„Ein 84-jähriger Autofahrer ist im baden-württembergischen Bad Säckingen in eine größere Menschengruppe gerast. Der Unfall ereignete sich vor einem Straßencafé im Zentrum. Eine 63 Jahre alte Frau starb noch an der Unfallstelle, ein Mann erlag später im Krankenhaus seinen Verletzungen. Insgesamt seien 13 Menschen in Krankenhäuser gebracht worden, sagte ein Sprecher der Polizei. Auch der 84-Jährige sei in Behandlung.

Laut Polizei war ein Fahrfehler des Mannes der Grund für den Unfall. Der 84-Jährige habe statt zu bremsen stark beschleunigt und mehrere Tische auf der Terrasse des Cafés in der belebten Innenstadt umgefahren, sagte ein Sprecher.“

http://www.spiegel.de/panorama/justiz/bad-saeckingen-autofahrer-rast-in-strassencafe-zwei-tote-a-1091232.html

Gerne erinnert der Wurm in dem Zusammenhang an einen ähnlich tragischen Unfall in Bretten aus dem Jahr 2013:

„Wie die Karlsruher Polizei auf PZ-Anfrage berichtet, kann ein technischer Mangel am Fahrzeug als Unfallursache ausgeschlossen werden. „Das Unfallfahrzeug hat nach Einschätzung des Gutachters einwandfrei funktioniert“, sagt Ralf Minet, Pressesprecher der Polizei Karlsruhe. Es handele sich, wie vermutet, um einen Renault mit Automatikgetriebe. Das Fahrzeug sei behindertengerecht umgebaut, der 88-Jährige ist schwerbehindert.

Auch sind in den vergangenen Tagen insgesamt sechs Zeugen des tragischen Unfalls ausfindig gemacht und vernommen worden. Der Unfallverursacher selbst schweigt nach wie vor zu den dramatischen Geschehnissen auf dem Parkplatz. Er war am vergangenen Montagnachmittag rückwärts aus einer Parklücke gefahren und hatte dabei die 34 Jahre alte Frau erfasst. Sie konnte sich wieder aufrichten, als er ein zweites Mal zurück setzte. Dadurch wurde die Frau zwischen zwei Autos eingeklemmt und starb später im Krankenhaus. Ihre zweijährige Tochter wurde lebensgefährlich verletzt, der Säugling erlitt nur leichte Verletzungen.“

http://www.pz-news.de/region_artikel,-Tragischer-Unfall-in-Bretten-Auto-war-technisch-in-Ordnung-_arid,449061.html

Unabhängig von diesen beiden tragischen Unfällen fahren jede Menge Menschen Auto, die dazu geistig gar nicht mehr in der Lage wären. Und bringen damit Menschenleben in Gefahr. Justiz und Verwaltung haben kaum Möglichkeiten, solche Menschen aus dem Verkehr zu ziehen. Die Politik weigert sich, irgend etwas dagegen zu tun. Und trägt damit zumindest eine Mitschuld an jedem Toten und Verletzten, der völlig unnötig zum Opfer wird.

 

Unterschätzte Gefahr

 

Es wird gerne so getan, als ob es sich bei Unfällen von älteren Personen um tragische Einzelfälle handelt. Zum einen stimmt das nicht und zum anderen ist das unerheblich: diese tragischen „Einzelfälle“ wären leicht vermeidbar gewesen. Für den, der selbst zum Opfer eines solchen Einzelfalles geworden ist, ist der Hinweis auf den Einzelfall keine große Hilfe.

In Deutschland werden mehr Menschen von älteren Autofahrern getötet als von Terroristen. Im Gegensatz zur Bekämpfung der Gefahr durch Terroristen wird bei den älteren Autofahrern nicht nur wenig unternommen, sondern gar nichts.

Wer heute 80 Jahre alt ist, hat den Führerschein zu einem großen Teil Mitte der 1950er Jahre gemacht. Damals sah der Verkehr sehr viel anders aus als heute. Und die Autos sind heute sehr viel komplexer als zu damaligen Zeiten.

Vor allem sind Autos mit Automatik-Getriebe eine große Gefahr. Die sind tatsächlich bequemer und werden den Senioren von den Autohändlern gerne aufgeschwatzt, weil die Gewinnspanne für diese höher ist.

Nun ist das für jemanden, der 50 Jahre geschaltet hat und 3 Pedale hatte, nicht immer einfach. Gerade in Stress-Situationen wird da gerne das Brems- mit dem Gaspedal oder der Vorwärts- mit dem Rückwärtsgang verwechselt. Zumindest die beiden Unfälle in Bad Säckingen und Bretten dürften darauf zurückzuführen sein.

 

Situation im Alter

 

Gerade Senioren sind auf Mobilität angewiesen. Vom Arzt- und Apotheken-Besuch über das tägliche Brot bis hin zu Besuchen von Verwandten und Bekannten. Vor allem dann, wenn mensch alleine lebt.

Viele Menschen leben auf dem flachen Land bzw. sind durch die hohen und immer höheren Mieten in der Stadt genötigt, dort zu leben. Nun befinden sich aber etwa Fachärzte, Fachgeschäfte oder Krankenhäuser in den Städten. Und der Öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) ist nicht immer gut ausgebaut.

Wenn Gehprobleme dazu kommen (was oft der Fall ist), nützt auch der beste ÖPNV nichts.

Kein Zweifel: die Möglichkeit, Auto fahren zu können, bedeutet für diese Menschen ein ganz gewaltiges Stück Freiheit und Unabhängigkeit.

Menschen, die privat oder beruflich viel mit älteren Menschen zu tun haben, sträuben sich die Haare, wenn sie sehen, wer da noch alles fährt: Menschen, die kaum noch etwas sehen, ein stark vermindertes Reaktions-Vermögen haben, bei denen nur noch ein Bein einsatzfähig ist oder die halb dement sind.

Justiz und Verwaltung haben kaum Möglichkeiten, solche Menschen aus dem Verkehr zu ziehen. Und es finden innerhalb der Familien große Dramen statt. Da gibt es einen älteren Herren (meistens sind es ja Männer), der das Auto gegen die Hauswand gefahren hat, weil „es mit ihm durchgegangen“ sei, ein anderer ist 2x auf einer mehrspurigen Bundesstraße (mit abgetrenntem Mittelstreifen) auf der falschen Spur gefahren und hat sich anfangs gewundert, dass ihm so viele Autos entgegen kommen. – Der Wurm kennt solche Fälle.

Welche Möglichkeiten gibt es in solchen Fällen für die Angehörigen? Anzeigen oder den Autoschlüssel verstecken? Das darauf folgende Geschrei ertragen, notfalls auch die eigene Enterbung? Oder doch die Augen zudrücken, zittern, dass ja nichts schief läuft, wenn Opa wieder auf Tour ist? Und im schlimmsten Fall mitverantwortlich für den Tod anderer Menschen zu sein, wenn es doch nicht gut geht? Wer es selbst schon mit solch einem halsstarrigen älteren Herrn zu tun hatte, wird wissen, was der Wurm meint.

Eine Überprüfung der Fahrtauglichkeit ab einem gewissen Alter wäre nicht nur für die Opfer und deren Angehörigen angebracht, sondern wäre auch eine sehr große Entlastung für die Angehörigen des Täters bzw. potentiellen Täters.

 

Selbstverständliche Überprüfungen

 

„In vielen Ländern sind regelmäßige Gesundheitschecks für ältere Fahrer deshalb gesetzlich vorgeschrieben: In Großbritannien oder Griechenland müssen Autofahrer über 70 alle drei Jahre zum Gesundheitscheck, in Spanien sogar alle zwei Jahre. Die Schweiz ist noch strenger: Alle zwei Jahre müssen Senioren dort einen Fahreignungstest absolvieren, ähnlich handhaben das auch Finnland, Italien und Dänemark.“

http://www.br.de/br-fernsehen/sendungen/gesundheit/senioren-steuer-fuehrerschein-fahren-alter-gefahr100.html

Und das sind nun wirklich nicht alle Länder, in denen das so gehandhabt und von der älteren Generation auch befürwortet wird. Es muss ja nicht gleich ein Fahrtest sein, meistens reicht ein Gesundheitstest.

Ein 18-jähriger, der (auch mit Brille) nicht gut sieht, zu krank ist, um Auto zu fahren oder nicht die psychischen Voraussetzungen erfüllt (dafür das polizeiliche Führungszeugnis) erhält erst gar nicht den Führerschein. Wenn mensch den Führerschein erst mal hat, kann er sich so ziemlich alles erlauben. In Deutschland muss das Auto wg. natürlichem Verschleiss alle zwei Jahre zur Überprüfung zum TÜV – der Mensch nie.

Zumindest nicht als Privatmensch.

Wer beruflich Verantwortung auch für das Leben anderer trägt, muss sich regelmäßig kontrollieren lassen und findet das vollkommen in Ordnung. Das sind vor allem jene, die hinter dem Steuer von Taxis, Bussen, LKWs, Flugzeugen oder Schiffen sitzen oder stehen; aber auch solche, die schwere Maschinen (zum Beispiel einen Kran) bedienen.

 

Pseudo-Ausreden

 

Mensch sehe sich mal die Diskussionen zum Thema Überprüfen der Fahrtauglichkeit ab einem gewissen Alter an. Über die Hälfte, wahrscheinlich über 2/3 der Kommentaristen sind strikt dagegen.

Eine der Ausreden ist, mit dem Finger auf andere zu zeigen. Vor allem auf Fahranfänger. Allerdings gibt es dort Maßnahmen wie Führerschein auf Probe oder eine Alkoholgrenze von 0,0 Promille. Wo auch immer das Problem bei den jungen Menschen sein mag – es rechtfertigt keinesfalls, selbst die „Lizenz zum Töten“ zu haben und sich entsprechend zu benehmen.

Die zweite Haupt-Ausrede ist, dass eine regelmäßige Überprüfung der Fahrtüchtigkeit ein weiterer Schritt in den Überwachungsstaat sei. Zumindest eine bösartige Schikane. – Da gibt es aber ganz andere Maßnahmen staatlicherseits, gegen die sich die älteren Autofahrer nicht im Entferntesten geäußert haben.

Kommt es dann doch zu tragischen Todesfällen, werden diese als „Einzelfälle“ abgetan.

 

Gesellschaftlicher Fetisch

 

Wohl wie in keinem anderen Land ist in Deutschland das Auto ein Fetisch, also ein fast schon anbetungswürdiges Ding, dem sich alle unterzuordnen haben. Wider jegliche Vernunft.

Am deutlichsten wird das bei einer Zeitreise sichtbar. Die Dokumentation „Als der Südwesten fahren lernte“ macht das sehr deutlich:

 

 

http://www.ardmediathek.de/tv/Als-der-S%C3%BCdwesten-fahren-lernte/Als-der-S%C3%BCdwesten-fahren-lernte/SWR-Fernsehen/Video?documentId=25799734&bcastId=25799714

Was haben sich die Autofahrer gegen eine Promillegrenze gewehrt! Sogar der Untergang der Weinbauern wird heraufbeschworen. Immerhin wird im Jahr 1966 die Promillegrenze von 1,5 auf 1,3 Promille gesenkt (ab der13. Minute).

Ab der 36. Minute erfahren wir, dass es in früheren Zeiten zwar Zebrastreifen gab, die den Autofahrern aber völlig egal waren. Und das völlig legal. Erst seit 1964 haben Fußgänger auf dem Zebrastreifen Vorfahrt. Und das war bitter nötig. Bis dahin waren Fußgänger für die Autofahrer praktisch Freiwild. Allein in Stuttgart gab es im Jahr 1961 68 getötete Fußgänger und 978 Verletzte.

Gleich danach kommt der Widerstand gegen gesetzlich angeordnete Sicherheitsgurte. Was für ein Drama! Was für eine Beschimpfung des Sicherheitsgurts! Staatliche Bevormundung gegen persönliche Freiheit.

Da, wo es angebracht wäre, zu protestieren, machen die Deutschen eins auf schafsmäßige Ergebenheit. Da, wo es ums Auto geht, erwacht in ihnen der Tiger. Was bei den US-Amerikanern die eigene Waffe ist, ist bei den Deutschen das Auto.

Regelmäßige Überprüfungen der Fahrtüchtigkeit ab einem gewissen Alter sind keine Schikane. Es geht darum, Menschen zu schützen. Notfalls vor sich selbst.

 

Lobby und Politik

 

„Nun altert die deutsche Gesellschaft zwar insgesamt, Stichwort demografischer Wandel. Die Käufer von Neuwagen vergreisen aber deutlich schneller. Das Durchschnittalter der Bevölkerung liegt in Deutschland derzeit bei 44,3 Jahren. Mittlerweile werden aber 34,9 Prozent aller Neuwagen von Käufern über 60 Jahren zugelassen. "Im deutschen Neuwagenmarkt existiert ein Methusalem-Effekt", sagt CAR-Chef Ferdinand Dudenhöffer.“

http://www.welt.de/wirtschaft/article150255953/Diese-Modelle-sind-Deutschlands-wahre-Rentnerautos.html

Der Bericht stammt von Ende 2015. Ältere Menschen sind also sehr wichtig für die Auto-Industrie und allem, was mit ihr zusammen hängt.

Dazu gehört auch der ADAC. Auch dieser ist strikt gegen eine gesetzliche Regelung, befürwortet aber „freiwillige“ Maßnahmen, die keine Konsequenzen haben sollen. Als Beispiel hier die Stellungnahme eines ADAC-Vertreters nach dem Unfall in Bretten (ab der 3. Minute):

 

 

So etwas Ähnliches war auch in der Sendereihe „Jetzt mal ehrlich“ von einem ADAC-Vertreter zu hören. Freilich mit dem kurzen Kommentar der Fernseh-Redaktion, dass ein Großteil der ADAC-Mitglieder ältere Menschen sind und der ADAC diese Mitglieder nicht verärgern wolle. Der Wurm geht stark davon aus, dass dies der Grund ist, warum die Sendung vom April 2015 nicht in der Mediathek des Bayerischen Rundfunks zu sehen ist. Hier zumindest die Programm-Ankündigung:

„Achtung: Senioren am Steuer!?

Geisterfahrer auf der Autobahn, Fahrerflucht nach dem Streifen von parkenden Autos, Auffahrunfälle an roten Ampeln: Nicht selten stecken Senioren als Verursacher hinter solchen Meldungen. Tatsächlich steigt mit dem 75. Lebensjahr das Unfallvorkommen älterer Verkehrsteilnehmer deutlich an.

Am Problembewusstsein dafür scheint es bei den Verantwortlichen allerdings zu mangeln: Mehr als zwei Drittel der über 65-Jährigen besitzen noch ihren Führerschein und machen davon auch Gebrauch. Jeder Dritte setzt sich fast täglich hinters Steuer. Die freiwillige Rückgabe des Führerscheins – eine Seltenheit!

Sind ältere Verkehrsteilnehmer nicht in der Lage, ihre Fahrtüchtigkeit richtig einzuschätzen? Oder ist die Angst einfach zu groß, ohne Auto die eigene Selbstständigkeit zu verlieren und ins Abseits zu geraten?

Die Zeit drängt: In wenigen Jahren wird ein Drittel aller Autofahrer hierzulande älter als 60 Jahre sein.

Vivian Perkovic begleitet ältere Verkehrsteilnehmer beim freiwilligen Fahrsicherheitstraining, spricht mit ihnen und Angehörigen über fehlende Anreize, den Führerschein freiwillig abzugeben und diskutiert über die Notwendigkeit, einen generellen Fahrtauglichkeitstest für Senioren einzuführen.

"Jetzt mal ehrlich" - kritisch, hintergründig und informativ gehen Rainer Maria Jilg und Vivian Perkovic Fragen nach, die Menschen in Bayern beschäftigen. Egal ob aus Politik, Wirtschaft oder Kultur: Sie sind dort, wo sich in Bayern etwas bewegt - oder bewegen muss.“

http://www.br.de/br-fernsehen/programmkalender/ausstrahlung-1122.html

Die älteren Menschen sind auch sehr wichtig für die Parteien der Großen Koaltion, CDU, CSU und SPD, die ihre Stammwählerschaft nicht verärgern wollen. Und deshalb lieber das Leben anderer Menschen opfern. Jeder Politiker, der hier untätig ist, trägt Mitschuld am Tod Unschuldiger.

Es herrscht Starrsinn auf allen Ebenen.

 

Lösungs-Möglichkeiten

 

Eine gesetzlich angeordnete regelmäßige Überprüfung der Fahrtüchtigkeit ist ein Muss!

Ab welchem Alter, in welchen Abständen, wie praktiziert, mag dahingestellt sein. Aber dass gar nichts passiert, ist nicht nur ein absolutes Unding – es ist schon beinahe kriminelles Verhalten.

Der Wurm ist sich sicher, dass diese gesetzliche Anordnung kommen wird: nämlich in ein paar Jahren, wenn es das „selbst fahrende Auto“ geben wird. Dann wieder zum Wohl der Auto-Industrie – dann wären viele gezwungen, sich genau diesen Neuwagen anzuschaffen.

Die Kommunen sollten auch Anreize schaffen, dass das Angewiesen-Sein auf das eigene Auto stark zurück gehen kann: Ausweitung des ÖPNV, Fahrdienste kommerzieller oder sozialer Art, die mit dem jeweiligen Menschen etwa zum Arzt oder zum Einkaufen fahren. Die Kosten tragen sich zu einem großen Teil selbst, wenn mensch berücksichtigt, dass Anschaffungskosten für das Auto, jährliche Wertminderung, Versicherung, Wartungen, Reparaturen und Kraftstoff-Kosten weg fallen. Und gesellschaftlich die Folgekosten der nicht verursachten Unfälle wegfallen.

Wenn das dann so gehandhabt würde, dass das selbstverständlich wäre und die älteren Menschen sich nicht als Bittsteller vorkommen, wäre schon viel gewonnen. Wer Millionen fremder Menschen im Land aufnehmen kann mit großem sozialem Engagement vieler Menschen, der kann auch für die Mobilität seiner älteren Mitbürger sorgen. Mit nur ein wenig Willen wäre das zu schaffen – wenn mensch es nur wollte.

 

 

Dada

 

von Rupert Regenwurm

 

Der Mohr, der Tor und das Ohr

 

Da er so sehr fror

Mehr als je zuvor

Ging der Mohr ins Moor

Und biss der Tor sich ins Ohr.

 

 

 

In Lausanne befindet sich das „Musée de l’Art Brut“ mit einer Sammlung von Werken gesellschaftlicher Außenseiter oder offiziell anerkannter Narren.

http://www.artbrut.ch/fr/21070/collection-art-brut-lausanne

Natürlich gibt es auch unter diesen solche, die den Schalk im Nacken haben. Deren Kunst ist für den Laien (und für viele Experten) kaum unterscheidbar von den Vertretern der „modernen Kunst“. Es gehört schon dadaistische Chuzpe dazu, Menschen dazu zu bringen, dass diese etwas für Kunst und für wunderbar erklären, obwohl sie keine Ahnung haben, was das Gezeigte darstellen soll. „Betrunkener Künstler schaut auf sein Erbrochenes“ wäre ein guter Tipp zur Interpretation manches Kunstwerks.

Dieses Kunstwerk hier ist zumindest eindeutig, erfüllt einen praktischen Zweck und hat eine klare Aussage: „Hier ist der Eingang zur Herren-Toilette“.