Für Wirbel sorgt derzeit eine Studie von Wolfgang Storz für die der IG Metall nahe stehende Otto-Brenner-Stiftung, die sich mit der deutschen „Gegen-Öffentlichkeit“ beschäftigt. Schwerpunkte sind Jürgen Elsässer/Compact, Ken Jebsen/KenFM, der Kopp-Verlag und die Montagsmahnwachen.

Sehr wahrscheinlich handelt es sich um eine Auftragsarbeit mit dem Ziel, diese negativ darzustellen.

Dummerweise von jemandem erstellt, der bislang kaum eine Ahnung von dieser Gegen-Öffentlichkeit hatte, die ihm völlig fremd ist und in die er sich nicht hinein versetzen kann. Der offensichtlich nur wenig von den neuen Medien versteht und extrem schlampig und oberflächlich gearbeitet hat. Also auch sehr leicht auch für den Laien durchschaubar.

Dass die Staatsmedien das mehr oder weniger 1:1 wieder gegeben haben, spricht genauso für deren oberflächliches und tendenziöses Arbeiten.

Die Erkenntnis ist nicht neu, sei aber gerne wiederholt: früher wurde mensch von halbwegs intelligenten Menschen auf halbwegs intelligente Art und Weise verarscht. Heute wird er von dummen Menschen für dumm verkauft.

Hier ist die "Studie":

https://www.otto-brenner-shop.de/publikationen/obs-arbeitspapiere/shop/obs-arbeitspapier-nr-18-querfront-karriere-eines-politisch-publizistischen-netzwerks.html

Auch dokumentiert von den „Nachdenkseiten“:

http://www.nachdenkseiten.de/upload/pdf/150816-20150812-AP18-querfront.pdf

Die Otto-Brenner-Stiftung bietet einen kleinen Überblick dazu und dem medialen Echo:

https://www.otto-brenner-stiftung.de/otto-brenner-stiftung/aktuelles/querfront-karriere-eines-politisch-publizistischen-netzwerks.html

Unter anderem gibt es die Pressemitteilung der Otto-Brenner-Stiftung, in der das Werk abwechselnd als „Recherche-Studie“, „Kurz-Studie“ oder als „Studie“ bezeichnet wird. Die Staatsmedien haben es meistens als „Studie“ vorgestellt. Eine Studie von der renommierten Otto-Brenner-Stiftung – da muss ja was dran sein.

Mittlerweile scheint es dem Autoren so peinlich zu sein, dass er es lediglich als „Arbeitspapier“ bezeichnet.

So oder so – es ist dermaßen daneben, dass es nicht mal als Diskussionsgrundlage taugt.

Hier ist die Pressemitteilung:

„"Querfront - Karriere eines politisch-publizistischen Netzwerks" heißt eine aktuelle Recherche-Studie der Otto Brenner Stiftung. Autor der Untersuchung ist der Publizist und Medienkenner Dr. Wolfgang Storz. Die OBS-Kurzstudie will die These belegen, dass es publizistisch und politisch aktiven Gruppen heute sehr schnell und mit wachsenden Erfolgen gelingen kann, jenseits der klassischen Massenmedien und zudem in streitbarer Abgrenzung zu ihnen, eine "eigene Öffentlichkeit" zu schaffen. Die Studie erkundet diese These anhand von Akteuren, die eigenständig für sich arbeiten, jedoch innerhalb eines formlosen Netzwerkes bei Bedarf und nach Interesse auch zusammenwirken. Erst der Blick auf das gesamte Angebot dieser Akteure zeigt deren publizistische Leistungsfähigkeit: Zusammen bieten sie ihrem Publikum eine vielfältige kommunikative Vollversorgung mit Inhalten und Deutungen, die mit dem prägenden Mainstream so gut wie nichts zu tun haben.

"Die medialen Veränderungen, vor allem angetrieben von der digitalen Revolution, sind grundlegend und betreffen viele Aspekte", heißt es im Vorwort der Stiftung zu der Studie. Ein Gesichtspunkt habe eine besondere Rolle gespielt für das Interesse der Stiftung, diese Studie auf den Weg zu bringen, sagt OBS-Geschäftsführer Jupp Legrand. "Je mehr politische Akteure oder aktive Einzelpersonen ohne Filter oder Vermittlung durch Dritte ihr Publikum direkt im Netz suchen und je erfolgreicher sie dabei sind, umso stärker zerfällt das, was eine funktionierende Demokratie so dringend benötigt: eine gemeinsame Öffentlichkeit". Dass die traditionellen Medien, die sich der Aufgabe der Qualitätssicherung und der Orientierung zu stellen haben, kontinuierlich nicht nur an Auflage und Reichweite, sondern bei seinem breiten Publikum auch an Reputation und Vertrauen verlieren, wirkt vor diesem Hintergrund noch schwerer.

Diese Tendenzen helfen - so heißt es weiter im Vorwort zur Studie - dem hier untersuchten, letztlich kleinen und von wenigen Personen getragenen Netzwerk, ein quantitativ beachtliches und ständig wachsendes Publikum zu erreichen und zu halten. Ein Netzwerk, das sich mit Positionen auszeichnet, die einfach gestrickt sind, populistische Züge tragen und klare Fronten markieren: Volk gegen Eliten, Wahrheit gegen Lügenpresse, für die Nation und gegen die EU, gegen die USA und für Putin.

Autor Wolfgang Storz verfolgt mit der "Recherche-Studie" das Ziel, einige dieser politisch-publizistischen Akteure vorzustellen, die nicht nur von Massenmedien wahlweise als Antisemiten, Rechtspopulisten oder Verschwörungstheoretiker charakterisiert und ausgegrenzt werden. Storz kommt zu dem Ergebnis, dass diese "wiederum diese Ausgrenzung offensiv und mit Erfolg als Moment der Identitätsstiftung, Mobilisierung und Aufmerksamkeitssteigerung nutzen".

Die Akteure handeln für sich, sind jedoch auch als ein publizistisch-politisches Netzwerk anzusehen, lautet ein weiterer Befund des Autors. Es trägt - so Storz weiter - unter anderem wesentlich dazu bei, "die Grenzen zwischen traditionell linken und rechten Haltungen zu verwischen. Politisch verorten sich die Akteure überwiegend jenseits klassischer Rechts-links-Schemata". Das in der Studie porträtierte Netzwerk ist wiederum nur Teil eines sehr viel umfassenderen Milieus.

Das Netzwerk eint inhaltlich eine politisch-kulturelle Haltung, die einen möglichst homogenen Nationalstaat und tradierte Lebensweisen wertschätzt und demokratisch-liberale Gesellschaftsentwürfe ablehnt. Liberale Prinzipien wie Pluralismus und Minderheitenrechte werden bestenfalls ignoriert, zumeist jedoch explizit abgewertet. Die Untersuchung kommt zu dem Ergebnis, dass das Netzwerk wenig Interesse daran zu haben scheint, mit seinen Inhalten in den traditionellen Massenmedien präsent zu sein. Das wichtigste Ziel sei es vielmehr, die jeweils eigene Öffentlichkeit jenseits der klassischen Medienwelt möglichst stark zu machen.

Aufgebaut worden sei über Jahre hinweg - durch Einzelne oder im Zusammenwirken - ein stabiles publizistisch-politisches Medien-Angebot, das dazu in der Lage ist, die für die Akteure bedeutsamen gesellschaftspolitischen Entwicklungen aktuell mit handwerklich-technisch professionell hergestellten crossmedialen Angeboten zu begleiten und eigene Deutungen anzubieten. Damit böte dieses Netzwerk in Gänze gesehen dem potenziellen Publikum inzwischen eine kommunikative Vollversorgung, bestehend aus täglichen Online-Diensten, Newslettern, Blogs, Videos, Internet-TV, einem Monatsmagazin, Büchern, Veranstaltungen, Konferenzen bis hin zu Kundgebungen und Demonstrationen. Die Deutungswelten, die mit den Inhalten, die den herrschenden Mainstream prägen, so gut wie nichts zu tun haben, stoßen auf steigendes Interesse. Bei der Herstellung der Produkte setzen die Akteure - so eine weitere Beobachtung - auf die Mechanismen der Personalisierung, Dramatisierung, Zuspitzung und Skandalisierung - neben "Perspektivenarmut" seien das aber auch alles Kritikpunkte, die sie wiederum den klassischen Mainstream-Medien vorhalten.“

https://www.otto-brenner-stiftung.de/uploads/tx_mpnews/2015_08_21_PM_AP18.pdf

 

Vorschläge zur Eindämmung der Gegen-Öffentlichkeit

 

Wolfgang Storz im „Tagesspiegel“: „Welche Konsequenz kann aus diesem oft erbittert geführten Streit gezogen werden, der sich in dem Leserbrief von Wolfgang Gehrcke widerspiegelt? Ich denke, die klassischen Medien müssen dringend helfen, den von ihnen mitgeprägten Mainstream zu erweitern. Es muss selbstverständlich werden, dass ein strikter Gegner der Euro-Währung, der Politik des Staates Israel, der offiziellen Version von 9/11 mit seinen Argumenten Teil der Berichterstattung und der Debatte ist. Außenminister Frank-Walter Steinmeier mahnte jüngst: „Das Meinungsspektrum draußen im Lande ist oft erheblich breiter“ als in den Medien. Und genauso entschieden muss politisch die Debatte gegen die Position geführt werden, diese Demokratie sei nichts anderes als das Regime eines kleinen Geldadels im Bündnis mit den Medien gegen das Volk."“

http://www.tagesspiegel.de/meinung/juergen-elsaesser-ken-jebsen-und-co-den-mainstream-in-den-medien-erweitern/12221496.html

Wolfgang Storz bei „Telepolis“: „Warum hat die Kritik von Steinmeier kein größeres Echo gefunden? Wenn ich Wichtiges nicht übersehen habe, dann war das, vorsichtig gesagt, nicht gerade gewaltig. Matthias Geis und Bernd Ulrich, leitende Redakteure der "Zeit" haben in einem sehr anregenden Text zur "Ausweitung der Kampfzone" vor einigen Monaten unter anderem geschrieben: "Vielleicht war es einer der größten historischen Fehler von Politik und Medien, eine Grundsatzkritik der EU oder der Euro-Politik in den Bereich des Halbverrückten zu verweisen." Auch dieser Text verdiente viel mehr Beachtung. Übrigens: Wissen Sie, wo ich auf diesen Text stieß? Auf Kopp-Online.“

http://www.heise.de/tp/artikel/45/45798/1.html

Aus dem angesprochenen „Zeit“-Artikel:

„Vielleicht war es einer der größten historischen Fehler von Politik und Medien, eine Grundsatzkritik der EU oder der Euro-Politik in den Bereich des Halbverrückten zu verweisen. Doch auch dass im letzten Wahlkampf die unverbindliche Empfehlung eines "Veggie-Days" zum ultimativen Nachweis für eine autoritäre grüne Verbotskultur avancierte, zeigt, wie unerbittlich heutzutage selbst kleine politische Abweichungen geahndet werden. Das politische Spektrum wird immer enger, nach beiden Richtungen. Wer heute die Macht Brüssels beschneiden will, wird schnell zum Antieuropäer, wer die weitere Integration der Gemeinschaft für notwendig hält, gilt als Euro-Ideologe. Wer den Islam kritisiert, wird leicht zum Fremdenfeind, wer die Muslime ins deutsche Wir einschließt, zum Multikulti-Illusionisten. Wer mehr internationale Verantwortung für Deutschland fordert, muss sich des Vorwurfs der Kriegstreiberei erwehren, wer prinzipiell gegen militärische Interventionen eintritt, wird zum verantwortungslosen Traumtänzer. Von der Einwanderungs- bis zur Energiepolitik, von der Umverteilungs- bis zur Familienpolitik, überall ist der Bezirk sanktionierter politischer Auffassungen eng umzäunt.

Mehr Toleranz, mehr Weite wäre die erste Voraussetzung bei der Überwindung einer autoritär und steril gewordenen Konsenskultur. Und die zweite: Man kann nicht länger das Falsche so ahnden wie das Böse, das Unsinnige nicht ausgrenzen wie das Gefährliche. Ob Menschen gegen den Euro sind oder gegen eine Minderheit – das ist ein fundamentaler Unterschied.“

http://www.zeit.de/2015/05/konsensgesellschaft-alternativlosigkeit-dagegen/komplettansicht

Wolfgang Storz noch mal bei „Telepolis“: „Das Spektrum an Themen und Meinungen, die von den bedeutenden klassischen Medien selbstverständlich bearbeitet und einbezogen werden, kräftig zu erweitern, das nützt nicht nur den Medien, sondern auch der Demokratie. Kommt diese Verbreiterung nicht bald und sichtbar, wird das Misstrauen gegenüber den klassischen Medien noch stärker werden und ihre Gegner noch zahlreicher.“

http://www.heise.de/tp/artikel/45/45798/1.html

Anders ausgedrückt: „strikte Gegner“ der

- Euro-Währung

- Politik des Staates Israel

- offiziellen Version von 9/11

hatten bislang in den deutschen Staatsmedien keine Stimme und sollten auch keine haben.

Und noch viele andere „strikte Gegner“ wie etwa die der Religions-Kritik. Aus einem früheren „Wurm“:

„Es ist wohl immer so: Kritik nach dem Motto „Kratzen am Lack“ ist gern gesehen, aber wenn es ernst wird, wird die betreffende Person entweder medial hingerichtet oder totgeschwiegen. Ein Lied davon kann etwa Franz Buggle singen. Wer den Namen noch nicht gehört hat, braucht sich nicht zu wundern – Buggle gehört zu denjenigen, die das System (hier im religiösen Bereich) überhaupt in Frage stellen.

Wie die Medien da vorgehen, zeigt eine private Aufnahme (zwischen Minute 34 und 38):

https://www.youtube.com/watch?v=YMV6IrU5Qls

Bzw. hier zwischen Minute 52 und 54:

https://www.youtube.com/watch?v=X4AfU9wV7IE

http://www.ansichten-eines-regenwurms.de/54-schuss-nach-hinten.html

Aus „Telepolis“: „Bis heute hat es nicht eine Polit-Talkshow im deutschen Fernsehen fertiggebracht, Vertreter der "offiziellen Version" und Vertreter der Gegenöffentlichkeit über den 11. September diskutieren zu lassen. Wir reden hier nicht von irgendeinem Randereignis, wir reden von einem unfassbaren Verbrechen, das Auswirkungen bis heute auf den unterschiedlichen Ebenen hinterlassen hat.

Was ist von einer Medienlandschaft zu halten, die zu dem prägenden politischen Ereignis des 21. Jahrhunderts ganz einfach eine Perspektive, nämlich die der Gegenöffentlichkeit, zumindest im Rahmen der großen medialen Diskursplätze, ausgegrenzt hat?“

http://www.heise.de/tp/artikel/45/45798/1.html

Es gibt einen offiziellen Konsens, auf den sich die Staatsmedien geeinigt haben und sich zusammen mit der Regierung dauernd absprechen. Das wird schon an einem harmlosen Beispiel deutlich: Das Schweigen der Raucher.

Mensch überlege sich mal, mit wie vielen Rauchern er in seinem Leben zu tun hatte bzw. zu tun hat. Und vergleiche das mit Spielfilmen oder Fernsehfilmen der letzten 20 Jahre. In welchen Filmen kommen da Raucher vor? Außer dann, wenn ausdrücklich Asoziale dargestellt werden sollen. Die filmische Ausgrenzung der Raucher hat mit der Lebens-Realität recht wenig zu tun.

Wolfgang Storz sagt nichts anderes, als dass „strikte Gegner“ von was auch immer in diesem Lande medial völlig ausgegrenzt wurden. Und wenn sie noch so gute Argumente hatten.

Behauptet dann aber, dass diese sich bewusst ausgrenzen. Das stimmt nicht – diese würden liebend gern im medialen Mainstream zu Wort kommen. Sie grenzen sich nicht aus – sie werden ausgegrenzt.

Daneben gibt es noch die Strategie des Schönredens. Aus einem früheren „Wurm“:

„Wolfgang Donsbach: “Also ich denke, das Wichtigste, dass man starke Bilder dagegen setzt. Die Ängste, die Menschen jetzt haben, kommen ja sehr stark auch durch die Bilder, die sie vom Islamischen Staat erleben in der tagesschau und wo immer und wir brauchen einfach positive Gegenbeispiele. Zeigen wie – im Hörfunk kann man ja auch wunderbar zeigen – mit Worten, Dinge die gutgehen, wo Flüchtlinge aufgenommen werden, wo man auch ein Beispiel dafür bekommt, was man selbst tun kann, um den Menschen zu helfen. Ich glaub, das ist im Moment das Wichtigste, denn es geht um die Flüchtlinge in erster Linie.”

Katrin Schmick: “Das werden wir machen. Vielen Dank!“

„Die Antwort des Kommunikationswissenschaftlers auf den Medienverdruss infolge politisch intendierter Desinformation und Propaganda – oder wie er es nennt “political correctness” – ist also: noch mehr Propaganda! Starke Bilder dagegen setzen! Positive Gegenbeispiele!

Glaubt Donsbach allen Ernstes, die Leute merken das nicht? Offensichtlich sind es doch gerade diese gezielt geplanten, politisch intendierten “Kommunikationsstrategien”, die den Verdruss der sogenannten “einfachen Bürger” gegenüber den Medien überhaupt erst befeuert haben.

Selbstverständlich gehören gelungene Integrationsbeispiele genauso in eine objektive Berichterstattung, wie das schonungslose Aufzeigen von Problemen, etwaigen Scheiterns und eine unvoreingenommene Analyse der Ursachen. Dazu gehört das Aufzeigen des Rassismus in Staat und Gesellschaft genauso, wie das Aufzeigen von Problemen mit integrationsunwilligen Immigranten. Propaganda beginnt dort, wo Journalisten oder ein Kamerateam schon mit dem Auftrag losgeschickt werden: “Dreht mal ein gelungenes Integrationsbeispiel!” Das ist nicht die Aufgabe eines seriösen Journalismus.

Seriöser Journalismus geht ohne politische Intention ins Feld und berichtet exakt das, was er zu sehen bekommt. Egal, ob von einer Friedenswinter-Demo oder von der PEGIDA. Die Hetze gegen den Friedenswinter und die Montagsmahnwachen haben wir hier mehrfach dokumentiert. Die PEGIDA-Demonstranten sind – was Propaganda, Desinformation und politische Hetze anbelangt – noch vergleichsweise glimpflich davongekommen. Die sogenannten “einfachen Bürger” merken sehr genau, wenn elitäre Figuren wie Schmick oder Donsbach sich einbilden, ihnen eine Welt vorgaukeln zu können, die ideologisch konstruiert ist und nicht der Realität entspricht. Genau daraus speist sich der Verdruss, den Donsbach fatalerweise mit noch mehr Propaganda bekämpfen will.“

https://propagandaschau.wordpress.com/2014/12/22/wdr-kommunikationswissenschaftler-donsbach-fordert-mehr-propaganda-gegen-medienverdrossenheit/

http://www.ansichten-eines-regenwurms.de/179-verbrechen-dummheit-irrsinn-europaeische-fluechtlings-politik.html

 

Inhalte der „Studie“

 

http://www.nachdenkseiten.de/upload/pdf/150816-20150812-AP18-querfront.pdf

Gegenstand der Untersuchung

„Es ist Ziel der vorliegenden Recherche-Studie, ein Porträt der folgenden politisch-publizistischen Akteure anzufertigen: des Kopp-Verlags, des Publizisten Ken Jebsen, der Mediengruppe „Compact“ sowie der Organisatoren der „Montagsmahnwachen“. Die hier ausgewählten Akteure eint, dass sie insbesondere im Jahr 2014 stärker als zuvor zu einem Thema der veröffentlichten Meinung geworden sind; insofern waren die zeitweise in der Öffentlichkeit sehr präsenten „Montagsmahnwachen“ Anlass für diese Studie.“

Montagsmahnwachen

„Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Bewegung der Montagsmahnwachen nicht als rechte Bewegung zu verstehen ist. In weiten Teilen ist sie klar links orientiert, was sich in Wahlverhalten und politischer Selbsteinschätzung zeigt. Zugleich gibt es das starke Bestreben, sich der Rechts-links-Einordnung zu entziehen, also ein Selbstbild, das die Einteilung in rechts und links zurückweist. Dazu kommen relevante Anteile der Befragten, unter denen nicht weltbildhaft ausgeformte rechtsextreme Ideologeme zustimmungsfähig sind. Besonders antiamerikanische und verschwörungstheoretische, aber auch antizionistisch-antisemitische und autoritäre Einstellungen haben eine teils große Verbreitung. Diese Koexistenz von zumindest aus Beobachterperspektive widersprüchlich erscheinenden Inhalten wird aber anscheinend kaum als problematisch empfunden. Das in der Diskussion vielfach thematisierte Szenario der Herausbildung einer Querfront-Bewegung, die linke und rechte Inhalte integriert, erscheint vor dem Hintergrund der widersprüchlichen Daten durchaus plausibel.“

„Fast 92 Prozent der Befragten schätzen die Idee der Demokratie. Der Politik der demokratischen Institutionen wird jedoch von beinahe 100 Prozent der Befragten wenig bis kein Vertrauen geschenkt. Diese Befunde wurden hier ausführlicher zitiert, weil die geschilderten Positionen ganz oder teilweise in fast allen Interventionen und Medienprodukten der hier skizzierten Akteure wiederzufinden sind.“

Knotenpunkt

„Ein weiterer digitaler Knotenpunkt ist Alternativ.TV, ein in Leipzig gemeldetes Internetportal, das wiederum mit Compact, Querdenker.TV, KenFM und Weltnetz.TV kooperiert; nach eigenen Angaben ist Letzteres „eine Plattform für linken und unabhängigen Videojournalismus“.

In dieses Umfeld gehören auch Alpenparlament, Klagemauer.TV, News 23 und der Blog Politically Incorrect beziehungsweise die heutigen PI-News.“

Mittlerweile wurde richtig gestellt, dass „Weltnetz.TV“ nicht mit „alternativ.tv“ kooperiert:

https://www.otto-brenner-stiftung.de/fileadmin/user_data/stiftung/Aktuelles/AP18/AP18_Richtigstellung_WeltnetzTV.pdf

Der in der „Studie“ erwähnte Ken Jebsen nimmt diese auseinander und geht auch auf die angebliche Kooperation zwischen ihm und „alternativ.tv“ ein – es gibt sie nicht. „alternativ.tv“ hat viele Beiträge verlinkt, unter anderem auch von Ken Jebsen/KenFM. Diejenigen, die in das Weltbild des Autors gepasst haben, hat er erwähnt – die anderen nicht. Ken Jebsen erwähnt dabei Erwin Pelzig, Günther Schramm, Volker Pispers, Gregor Gysi und Gabriele Krone-Schmalz, deren Beiträge verlinkt wurden.

Der Wurm verlinkt gerne Ken Jebsens Beitrag dazu:

 

 

In Minute 12 zitiert er eine e-mail von Wolfgang Storz an „Weltnetz.TV“:

„Ich bin deshalb davon ausgegangen, ohne weitere Recherchen, dass es eine bewusste Kooperation geben muss, redaktionell oder geschäftlich, darauf gehe ich ja gar nicht ein, da ja allein Fragen der Übernahme und Verbreitung von Ihnen beispielsweise urheberrechtlich geklärt sein müssen. So kam es dazu, dass ich in einem Nebensatz diesen Tatbestand erwähnte.“

Bei allem Respekt: ein „Medien- und Kommunikationsberater“ (laut seiner Homepage), der das verbreitet, ist nicht ernst zu nehmen: „Fragen der Übernahme und Verbreitung“ müssen beispielsweise nicht „urheberrechtlich geklärt“ werden. Nicht auf YouTube. Jeder kann alles verlinken. Was nicht möglich ist, ist, GEMA-pflichtige Musik in eigenen Beiträgen zu spielen (es ist aber sehr wohl möglich, die Original-Musik zu verlinken). Bzw. fremde Beiträge in die eigenen zu integrieren.

Der Wurm verlinkt auch gerne interessante Beiträge. Das heisst nicht, dass Ken Jebsen, die Otto-Brenner-Stiftung oder sonst irgend wer zum „Netzwerk des Wurms“ gehören. Die Genannten werden mit Sicherheit noch nicht mal von der Existenz des Wurms etwas wissen.

Dass Wolfgang Storz nicht weiss, dass „Fragen der Übernahme und Verbreitung“ auf YouTube nicht „urheberrechtlich geklärt“ werden müssen, zeugt von höchster medialer Inkompetenz.

Dass er sich diejenigen für das „Netzwerk“ rauspickt, die ihm passen und die anderen nicht, zeugt von bewusster Manipulation.

Kritik an hiesigen Verhältnissen

„Die hier porträtierten Akteure verbindet die grundsätzliche Kritik an den hiesigen Verhältnissen. Es fällt auf, dass positive Anmerkungen über die heutigen Verhältnisse in Deutschland oder in der EU, positive Bekenntnisse zur demokratisch-repräsentativen Gesellschaftsordnung und den ihr zugrunde liegenden Werten fehlen. Diese inhaltliche Ausrichtung lässt eine grundsätzliche Gegnerschaft der Akteure zur bestehenden Gesellschaftsordnung vermuten.“

Die „hiesigen Verhältnisse“ kann mensch ja schon mal kritisieren. Unter anderem, dass wichtige Themen von den Staatsmedien tabuisiert werden.

Mensch lese eine x-beliebige Zeitung oder sehe eine x-beliebige Fernseh-Sendung: in erster Linie kommt da „Kritik an hiesigen Verhältnissen“ und nicht, wie gut doch alles sei.

Sorge um Stabilität des Geldsystems

„Das hier porträtierte Netzwerk beschäftigt sich im Kern mit grundsätzlichen Fragen der nationalen Identität, Homogenität und Eigenständigkeit Deutschlands und Europas. Das zeigt sich bei einer Durchsicht der (bereits beschriebenen) Inhalte von „Compact“, die weitgehend auch die wesentlichen Themen aller Netzwerk-Akteure sind:

- die Ablehnung von Euro und EU-Bürokratie;

- Sorge um die Stabilität des Geldsystems;

- Souveränität Deutschlands (vor allem gegenüber den USA) erkämpfen;

- ein gutes Verhältnis zu Russland schaffen;

- den Nationalstaat stärken;

- sich auf das ‚christliche Abendland‘ besinnen;

- die Familie stärken;

- eine als ‚zu groß‘ empfundene Liberalität und Pluralität (Gender-Mainstreaming, Gleichstellung von Minderheiten, Sexualität) eingrenzen;

- sich gegenüber fremden Religionen abgrenzen;

- sich für ein Europa der Vaterländer einsetzen;

- die Schweiz als Vorbild (Währung, direkte Demokratie, Miliz-Militär, Neutralität);

- mehr direkte ,Volks-Demokratie‘;

- Souveränität gegenüber Israel herstellen;

- Misstrauen gegenüber oder gar Ablehnung von politischen und medialen Eliten;

- Einschränkungen der Meinungsfreiheit;

- Polarisierung zwischen Volk und Eliten.“

Bei manchen Punkten wird die Frage erlaubt sein: Was soll da jetzt schlimm dran sein? Wenn es gute Argumente dafür gibt, kann mensch diese sich ja zumindest mal anhören.

Kulturkonservatives Gesellschaftsbild

„Die vertretenen Positionen münden in eine politisch-kulturelle Einstellung, die sich so fassen lässt: ein möglichst homogener Nationalstaat, tradierte Lebensweisen und eine rigide Abwendung von heutigen wirtschaftspolitischen, repräsentativ-parlamentarischen und liberalen Gesellschaftsentwürfen in westeuropäischen Demokratien und deren Werten. Bevorzugt wird das kulturkonservative Gesellschaftsbild einer autoritären, nichtliberalen ,Volks-Demokratie‘, die einerseits von einer starken Führung und andererseits von Plebisziten und weiteren Elementen der direkten Demokratie geprägt ist. Liberale Prinzipien wie Pluralismus und Minderheitenrechte werden bestenfalls ignoriert, meist abgewertet. Unter Demokratie wird hier also nicht die Entfaltung von Vielfalt, das friedliche und angstfreie Zusammenleben auch im Anderssein, im Dissens, in Turbulenzen und Widersprüchen verstanden. Eine klare Anti-USA-Politik paart sich mit einer Ausrichtung an einem „Paris–Berlin–Moskau“-Bündnis.“

„Handeln und Denken werden weniger von rationalen Gründen, Argumenten und Interessen geleitet, und es fehlt die Bereitschaft, gelassen das Anderssein (d. h. das optionale, aber selbst nicht gelebte Leben) zu dulden.“

Der Wurm kann nicht beurteilen, wer was zu welchem Thema zu sagen hat. Zumindest kann er Ken Jebsen/KenFM gut beurteilen. Die „vertretenen Positionen“ passen zu einem großen Teil überhaupt nicht dazu. Das, was Wolfgang Storz da schreibt, ist absurd bis bösartig.

Anbei der Link zu einem Streitgespräch zwischen Ken Jebsen und Jürgen Elsässer zur Familien-Politik:

https://www.youtube.com/watch?v=PZRCJcbe-Y0

Verdeckte Kommunikation

„Die politische Kommunikation hat es – das zeigt diese kleine Auswahl an Beispielen – auf dem hier ausgeleuchteten Feld besonders schwer, denn es handelt sich oft um ‚verdeckte Kommunikation‘. Code-Wörter spielen eine Hauptrolle: Wenn diese fallen, dann läuft in den Köpfen der kundigen Öffentlichkeit ein Politik-Erkennungs-Programm ab. Wer von Konzentrationslagern im Gaza-Streifen spricht, der ist ein Antisemit, wer sich für ‚mehr Verantwortung für Deutschland‘ ausspricht, ist ein Kriegstreiber, und wer den Euro ablehnt, ist Nationalist und gefährdet den Frieden.“

Wer soll denn bitte diese „kundige Öffentlichkeit“ sein?

- „Wer von Konzentrationslagern im Gaza-Streifen spricht“ soll ein Antisemit sein? Es handelt sich um einen Kritiker der Politik der israelischen Regierung

- „wer sich für ‚mehr Verantwortung für Deutschland‘ ausspricht“, soll ein Kriegstreiber sein? Zumindest spricht er sich für Kriegseinsätze Deutschlands in der Welt aus. Die prominentesten Aussprecher dazu sind Bundespräsident, Außenminister, Kriegsministerin

- „wer den Euro ablehnt“, soll ein „Nationalist“ sein und den Frieden gefährden?

Was hat der gute Mann da jetzt miteinander vermischt? Die Punkte 1 und 3 kommen bzw. sollen aus der „Gegen-Öffentlichkeit“ kommen, Punkt 2 aus der Öffentlichkeit. Die „kundige Öffentlichkeit“ sind dann auch jeweils andere?

Ausgrenzung

„Die in dieser Recherche-Studie thematisierten Akteure werden in den interessierten Medien, von der interessierten Politik und von Wissenschaftlern wahlweise als neurechts, rechtspopulistisch, rechtsradikal, irrational, verschwörungstheoretisch und/oder als antisemitisch ausgerichtet charakterisiert. Sie werden so von fast allen im öffentlichen Feld handelnden medialen und politischen Akteuren ‚ausgegrenzt‘ und mit ihren Positionen und Wortmeldungen als nicht innerhalb der allgemein akzeptierten Bandbreiten der Öffentlichkeit stehend gesehen.“

„So müssen sie sich Aufmerksamkeit unter erschwerten Bedingungen erarbeiten, zumal die herkömmlichen Massenmedien sie ignorieren beziehungsweise ausschließlich negativ über sie berichten.“

Wer kommt da noch mit?

„Wer kommt da noch mit? … Albrecht Müller, prominenter linker Buchautor und einer der Herausgeber der linken „Nachdenkseiten“, gibt Ken Jebsen, den viele für einen Verschwörungstheoretiker und Antisemiten halten, ein langes Interview; zahlreiche weitere Publizisten, Wissenschaftler und Politiker, die als linksliberal oder links gelten, tun dies auch.“

Wolfgang Storz betreibt hier Rufmord, indem er von „viele für einen Verschwörungstheoretiker und Antisemiten halten“ schreibt. Mittlerweile dürfte er wohl selbst einige Beschreibungen und Beschimpfungen über sich ergehen lassen haben.

Jeder kann sich so seinen Satz zusammen reimen „Viele halten Wolfgang Storz für einen …“.

Was viele halten oder denken, ist völlig irrelevant. Die Frage ist: stimmt das auch? Ist das belegbar?

Der Begriff „Verschwörungstheoretiker“ sagt alles und nichts. Was soll Ken Jebsen danebiges vom Stapel gelassen haben?

Ken Jebsen als „Antisemiten“ zu bezeichnen ist bösartig mit dem Ziel, ihn auszugrenzen. Nach dem Motto „mit so einem spricht mensch nicht“. Ken Jebsen ist ein Kritiker der Politik der Regierung Israels. Deswegen ist mensch kein Antisemit.

Genausowenig wie ein Kritiker der Politik der Regierungen von Ungarn oder Griechenland ein „Anti-Ungar“ oder „Anti-Grieche“ ist.

Und dem Wurm ist „klassischer“ Antisemitismus von Ken Jebsen nicht bekannt. Im Gegenteil. Unter anderem hatte er schon mehrere Juden als Interview-Partner. Wie Alfred Grosser, Peter Menasse, Moshe Zuckermann oder Sally Perel. Anbei ein Link zum Interview mit Evelyn Hecht-Galinski:

https://www.youtube.com/watch?v=00qV1icAi0E

Wolfgang Storz hat offensichtlich Probleme mit der neuen Zeit:

- er kann nicht verstehen, dass es Menschen gibt, die sich weder in eine „linke“ noch eine „rechte“ Schublade stecken lassen wollen

- er kann nicht verstehen, dass es Menschen gibt, die erst mal prüfen, ob jemand, der als „Antisemit“, „rechtsextrem“ oder „Verschwörungs-Theoretiker“ denunziert wird, das tatsächlich ist. Nachdem sie befunden haben, dass dem nicht so ist, durchaus mit dem reden

- vor allem ist das für ihn unverständlich, dass gerade eher „linke“ Menschen mit so jemandem reden

- er kann nicht verstehen, dass es Menschen gibt, die den Vorgaben von „oben“ nicht mehr folgen wollen, sondern für die Argumente zählen

Wer kommt da noch mit? Früher ging es noch, Einzelne auszugrenzen und die Menschen nach Belieben zu manipulieren. Mit dem Internet geht das nicht mehr so einfach. Und das kapieren solche Leute nicht. Auch nicht, dass manche „Linke“ sich der Wahrheit verpflichtet fühlen und nicht den Vorgaben ihrer Partei-Zentralen oder Chefredaktionen.

Zumindest starke Minderheiten in der Bevölkerung

„Die meisten der von den porträtierten Akteuren vertretenen Themen, Positionen und Perspektiven finden sich – gemäß repräsentativen Meinungsumfragen (u. a. über Misstrauen oder Ablehnung gegenüber Islam, EU-Bürokratie, Euro, Massenmedien) – in den Einstellungen von zumindest starken Minderheiten in der Bevölkerung wieder. In diesem Sinne ist dieses Netzwerk inhaltlich in der öffentlichen Meinung stabil verankert. Strikt ausgegrenzt wird es ‚nur‘ in der öffentlich-offiziellen Kommunikation, stehen die Einlassungen der Netzwerk-Akteure doch meist in scharfem Kontrast zu Haltungen, Handlungen und Wertungen der operativ handelnden Politik und der die veröffentlichte Öffentlichkeit prägenden Massenmedien. So muss es nicht erstaunen, dass die Aufmerksamkeit des Publikums für die Angebote des hier porträtierten Netzwerks seit vielen Monaten erkennbar zunimmt. Es handelt sich zwar unverändert um eine Kommunikations-‚Nische‘, aber diese wächst.“

„Von dieser Basis aus gelingt es den Akteuren immer wieder, ein breiteres Publikum mit ihren Themen und Positionen zu erreichen, so dass die klassischen Medien diese Akteure nicht länger ignorieren, sondern zunehmend – wenngleich ausschließlich in negativer, herablassender oder banalisierender Weise – wahrnehmen. Es ist zu vermuten, dass die Attraktivität des Netzwerks auch eine abhängige Variable der Zu- oder Abnahme von Ausgrenzungen von Positionen und Perspektiven aus Mainstream und herkömmlichen Massenmedien ist; nehmen Ausgrenzungen zu und verengen sich damit öffentlich respektierte Bandbreiten, könnte die Attraktivität des Netzwerks weiter steigen – und umgekehrt.“

Da liegt das Problem. Deshalb diese „Studie“, deshalb der manipulative Charakter. Deshalb die breite und positive Resonanz der Staatsmedien, die diese neue Gegen-Öffentlichkeit und deren Erfolg genauso wenig verstehen können.

Nur leider von jemandem geschrieben, der nicht die geringste Ahnung hat, worum es geht und der „Kraut und Rüben“ miteinander vermischt. Auch am Schluss – so äußert sich Ken Jebsen/KenFM in keinster Weise kritisch gegenüber dem Islam bzw. Moslems.

 

Die Funktion der „Querfront“

 

Mensch 1) frage Mensch 2), den er nicht kennt, nach der Uhrzeit. Wahrscheinlich wird der eine die korrekte Uhrzeit nennen und der andere ihm das glauben.

Es kommt Mensch 3) des Weges und erzählt Mensch 1), dass es sich bei Mensch 2) um einen Abartigen handelt. Also um einen Kriminellen, Kinderschänder, politisch „rechts“ Stehenden, Antisemiten oder Verschwörungs-Theoretiker. Um mal ein paar Beispiele zu nennen.

Ist deswegen die genannte Uhrzeit falsch, wenn dem tatsächlich so wäre?

Als Nächstes kommt Mensch 4) und sagt, dass Mensch 2) Leute kennen würde, die Kriminelle, Kinderschänder, politisch „rechts“ Stehende, Antisemiten oder Verschwörungs-Theoretiker seien.

Hat sich an der Richtigkeit der Aussage zur Uhrzeit irgend etwas geändert?

Hat sich nicht, aber exakt das passiert, wenn etwas „nicht-Genehmes“ unterbunden werden soll. Und die meisten Menschen fallen drauf rein.

Wenn breite Schichten der Bevölkerung jenseits ihrer Weltanschauung in Einzelpunkten gemeinsame Interessen vertreten, ist das alles andere als schlimm.

Wenn aber eher „Linke“ etwas machen und ein eher „Rechter“ gesellt sich hinzu (= „Querfront“), ist das „schlimm“ (umgekehrt ist das anscheinend weniger problematisch).

Wenn also jemand was nicht mag, was eher „Linke“ machen (etwa der Geheimdienst), werden diese „Linken“ als „Rechte“ oder „Antisemiten“ oder sonstwie Unangenehmes bezeichnet. Die V-Leute in den Chef-Redaktionen werden da schon mitmachen. Oder die V-Leute in den „rechten“ Gruppen werden von der Leine gelassen, in dem sie erklären, dass sie bei den „linken“ Veranstaltungen auch mitmachen werden.

Reaktion ist meistens, dass die Aktion entweder gar nicht oder nur mit geringer Beteiligung statt findet und bei den Außenstehenden in schlechtem Licht da steht.

Exakt das ist mit den „Montagsmahnwachen“ und dem „Friedenswinter“ passiert.

Christel Bucher hat das sehr schön analysiert:

„Bei Friedenswinter und Montagsmahnwachen deutete sich eine neue Entwicklung an, Bewegung und Aufruhr entstanden, ohne dass, wie es traditionell der Fall ist, die Linke ihre Finger im Spiel hatte. Im Gegenteil: die Bewegungen entstanden gerade auf diese Art und Weise, weil die Linke sich vor entscheidenden Auseinandersetzungen und Zuspitzungen drückt, den Kampf um Gegenhegemonie zum Neoliberalismus und zur Kriegstreiberei geradezu verweigert. Das betrifft die ganze Linke, nicht nur die gleichnamige Partei. An dem Eindruck, dass der Kampf um Gegenhegemonie verweigert wird, ändern auch die aufgeblasenen Backen von Monty Schädel und anderen Helden nichts. Weil ein Vorwurf und eine Begründung, warum man sich von den Veranstaltungen fernhalten muss, der auch von der Jungen Welt wiedergegeben wird, jener ist, unter den Demonstranten und Aktivisten des Friedenswinters und der Montagsmahnwachen befänden sich Verschwörungstheoretiker, beginne ich mit einer Verschwörungstheorie …

Die Herrschenden sahen sich einer neuen Gegnerin gegenüber. Aus dem Nichts war eine Bewegung aufgetaucht, die üblichen Verdächtigen, Linke, Friedensgruppen waren nicht beteiligt. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren ähnlich empört wie die in Stuttgart, der Initiator politisch ein unbeschriebenes Blatt. Und es kam noch schlimmer: ohne organisatorischen Rückhalt durch gewachsene Strukturen, Parteien, Gewerkschaften breitete sich die Bewegung über das ganze Land aus. Es kamen einfach Leute aus allen Löchern, versammelten sich und protestierten. Zum Höhepunkt waren jeden Montag mehrere tausend Demonstranten auf den Beinen. Ähnlich wie bei den Occupy-Protesten durfte jede reden, die wollte. Und sie redeten. Gutes und Krauses. Unbekannte und Promis waren da. Auffallend viele Frauen gingen einfach ans offene Mikro und redeten los, was sie dachten und was sie erlebt hatten.

Man kann sich den Unmut vorstellen, den diese Friedensinitiative bei den Mächtigen, den Kriegstreibern, den Oligarchen, den Rüstungsgewinnlern und ihren Bütteln in Politik und Medien hervorrief. Die schöne Farbenrevolution, der Menschenrechtsaufstand wurden desavouiert. Der gut und von langer Hand vorbereitete Regimechange, das Herausbrechen der Ukraine aus dem Einfluss Moskaus war öffentliches Thema und wurde ungestüm kritisiert. Offen wurde gemacht, dass es um Krieg und Frieden ging, und das bunte Völkchen, das, wie sagt man doch gleich, aus der Mitte der Gesellschaft kam, verweigerte offen die Gefolgschaft. Dabei war alles so schön vorbereitet. Nicht dass die Herrschenden fürchten müssten, wirklich einen Fight zu verlieren, aber der Angriff ging auf den Kernbereich der Macht, aufs Ganze.

Die Herrschaft der staatsmonopolistischen Oligarchie ist selbstverständlich noch nicht angefochten, alle Herrschaftsinstrumente sind fest in ihrer Hand, sie sind waffenstarrend, sie bauen ihre Geheimdienste aus, die Polizei wird paramilitärisch aufgerüstet. Aber sie spüren, dass ihre Hegemonie, ihre Herrschaft über das Bewusstsein der Menschen, in Frage gestellt wird. Die logische Reaktion war, die Medienwalze in Bewegung zu setzen. Da kam Jutta Ditfurts Aufschlag gerade recht: da versammeln sich Antisemiten, glühende sogar, Verschwörungstheoretiker und Querfront-Anhänger und tarnen sich als Friedensbewegung! Damit gab sie die Stichworte für die Medien. Alle (fast alle) plapperten nach, kaum jemand bemühte sich hin und befragte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer oder die Organisatoren, recherchierte und bewertete aufgrund von Kenntnis. Das Foto eines Nazis, der ohne Fahne oder Umhängeschild in der Menge stand, reichte. Ein Shitstorm der Medien brach los.

Unter den Teilnehmerinnen und Teilnehmern wiederum führte das zu neuer Erkenntnis der Manipulationsmacht der Medien. Viele Linke aber verjagte er gänzlich in die Mauselöcher. Um Gottes Willen nicht wieder Anlass für den Vorwurf des Anitsemitismus geben!

Ob Ditfurth wusste, wessen Geschäft sie da betrieb?

Weiter ging’s: Die Mahnwachen sind von der NPD initiiert, werden von ihr als Friedensbewegung 2.0 bezeichnet. Praktischerweise tauchte Elsässer als Redner auf, der Querfrontler, der mit Ultrarechten paktierte, dem die Nähe zu Nazis nichts ausmacht. Über Mährholz wurde enthüllt, dass er dereinst einer merkwürdigen Journalistenvereinigung angehörte, die von einem deutschnationalen Burschenschaftler gegründet worden war. Und Ken Jebsen wurde beim Rundfunk gefeuert, weil man ihm Antisemitismus vorwarf. Der Vorwerfende war damals Henryk Broder.

Antisemiten, Nähe zu Nazis, das ist normalerweise ein politisches Todesurteil. Aber die Bewegung gab nicht klein bei. Die Vorwürfe wurden zurückgewiesen, entkräftet, relativiert. Die Bewegung ging weiter, wurde größer. Die Hatz auch. Da blieben noch zwei scharfe Waffen für die Obrigkeit. Erstens die Spaltung und zweitens …

Im Folgenden wurden Montagsmahnwachen mit Pegida und seinen Ablegern konsequent in einen Topf geworfen. Das war’s.

Das alles wäre leicht durchschaubar gewesen, wenn es nicht die Flankierung von links gegeben hätte. Sie verlieh dem Schmierentheater Glaubwürdigkeit. Wenn Bildzeitung, Welt, Zeit, Linke und Friedensaktivisten das gleiche sagen, muss es ja stimmen. Den Friedenswinter diskreditieren mittels Montagsmahnwachen, das kann nur die Linke selber leisten. Deshalb kommen wir jetzt zur ersten oben genannten Waffe, der Spaltung.

Auch hier stand am Beginn Jutta Ditfurth. Sie gilt als Linke. Ihr Angriff galt vordergründig Jürgen Elsässer. Sie zielte auf Elsässer, aber sie meinte die Friedensdemonstrantinnen und –demonstranten …

Jürgen Elsässer hat seine politische Karriere ganz links begonnen, beim Kommunistischen Bund, er publizierte bei der linken Tageszeitung Junge Welt. Inzwischen ist sein Markenzeichen die Vermischung von linken und rechten Positionen. Er ist ein Rechter, aber kein Nazi. Ihn als „glühenden Antisemiten“ zu bezeichnen, war völlig überzogen. Wer es dennoch tut, will nicht kritisieren, sondern eine Kampagne eröffnen. Und das war dann auch der Fall. An ihr beteiligten sich Antideutsche, die sich selber als links bezeichnen, aber kaum dieser politischen Seite zugerechnet werden können, es beteiligten sich aber auch Linke aus der Partei DIE LINKE und aus der Friedensbewegung; es beteiligten sich ebenso linke Presseorgane wie das Neue Deutschland, die Junge Welt oder die linksliberale Wochenzeitung Freitag sowie die Zeitschrift konkret. In Facebook und in Blogs waren der Shitstorm kaum noch zu überschauen. Ein Grundmuster war das „In einen Topf werfen“. Pegida und Montagsmahnwachen, Elsässer und Jebsen, Pegida und Friedenswinter. Ein anderes war der Angriff auf alle, die es wagten, die Vorwürfe zu relativieren oder gar sich an den Montagsmahnwachen zu beteiligen. Die Jungle World schrieb: „Na, von wem ist hier die Rede? Vom Pegida-Mob oder vom Mahnwachen/Friedenswinter-Mob? Von beiden! So groß ist der Unterschied nicht. Der Friedenswinter ist Pegida für Linke und Pegida die Mahnwachenbewegung für Rechte.“ Die Partei DIE LINKE fasste schnellstens Unvereinbarkeitsbeschlüsse wie seinerzeit die alte Tante SPD: Wo Montagsmahnwachen drin sind, wird von der Partei nicht finanziell unterstützt. Einzelne Linke, die sich über den Bannfluch hinwegsetzten, waren Angriffen ausgesetzt. Es traf zum Beispiel Prinz Chaos II., Pedram Shahyar, Dieter Dehm und Heike Hänsel, die bei den Mahnwachen auftauchen, sowie Friedensaktivisten wie Reiner Braun, der das Gespräch und die Zusammenarbeit suchte. Wer sich den Montagsmahnwachen, und sei es auch nur interessiert, näherte, wurde sofort angegriffen. Viele zogen den Schwanz ein. Die Unvereinbarkeitsbeschlüsse von diversen Friedensinitiativen folgten.

Nun war es ein Leichtes, den Friedenswinter in aller Gemütsruhe ebenfalls fertig zu machen. Das schafften Linke ganz allein. Da mussten die Medien gar nichts mehr tun. Die ersten Erklärungen zur Nichtteilnahme am Friedenswinter von VVN bis DKP verhallten medial, aber nach innen hatten sie Wirkung. Auch Tobias Pflügers Distanzierung war sicher wirksam. Im Ergebnis war die alte, linke Friedensszene gespalten, der Friedenswinter konnte nicht die notwendige Kraft entfalten. Das Spiel der Herrschenden war aufgegangen …

Noch einmal zu den Montagsmahnwachen

Es waren ganz normale Menschen, mehrheitlich Männer. Das zeigen die Videos, die es in großer Zahl im Internet über die Montagsdemonstrationen, die sich Mahnwachen nannten, gibt. Es war der Durchschnittsbürger, der da hinging. Auch ein paar alternativ aussehende, buntere, langhaarige, auffälligen Schmuck tragende. Was sie dachten und sagten, dachten und sagten viele. Sie hatten die Nase voll. Sie wollten von den arroganten Medienfuzzis und deren Brötchengebern, den Medienmogulinnen und -moguln nicht mehr belogen werden. Sie wussten folglich, dass sie belogen wurden. Sie wussten, dass die Lüge vor allem Urständ feiert, wenn es um Krieg geht.

Sie informierten sich im Internet und vieles durchschauten sie, wenn auch nicht alles. Aber das ist kein Wunder. Wer durchschaut schon alles. Sie sahen, dass aus Putin ein Monster gemacht wurde, obwohl er sich im Ukraine-Konflikt ganz rational verhält, rationaler verhält sich kaum ein westlicher Regierungschef. Sie sahen, dass da ein Putsch stattgefunden hatte, der aber vom Westen gutgeheißen wurde. Sie sahen, dass dieser Putsch weitgehend von außen gesteuert worden war, von den Regierungen, den Stiftungen, den Geheimdiensten, dem Establishment der USA und Europas.

Sie merkten, dass die Kriegsgefahr, die in den letzten Jahrzehnten immer nur Asien und Afrika betraf, nun näherrückte. Sie wollten keinen Krieg, sie hielten Krieg für Irrsinn und sie hatten begriffen, dass die Medien und die Politik für die Propagierung dieses Irrsinns verantwortlich sind. Mehr noch: Sie erkannten, dass die Kriege nicht nur mit dem Rohstoffhunger des Westens zu tun haben, sondern mit seinem Wirtschaftssystem überhaupt, dem Kapitalismus …

Die Mahnwachler, die anfingen zu begreifen waren auf der richtigen Spur. Was taten Linke? Gingen sie hin und diskutierten mit? Nein! Sie mäkelten herum, dass nur die FED genannt wurde, nannten das strukturellen Antisemitismus, angeblich, weil dort viele in den Chefetagen Juden seien. Das wisse man im Prinzip und würde Kritik an der FED nutzen, um die Juden zu treffen. Die meisten MahnwachlerInnen hatten bis dahin wahrscheinlich keinen Gedanken darauf verwandt, dass in der FED vielleicht Juden sitzen.

Es gab unter all den Rednerinnen und Rednern, den Teilnehmerinnen und Teilnehmern auch ganz absonderliches Gedankengut.Wie im Querschnitt der Gesellschaft auch. Allerlei Mythologisches, Spirituelles und Verschwörungstheoretisches …

Warum wurden die Herrschenden nun so nervös? Ganz einfach: Als die Occupy-Bewegung über den Globus rollte, waren das viele, aber es waren die üblichen Verdächtigen. Es waren Jugendliche, junge Menschen, Linke und Alternative. Leicht marginalisierbare Leute, die man nur in ein paar gewalttätige Auseinandersetzungen verwickeln musste, und schon war der gute Ruf hin.

Occupy hatte eine eigene Kultur entwickelt. Jeder Anwesende durfte reden. Man wollte Basisdemokratie, keine Hierarchien und keine Gurus. Das Links-Rechts-Schema wurde zunehmend in Frage gestellt oder ganz abgelehnt. Herkömmliche Politik und Politiker hatten bei ihnen verspielt. Und genau diese Kultur übernahmen die Montagsmahnwachen. Occupy war bei den Normalen und Durchschnittlichen angekommen. Und nun wurde es für die dauerhafte Hegemonie der Herrschenden eng.

Und noch etwas war anders. Es waren keine Demos, die Forderungen an die Politik stellten. Es waren Versammlungen, die Leute zusammen brachten, die selber etwas ändern wollten und überlegten, wie das gehen kann …

Klaus-Peter Kurch, ein kluger Linker, der den Opablog betreibt, beschreibt, was ich nur aus der Ferne über youtube sehen konnte, sehr schön: „Ganz ähnlich erlebe ich die Situation wöchentlich auf den Montagsmahnwachen. Außerhalb gewohnter Bahnen bewegen sich Informationen zwischen den Menschen, und zugleich sind die Menschen begierig, sich mit Informationen, auch “unüblichen”, auseinanderzusetzen. Das ist ein breiter Fluss, der auch trübe Bestandteile mit sich führt. Vieles passiert doppelt und dreifach, Informationen behindern sich gegenseitig, manchmal macht sich Abstruses breit. Doch ich glaube, dass das Äußerlichkeiten sind. Das Beständige, Innere, das sich auszuprägen scheint, ist ein Prozess komplexer Informationsverarbeitung zu Kernfragen, Grundfragen, Lebensfragen der Menschen durch die eigene Initiative der Menschen. Sie sind spontan und Viele durchaus aufmüpfig in den direkten wechselseitigen Austausch gegangen. Für die modernen Götterorakel, “Massenmedien” genannt, diese “Medien” die statt Mittler zwischen den Menschen und der Welt zu sein, in Wahrheit eher Irrgartenspiegel sind, für die wird der Platz plötzlich knapp. Da geschieht, allem Anschein nach, etwas Enormes.“ Schön gesagt und gut gesagt!

Aber nur wenige Linke reagierten wie Klaus-Peter Kurch und sahen sich das ganze selber an. Zeitungs- und Blogseiten wurden vollgeschrieben von Linken, die nie persönlich bei einer Montagsmahnwache waren oder mit einem Teilnehmer oder einer Teilnehmerin gesprochen hatten.

Am 11. Oktober gelang überraschend der Schulterschluss, als Vertreterinnen und Vertreter der Montagsmahnwachen an der Aktionskonferenz der Kooperation für den Frieden in Hannover teilnahmen. Alte und neue Friedensbewegung redeten miteinander. Bis dahin war der Weg steinig. Einzelne Linke und ProtagonistInnen der traditionellen Friedensbewegung, die sich bei den Montagsdemonstrationen blicken ließen, dort gar redeten, wurden bezichtigt, Nazis auf den Leim zu gehen, Querfrontpolitik zu unterstützen, mindestens ernteten sie Kopfschütteln …

Zurück zu den Mahnwachen. Ein soziologischer Schnelltest erbrachte kurz darauf, dass das ganze Geunke von der Nazi-Friedensbewegung wohl Quatsch war. Die Mehrheit der TeilnehmerInnen verortete sich eher links. Das wurde von der Jungen Welt etwas pikiert zur Kenntnis genommen, aber Konsequenzen wurden keine gezogen.

Zweidrittel bis dreiviertel der Deutschen sind gegen Auslandseinsätze der Bundeswehr und für eine friedliche Politik. Da sind die nicht deutschen Menschen, die bei uns leben, noch gar nicht gerechnet. Die Junge Welt und andere Linke räsonierten jahrelang darüber, dass diese Friedensfreunde sich leider, leider nicht mobilisieren ließen. Das war offenbar Quatsch. Der Linken und der linken Friedensbewegung gelang es nicht, diese Leute zu mobilisieren. Dass sie mobilisierbar waren, haben die Montagsmahnwachen gezeigt. Offenbar waren einige Leute darüber so beleidigt, dass sie lieber in den Chor der Medien einfielen, als sich freuen zu können, dass es Bewegung gibt und dass man reden kann. Nein. Selbst die Junge Welt sprach von „Wutbürgern“. Geht’s noch?“

Christel Buchinger schreibt noch, wie im Detail am Beispiel der Jungen Welt Montagsmahnwachen bzw. Friedenswinter kaputt gemacht wurde.

Und zum Zustand der linken Szene:

„In der Jungen Welt ist der Zustand von Teilen der Linken abgebildet, jener Linken, die sich radikal oder marxistisch oder kommunistisch oder alles gleichzeitig wähnen. Kennzeichnend für diese Linke ist, dass sie gesellschaftlich isoliert ist. Dies führt sie selber gerne auf den noch immer wirkenden Antikommunismus und die Linkenhatz zurück. Aber der Antikommunismus hat viel von seiner Wirkung verloren, nicht nur bei jungen Menschen. Die radikale Linke betreibt vielmehr eine sehr effiziente Selbstisolierung. Sie wirkt nach außen unattraktiv. Attraktivität ist aber Teil der Fähigkeit, eine Gegenhegemonie gegen die neoliberalen Machteliten aufzubauen. Die radikale Linke aber ist abgeschottet von der Gesellschaft, zerstritten, misstrauisch, gibt sich elitär und teilweise rückwärtsgewandt, ist voller Vorurteile und wahrscheinlich durchsetzt von Agenten. Sie bietet reichlich Platz für Selbstdarsteller, Wichtigtuer, Halbgebildete und Looser, die sich durch ihr Dabeisein Bedeutung zu geben versuchen. Die Linke hat kein Charisma und sie findet das noch nicht einmal traurig. Sie sind stattdessen gerne graue Mäuse, Hauptsache, sie haben Recht.

Die Selbstisolation hat Folgen. Von Veränderungen in der Gesellschaft, die sich unter der Oberfläche vollziehen, bekommen sie nichts mit. Sie bemerken nicht, dass die Hegemoniefähigkeit der herrschenden neoliberalen Machteliten schwindet. Dass der gesellschaftliche Konsens brüchig wird. Dass die Menschen anfangen, selber zu denken, dass diese überall spürbare Aufmüpfigkeit Ausdruck von sich ändernden Verhältnissen ist. Es gibt einen Trend zur Selbstermächtigung. Immer mehr Menschen nehmen wahr, dass ihre Interessen, die Interessen der Mehrheit, von den Herrschenden ignoriert werden, was sich auch in sinkenden Wahlbeteiligungen äußert. Die radikale Linke hingegen lässt sich von 70 Prozent Zustimmung für Schäuble und Merkel in Umfragen blenden, obwohl sie um den Schwindel mit Umfragen weiß und übt sich lieber in Publikumsbeschimpfungen, als dass sie ihre Wichtigtuerecke verließe.“

https://aufstehn.wordpress.com/2015/08/26/isoliert-zerstritten-elitaer-die-linken-verweigern-den-kampf-um-hegemonie/#more-102

 

Kritik an der „Studie“

 

„Telepolis“ ist enttäuscht, nicht zum Netzwerk gezählt worden zu sein:

„Dass viele der angesprochenen Inhalte auch im Online-Magazin Telepolis kontinuierlich angesprochen und von vielen Lesern aktiv diskutiert werden, erfährt bei Storz keine einzige Erwähnung.“

http://www.heise.de/tp/artikel/45/45770/1.html

Einige wichtige Spieler der Gegen-Öffentlichkeit tauchen bei Wolfgang Storz nicht auf. Der scheint mit dem für ihn neuen Thema regelrecht überfordert zu sein. Sollte er weiter zum Thema forschen wollen, gibt ihm der Wurm gerne ein paar Links:

http://www.rtdeutsch.com/

https://propagandaschau.wordpress.com/

https://www.wsws.org/de/

http://alles-schallundrauch.blogspot.de/

Wobei es noch viele andere, richtig gute Sachen gibt.

Die „Propagandaschau“ hat den Ausdruck „informelles Prekariat“ geprägt für diejenigen, die noch an das glauben, was die Staatsmedien ihnen vorgeben (das Wort „informell“ hat mit „Information“ eigentlich nichts zu tun; der Wurm versteht das eher als Wortwitz).

Wolfgang Storz gehört zu diesem „informellen Prekariat“.

Nun zur Kritik. Ken Jebsens Kritik hat der Wurm bereits erwähnt. Interessant ist vor allem Albrecht Müller, der in seinem Artikel auch weitere Links zu Kritikern der „Studie“ hat.

„Unterste Schublade – eine sogenannte Studie der Otto Brenner Stiftung über das angebliche Netzwerk „Querfront“

Wer die Welt zum Guten verändern will – was auch von einer Gewerkschaft zu erwarten wäre -, darf nicht beschönigen und muss zwangsläufig kritisieren und die Dinge beim Namen nennen …

Es interessiert jetzt nicht, dass diese Aussagen für viele der in der Studie genannten „Akteure“ nicht stimmen, sondern einfach erfunden und erlogen sind, hier interessant ist die Tatsache, dass eine Gewerkschaftsstiftung in der heutigen Zeit vor allem das Lob für die Verhältnisse in Deutschland und in der EU vermisst.

In welcher Welt leben dieser Autor und seine Auftraggeber? Sie machen den Gewerkschafterinnen und Gewerkschaftern und allen fortschrittlichen und engagierten Menschen das Leben schwer: Denn bei der Verteilung der Einkommen und der Vermögen zum Beispiel gibt es nichts zu loben; sie ist skandalös ungerecht und klafft zunehmend weiter auseinander. Der Aufbau eines Niedriglohnsektors ist nicht zu belobigen. Sollen wir die Einführung der Riester-Rente, die bewusst betriebene Erosion der Leistungsfähigkeit der Gesetzlichen Rente und damit den Weg vieler Menschen in die Altersarmut feiern? Auch die Krise in der EU ist keineswegs ein Anlass für Lob und Freude. Wie die „Heuschrecken“ in Tausenden deutschen Betrieben und als Eigentümer großer Wohnungskomplexe mit Arbeitnehmern in den Betrieben und mit Mietern umgehen, kann kein vernünftiger Mensch gut finden und die Betroffenen und ihre Vertrauensleute sowieso nicht …

Das gilt auch für die Beschönigung der Medienlage in Deutschland und in der Welt:

Wer die Verhältnisse hierzulande wirklich verbessern will und insbesondere die Interessen der abhängig Arbeitenden vertreten will, muss erkennen, dass Arbeiter, Angestellte, Arbeitslose und Rentner nicht an den Schalthebeln der publizistischen Macht sitzen. Die öffentliche Meinung und vor allem die veröffentlichte Meinung unter den Medienschaffenden wird von den wirtschaftlich Mächtigen gemacht und von ihren Partnern in den Medienkonzernen.

In der Studie und im Vorwort des Geschäftsführers der Otto Brenner Stiftung wird sichtbar, dass diese Gewerkschaftsleute weit hinter die Erkenntnis des früheren FAZ-Herausgebers Sehte zurückfallen, wonach „Pressefreiheit die Freiheit von 200 reichen Leuten ist, ihre Meinung zu verbreiten“ …

Von den traditionellen Medien heißt es im Vorwort des Geschäftsführers Legrand von der Otto Brenner Stiftung, sie würden sich der „Aufgabe der Qualitätssicherung und Orientierung zu stellen haben“ – im Gegensatz zu den Aktivisten des sogenannten Netzwerkes. Wenn man so etwas liest und dann an die fern jeder Qualität operierenden Medien wie die Bild-Zeitung, die kommerziellen Fernsehsender und an viele öffentlich-rechtliche Redaktionen denkt, dann verzweifelt man ob der Einfalt der Autoren dieser ehrenwerten gewerkschaftlichen Stiftung.

Um Ihnen, verehrte Herren Storz und Legrand, ein bisschen und auf unterhaltende Weise auf die Sprünge zu helfen, machen wir Sie auf einen besonderen Fall der „Qualitätssicherung und Orientierung“ durch unsere höchst potenten Medien aufmerksam. Es ist nur ein Fall von hunderten öffentlich-rechtlicher und privater Manipulation: Jauch und die Geschichte des Stinkefingers von Varoufakis …

Wie ein roter Faden zieht sich die unterschwellige Kritik am Versuch zum Aufbau einer Gegenöffentlichkeit durch den Text der OBS-„Studie“. Das betrifft unter anderen die Arbeit der NachDenkSeiten, auch deshalb diese unsere kritische Würdigung des Machwerks aus Frankfurt.

Dass angesichts der medialen Verhältnisse die demokratische Willensbildung nicht mehr funktioniert und nicht mehr funktionieren kann, das müsste eigentlich Allgemeingut sein. Wenn selbst Merkel von der „marktkonformen Demokratie“ spricht, dann müssten bei Gewerkschaftern und fortschrittlichen Begleitern des Geschehens alle Alarmglocken läuten, wenn der Zustand unserer Demokratie wie in der Studie der Otto Brenner Stiftung beschönigt wird …

Die PR-Arbeit von Autor und Stiftung ist vorzüglich. Und es gilt, dass man aus Mist Marmelade machen kann, wenn man wie im konkreten Fall ausreichend mediale Begleitung findet.

Die „Studie“ der OBS eignet sich zum Beleg gleich mehrerer Methoden der Manipulation …

Methode Nr. 6: Wenn Du die deutschen „Qualitäts“medien beeindrucken und für die Weiterverbreitung deiner Thesen gewinnen willst, dann nenne dein Werk „Studie“ und den Autor einen „Wissenschaftler“.

Das ist gängige Praxis: Die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) ist ein Meister beim Nutzen dieser Methode. Von dort werden ständig Aufträge an allzeitbereite Wissenschaftler vergeben. Auch die Bertelsmann-Stiftung verfährt so. Ein sogenanntes Berlin Institut hat Mitte März 2006 eine Studie zur Bevölkerungsentwicklung veröffentlicht. Die NachDenkSeiten haben darüber berichtet. Die damalige „Studie“ war ähnlich platziert wie heute das Papier der Otto Brenner Stiftung. Es ging nicht um Fakten und wissenschaftliche Erkenntnisse. Die Veröffentlichung diente vor allem zum Anstoß von vielen PR-gesteuerten Veröffentlichungen mit hilfreichen Botschaften zugunsten der Privatvorsorge und zulasten der gesetzlichen Rente.

Noch bevor das Papier der Otto Brenner Stiftung das Licht der Welt erblickte waren wichtige Medien schon gebrieft: Frankfurter Rundschau, TAZ, Berliner Zeitung, Tagesspiegel, Die Zeit, der Deutschlandfunk usw. – und dann leider „Kontext“. Auch dieses ansonsten aufklärende Medium übernimmt in seinem Editorial vom 19. August ungeprüft die Parolen des Autors der Otto Brenner Stiftung.

Die Behauptung, es handle sich um eine Studie und der Autor sei ein Wissenschaftler, hat offenbar beeindruckt. Hinzu kommt, dass der Autor Wolfgang Storz früher ein angesehener Journalist war und wohl einige Kollegen schon aus Solidarität mit dem früheren Kollegen positiv auf seine „Studie“ reagiert haben.

Methode Nr. 7: Zunächst zur Erklärung: Wenn neoliberale Ideologen und Befürworter militärischer Interventionen Meinung machen wollen, dann macht es wenig Sinn, wenn sie sich zur Weiterverbreitung ihrer Botschaften der üblichen Verdächtigen aus dem rechtskonservativen Lager bedienen. Gerade die Meinungsbildung im linken Bereich unserer Gesellschaft kann sehr viel mehr beeinflusst werden, wenn die Absender der Parolen aus eben diesem politischen und gesellschaftlichen Lager kommen. Man könnte die Methode so formulieren: Wer Fortschrittliche, wer Linke und Linksliberale beeindrucken und zu einer Meinungsveränderung bringen will, muss Träger der Parolen aus eben diesem Lager finden und nutzen …

Und so ist im aktuellen Fall der gute Ruf des Otto Brenner bestens geeignet zur Verbreitung der Parole, dass die Welt eigentlich im Großen und Ganzen in Ordnung sei und wir keine Gegenöffentlichkeit brauchen, weil die herrschenden Medien sich ja immer wieder der Qualitätskontrolle unterziehen.

Methode Nr.8: Nutze zur Bewertung von Menschen und ihres Tuns das, was über sie von anderen gesagt wird, betreibe also Etikettenverteilung/Stigmatisierung auf der Basis von Hörensagen. Wenn du das massiv, also wiederholend und affirmativ betreibst, dann ersparst du dir die eigentlich notwendigen Belege.

Und gleich noch

Methode Nr. 9: Wenn du jemandem ein negatives Etikett verpassen willst, dir aber die Belege fehlen, dann konstruiere ein Netzwerk und zeige, dass der Anzuklagende schon einmal mit einem der schlimmen Finger aus dem sogenannten Netzwerk gesehen worden ist.

Im Papier der Otto Brenner Stiftung machen diese beiden Methoden den Kern der Konstruktion eines angeblichen Netzwerkes aus. Es werden sogenannte Akteure benannt und behauptet, sie seien im Netzwerk verbunden; wie und ob geplant und verabredet, das wird widersprüchlich abgehandelt. Einigen dieser Akteure wird anhand schriftlicher Unterlagen und anhand ihrer Aktionen Kritisches unterstellt. Die Berechtigung dieser Wertung möge jeder Leser selbst prüfen. Das hier Interessante ist, dass diesem sogenannten Netzwerk Menschen zugeordnet werden, für die man die behauptete Bewertung – als rechtsradikal, gegen die EU, gegen die parlamentarische Demokratie usw. – nicht belegen kann. Die kritische Bewertung, die Stigmatisierung und Verteufelung gründet auf Hörensagen. Wichtig ist dann noch die Erweiterung des sogenannten Netzwerks; vom Autor Storz werden andere, Außenstehende mit in die Verdächtigung einbezogen. Der markante Satz dazu lautet:

„Das hier angesprochene Netzwerk ist wiederum nur Teil eines sehr viel umfassenderen Milieus.“(Seite 6)

Der Autor des OBS-Papiers macht also den Trick, einen weiteren Kreis damit zu verknüpfen, so zum Beispiel Daniele Ganser, Andreas von Bülow, Matthias Bröckers (richtig geschrieben: Mathias), Werner Rügemer, Willy Wimmer, Reiner Braun, Albrecht Müller, etc..“

http://www.nachdenkseiten.de/?p=27377

Zuguterletzt noch ein offener Brief von Werner Rügemer:

„Sehr geehrte Herren Legrand und Storz,

Sie beziehen mich in das von Ihnen halluzinierte „Querfront“-Netzwerk ein, das angeblich für einen „möglichst homogenen Nationalstaat“, für „traditionelle Lebensweisen“ und ähnlich diffusen Unfug eintritt. Zu den Netzwerk-Merkmalen gehört auch die Kritik an „hiesigen Verhältnissen“.

Nach Ihrer Logik gehören Sie selbst zu diesem „Querfront-Netzwerk“ – haben Sie das übersehen?

Nach Ihrer Logik gehört ja jeder und jede zu diesem Netzwerk, der und die jemals irgendeinen, irgendwie gearteten Kontakt zu einem oder mehreren der von Ihnen genannten Personen, Initiativen, Blogs u.ä. hatte. Von 2012 bis 2014 hat die Otto Brenner-Stiftung ein Forschungsprojekt gefördert, das ich mit einem Kollegen zum Thema „Union Busting in Deutschland“ durchgeführt habe. Wir haben darin die Dienstleistungsbranche aus Wirtschaftskanzleien, Detekteien, unternehmerfinanzierten Universitäts-Instituten, Unternehmensstiftungen u.a. dargestellt, die professionell Gewerkschaften und Streiks delegitimiert, Betriebsräte und Betriebsratswahlen be- und verhindert und Beschäftigte rechtsförmig und brutal zermürbt. Unsere Ergebnisse hat die Otto Brenner-Stiftung 2014 im Arbeitsheft Nr. 77 veröffentlicht.

Nach Ihrer Logik gehört also die Otto Brenner-Stiftung auch zu Ihrem „Querfront-Netzwerk“. Die von Ihnen geförderten Autoren haben einen Teil der „hiesigen Verhältnisse“, nämlich die gegenwärtigen Arbeitsverhältnisse, empirisch untersucht, wahrheitsgemäß dargestellt und aus gewerkschaftlicher Sicht hart kritisiert, und die Stiftung hat dies veröffentlicht. Gehören also die etwa 10.000 LeserInnen und NutzerInnen dann ebenfalls zur „Querfront“, die die Exemplare der beiden Printauflagen von Ihnen geschickt bekamen, ebenso die mehreren tausend, die, weil die printauflagen vergriffen waren und weiter sind, die Studie downgeloaded haben und nun auch in Fortbildungsveranstaltungen verschiedener Gewerkschaften verwenden?

Die Otto Brenner-Stiftung hat in Dutzenden von geförderten Projekten und dann veröffentlichten Studien ebenfalls „hiesige Verhältnisse“ hart kritisiert, sehr fundiert, sehr verdienstvoll, z.B. „Verdeckte PR in Wikipedia“, „Marktordnung für Lobbyisten“, zu den Politmagazinen „Den Mächtigen unbequem sein“, zu Leiharbeit u.a. Wieso taucht dann die „Kritik der hiesigen Verhältnisse“ als Merkmal des „Querfront-Netzwerks“ auf? Merken Sie eigentlich nicht, in welchem unwissenschaftlichen Sumpf Sie herumpatschen?

Wenn wir Ihrer halluzinierten Bauch-Logik weiter folgen, gehören u.a. auch Der Spiegel, die Zeit und gewerkschaftliche Medien, darunter auch der IG Metall, zu Ihrer „Querfront“. Denn sie haben die Studie „Union Busting“ positiv vorgestellt, übrigens auch die ARD, die auf der Grundlage unserer Forschung eine 45 Minuten-Dokumentation gesendet hat.

Sie nennen mich in Ihrem Machwerk, weil ich Ken Jebsen Interviews gegeben habe. Ungleich häufiger habe ich ARD, ZDF, WDR, SWR, RTL usw. Interviews gegeben – diese Mitglieder Ihres „Querfront-Netzwerkes“ haben Sie übrigens auch übersehen.

Ich fordere Sie auf, sich für Ihr Machwerk öffentlich zu entschuldigen und meinen offenen Brief auf Ihrer website zu veröffentlichen.“

http://www.nachdenkseiten.de/?p=27413