Zusammen mit Hans Has war der Wurm mal wieder im Kino. Und zwar im Film „Exodus – Götter und Könige“. Hier der Link zur entsprechenden Seite:

http://www.exodus-derfilm.de/#home

Der Film hält sich nicht immer an den Bibel-Text und ist geschichtlich auch nicht immer korrekt (mal davon abgesehen, dass weder der Name Moses noch der Auszug der Israeliten aus Ägypten in historischen Texten vermerkt sind). Wurm kann damit aber leben – es ist zumindest kein dermaßen Ärgernis wie bei Buch und Film „Der Medicus“ (siehe http://www.ansichten-eines-regenwurms.de/51-seichtgebiete.html).

Der Film passt in die heutige Zeit:

- schnelle Schnitte

- Kampfhandlungen noch und nöcher, wobei nach dem Kampf wie üblich Helden und Tote gezeigt werden – es gibt aber keinen, der irgend welche Schmerzen hat, keinen, um den irgend jemand trauert

- Glauben ist gut, auch wenn es sich um Blödsinn handelt: Die Prophezeiungen aus der Eingeweide-Schau eines Vogels erweisen sich als richtig, während die Gelehrten die 10 Plagen weder erklären noch abstellen können.

Die zentrale Aussage des Filmes lautet: wer nicht für uns ist, ist gegen uns. Und wir haben das Recht, mit dem zu machen, was uns gerade passt.

Zu früheren Zeiten wurde der Gegner immer als „böse“ dargestellt. „Das Böse“ musste besiegt bzw. die Menschenrechte mussten durchgesetzt werden. Das ist jetzt nicht mehr nötig: es geht nicht mehr gegen „die Bösen“, sondern gegen „die Anderen“.

Das wird an der zentralen Stelle des Films deutlich, als der verzweifelte Pharao Moses gegenüber steht, nachdem alle erstgeborenen Söhne der Ägypter vom israelischen Gott getötet wurden, inclusive seinem eigenen: „Welche Fanatiker beten solch einen Gott an, der sogar Kinder tötet?“ Die Antwort lautet nicht „Weil Du uns nicht hast gehen lassen“, sondern „Weil es eure Kinder sind“.

Zwar wird die ägyptische Oberschicht (und quasi nur die wird gezeigt) als dekadent dargestellt, was sich unter anderem in der Gesichts-Bemalung (auch und gerade bei den Männern) zeigt, während die Israeliten allesamt aus einer Schicht stammen und als gute, natürliche Menschen dargestellt werden. Aber: die Ägypter sind nicht nur böse, vor allem empfinden sie Schmerz beim Tod ihrer Kinder.

Und die mussten sterben, „Weil es eure Kinder sind“. 

Wer die Gedanken der Menschen beeinflussen möchte, hat dazu vielfältige Möglichkeiten. Am Besten über das Unterbewusstsein, am Besten in einem Film, der von vielen Menschen gesehen wird.

Das muss natürlich nicht so ausgekungelt sein: bestimmte Szenen oder Texte können „einfach so“ nach der Mode der Zeit entstanden oder quasi „ausgewürfelt“ worden sein.

Es kann aber auch Absicht dahinter stecken.

Wer die Geschichte nicht kennt bzw. Teile davon vergessen hat: hier ein Teil der Kritik von Patrick Seyboth vom „epd“ (Evangelischer Pressedienst):

„Die folgenden Stationen halten sich weitgehend an den biblischen Plot: Moses’ wahre Herkunft wird enthüllt, woraufhin er in die Wüste geschickt wird. Er findet Aufnahme bei einem Hirtenvolk, heiratet, bekommt einen Sohn, erhält Jahre später den göttlichen Auftrag, sein Volk aus der Knechtschaft zu befreien. Ein Guerillakrieg gegen die Ägypter und den neuen Pharao Ramses hebt an, doch erst nach den gottgesandten zehn Plagen können die Hebräer Richtung Kanaan ziehen. Die pharaonische Armee geht bei der Verfolgung im Roten Meer unter, während die ehemaligen Sklaven weiterziehen, um das Land zu erreichen, wo Milch und Honig fließen. Um dort eine neue Gesellschaft zu formen, braucht es aber Gesetze: die Zehn Gebote.“

http://www.epd-film.de/filmkritiken/exodus-goetter-und-koenige

Nicht mal mehr beim Evangelischen Pressedienst gibt es bibelfeste Menschen: Moses wird nicht in die Wüste geschickt, weil seine wahre Herkunft enthüllt wird, sondern er flieht, weil er einen Menschen umgebracht hat:

„Zu der Zeit aber, als Mose groß geworden, ging er aus zu seinen Brüdern und sah ihre Lasten und sah, daß ein Ägypter einen Hebräer, einen seiner Brüder, schlug. Und er wandte sich hin und her, und als er sah, daß kein Mensch zugegen war, erschlug er den Ägypter und verscharrte ihn im Sand. Am zweiten Tag ging er auch aus, und siehe, zwei hebräische Männer zankten miteinander, und er sprach zu dem Schuldigen: Warum schlägst du deinen Nächsten?  Er aber sprach: Wer hat dich zum Obersten und Richter über uns gesetzt? Gedenkst du mich auch zu erwürgen, wie du den Ägypter erwürgt hast? Da fürchtete sich Mose und sprach: Wahrlich, das ist ruchbar geworden! Und es kam vor den Pharao; der suchte Mose umzubringen. Aber Mose floh vor dem Pharao und hielt sich im Lande Midian auf und setzte sich an einen Brunnen.“  Exodus 2; 11-15

http://www.bibel-online.net/buch/schlachter_1951/2_mose/2/

Die Exodus-Geschichte und die Eroberung Kanaans durch die Israeliten

Das Buch Exodus (2. Buch Moses) ist ein Bestandteil der jüdischen Tora (griechisch: Pentateuch). Aus „Wikipedia“:

„Der Begriff Auszug aus Ägypten (auch Exodus) bezeichnet in der Überlieferung des Tanach die Auswanderung der Israeliten aus Ägypten. Archäologische Untersuchungen und das Fehlen historischer Quellen sprechen gegen die Historizität des Auszugs und damit gegen eine tatsächliche historische Grundlage der Auszugsgeschichte.

Die biblischen Erzählungen, die über weite Teile den Traditionen der Wüstenwanderung und Gesetzgebung gewidmet sind, sind im 2. bis 5. Buch Mose enthalten. Die verwendete Form der Heilsgeschichte vom Auszug aus Ägypten stellt den Versuch dar, nomadische Vorfahren mit den späteren Israeliten genealogisch zu verbinden. Die Josephsgeschichte dient hierbei als literarisches Bindeglied, um die späteren Israeliten anachronistisch mit den zahlreichen Nomadenvölkern auf eine Stufe zu stellen und als gemeinsame Vorfahren zu erklären. Eine arabische Version der Auszugs- und Josephsgeschichte findet sich auch im Koran. Darüber hinaus ist der Auszug aus Ägypten als Topos schon in alttestamentlichen Glaubensbekundungen zu finden.“

http://de.wikipedia.org/wiki/Auszug_aus_%C3%84gypten

„Die Verschriftlichung der Tora erfolgte in einem langen Überlieferungsprozess, in dem unterschiedliche Quellen und verschiedene redaktionelle Bearbeitungen Eingang gefunden haben. Der Pentateuch wurde spätestens etwa 440 v. Chr. zur Zeit Esras fertiggestellt und ab etwa 250 v. Chr. aus dem Althebräischen in die griechische Septuaginta und in aramäische Targume übersetzt (siehe Bibelübersetzung).

Die Tora war der erste Teil des Tanach, dem eine besondere Bedeutung als Heilige Schrift zuerkannt wurde und der somit zuerst kanonisiert war. Trotz der frühen Kanonisierung der Tora wurde das religionsgesetzliche Material der Tora im Frühjudentum diskutiert und weiterentwickelt und in einem langen, meist mündlichen Auslegungsprozess fortgeführt. Diese Auseinandersetzung der Rabbiner mit der Tora fand ihren Niederschlag in der Mischna und später im Talmud und bildete das auf dem Religionsgesetz der Halacha gründende Judentum, das im Mittelalter selbstverständlich war, in der Neuzeit kritisiert wurde und bis heute im Orthodoxen Judentum seinen Ausdruck findet …

Doch erst im 17. Jahrhundert veröffentlichte Baruch Spinoza die Beobachtungen Ibn Esras und leitete damit die historische Pentateuchkritik ein. Im Zuge der Aufklärung wurden dann verschiedene Theorien zur Entstehung des Pentateuch aufgestellt, auf denen die heutige Forschung aufbaut. Auf der Basis einer immer differenzierteren Textanalyse und neuerer archäologischer und altorientalistischer Forschungsergebnisse nehmen heute die meisten Forscher an, dass der Pentateuch seine redaktionelle Endgestalt erst nach dem Babylonischen Exil im 5. Jahrhundert v. Chr. gewann. Sie wird auf die Priester in Israel, vor allem am Jerusalemer Tempel, zurückgeführt. Seine ältesten, lange Zeit mündlich überlieferten Stoffe reichen jedoch bis 1500 v. Chr. zurück.

Um ca. 440 v. Chr. wurde der Pentateuch als Tora kanonisiert und bildet seitdem den Hauptteil des Tanach mit normativem Charakter für die jüdische Religion. Eine Motivation dafür sieht die Forschung darin, einen Zusammenhalt der Volksstämme in Israel durch eine „definitive“ Religion sicherzustellen und Widersprüche in älteren heterogenen Überlieferungen auszugleichen.“

http://de.wikipedia.org/wiki/Tora

Siehe auch:

http://de.wikipedia.org/wiki/Kanaan

http://de.wikipedia.org/wiki/Landnahme_Kanaans

Der Mann Moses und die monotheistische Religion

Es gibt zwar neuere Forschungen, jedoch ist „Der Mann Moses und die monotheistische Religion“ von Sigmund Freud immer noch ein Klassiker. „Wikipedia“ fasst ihn zusammen:

„Freud stützt sich in seinen weiteren Ausführungen auf die damals neuesten Erkenntnisse der Historiker bzw. Ägyptologen James H. Breasted, Eduard Meyer und Ernst Sellin, in dem er den Religionsstifter Moses nicht einen Juden, sondern einen Ägypter nennt, und entwickelt die Aufsehen erregende Theorie, dass Moses, der während der Regentschaft des Reform-Pharao Echnaton (Amenhotep, Ikhnaton) gelebt haben soll, den semitischen Stämmen, die seit Jahrhunderten als Sklaven in Ägypten arbeiteten, die neue Aton-Religion „beigebracht“ habe.

Dass Moses ein Ägypter gewesen sein soll, führte Freud u.a. auch auf die beschriebenen Sprachprobleme Moses zurück, der sich zuweilen seines Bruders Aaron bediente, wenn er zu den Israeliten sprechen wollte.

Nach dem Bericht der Bibel Ex 2,1-10 EU werden Moses Eltern als dem Stamm Levi (Ex 2,1) angehörig bezeichnet. Die Adoption durch die Tochter des Pharao und der scheinbare Widerspruch der völkischen Zugehörigkeit (Ägypter / Hebräer) wird von Sigmund Freud nach dem Konzept des Familienromans ausgelegt.

Freud nimmt weiter detailliert an, dass bis zur Herrschaft Echnatons (um 1350 v. Chr.) Ägypten von einer einflussreichen, konservativen Priesterschaft dominiert wurde, die dem Amun-Kult der Vielgötterei und dem Jenseitsglauben (prächtige Grabstätten, Grabbeigaben, Totenkult, Mumifizierung) anhing. Echnaton erkannte, dass alles Leben von der „Energie“ der Sonne (Sonnenstrahlen, Sonnenlicht) abhängig war und soll aus dieser Erkenntnis gemeinsam mit seiner Gemahlin Nofretete die erste monotheistische Religion entwickelt haben, die erstmals Moral, aber kein Jenseits kannte. Im neuen Kult gab es nur noch den Sonnengott Aton, dargestellt durch eine Sonnenscheibe.

Ähnlich wie Breasted nimmt Freud an, nach dem Tode Echnatons habe das alte Priester-System wieder die Macht gewonnen, die Aton-Ketzerei abgeschafft und alle Symbole und Bauwerke, die daran erinnerten, vernichtet. Mose, ein Anhänger, Gouverneur oder Priester des Echnaton, habe die neue Religion so sehr verinnerlicht, dass er sie als große Idee den hebräischen Stämmen, dem „auserwählten Volke“, nahegebracht habe und später mit ihnen aus Ägypten geflohen sei. Auf der Halbinsel Sinai ließen sie sich nieder und vermischten sich dort mit anderen hebräischen Stämmen, den Midianitern. Diese beteten den strengen Vulkangott JHWH an, besser bekannt als Jahwe. Offensichtlich, so spekuliert Freud, kam es dann zu einer Art „Religionskrieg“, bei dem Moses ermordet wurde. Seine engen Vertrauten, die Leviten, hätten jedoch die Aton-Lehre lebendig gehalten, und so habe sich im Laufe von Generationen „das schlechte Gewissen über den Vatermord“ zu einer Art Trauma und einer Moses-Verehrung gewandelt, die in den jüdischen Schriften – die Jahrhunderte später entstanden – ihren mystifizierten Ausdruck gefunden hätten. Vor allem in der Zeit des babylonischen Exils der jüdischen Stämme hätten die Propheten „die alten Moses-Zeiten“ glorifiziert und den Glauben an den Messias (Erlöser / Befreier) wach gehalten …

Freud vermutet weiter, „dass die Reue um den Mord an Moses den Antrieb zur Wunschphantasie des Messias gab, der wiederkommen und seinem Volk die Erlösung und die versprochene ‚Weltherrschaft‘ bringen soll. Wenn Moses dieser erste Messias war, dann ist Christus sein Ersatzmann und Nachfolger geworden.“

In seiner Zusammenfassung über die Entstehung des Monotheismus schreibt Freud, es gebe bei der Masse der Menschen ein starkes Bedürfnis nach einer Autorität, die man bewundern kann, der man sich beugt, von der man beherrscht, eventuell sogar misshandelt wird. Dies sei die Sehnsucht nach dem Vater, die jedem von seiner Kindheit her innewohne.“

http://de.wikipedia.org/wiki/Der_Mann_Moses_und_die_monotheistische_Religion

Auf jeden Fall ist es lohnenswert, Sigmund Freud im Original zu lesen:

http://gutenberg.spiegel.de/buch/der-mann-moses-und-die-monotheistische-religion-914/1

Lohnenswert ist auch „Das Gesetz“ von Thomas Mann:

„Das Gesetz (1944) ist eine Erzählung über den Auszug der Israeliten aus dem ägyptischen Exil, die Thomas Mann im Frühjahr 1943 als Auftragsarbeit verfasste. Ihre Handlung ist angelehnt ans 2. Buch Mose (hebr. Schemot, griech. Exodus) der Bibel.“

http://de.wikipedia.org/wiki/Das_Gesetz

Auf „YouTube“ kann mensch sich die Erzählung von Dieter Hattrup in 20 Teilen lesen lassen:

https://www.youtube.com/watch?v=BWUFcjSV4AE

https://www.youtube.com/results?search_query=Dieter+Hattrup+liest+Thomas+Mann+%E2%80%9ADas+Gesetz%27&page=1

Exodus im Original

Historisch ist die ganze Geschichte nicht leicht einzuordnen, zumal recht viele Erfindungen und Ausschmückungen drinnen enthalten sind. Nun gab es die letzten zweieinhalb Jahrtausende sehr viele Menschen, die diesen Unfug wortwörtlich genommen haben und auch heutzutage gibt es viele Millionen, die das tun, siehe http://www.ansichten-eines-regenwurms.de/49-fest-der-familie.html.

Selbst die heutigen christlichen Großkirchen gehen von ihrem Selbstverständnis zumindest theoretisch davon aus, dass es sich bei jedem einzelnen Wort der Bibel um „Gottes Wort“ handelt, das vom „Heiligen Geist“ den schreibenden Menschen eingegeben wurde.

Dann müssen sie sich aber auch gefallen lassen, sich an jedem einzelnen Wort messen zu lassen. Und da haben wir unseren Leiter der Arbeitsgruppe REA (Religiöses, Esoterisches, Abstruses), Jeremias Juchtenkäfer, der ein Kenner vom Exodus und der gesamten Bibel ist.

Der biblische Gott lässt sein Volk darben

„Aber viele Tage darnach starb der König in Ägypten. Und die Kinder Israel seufzten über ihre Knechtschaft und schrieen. Und ihr Geschrei über ihre Knechtschaft kam vor Gott. Und Gott erhörte ihr Wehklagen, und Gott gedachte an seinen Bund mit Abraham, Isaak und Jakob. Und Gott sah die Kinder Israel an, und Gott nahm Kenntnis davon.“  Exodus 2; 23-25

http://www.bibel-online.net/buch/schlachter_1951/2_mose/2/

„Da wandte sich Mose an den HERRN und sprach: Herr, warum lässest du dein Volk so schlecht behandeln? Warum hast du mich hergesandt? Denn seitdem ich hineingegangen bin, um mit dem Pharao in deinem Namen zu reden, hat er dieses Volk schlecht behandelt, und du hast dein Volk gar nicht errettet!“  Exodus 5; 22-23

http://www.bibel-online.net/buch/schlachter_1951/2_mose/5/

„Mose sagte solches den Kindern Israel. Sie aber hörten nicht auf ihn vor Mißmut und harter Arbeit.“  Exodus 6; 9

http://www.bibel-online.net/buch/schlachter_1951/2_mose/6/

Der biblische Gott ist ein Drecksack

Dass der biblische Gott ein Drecksack der allerübelsten Sorte ist, wird an folgenden Stellen deutlich:

„Und der HERR sprach zu Mose: Siehe zu, wenn du wieder nach Ägypten kommst, daß du vor dem Pharao alle die Wunder tuest, welche ich in deine Hand gegeben habe. Ich aber will sein Herz verstocken, daß er das Volk nicht wird ziehen lassen. Und du sollst zum Pharao sagen: So spricht der HERR: «Israel ist mein erstgeborener Sohn; darum sage ich dir: Laß meinen Sohn gehen, daß er mir diene; wirst du dich aber weigern, ihn ziehen zu lassen, siehe, so will ich deinen eigenen erstgebornen Sohn erwürgen!“  Exodus 4; 21-23

http://www.bibel-online.net/buch/schlachter_1951/2_mose/4/

„Du sollst alles reden, was ich dir gebieten werde, daß er die Kinder Israel aus seinem Lande ziehen lasse. Aber ich will das Herz des Pharao verhärten, daß ich viele meiner Zeichen und Wunder tue im Ägyptenland. Aber der Pharao wird euch nicht hören, so daß ich meine Hand an Ägypten legen und mein Heer, mein Volk, die Kinder Israel, durch große Gerichte aus dem Lande Ägypten führen werde. Und die Ägypter sollen erfahren, daß ich der HERR bin, wenn ich meine Hand über Ägypten ausstrecken und die Kinder Israel von ihnen ausführen werde.“  Exodus 7; 2-5

http://www.bibel-online.net/buch/schlachter_1951/2_mose/7/

„Mose und Aaron taten, wie ihnen der HERR geboten hatte. Und er hob den Stab auf und schlug vor dem Pharao und seinen Knechten das Wasser, das im Flusse war; da ward alles Wasser im Nil in Blut verwandelt. Und die Fische im Nil starben, und der Nil ward stinkend, so daß die Ägypter das Nilwasser nicht trinken konnten; denn dasselbe ward zu Blut in ganz Ägypten.“  Exodus 7; 20-21

http://www.bibel-online.net/buch/schlachter_1951/2_mose/7/#1

„Und der HERR sprach zu Mose: Sage Aaron: Strecke deine Hand und deinen Stab aus über die Flüsse, über die Bäche und Seen, und laß Frösche über Ägyptenland kommen. Und Aaron streckte seine Hand über die Wasser in Ägypten; und die Frösche kamen herauf und bedeckten das Land Ägypten.“  Exodus 8; 5-6

http://www.bibel-online.net/buch/schlachter_1951/2_mose/8/

„Da sprach der HERR zu Mose: Sage zu Aaron: Strecke deinen Stab aus und schlage den Staub auf der Erde, daß er in ganz Ägyptenland zu Mücken werde. Sie taten also. Und Aaron streckte seine Hand aus mit seinem Stabe und schlug in den Staub auf der Erde, und er wurde zu Mücken in ganz Ägyptenland.“  Exodus 8; 16-17

http://www.bibel-online.net/buch/schlachter_1951/2_mose/8/

„Und der HERR tat also. Und eine Menge Hundsfliegen kamen in das Haus des Pharao und in die Häuser seiner Knechte, ja über ganz Ägyptenland; und das Land ward von den Hundsfliegen verseucht.“  Exodus 8; 24

http://www.bibel-online.net/buch/schlachter_1951/2_mose/8/

„Und der HERR tat solches am Morgen, und alles Vieh der Ägypter starb, aber von dem Vieh der Kinder Israel starb kein einziges.“  Exodus 9; 6

http://www.bibel-online.net/buch/schlachter_1951/2_mose/9/

Da sprach der HERR zu Mose und Aaron: Nehmet eure Hände voll Ofenruß, und Mose sprenge ihn vor dem Pharao gen Himmel, daß er über ganz Ägyptenland stäube und zu Geschwüren werde, die als Blattern aufbrechen an Menschen und Vieh in ganz Ägyptenland. Da nahmen sie Ofenruß und standen vor dem Pharao, und Mose sprengte ihn gen Himmel. Da wurden Geschwüre daraus, die als Blattern aufbrachen an Menschen und Vieh, also daß die Zauberer wegen der Geschwüre nicht vor Mose stehen konnten. Denn an den Zauberern und an allen Ägyptern waren Geschwüre.“  Exodus 9; 8-11

http://www.bibel-online.net/buch/schlachter_1951/2_mose/9/

Aber der HERR verstockte das Herz des Pharao, daß er nicht auf sie hörte, wie denn der HERR zu Mose gesagt hatte.“  Exodus 9; 12

http://www.bibel-online.net/buch/schlachter_1951/2_mose/9/

„Da sprach der HERR zu Mose: Mache dich am Morgen früh auf und tritt vor den Pharao und sprich zu ihm: So spricht der HERR, der Gott der Hebräer: Laß mein Volk gehen, daß es mir diene! Sonst will ich diesmal alle meine Plagen gegen dein Herz richten und gegen deine Knechte und gegen dein Volk, damit du erfahrest, daß auf der ganzen Erde nicht meinesgleichen ist. Denn ich hätte meine Hand schon ausstrecken und dich und dein Volk mit Pestilenz schlagen können, daß du von der Erde vertilgt worden wärest; aber ich habe dich deswegen bestehen lassen, daß ich dir meine Macht zeige, und daß mein Name auf der ganzen Erde verkündigt werde.“  Exodus 9; 13-16

http://www.bibel-online.net/buch/schlachter_1951/2_mose/9/

„Da sprach der HERR zu Mose: Strecke deine Hand aus gen Himmel, damit es über ganz Ägyptenland hagle, über die Menschen und über das Vieh und über alles Gewächs auf dem Felde in Ägypten. Also streckte Mose seinen Stab gen Himmel. Und der HERR ließ donnern und hageln, daß das Feuer auf die Erde schoß. Und der HERR ließ Hagel regnen auf Ägyptenland. Es war aber zugleich Hagel und ein unaufhörliches Blitzen mitten in den Hagel hinein, so stark, daß desgleichen in ganz Ägypten niemals gewesen, seitdem es bevölkert ist.  Und der Hagel erschlug in ganz Ägyptenland alles, was auf dem Felde war, Menschen und Vieh. Auch zerschlug der Hagel alles Gewächs auf dem Felde und zerbrach alle Bäume auf dem Lande.“  Exodus 9; 22-25

http://www.bibel-online.net/buch/schlachter_1951/2_mose/9/

Da sprach der HERR zu Mose: Gehe zum Pharao, denn ich habe sein und seiner Knechte Herz verstockt, daß ich diese meine Zeichen unter ihnen tue, und daß du vor den Ohren deiner Kinder und Kindeskinder verkündigest, was ich in Ägypten ausgerichtet und wie ich meine Zeichen unter ihnen bewiesen habe, auf daß ihr erkennet, daß ich der HERR bin.  Exodus 10; 1-2

http://www.bibel-online.net/buch/schlachter_1951/2_mose/10/

„Da sprach der HERR zu Mose: Strecke deine Hand über Ägypten, damit die Heuschrecken über Ägypten kommen und alles Gewächs im Lande auffressen samt allem, was vom Hagel übriggeblieben ist! Da streckte Mose seinen Stab über Ägyptenland aus, und der HERR ließ einen Ostwind über das Land wehen den ganzen Tag und die ganze Nacht; und am Morgen führte der Ostwind die Heuschrecken her. Und die Heuschrecken kamen über ganz Ägyptenland und ließen sich nieder im ganzen Gebiet von Ägypten, so sehr viele, daß zuvor desgleichen niemals gewesen ist, noch künftig sein wird. Denn sie bedeckten das ganze Land und verfinsterten es. Und sie fraßen alle Bodengewächse und alle Baumfrüchte, die vom Hagel übriggeblieben waren, und ließen nichts Grünes übrig an den Bäumen und an den Feldgewächsen in ganz Ägyptenland.“  Exodus 10; 12-15

http://www.bibel-online.net/buch/schlachter_1951/2_mose/10/

Aber der HERR verstockte das Herz des Pharao, daß er die Kinder Israel nicht ziehen ließ.“  Exodus 10; 20

http://www.bibel-online.net/buch/schlachter_1951/2_mose/10/

„Und der HERR sprach zu Mose: Strecke deine Hand gen Himmel, daß es im Ägyptenland so finster werde, daß man die Finsternis greifen kann! Da streckte Mose seine Hand gen Himmel. Und es ward eine dicke Finsternis in ganz Ägyptenland, drei Tage lang, daß während drei Tagen niemand den andern sah, noch jemand von seinem Platz aufstand. Aber bei allen Kindern Israel war es hell in ihren Wohnungen.“  Exodus 10; 21-23

http://www.bibel-online.net/buch/schlachter_1951/2_mose/10/

Aber der HERR verstockte das Herz des Pharao, daß er sie nicht ziehen lassen wollte.“  Exodus 10; 27

http://www.bibel-online.net/buch/schlachter_1951/2_mose/10/

„Und der HERR sprach zu Mose: Ich will noch eine Plage über den Pharao und über Ägypten bringen; darnach wird er euch fortziehen lassen; und wenn er euch ziehen läßt, so wird er euch sogar völlig wegtreiben. So sage nun zum Volk, daß ein jeder von seinem Nächsten und eine jede von ihrer Nachbarin silberne und goldene Geschirre fordere. Und der HERR gab dem Volke Gunst in den Augen der Ägypter. So war auch Mose ein sehr großer Mann in Ägypten vor den Knechten des Pharao und vor dem Volk. Und Mose sprach: So spricht der HERR: Ich will zu Mitternacht ausgehen mitten durch Ägypten, und alle Erstgeburt in Ägypten soll sterben; von dem Erstgeborenen des Pharao, der auf seinem Throne sitzt, bis an den Erstgeborenen der Magd, die hinter der Mühle ist; auch alle Erstgeburt unter dem Vieh. Und es wird ein großes Geschrei in ganz Ägypten sein, desgleichen niemals gewesen ist, noch sein wird.“  Exodus 11; 1-6

http://www.bibel-online.net/buch/schlachter_1951/2_mose/11/

Der HERR aber hatte zu Mose gesagt: Der Pharao wird euch nicht hören, damit meiner Wunder in Ägypten viel geschehen. Also hatten Mose und Aaron alle diese Wunder vor dem Pharao getan; aber der HERR verstockte das Herz des Pharao, daß er die Kinder Israel nicht aus seinem Lande entließ.“  Exodus 11; 10-11

http://www.bibel-online.net/buch/schlachter_1951/2_mose/11/

Denn ich will in derselben Nacht durch Ägypten gehen und alle Erstgeburt in Ägypten schlagen, vom Menschen an bis auf das Vieh, und will an allen Göttern der Ägypter Gerichte üben, ich, der HERR. Und das Blut soll euch zum Zeichen dienen an euren Häusern, darin ihr seid, daß, wenn ich das Blut sehe, ich an euch vorübergehe und euch die Plage nicht widerfahre, die euch verderbe, wenn ich die Ägypter schlagen werde.“  Exodus 12; 12-13

http://www.bibel-online.net/buch/schlachter_1951/2_mose/12/

Und es begab sich zu Mitternacht, da schlug der HERR alle Erstgeburt in Ägypten, von dem ersten Sohne des Pharao, der auf dem Throne saß, bis auf den ersten Sohn der Gefangenen, die in dem Gefängnisse waren, auch alle Erstgeburt des Viehes. Da stand der Pharao auf in derselben Nacht, er und alle seine Knechte und alle Ägypter; und es war ein großes Geschrei in Ägypten, denn es gab kein Haus, darin nicht ein Toter war.“  Exodus 12; 29-30

http://www.bibel-online.net/buch/schlachter_1951/2_mose/12/

Und ich will sein Herz verstocken, daß er ihnen nachjage, und will mich am Pharao und an seiner ganzen Macht verherrlichen; und die Ägypter sollen erfahren, daß ich der HERR bin! …   Denn der HERR verstockte das Herz des Pharao, des Königs von Ägypten, daß er denn Kindern Israel nachjagte, obwohl sie durch eine hohe Hand auszogen.“  Exodus 14;4-8

http://www.bibel-online.net/buch/schlachter_1951/2_mose/14/

„Der HERR sprach zu Mose: Was schreist du zu mir? Sage den Kindern Israel, daß sie ziehen! Du aber hebe deinen Stab auf und strecke deine Hand über das Meer und zerteile es, daß die Kinder Israel mitten durch das Meer auf dem Trockenen gehen. Ich aber, siehe, ich will das Herz der Ägypter verstocken, daß sie ihnen nachlaufen; dann will ich mich verherrlichen am Pharao und an seiner ganzen Macht, an seinen Wagen und an seinen Reitern. Und die Ägypter sollen erfahren, daß ich der HERR bin, wenn ich mich am Pharao, an seinen Wagen und an seinen Reitern verherrliche.“  Exodus 14; 15-18

http://www.bibel-online.net/buch/schlachter_1951/2_mose/14/

Sonstige Drecksackigkeiten

Von wegen „Du sollst nicht töten!“ Das war damals schon nicht ernst gemeint:

Todesstrafe für Brot essen: „Sieben Tage lang sollt ihr ungesäuertes Brot essen, darum sollt ihr am ersten Tag den Sauerteig aus euren Häusern entfernen. Denn wer gesäuertes Brot ißt vom ersten Tage an bis auf den siebenten Tag, dessen Seele soll ausgerottet werden aus Israel! … Denn wer gesäuertes Brot ißt, dessen Seele soll ausgerottet werden aus der Gemeinde Israel, er sei ein Fremdling oder Einheimischer im Lande.“  Exodus 12; 15-19

http://www.bibel-online.net/buch/schlachter_1951/2_mose/12/

Todesstrafe für Anders-Sein: „Und der HERR sprach zu Mose: Schreibe das zum Gedächtnis in ein Buch und befiehls's in die Ohren Josuas; denn ich will den Amalek unter dem Himmel austilgen, daß man sein nicht mehr gedenke.“  Exodus 17;14

http://www.bibel-online.net/buch/luther_1912/2_mose/17/

Todesstrafe für Berühren eines Berges: „Und der HERR sprach zu Mose: Gehe hin zum Volk und heilige sie heute und morgen, daß sie ihre Kleider waschen und bereit seien auf den dritten Tag; denn am dritten Tage wird der HERR herabfahren auf den Berg Sinai. Und mache dem Volk ein Gehege umher und sprich zu ihnen: Hütet euch, daß ihr nicht auf den Berg steiget noch sein Ende anrührt; denn wer den Berg anrührt, soll des Todes sterben. Keine Hand soll ihn anrühren, sondern er soll gesteinigt oder mit Geschoß erschossen werden; es sei ein Tier oder ein Mensch, so soll er nicht leben. Wenn es aber lange tönen wird, dann sollen sie an den Berg gehen.“  Exodus 19; 10-13

http://www.bibel-online.net/buch/luther_1912/2_mose/19/

Todesstrafe wg. Nicht-Ehren der Eltern: „Wer Vater und Mutter schlägt, der soll des Todes sterben … Wer Vater und Mutter flucht, der soll des Todes sterben.“  Exodus  21; 15-17

http://www.bibel-online.net/buch/luther_1912/2_mose/21/

Todesstrafe für Menschen-Diebstahl: „Wer einen Menschen stiehlt, es sei, daß er ihn verkauft oder daß man ihn bei ihm findet, der soll des Todes sterben.  Exodus  21; 16

http://www.bibel-online.net/buch/luther_1912/2_mose/21/

Todesstrafe für andere Kulte: “Die Zauberinnen sollst du nicht leben lassen … Wer den Göttern opfert und nicht dem HERRN allein, der sei verbannt.“  Exodus 22; 17-19

http://www.bibel-online.net/buch/luther_1912/2_mose/22/

„Da nun Mose sah, daß das Volk zuchtlos geworden war (denn Aaron hatte sie zuchtlos gemacht, zum Geschwätz bei ihren Widersachern), trat er an das Tor des Lagers und sprach: Her zu mir, wer dem HERRN angehört! Da sammelten sich zu ihm alle Kinder Levi. Und er sprach zu ihnen: So spricht der HERR, der Gott Israels: Gürte ein jeglicher sein Schwert um seine Lenden und durchgehet hin und zurück von einem Tor zum andern das Lager, und erwürge ein jeglicher seinen Bruder, Freund und Nächsten. Die Kinder Levi taten, wie ihnen Mose gesagt hatte; und fielen des Tages vom Volk dreitausend Mann.“  Exodus 32; 25-28

http://www.bibel-online.net/buch/luther_1912/2_mose/32/

Todesstrafe für Vergnügungen mit Tieren: „Wer bei einem Vieh liegt, der soll des Todes sterben.“  Exodus 22; 18

http://www.bibel-online.net/buch/luther_1912/2_mose/22/

Todesstrafe wg. Arbeit an bestimmten Tagen: „Und der HERR redete mit Mose und sprach:  Sage den Kindern Israel und sprich: Haltet meinen Sabbat; denn derselbe ist ein Zeichen zwischen mir und euch auf eure Nachkommen, daß ihr wisset, daß ich der HERR bin, der euch heiligt. Darum so haltet meinen Sabbat; denn er soll euch heilig sein. Wer ihn entheiligt, der soll des Todes sterben. Denn wer eine Arbeit da tut, des Seele soll ausgerottet werden von seinem Volk. Sechs Tage soll man arbeiten; aber am siebenten Tag ist Sabbat, die heilige Ruhe des HERRN. Wer eine Arbeit tut am Sabbattag, der soll des Todes sterben.“  Exodus 31; 12-15

http://www.bibel-online.net/buch/luther_1912/2_mose/31/

"Und Mose versammelte die ganze Gemeinde der Kinder Israel und sprach zu ihnen: Das ist's, was der HERR geboten hat, das ihr tun sollt: Sechs Tage sollt ihr arbeiten; den siebenten Tag aber sollt ihr heilig halten als einen Sabbat der Ruhe des HERRN. Wer an dem arbeitet, soll sterben. Ihr sollt kein Feuer anzünden am Sabbattag in allen euren Wohnungen.“  Exodus 34; 1-3

http://www.bibel-online.net/buch/luther_1912/2_mose/35/

Der biblische Gott weiss auch nicht alles

„Und nehmet einen Büschel Ysop und tauchet ihn in das Blut im Becken und bestreicht mit diesem Blut im Becken die Oberschwelle und die zwei Türpfosten; und kein Mensch von euch gehe zu seiner Haustüre hinaus bis an den Morgen! Denn der HERR wird umhergehen und die Ägypter schlagen. Und wenn er das Blut an der Oberschwelle und an den beiden Pfosten sehen wird, so wird er, der HERR, an der Tür vorübergehen und den Verderber nicht in eure Häuser kommen lassen, zu schlagen.“  Exodus 12; 22-23

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Diebstahl an anderen Völkern wird gut geheissen

„Und ich will diesem Volk Gunst verschaffen bei den Ägyptern, daß, wenn ihr auszieht, ihr nicht leer ausziehen müßt; sondern ein jedes Weib soll von ihrer Nachbarin und Hausgenossin silberne und goldene Geschirre und Kleider fordern; die sollt ihr auf eure Söhne und Töchter legen und Ägypten berauben.“  Exodus 3; 21-22

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Wankelmut

„Als nun der Pharao das Volk gehen ließ, führte sie Gott nicht auf die Straße durch der Philister Land, wiewohl sie die nächste war; denn Gott gedachte, es möchte das Volk gereuen, wenn es Krieg sähe, und möchte wieder nach Ägypten umkehren. Darum führte Gott das Volk den Umweg durch die Wüste am Schilfmeer. Und die Kinder Israel zogen gerüstet aus Ägypten.“  Exodus 13; 17-18

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„Und der HERR sprach zu Mose: Ich sehe, daß es ein halsstarriges Volk ist. Und nun laß mich, daß mein Zorn über sie ergrimme und sie vertilge; so will ich dich zum großen Volk machen. Mose aber flehte vor dem HERRN, seinem Gott, und sprach: Ach HERR, warum will dein Zorn ergrimmen über dein Volk, das du mit großer Kraft und starker Hand hast aus Ägyptenland geführt? Warum sollen die Ägypter sagen und sprechen: Er hat sie zu ihrem Unglück ausgeführt, daß er sie erwürgte im Gebirge und vertilgte vom Erdboden? Kehre dich von dem Grimm deines Zornes und laß dich gereuen des Übels über dein Volk. Gedenke an deine Diener Abraham, Isaak und Israel, denen du bei dir selbst geschworen und verheißen hast: Ich will euren Samen mehren wie die Sterne am Himmel, und alles Land, das ich euch verheißen habe, will ich eurem Samen geben, und sie sollen's besitzen ewiglich. Also gereute den HERRN das Übel, das er drohte seinem Volk zu tun.“  Exodus 32; 9-14

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„Der HERR sprach zu Mose: Gehe, ziehe von dannen, du und das Volk, das du aus Ägyptenland geführt hast, in das Land, das ich Abraham, Isaak und Jakob geschworen habe und gesagt: Deinem Samen will ich's geben; und ich will vor dir her senden einen Engel und ausstoßen die Kanaaniter, Amoriter, Hethiter, Pheresiter, Heviter und Jebusiter, dich zu bringen in das Land, darin Milch und Honig fließt. Ich will nicht mit dir hinaufziehen, denn du bist ein halsstarriges Volk; ich möchte dich unterwegs vertilgen. Da das Volk diese böse Rede hörte, trugen sie Leid, und niemand trug seinen Schmuck an sich. Und der HERR sprach zu Mose: Sage zu den Kindern Israel: Ihr seid ein halsstarriges Volk. Wo ich nur einen Augenblick mit dir hinaufzöge, würde ich dich vertilgen. Und nun lege deinen Schmuck von dir, daß ich wisse, was ich dir tun soll. Also taten die Kinder Israel ihren Schmuck von sich vor dem Berge Horeb.“  Exodus 33; 1-6

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„Und er sprach: Siehe, ich will einen Bund machen vor allem deinem Volk und will Wunder tun, dergleichen nicht geschaffen sind in allen Landen und unter allen Völkern, und alles Volk, darunter du bist, soll sehen des HERRN Werk; denn wunderbar soll sein, was ich bei dir tun werde. Halte, was ich dir heute gebiete. Siehe, ich will vor dir her ausstoßen die Amoriter, Kanaaniter, Hethiter, Pheresiter, Heviter und Jebusiter. Hüte dich, daß du nicht einen Bund machest mit den Einwohnern des Landes, da du hineinkommst, daß sie dir nicht ein Fallstrick unter dir werden; sondern ihre Altäre sollst du umstürzen und ihre Götzen zerbrechen und ihre Haine ausrotten; denn du sollst keinen andern Gott anbeten. Denn der HERR heißt ein Eiferer; ein eifriger Gott ist er. Daß du nicht einen Bund mit des Landes Einwohnern machest, und wenn sie ihren Göttern nachlaufen und opfern ihren Göttern, sie dich nicht laden und du von ihrem Opfer essest, und daß du nehmest deinen Söhnen ihre Töchter zu Weibern und dieselben dann ihren Göttern nachlaufen und machen deine Söhne auch ihren Göttern nachlaufen.“  Exodus 34; 10-16

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„Wenn ich die Heiden vor dir ausstoßen und deine Grenze erweitern werde, soll niemand deines Landes begehren, die weil du hinaufgehst dreimal im Jahr, zu erscheinen vor dem HERRN, deinem Gott.“  Exodus 34; 24

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Vertilgung fremder Völker

„Wenn nun mein Engel vor dir her geht und dich bringt an die Amoriter, Hethiter, Pheresiter, Kanaaniter, Heviter und Jebusiter und ich sie vertilge, so sollst du ihre Götter nicht anbeten noch ihnen dienen und nicht tun, wie sie tun, sondern du sollst ihre Götzen umreißen und zerbrechen … Ich will meinen Schrecken vor dir her senden und alles Volk verzagt machen, dahin du kommst, und will dir alle deine Feinde in die Flucht geben. Ich will Hornissen vor dir her senden, die vor dir her ausjagen die Heviter, Kanaaniter und Hethiter. Ich will sie nicht auf ein Jahr ausstoßen vor dir, auf daß nicht das Land wüst werde und sich wilde Tiere wider dich mehren; einzeln nacheinander will ich sie vor dir her ausstoßen, bis du wächsest und das Land besitzest. Und will deine Grenze setzen von dem Schilfmeer bis an das Philistermeer und von der Wüste bis an den Strom. Denn ich will dir in deine Hand geben die Einwohner des Landes, daß du sie sollst ausstoßen vor dir her. Du sollst mit ihnen oder mit ihren Göttern keinen Bund machen; sondern laß sie nicht wohnen in deinem Lande, daß sie dich nicht verführen wider mich. Denn wo du ihren Göttern dienst, wird dir's zum Fall geraten.“  Exodus 23; 23-33

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Obrigkeitshörigkeit

„Den "Göttern" sollst du nicht fluchen, und den Obersten in deinem Volk nicht lästern.“  Exodus 22; 27

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Sklaven im Recht

„So du einen hebräischen Knecht kaufst, der soll dir sechs Jahre dienen; im siebenten Jahr soll er frei ausgehen umsonst. Ist er ohne Weib gekommen, so soll er auch ohne Weib ausgehen; ist er aber mit Weib gekommen, so soll sein Weib mit ihm ausgehen. Hat ihm aber sein Herr ein Weib gegeben, und er hat Söhne oder Töchter gezeugt, so soll das Weib und die Kinder seines Herrn sein, er aber soll ohne Weib ausgehen. Spricht aber der Knecht: Ich habe meinen Herren lieb und mein Weib und Kind, ich will nicht frei werden, so bringe ihn sein Herr vor die "Götter" Richter und halte ihn an die Tür oder den Pfosten und bohre ihm mit einem Pfriem durch sein Ohr, und er sei sein Knecht ewig.“  Exodus 21; 2-6

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„Wer seinen Knecht oder seine Magd schlägt mit einem Stabe, daß sie sterben unter seinen Händen, der soll darum gestraft werden. Bleibt er aber einen oder zwei Tage am Leben, so soll er darum nicht gestraft werden; denn es ist sein Geld.“  Exodus 21; 20

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Kein freier Wille des Menschen: Gott bestimmt – auch Wohlergehen oder Krankheit

„Da sprach der HERR zu ihm: Wer hat dem Menschen den Mund erschaffen, oder wer hat den Stummen, oder Tauben, oder Sehenden, oder Blinden gemacht? Habe nicht ich es getan, der HERR?“  Exodus 4; 11

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„Aber dem HERRN, eurem Gott, sollt ihr dienen, so wird er dein Brot und dein Wasser segnen, und ich will alle Krankheit von dir wenden. Es soll nichts Unträchtiges noch Unfruchtbares sein in deinem Lande, und ich will dich lassen alt werden.“  Exodus 23; 25-26

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„Und der HERR redete mit Mose und sprach: Siehe, ich habe mit Namen berufen Bezaleel, den Sohn Uris, des Sohnes Hur, vom Stamme Juda, und habe ihn erfüllt mit dem Geist Gottes, mit Weisheit und Verstand und Erkenntnis und mit allerlei Geschicklichkeit, kunstreich zu arbeiten an Gold, Silber, Erz, kunstreich Steine zu schneiden und einzusetzen, und kunstreich zu zimmern am Holz, zu machen allerlei Werk. Und siehe, ich habe ihm zugegeben Oholiab, den Sohn Ahisamachs, vom Stamme Dan; und habe allerlei Weisen die Weisheit ins Herz gegeben, daß sie machen sollen alles, was ich dir geboten habe: die Hütte des Stifts, die Lade des Zeugnisses, den Gnadenstuhl darauf und alle Geräte der Hütte, den Tisch und sein Gerät, den feinen Leuchter und all sein Gerät, den Räucheraltar, den Brandopferaltar mit allem seinem Geräte, das Handfaß mit seinem Fuß, die Amtskleider und die heiligen Kleider des Priesters Aaron und die Kleider seiner Söhne, priesterlich zu dienen, das Salböl und das Räuchwerk von Spezerei zum Heiligtum. Alles, was ich dir geboten habe, werden sie machen.“  Exodus 31; 1-11

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„Da arbeiteten Bezaleel und Oholiab und alle weisen Männer, denen der HERR Weisheit und Verstand gegeben hatte, zu wissen, wie sie allerlei Werk machen sollten zum Dienst des Heiligtums, nach allem, was der HERR geboten hatte. Und Mose berief den Bezaleel und Oholiab und alle weisen Männer, denen der HERR Weisheit gegeben hatte in ihr Herz, alle, die sich freiwillig erboten und hinzutraten, zu arbeiten an dem Werke.“  Exodus 36; 1-2

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Skurriles

"Als er (Moses) aber unterwegs in der Herberge war, griff ihn der HERR an und wollte ihn töten. Da nahm Zippora einen scharfen Stein und beschnitt ihrem Sohn die Vorhaut und warf sie ihm vor die Füße und sprach: Du bist mir ein Blutbräutigam! Da ließ er von ihm ab. Sie sagte aber «Blutbräutigam» um der Beschneidung willen.“  Exodus 4; 24-26

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Sonstiges

„Also zogen die Kinder Israel aus von Raemses gen Sukkot, bei sechshunderttausend Mann Fußvolk, die Kinder nicht inbegriffen. Auch zogen mit ihnen viele Mischlinge und Schafe und Rinder und sehr viel Vieh.“  Exodus 21; 37

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„Einen Altar von Erde mache mir, darauf du dein Brandopfer und Dankopfer, deine Schafe und Rinder opferst. Denn an welchem Ort ich meines Namens Gedächtnis stiften werde, da will ich zu dir kommen und dich segnen.“  Exodus 20; 24

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„Wenn Männer hadern und verletzen ein schwangeres Weib, daß ihr die Frucht abgeht, und ihr kein Schade widerfährt, so soll man ihn um Geld strafen, wieviel des Weibes Mann ihm auflegt, und er soll's geben nach der Schiedsrichter Erkennen.“  Exodus 21; 22

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Übrigens ist von Strafe für Abtreibung in der gesamten Bibel keine Rede.