ESC. Die Einleitung stammt aus einem früheren Beitrag des Wurms vom Dezember 2014:

„Mensch muss weder den Sänger Xavier Naidoo noch alle seine Meinungen mögen. Er sollte aber zur Kenntnis nehmen, dass seit diesem Jahr verstärkt eine Kampagne gegen ihn läuft ….

Bonifaz Breitmaulfrosch von der Arbeitsgruppe MMM (Macht, Medien, Manipulation) hat sich mal die Wortwahl bei den angeführten „Spiegel“-Passagen angesehen, die in Zusammenhang mit Xavier Naidoo gebracht werden:

- „politischer Irrläufer, der für neue rechte Überzeugungen steht“

- „Verschwörungstheorien“

- „Demokratiefeindlichkeit“

- „Nationalismus“

- „Antiamerikanismus“

- „Antikapitalismus“

- „Friedensgeraune“

- „Staatsfeinde“

- „Antisemiten“

- „Verschwörungstheoretiker“

- „Links- und Rechtsextreme“

- „Geschichtsverdreher“

- „Nato-Gegner“

 „Rechtspopulisten“

- „anscheinend tief sitzender Antiamerikanismus, der bei Verschwörungstheoretikern und Rechtsnationalen auf Wohlwollen und Applaus trifft“

Also so ziemlich die ganze Palette dessen, was schlecht bei Menschen ankommt. Jeder nichts Böses Vermutende wird nach dem Lesen dieser Begriffe denken, dass Xavier Naidoo entweder ein schlechter Mensch oder zumindest ein Spinner ist.

Im Wesentlichen werden ihm drei Vorwürfe gemacht:

1) er geht zu Menschen, mit denen mensch nichts zu tun haben sollte

2) er bezweifelt Deutschlands Souveränität

3) er bezweifelt die offizielle Darstellung von 9/11

1) hat er mit dem Jesus-Argument eindrucksvoll erwidert; jene, die diesen Jesus anbeten, sollten sich fragen, was daran falsch sein sollte, zu den „Ausgestoßenen“ zu gehen

2) bezweifeln tun dies andere auch, mag auch das Wort „Souveränität“ jeweils anders definiert sein …

3) auch da ist Xavier Naidoo nicht der einzige, der Zweifel hat. Jenseits der offiziellen Verlautbarungen und der offiziellen Medien gibt es dazu ganz andere Meinungen …

So völlig daneben sind seine Meinungen jetzt nicht unbedingt. Passen aber gar nicht zu der öffentlichen und veröffentlichten Meinung. Deshalb wird Xavier Naidoo von den Offiziellen gehasst und deswegen werden Kampagnen gegen ihn gefahren.

Mit dem Ergebnis (was vorher aber auch schon bekannt war), dass sich kein Prominenter mehr traut, etwas anderes zu sagen, als allgemein gewünscht wird. Wenn diese Prominenten überhaupt die Fähigkeit hätten, sich über ernsthafte gesellschaftliche Fragen Gedanken machen zu können.

Xavier Naidoo mag ja auf die eine oder andere Art einen in der Waffel haben, aber er macht sich überhaupt Gedanken und macht diese auch öffentlich.“

http://www.ansichten-eines-regenwurms.de/125-brett-vorm-kopf.html

Die folgenden Beiträge stammen aus der „Propagandaschau“:

19.11.2015

„Man könnte fast annehmen, die ARD hätte Xavier Naidoo als Sänger für den nächsten ESC nominiert, um einen Aufstand halb-gebildeter „Verschwörungs“-Jäger zu inszenieren, die jetzt auf die virtuellen Barrikaden gehen und sich nicht zu dämlich sind, den Sänger als Reichsbürger oder Nazi zu diffamieren.

Eine adäquate „Verschwörungstheorie“ wäre, dass Naidoo überhaupt nur deshalb nominiert wurde, um diesen Aufstand der selbstgerechten und ahnungslosen wikipedia-Jünger zu inszenieren. Dass das jetzt anschwellende Medienbashing gegen Naidoo alles übersteigen wird, was wir bisher (gerade erst hetzte die 3sat „kulturzeit“) gesehen haben, steht außer Frage und könnte durchaus Kalkül sein, um den populären Sänger, der es wagte, Kriege, Unfreiheit und US-Besatzung zu kritisieren, fertig zu machen. Damit hätte es der Staatssender geschafft, besonders öffentlichkeitswirksam eine „rote Linie“ zu den staatlich verordneten Denk- und Redeverboten zu ziehen – unter eifriger Mithilfe der für dumm verkauften Schafe, die nicht ansatzweise kapieren, in welchem Staat sie leben und was Demokratie und Meinungsfreiheit tatsächlich bedeuten.

Xavier Naidoo: „…Ich liebe die da drüben, ich liebe euch, ich möchte mich aber auch vor keinen Karren spannen lassen, ich möchte aber auch, dass es bitte bitte bitte keinen Krieg mehr gibt, an dem Deutschland irgendwie mitträgt. Das müssen wir irgendwie hinkriegen. Das ist alles, was ich zu sagen hab eigentlich…“

Es ist zweifellos diese Kernbotschaft, die den transatlantischen Kriegstreibern, die Deutschland wieder vermehrt an die Fronten schicken wollen, sauer aufstieß. Sie mussten an Naidoo ein öffentliches Exempel statuieren, damit nicht womöglich auch noch andere Künstler auf die wachsende Friedensbewegung aufspringen.

Diffamierende Artikel, die Naidoo in die rechtsextreme Ecke drängten und sich bis heute in schwachsinnigen „Nazi“-Tweets wieder’spiegel’n, gab es nach dem Auftritt reichlich: Spiegel, FAZ, Zeit, Frankfurter Rundschau, …

Ob die hier geäußerte Vermutung eine „Verschwörungstheorie“ bleibt, wird sich sehr einfach daran ermessen lassen, wie die ARD mit der Kritik umgehen wird. Wenn sie einknickt und seine Nominierung zurückzieht oder ihn drängt, von sich aus abzusagen, nachdem er öffentlich so richtig fertig gemacht und dabei den Schafen die Grenzen der Meinungsfreiheit nachhaltig eingetrichtert wurden, dann wissen wir, dass es sich um eine perfide geplante politische Kampagne handelt.“

https://propagandaschau.wordpress.com/2015/11/19/xavier-naidoo-beim-esc2016-propaganda-opfer-gehen-auf-die-barrikaden/

21.11.2015

"Es gehört zur hohen Kunst der Meinungsmache, den Opfern der Manipulation zu suggerieren, sie selbst wollten das, was gar nicht in ihrem Interesse, sondern das eigentliche Ziel der Manipulation ist. Eine Methode funktioniert so, dass man etwa in der Politik von Hinterbänklern eine vollkommen überzogene Maximalforderung aufstellen lässt, die dann von der vermeintlich wohlwollenden Parteiführung in einem inszenierten Diskurs so „entschärft“ wird, dass am Ende das steht, was man in Wahrheit von Beginn an erreichen wollte und wovon man wusste, dass es dafür keine öffentliche Zustimmung geben würde.

In der von der ARD inszenierten Farce um die Nominierung des Sängers Xavier Naidoo für den ESC 2016 ist es einer kleinen Gruppe Meinungsmanipulatoren gelungen, den Fokus vom eigentlichen Skandal – dass die ARD sich anmaßt, den Kandidaten für den ESC zu diktieren – auf die Person des Sängers selbst zu lenken, dessen vermeintlich wirre Ansichten zu skandalisieren, um ihn dann als öffentliche Person unmöglich zu machen und den Schafen auf diese Weise die staatlich festgelegten Grenzen der Meinungsfreiheit aufzuzeigen.

Wer es wagt, etwa die evidente Besatzung und Unfreiheit Deutschlands zur Sprache zu bringen, westliche Kriege zu kritisieren oder das Wirtschafts- und Finanzsystem infrage zu stellen, der bekommt die Keule der Propaganda zu spüren und wird öffentlich niedergemacht.

Dabei sind sich die ARD-Hetzer nicht zu dumm, einen altgedienten Sozialdemokraten wie Albrecht Müller in die Nazi-Ecke zu stellen oder einen in jeder Hinsicht farbigen Sänger als „homophoben Rassisten“ zu diffamieren.

Laut Xavier Naidoo war es die ARD, die vor einigen Monaten, nach einem erneuten ESC-Fiasko, auf ihn zukam und ihn bat, 2016 für Deutschland zu singen.

Vor einigen Monaten sei die ARD auf ihn zugekommen und habe ihn gebeten, im nächsten Jahr für Deutschland beim „Eurovision Song Contest“ in Stockholm anzutreten. „Das war der alleinige Vorschlag der ARD. Ich habe nach reichlicher Überlegung schließlich zugesagt, weil dieser Wettbewerb ein ganz besonderes Ereignis für mich gewesen wäre…“

Das ist deshalb bemerkenswert, weil die Unterstellungen und Diffamierungen gegen Naidoo zu diesem Zeitpunkt längst durch die Medien getrieben worden waren. Die ARD, genau genommen der NDR, wusste also genau, wen sie da bat, ohne Publikumsabstimmung für Deutschland zu singen. Hätte es eine Vorentscheidung gegeben, an der Naidoo sich als Kandidat unter vielen beteiligt hätte, seine Chancen wären zweifellos exzellent gewesen und im Fall eines starken Publikumvotums wäre eine Skandalisierung seiner Person im Rohr der Büchsenspanner krepiert und nach hinten losgegangen.

Erst die vom NDR diktierte Nominierung, deren Art und Weise in der gleichgeschalteten Mainstreampresse kaum Beachtung oder Kritik fand, bot die Möglichkeit, den kritischen Sänger mit der Kampagne einer Minderheit, die sich zu einem medialen Scheinriesen aufplusterte, niederzumachen. So brauchte es am Ende nur einer handvoll staatsnaher Schreiberlinge in den Mainstreammedien und einer handvoll tumber Schafe in den sozialen Netzwerken, damit die ARD die Nominierung – vermeintlich infolge eines „Aufruhrs“ – zurückziehen konnte.

Bereits am Tag der Bekanntgabe durch den NDR wird Naidoo abends im selben NDR in den tagesthemen weitestgehend faktenfrei und mit vorsätzlichen Verzerrungen „Verschwörungstheoretiker… demokratieverachtend“ diffamiert und obendrein Werbung für eine Petition gegen Naidoo gemacht, die trotz dieser subtilen Propaganda durch die ARD bis heute nicht einmal 13.000 Unterzeichner gefunden hat.

Marcel Müller: „Die andere Seite des Xavier Naidoo. Auftritt 2014: Er spricht vor den sogenannten Reichsbürgern, eine Bewegung, die der deutschen Verfassung jede Legitimation abspricht. Naidoo zweifelt an den Anschlägen vom 11. September. Verschwörungstheorien. Auch zur Frage, wie frei Deutschland ist, hat Naidoo eine klare Haltung…“

Der NDR selbst beteiligt sich also selbst massiv an der Diffamierung und Hetze, die sich auf Zitate stützt, die aus dem Zusammenhang gerissen wurden und deren inhaltlichen Wahrheitsgehalt man erst gar nicht verifizieren möchte, sowie auf den Vorwurf, vor Menschen gesprochen zu haben, deren Gedankengut man als gefährlich oder nicht hinnehmbar einstuft.

Am Ende ist es auch der NDR selbst, der dem Sänger zur besten Sendezeit in der tagesschau ohne jeden Beleg und nur unter Verweis auf „Kritiker“ Rassismus und Homophobie unterstellt. Mit dieser Art faktenfreien Schmierenjournalismus auf BILD-Niveau kann man jeden Menschen öffentlich fertig machen, der unbequeme Meinungen vertritt. DAS ist die eigentliche Botschaft dieser Farce: Seht euch vor, was ihr sagt, sonst ziehen wir euch durch den Dreck, wie wir es mit Naidoo gemacht haben!

Jan Hofer: „Xavier Naidoo wird nicht für Deutschland beim Eurovision Song Contest antreten. Der Norddeutsche Rundfunk hat die Nominierung des Senders zurück gezogen. Begründet wurde die Entscheidung mit den anhaltenden Protesten gegen eine Teilnahme Naidoos, die man unterschätzt habe. Hintergrund sind umstrittene Äußerungen, Songtexte und Auftritte des Sängers. Kritiker werfen ihm Rassismus und Homophobie vor.“

Schuldig per übler Nachrede!, so das Rechtsverständnis der ARD, die von den Vorwürfen selbstverständlich bereits zuvor wusste, wie aus Hofers Formulierung „die man unterschätzt habe“ hervorgeht. Ob die „anhaltenden Proteste“ die Meinung der Mehrheit der Bevölkerung wiedergeben, ist für den Sender offensichtlich irrelevant. Man hält es weder für nötig, eine repräsentative Umfrage zu starten, noch den Sänger selbst zu den ehrenrührigen Unterstellungen in der tagesschau zu Wort kommen zu lassen.

Auf dem gleichen boulevardesken Schmierenniveau präsentieren sich Spiegel Online und andere staatsnahe Propagandamedien. Der Spiegel macht mit Material von dpa massiv Werbung für eine gegen Naidoo gerichtete Petition des publizistisch zwar vollkommen irrelevanten, aber aufgrund seiner US-Hörigkeit medial überrepräsentierten Blogs „Ruhrbarone“. Diese Petition kommt auf gerade einmal 28.000 Unterstützer, während eine geharnischte Kritik von Michael Mittermeier an der Medienkampagne dieser Schmierenjournaille bereits fast 50.000 Likes auf facebook erzielt hat.

Mittermeier: „Es ist unglaublich mit welcher Hetze Xavier durch die Presse getrieben wird, weil er nun für uns beim ESC antreten soll. Viele Journalisten sollten sich schämen, in Dauerschleife ein paar Zitate abzuschreiben (wow, immerhin 5) – einfach willkürlich aus verschiedenen Jahren und jeweils aus jeglichem Zusammenhang gerissen. Das ist wirklich die billigste Form von widerlicher Meinungsmache. Homophobie, Rassismus und Rechtsextremismus – Ihr ward wohl noch nie auf einem Söhne Mannheims Konzert?“

Was die ARD hier mit Naidoo abgezogen hat, ist ein Paradebeispiel für Meinungsmanipulation und Staatspropaganda, wie es im Buche steht. Man holt den „Teufel“ (Jack in the box) selbst aus der Kiste, watscht ihn noch am selben Abend in den eigenen tagesthemen ab und stopft ihn dann mit den Etiketten „Rassist“ und „homophob“ zurück in die Kiste – zur späteren Wiedervorlage. Das Ziel: den Bürgern und insbesondere anderen Künstlern klarmachen, wo die Grenzen der Meinungsfreiheit in diesem Land gezogen sind. Wer den Mund zu weit aufmacht und tabuisierte Wahrheiten ans Licht zerrt, der wird öffentlich fertig gemacht.

Davon kann und – davon sollte – jetzt auch Xavier Naidoo ein Lied singen.“

https://propagandaschau.wordpress.com/2015/11/21/eilmeldung-xavier-naidoo-startet-nicht-beim-esc/#more-17268

28.11.2015

„Es ist ein antidemokratischer, totalitärer und staatstragender Filz, der im NDR über Jahrzehnte wuchern konnte und heute einen Schmierenjournalismus hervorbringt, der bei jedem echten Demokraten die Alarmglocken schrillen lassen sollte.

Schon der postdemokratische Rückfall in autoritäre Verhaltensmuster, der sich in der einsamen Entscheidung manifestierte, Xavier Naidoo ohne jeden Vorentscheid oder irgendwie geartete Bürgerbeteiligung zum ESC 2016 zu schicken, zeigt, welche Denke in diesem Haus herrscht. Dass diese einsame Entscheidung in der Folge für eine Hetz- und Diffamierungskampagne gegen den kritischen Sänger genutzt wurde, die maßgeblich aus dem gleichen Haus vorangetrieben wurde, bestärkt die Annahme, dass es sich um ein abgekartetes Spiel handelt, mit dem den Schafen die Grenzen ihrer Meinungsfreiheit aufgezeigt werden soll.

Noch am Mittwoch hetzte das ebenfalls im NDR produzierte „Medienmagazin“ ZAPP, das längst für seinen staatstragenden Schmierenjournalismus bekannt ist, mit den altbekannten diffamierenden Anschuldigungen gegen Naidoo und tat so, als läge der Fehler nicht in der vom NDR selbst vorangetriebenen Kampagne gegen den Sänger, sondern in der Wahl seiner Person.

ZAPP: „Obwohl er sehr viel Angriffsfläche bietet. Auftritt bei den Reichsbürgern, Songzeilen, die man antisemitisch und homophob verstehen kann, ein Hang zu Verschwörungstheorien.“

Einblendung Naidoo: „Aber nein, wir sind nicht frei. Wir sind immer noch ein besetztes Land. Deutschland hat keinen Friedensvertrag und dementsprechend ist Deutschland auch kein echtes Land und nicht frei.“

Die intellektuellen Minderleister von ZAPP, die von Geschichte und Politik noch weniger Ahnung haben als von seriösem Journalismus und zur Reflektion über Arbeitsweise und Funktion der Medien außerstande sind, drücken sich deshalb genauso einmal mehr um die Eruierung des Wahrheitsgehalts der dümmlichen Vorwürfe gegen Naidoo, wie um die Hinterfragung seiner vollkommen zutreffenden Feststellung, dass Deutschland eben kein freies Land ist. Es sind Fragen, die im Staatsfunk tabu sind, was das weitere Erodieren des sowieso schon grottigen Rufs der „öffentlich-rechtlichen“ Staats- und Lügenpresse erfreulicherweise nur noch beschleunigt.

Dass sich viele Bürger und Künstler, die sich nicht so leicht für dumm verkaufen lassen, nun mit Naidoo solidarisieren, ist ein echter Hoffnungsschimmer und könnte den Verantwortlichen für diese Schmierenkampagne noch kräftig auf die Füße fallen.“

https://propagandaschau.wordpress.com/2015/11/28/medienmagazin-zapp-des-ndr-hetzt-weiter-gegen-xavier-naidoo/

 

 

Dada

 

von Rupert Regenwurm

 

Arsch auf Grundeis

 

Geht der Arsch auf Grundeis

Und gefriert alsbald

Dann ist es kalt.

 

 

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Bei Dadaisten besonders beliebt ist die Gestaltung von Kirchen-Portalen. Ein Meister des Dadaismus hat das Portal von Saint Trophime in Arles gestaltet. Im Laufe der Zeit wird der Wurm noch einige von seinen Figuren zeigen.

Hier sind die Heiligen Drei Könige dargestellt, wie sie zusammen im Bett liegen. Ein Dadaist, wer Böses dabei denkt!